KRITIK: Ready Player One

Regielegende Steven Spielberg ist noch lange nicht arbeitsmüde und bringt nach Die Verlegerin einen weiteren Film im Jahr 2018 in die Kinos. Dieses Mal ein Science-Fiction-Film, der auf dem gleichnamigen Roman von Ernest Cline basiert. Über eine Welt, die arm an Ressourcen ist und wo die Menschen in die virtuelle Welt OASIS flüchten. Ob dieses Werk sehenswert geworden ist, erfährt ihr in dieser Kritik zu Ready Player One.

Originaltitel: Ready Player One

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Ernest Cline und Zak Penn

Produktion: u. a. Steven Spielberg, Dan Farah, Kristie Macosko Krieger und Jennifer Meislohn

Kamera: Janusz Kaminski

Musik: Alan Silvestri Weiterlesen

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KRITIK: I, Tonya

Sie war eine der talentiertesten Eiskunstläuferin der 1990er Jahre. Die erste Amerikanerin, die einen Dreifach Axl gestanden hat. Eine Frau, die von ihrer streitlustigen Mutter gedrillt wurde und abseits der Eishallen kein einfaches Leben hatte. Darüber hinaus wird ihr Name mit dem Attentat auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan in Verbindung gebracht. Das ist die Geschichte von Tonya Harding, verpackt in ein Drama mit Comedy-Elementen. Hier ist die Kritik zu I, Tonya.

Originaltitel: I, Tonya

Regie: Craig Gillespie

Drehbuch: Steven Rogers

Produktion: Margot Robbie, Steven Rogers, Bryan Unkeless und Len Blavatnik

Kamera: Nicolas Karakatsanis

Musik: Peter Nashal Weiterlesen

KRITIK: Tomb Raider

Im Jahr 2013 erlebte die Videospielreihe Tomb Raider einen Neuanfang. Im Reboot konnten Gamer eine viel jüngere und unerfahrene Lara Croft erleben. Nun bringt Warner Brothers und die Videospielfirma Square Enix das Franchise in die Kinos und besetzte die Abenteurerin mit der Oscargewinnerin Alicia Vikander. Ob diese Kombination funktioniert, erfährt ihr in dieser Kritik zu Tomb Raider.

Originaltitel: Tomb Raider

Regie: Roar Uthaug

Drehbuch: Geneva Robertson-Dworet, Alastair Siddons und Evan Daugherty

Produktion: Graham King, Patrick McCormick und Noah Hughes

Kamera: George Richmond

Musik: Tom Holkenborg alias Junkie XL Weiterlesen

KRITIK: Red Sparrow

Ein ehemaliger CIA-Agent schrieb ein Buch namens Operation Red Sparrow. Dieses diente als Basis für einen Agenten-Thriller des Regisseurs Francis Lawrence. Jennifer Lawrence verkörpert eine russische Primaballerina, die zu einem Spion ausgebildet wird. Ob der Film, der ein wenig an Salt erinnert, am Ende sehenswert geworden ist, erfährt ihr in dieser Kritik zu Red Sparrow.

Originaltitel: Red Sparrow

Regie: Francis Lawrence

Drehbuch: Justin Haythe

Produktion: u. a. Steven Zaillian, Peter Chernin, Jenno Topping und Marry McLaglen

Kamera: Jo Willems

Musik: James Newton Howard Weiterlesen

KRITIK: SHAPE OF WATER – Das Flüstern des Wassers

Zweifacher Gewinner bei der Golden-Globe-Verleihung und unfassbare 13 Oscar-Nominierungen. Eine Geschichte einer stummen Frau, die sich mit einem fischartigen Wesen anfreundet. Ob dieser Film den vielen Nominierungen gerecht wurde und die Geschichte über zwei Außenseiter sehenswert ausfällt, erfährt ihr in dieser Kritik zu Shape of Water – Das Flüstern des Wassers.

Originaltitel: The Shape of Water

Regie: Guillermo del Toro

Drehbuch: Guillermo del Toro und Vanessa Taylor

Produktion: Guillermo del Toro, J. Miles Dale, Chuck Ryant und T. K. Knowles

Kamera: Dan Laustsen

Musik: Alexandre Desplat Weiterlesen

KRITIK: Wind River

Drehbuch-Autor Taylor Sheridan schickt bei seinem Regiedebüt Jeremy Renner und Elizabeth Olsen in die weiten, eisigen Gebiete von Wyoming. Darüber hinaus ist es nach Sicario und Hell or High Water der dritte Teil seiner „Frontier-Trilogie“ – zu allen drei Filmen schrieb er die Drehbücher. Ob sein Erstlingswerk als Regisseur gelungen ist, erfährt ihr in dieser Kritik zu Wind River.

Originaltitel: Wind River

Regie: Taylor Sheridan

Drehbuch: Taylor Sheridan

Produktion: Basil Iwanyk, Peter Berg, Matthew George und Wayne Rogers

Kamera: Ben Richardson

Musik: Warren Ellis und Nick Cave Weiterlesen

KRITIK: Criminal Squad

Es ist wieder Gerard-Butler-Zeit, der gefühlt immer dann auftaucht, wenn ein Action-B-Film in die Kinos kommt. In diesem Fall darf er einen beinharten Ermittler verkörpern, der eine Gruppe von Bankräubern jagt. Ob der Film sehenswert geworden ist oder doch nur Standardware bietet, erfährt ihr in dieser Kritik zu Criminal Squad.

Originaltitel: Den Of Thieves

Regie: Christian Gudegast

Drehbuch: Christian Gudegast und Paul Scheuring

Produktion: Gerard Butler, Mark Canton, Tucker Tooley und Alan Siegel

Kamera: Terry Stacey

Musik: Cliff Martinez Weiterlesen

KRITIK: MAZE RUNNER – Die Außerwählten in der Todeszone

Mit einem Jahr Verspätung kommt nun der dritte Teil der Maze-Runner-Reihe in die Kinos. Abermals inszenierte Wess Ball das Werk, in dem die Außerwählten versuchen in die Letzte Stadt zu gelangen – dort wo alles begonnen hat. In dieser Kritik geht es um Maze Runner – Die Außerwählten in der Todeszone.

 

Originaltitel: Maze Runner: The Death Cure

Regie: Wes Ball

Drehbuch: T. S. Nowlin, basierend auf dem Roman von James Dashner

Produktion: u. a. Wes Ball, Lee Stollman, Marty Bowen und Ellen Goldsmith-Vein

Kamera: Gyula Pados

Musik: John Paesano Weiterlesen

KRITIK: Downsizing

Der neue Film von Alexander Payne beschäftigt sich mit der überbevölkerten Erde und einer spannenden Idee, wie man die Menschheit retten kann. Sie werden geschrumpft damit sie weniger Ressourcen verbrauchen. In dieser Kritik geht es um Downsizing.

Originaltitel: Downsizing

Regie: Alexander Payne

Drehbuch: Alexander Payne und Jim Taylor

Produktion: Alexander Payne, Jim Taylor, Mega Ellison und Jim Burke

Kamera: Phedon Papamichael

Musik: Rolfe Kent Weiterlesen

KRITIK: Three Billboards outside Ebbing, Missouri

Die Award-Saison hat bereits begonnen und immer mehr starke Filme erscheinen in den Kinos. So auch dieser Film, der bei den Golden Globes vier Statuen abräumte. Ob das Drama mit Frances McDormand und Woody Harrelson in den Hauptrollen genauso gut ist wie gesagt wird, erfährt ihr in dieser Kritik zu Three Billboards outside Ebbing, Missouri.

Originaltitel: Three Billboards outside Ebbing, Missouri

Regie: Martin McDonagh

Drehbuch: Martin McDonagh

Produktion: Martin McDonagh, Graham Broadbent, Peter Czernin und Ben Knight

Kamera: Ben Davis

Musik: Carter Burwell Weiterlesen

KRITIK: The Commuter

Nach Non-Stop, Unknown Identity und Run All Night ist es die mittlerweile vierte Zusammenarbeit zwischen dem Regisseur Jaume Collet-Serra und Liam Neeson. Dieses Mal spielt die Handlung in einem Zug. Ob diese Konstellation noch funktioniert und die Geschichte fesselt, erfährt ihr in dieser Kritik zu The Commuter.

Originaltitel: The Commuter

Regie: Jaume Collet-Serra

Drehbuch: Byron Willinger und Philip de Blasi

Produktion: Jaume Collet-Serra, Alex Heinemann, Andrew Rona und Michael Dreyer

Kamera: Paul Cameron

Musik: Roque Banos Weiterlesen

KRITIK: INSIDIOUS 4 – The Last Key

Die Insidious-Reihe geht in die vierte und vermutlich letzte Runde. Abermals steht Geisterjägerin Elise im Vordergrund, die bei ihrem aktuellen Fall mit ihrer Kindheit konfrontiert wird. Ob der Film sehenswert  und der Gruselfaktor schockierend genug ist, erfährt ihr in dieser Kritik zu Insidious – The Last Key.

Originaltitel: Insidious 4 – The Last Key

Regie: Adam Robitel

Drehbuch: Leigh Whannell

Produktion: Jason Blum, James Wan, Oren Peli und Steven Schneider

Kamera: Toby Oliver

Musik: Joseph Bishara Weiterlesen

KRITIK: INSIDIOUS CHAPTER 2

Chapter 2 knüpft geschichtlich dort an, wo Teil 1 aufgehört hat. Mit dem gleichen Cast, mehr Gruselfaktor und einer spannenden Idee will der Film den Vorgänger übertrumpfen. Ob dies gelingt und die Geschichte dieses Mal besser ausfällt, erfährt ihr in dieser Kritik zu Insidious Chapter 2.

Originaltitel: Insidious Chapter 2

Regie: James Wan

Drehbuch: James Wan und Leigh Whannell

Produktion: James Blum, Oren Peli und Rick Osako

Kamera: John R. Leonetti

Musik: Joseph Bishara Weiterlesen

KRITIK: INSIDIOUS

Mit der Insidious-Reihe erweitere ich meinen Horizont im Horror-Genre, auch weil Teil vier The Last Key bereeits in den Kinos angelaufen ist. In Anbetracht der kurzen Zeit wird es zu jedem Teil jeweils eine kürzere Kritik geben. Den Anfang macht Teil 1, hier ist meine Kritik zu Insidious.

Originatitel: Insidious

Regie: James Wan

Drehbuch: Leigh Whannell

Produktion: Jason Blum, Oren Peli und Steven Schneider

Kamera: David M. Brewer und John R. Leonetti

Musik: Josehp Bishara

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HANDLUNG

Erzählt wird die Geschichte des Ehepaares Josh (Patrick Wilson) und Renai Lambert (Rose Byrne), die mit ihren drei Kindern gerade in ein neues Haus gezogen ist. Das Familienglück ist perfekt und langsam fühlen sie sich auch heimelig. Dieses Glück wehrt aber nur kurz, denn plötzlich fällt Sohn Dalton (Ty Simpkins) nach einem mysteriösen Unfall ins Koma. Wäre das nicht genug, passieren plötzlich unheimliche Dinge im Haus, es scheint besessen zu sein. Um ihr Kind zu retten, zieht Familie Lambert abermals um. Doch auch dort merken sie sehr schnell, dass nicht das Haus besessen ist.

DREHBUCH UND STORY

Regisseur James Wan (Saw) ist ein bekannter Name im Horror-Genre. Insidious ist ein sehr ordentlicher Film, der einige schöne Gruselmomente hat. Die Story dagegen ist ein Schwachpunkt.

Von Beginn weg wird angedeutet, was einem erwartet. Die Rahmenbedingungen und die Charaktere werden vorgestellt, der Umzug in das neue Haus ist bereits vollzogen und wir begleiten die Familie beim Einleben. Die Geschichte kommt aus meiner Sicht etwas langsam voran, die Charaktere sind nicht sonderlich tiefgründig und wirken wie die Handlung zu Beginn etwas uninteressant. Darüber hinaus werden Horror-Elemente nur angedeutet, die Inszenierung ist zu diesem Zeitpunkt alles andere als gruselig.

Dass der Film am Ende doch sehenswert ausfällt liegt an einem bestimmten Punkt in der Story, als eine für die Handlung wichtige Figur erscheint und versucht das Problem des Sohnes zu lösen. In dieser Phase erhöht sich der Gruselfaktor und die Atmosphäre, Charaktere bekommen unvorhersehbare Eigenschaften und es ist aus meiner Sicht nicht klar, wie der Film endet. Die Geschichte bekommt spanende Facetten.

Richtig stark war das Finale mit der letzten Szene, involviert ist die Hauptfigur Josh Lambert. An dieser Stelle sorgt Regisseur James Wan noch einmal für einen Überraschungsmoment, mit dem ich nicht gerechnet habe. Der Film bleibt positiv im Gedächtnis, aber mit einem Conjuring kann er nicht mithalten.

DER CAST

Patrick Wilson (The Conjuring) als Josh Lambert

Josh Lambert ist ein Lehrer, der seine Kinder und seine Frau sehr liebt. Eine Figur, die nicht so recht daran glauben will, dass sein Sohn von einem Dämon besessen ist. Zu Beginn wirkt die Figur relativ uninteressant, doch speziell im letzten Drittel gibt es eine unvorhersehbare Wendung und ich konnte mich doch noch mit ihr anfreunden. Ordentliche Leistung von Patrick Wilson.

Rose Byrne (Bad Neighbors) als Renai Lambert

Ebenfalls nicht die tiefgründigste Figur ist jene von Renai Lambert. Die Mutter der drei Kinder, die nach und nach feststellt, dass im neuen Haust etwas nicht stimmt. Sie kämpft nicht nur mit einem vermutlich von Dämonen besessenem Haus, sondern auch mit ihrem Mann, der ihr nicht glauben mag. Die Leistung von Rose Byrne ist solide, wirklich weltbewegend war es aber nicht.

Weitere Charaktere

Eine wichtige Nebenrolle hat unter anderem der Jungschauspieler Ty Simpkins (Iron Man 3) als Sohn Dalton. Ein ganz normaler Junge, der aus heiterem Himmel ins Koma fällt. Seine Leistung war sehr ordentlich. Darüber hinaus verkörpert Lyn Shaye (Snakes on a Plane) das Medium Elise, die gerufen wird um die nicht erklärbaren Vorkommnisse zu untersuchen. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. Barbara Hershey (Black Swan) mimt Lorraine Lambert, die Mutter von Josh.

TECHNIK, KAMERA, SOUNDTRACK

Die technische Umsetzung ist sehr gelungen. Tolle, düstere und dunkle Bilder sorgen für großartige Atmosphäre. Die Horror-Effekte sind ebenfalls gut umgesetzt, hätten aber schockierender sein können.

Die Kameraarbeit ist sehr klassisch. Mit schnellen Schnitten werden Horror-Momente angedeutet, ansonsten fällt sie sehr ruhig aus. Das Szenenbild sind die beiden Häuser der Familie Lambert und ein paar wenige Nebenschauplätze.

Der Sound hat mir gut gefallen und ist wie gewohnt die perfekte Untermalung eines Horror-Filmes. Düstere Streicher, teils schrille Melodien und ruhige Rhythmen sorgen für großartige Atmosphäre.

BEWERTUNG UND FAZIT

Ich habe mit der Insidious-Reihe begonnen, da sie mir empfohlen wurde. Der Film hat auch solide Horror-Momente, eine tolle Atmosphäre und vor allem einen äußerst gelungenen Schluss. Aber er bleibt aus meiner Sicht unter den Erwartungen. Die Geschichte entwickelt sich sehr langsam, Charaktere sind uninteressant und die Gruselsequenzen sind nur teilweise gruselig. Durch das starke Ende ist er aber sehenswert und wer als Horror-Fan ihn noch nicht gesehen haben sollte, muss ihn auf jeden Fall nachholen.

Genrewertung Horrorfilm: 6 / 10

Allgemeine Wertung: 5 / 10

KRITIK: BRIGHT

Seit einigen Tagen kann dieser Fantasy-Actionfilm auf dem Streaming-Dienst Netflix geschaut werden. Regie führte David Ayer, in den Hautrollen sind Will Smith und Joel Edgerton zu sehen. Ob sich das hohe Budget von etwa 90 Millionen Dollar auszahlt erfährt ihr in dieser Kritik zu Bright.

Originaltitel: Bright

Regie: David Ayer

Drehbuch: Max Landis

Produktion: David Ayer, Max Landis, Eric Newman und Bryan Unkeless

Kamera: Roman Vasyanov

Musik: David Sardy

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HANDLUNG

In Los Angeles einer alternativen Zeitzone leben Menschen, Orks, Elfen und andere Fabelwesen mehr oder weniger friedlich miteinander. Sehr zum Leidwesen des Polizisten Daryl Ward (Will Smith), der vor allem auf Kriegsfuß mit den kleinen Feen ist die in seinem Vorgarten herumschwirren. Darüber hinaus wird ihm auch noch der erste Ork-Cop zugeteilt, Nick Jakoby (Joel Edgerton). Zusammen gehen sie auf Streife und Daryl hat große Vorwürfe gegenüber seinem neuen Partner. Eines Nachts stoßen sie bei einem Routineeinsatz auf einen magischen Stab, der einer Elfin namens Tika (Lucy Fry) gehört. Schon bald müssen sie diesen Stab mit allen Mitteln beschützen, gerät er in falschen Hände könnte es das Ende der Welt bedeuten.

DREHBUCH UND STORY

Nah dem eher enttäuschenden Suicide Squad bekam Regisseur David Ayer nicht die positivsten Rückmeldungen, dabei kann er nur bedingt etwas dafür da sich Warner massiv in den Film eingemischt hat. Nun bekam er von Netflix die Chance, einen weiteren Film zu inszenieren. Dieser hat tolle Ideen und zwei großartiger Hauptdarsteller, aber auch einige Probleme.

Bereits in den ersten Minuten verstehst du als Zuschauer die Idee hinter Bright. Viele verschiedene Fantasie-Wesen leben mit Menschen gemeinsam untereinander. Darüber hinaus werden die Figuren Ward und Jakoby eingeführt und wie zwei mehr oder weniger Einzelgänger miteinander auskommen müssen. In dieser Phase macht der Film enorm viel Spaß, vor allem weil noch nicht klar ist in welche Richtung sich die Inszenierung entwickelt.

Ab dem Zeitpunkt, wo der magische Stab gefunden wird, wird das Verfolgen der Story etwas anstrengend. Die Handlung verläuft sich immer wieder im Sand, springt von Action-Einlage zu Action-Einlage und bietet kaum Raum zum Verschnaufen. Darüber hinaus gibt es einige langatmige Stellen, was den Film etwa zehn Minuten zu lang macht.

Trotz der Schwächen unterhält die Inszenierung, was vor allem an den beiden Hauptdarstellern liegt die perfekt harmonieren. Darüber hinaus tragen die Beiden die Handlung auf deren Schultern. Regisseur David Ayer kreierte durchaus interessante und tolle Ideen, die Spaß machen. Es wäre aber eindeutig mehr drinnen gewesen.

DER CAST

Will Smith (Suicide Squad) als Daryl Ward

In Suicide Squad war er einer der Lichtblicke und auch in Bright zeigt er als Daryl Ward eine ausgezeichnete Leistung. Ein leidenschaftlicher Polizist, der nicht ganz freiwillig mit dem Ork-Polizisten Jakoby ein Team bildet. Er macht auch eine tolle Entwicklung durch und löst sich mehr und mehr den Vorwürfen gegenüber seinem neuen Partner.

Joel Edgerton (Loving) als Nick Jakoby

Joel Edgerton verkörpert eine Figur, die es als erster Ork in den Polizeidienst geschafft hat. Dadurch hat er aber ein sehr mieses Standing, keiner nimmt ihm ernst geschweige will mit ihm auf Streife fahren. Es ist schwer zu erkennen, ob der in einem Kostüm oder einen Motion-Capture-Anzug steckt, doch seine Performance und die Harmonie mit Will Smith ist großartig.

Weitere Charaktere

Eine wichtige Rolle verkörpert Lucy Fry (Vampire Academy) als Elfin Tika. Sie trägt dazu bei, dass die Handlung entscheidend voranschreitet. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Dazu gesellen sich bekannte Namen wie etwa Noomie Rapace (What happend to Mondea?) als Leilah/Liela und Edgar Ramirez (Gold) als Kandomere.

Die Harmonie zwischen Will Smith und Joel Edgerton ist so stark und perfekt, dass (fast) alle Nebenfiguren kaum Chance haben zu glänzen. Auch hier wäre viel mehr drinnen gewesen.

TECHNIK, KAMERA, SOUNDTRACK

Auf technischer Ebene schöpft der Film sein verhältnismäßig geringfügiges Genre-Budget solide aus. Szenen in den Städten, wenn Ward mit seinem Ork-Kollegen auf Streife fährt, sind sehr gelungen. Kommt es allerdings zu CGI-Effekten, merkt man zwar die Kreativität des Regisseurs aber auch den Greenscreen. Darüber hinaus gefällt mir das Ork-Design nur bedingt.

Die Kameraarbeit dagegen ist gelungen. Immer wieder wird Los Angeles mit Luftaufnahmen eingefangen. Bei Dialogen ist sie naturgemäß ruhiger und näher, bei Action-Einlagen hektisch. Das Szenenbild könnte unterschiedlicher nicht sein. Quer durch alle Gesellschaftsschichten erleben wir heruntergekommene und edle Vierteln, die Polizeistation und der Streifenwagen von Ward und Jakoby.

Der Soundtrack fällt sehr stark aus. Eine gute Mischung aus Hip-Hop-artigen Rhythmen und orchestralem Sound. Wertet den Film um einiges auf.

BEWERTUNG UND FAZIT

Es ist schon erstaunlich, wie viel Geld der Streaming-Anbieter Netflix mittlerweile in die Hand nimmt, um eigenen Content anzubieten. Etwas weniger als 100 Millionen Dollar Budget für einen Film, der gratis im Netz schaubar ist, ist eine richtige Ansage. Bright bietet großartige Ideen, eine gelungene Mischung zwischen Fantasie und realer Welt und zwei grandiose Hauptdarsteller, die perfekt harmonieren. Er hat zwar einige massive Schwächen in der Story und einige Effekte sehen nicht optimal aus, aber er unterhält und fällt sehenswert aus.

Genrewertung Fantasy/Actionfilm: 6,5 / 10

Allgemeine Wertung: 5 / 10

 

Quelle Bild: dvd-forum.at