HATTRICK – 3 Fragen an Filmkritiker Johannes Marksteiner

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Er ist einer der größten und kritischsten Filmfans den ich kenne. Er schreibt für filmering.at und dieacademy.de Kritiken zu den neuesten Kinofilmen. Außerdem ist er ein wahrer Oscarexperte. Er hört sehr gerne epische, ruhige und düstere Filmmusik und ist regelmäßiger Besucher von Hollywood in Vienna. Ein jährlich stattfindendes Konzert in dem aktuelle Filmmusik mit Orchester Live gespielt wird. Noch dazu ist er mittlerweile einer meiner besten Freunde geworden und man kann sich mit ihm stundenlang über Filme und andere Dinge unterhalten.
Daher ist es für mich eine große Ehre, dass er mein erster Interviewpartner in der Kategorie Filme ist. Ich konnte mir keinen Besseren für diese Premiere vorstellen und freue mich, dass er sich Zeit genommen hat. Ein Gespräch über die Kinofilme 2016, auf die er sich am Meisten freut. Er erzählt zudem sehr detailliert, nach welchen Kriterien er eine Film-Empfehlung ausspricht und gibt ein paar seiner absoluten Lieblingsfilme preis. Außerdem verrät er seine Meinung zu den Oscar-Chancen von Leonardo DiCaprio. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

 

 

Plapperblog
Das Filmjahr 2016 hat mit Krachern wie The Revenant und Deadpool schon sehr vielversprechend begonnen. Auf welche Filme freust du Dich speziell als Filmliebhaber und -kritiker am Meisten?

 

Johannes Marksteiner
Die meiste Vorfreude habe ich definitiv auf „Suicide Squad“, „Stars Wars: Rogue One“, „The Nice Guys“ und „Findet Dorie“. Filme, die wohl unterschiedlicher nicht sein könnten, die aber allesamt sehr vielversprechend wirken. Gerade „Suicide Squad“ hat mit den bisher veröffentlichten Trailern bei mir neue Maßstäbe in der Erwartungshaltung gesetzt. Ähnliches gilt für „Star Wars: Rogue One“. Da gibt es zwar noch keinen Trailer, jedoch ist es schwer, nicht eine gewisse Vorfreude aufzubauen nachdem „Star Wars – Das Erwachen der Macht“ so dermaßen grandios war und ich nicht darauf warten kann, inwiefern sich das ganze „Star Wars“ Franchise entwickelt. „Findet Dorie“ dagegen ist die lang ersehnte Fortsetzung zu „Findet Nemo“. Auch hier gibt es bislang so gut wie keine Informationen, dennoch braucht man kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass sich Pixar hier (wieder einmal) etwas Großartiges einfallen hat lassen. „Demolition“ mit Jake Gyllenhaal und „The Nice Guys“ mit Ryan Gosling und Russell Crowe sehen ebenfalls vielversprechend aus. Ich bin außerdem gespannt auf „Ghostbusters“, „Zoomania“ und „The Conjuring 2“.

 

 

Plapperblog
Filme sind fast immer subjektiv und was einer Person gefällt, muss der Anderen nicht zwangsweise gefallen. Welche Kriterien sind für Dich wichtig, damit Du eine Empfehlung aussprechen kannst und was ist Dein absoluter Lieblingsfilm?

 

Johannes Marksteiner

So wie alle Kunstformen, so ist – wie Du richtig sagst – auch die Gattung „Film“ rein subjektiv. Das breite Kino-Publikum ist eher effektorientiert. Wenn man sich die finanziell erfolgreichsten Filme aller Zeiten anschaut, dann fällt auf, dass sie allesamt laut, bunt und vor allem effektvoll sind. Da kommt einem natürlich das Wort „Blockbuster“ in den Sinn. Daran ist ja auch überhaupt nichts verwerflich, da es, in einer eigenen Art, eine große Kunstform ist. Nur eben nicht jene Kunstform, die ich persönlich bevorzuge. Um ein Beispiel zu nennen: Ich habe erst vor wenigen Tagen die von allen Seiten gelobte Comic-Verfilmung „Deadpool“ gesehen. Höchst unterhaltsam, keine Frage. Was mir aber persönlich wichtig ist, sind andere Werte als eben laut, bunt und effektvoll. Jetzt kann man natürlich sagen, dass „effektvoll“ vielerlei Bedeutung hat. Das ist auch absolut richtig. Es ist auch ein Effekt, wenn mich etwas emotional berührt oder zum nachdenken bringt. Solche Filme mag ich am liebsten. Filme, bei denen man beim Abspann noch sitzen bleibt und das Gesehene Revue passieren lässt. Noch lieber habe ich Filme, die mir über einen längeren Zeitraum im Gedächtnis bleiben. Auf gewisse Facetten des Films, wie zum Beispiel Regie, Schauspiel, Musik, Optik, usw., kommt es dabei gar nicht so an. Sie können das Gefühl natürlich verstärken und – kurzfristig – in eine gewisse Richtung lenken aber letztendlich kommt es auf das Gesamtpaket an. Wenn das Gesamtpaket eines Filmes stimmt, dann gebe ich gerne eine Empfehlung ab. Ob Leute sie dann auch annehmen, ist wieder eine andere Sache.

Was meinen absoluten Lieblingsfilm betrifft, so ist das schwer zu beantworten. Einen Film alleine kann ich nicht herauspicken. Eine Liste mit meinen Lieblingsfilmen würde aber in etwa so aussehen: „Fight Club“, „Pulp Fiction“, „Das Schweigen der Lämmer“, „Sieben“, „Drive“, „American Beauty“, „A Clockwork Orange“, „Tiger and Dragon“, „Das Leben der Anderen“ und „Die Verurteilten“.

 

 

Plapperblog
Die Oscars stehen kurz bevor und alle Nominierungen wurden bereits fixiert. Die Frage die sich jeder Filmfan stellt: Bekommt Leonardo DiCaprio Deiner Einschätzung nach endlich seinen ersten Oscar?

 

Johannes Marksteiner
Zu favorisieren ist in der „Bester Hauptdarsteller“-Kategorie einzig und alleine Leonardo DiCaprio. Er hat nicht nur mit „The Revenant“ einen sehr starken Film im Rücken (den die Academy mit mehreren Oscars überhäufen wird), er liefert auch eine wahre Tour de Force ab. Zu großartigem Schauspiel bedarf es nicht immer vieler Worte. Die Sätze, die DiCaprio spricht sind mit beiden Händen abzuzählen. Dafür punktet er umso mehr mit seiner Mimik. Es ist außerdem ein offenes Geheimnis, dass DiCaprio schon längst den Oscar verdient. Auch diese Tatsache spielt ihm sicherlich in die Karten. Dieses Jahr passt für ihn einfach alles zusammen. Das war bei seinen bisherigen Nominierungen nie der Fall. Da musste er sich meist Schauspielern geschlagen geben, bei denen man schon lange vorher wusste, dass sie den Oscar gewinnen werden. In diesem Jahr weiß man das bei ihm.

 

Danke für das Interview

 
Das war das Interview mit dem Film- und Oscarexperten Johannes Marksteiner. Ihr wollt auch einmal eine Kritik von ihm lesen? Dann schaut auf http://www.filmering.at/ oder http://dieacademy.de/ vorbei. Auf diesen beiden Plattformen schreibt er regelmäßig seine Meinung zu aktuellen Kinofilmen.
Wenn ihr einen Twitter-Account habt, könnt ihr Johannes auch dort folgen. Er postet dort sehr viele Filmempfehlungen, tolle Soundtracks und viele andere Sachen, die nichts mit Filmen zu tun haben. Folgt ihm, er freut sich bestimmt auf neue Follower.

 

Bis zum nächsten Interview

 

Euer Thomas

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Erschütternde Wahrheit

 

Deutscher Titel: Erschütternde Wahrheit

 

Originaltitel: Concussion

 

Regie: Peter Landesmann

 

 

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(Quelle BIld: http://www.kino.de/film/erschuetternde-wahrheit-2016/)

 
EINLEITUNG

 

Ab sofort schreibe ich meine Kritiken unter meinem Namen Thomas. So bekommen die Kritiken ein weiteren, professionelleren Touch.

 

Filme, die auf wahren Begebenheiten basieren, sind für mich oft ein Grund, ins Kino zu gehen. Erschütternde Wahrheit mit Will Smith ist genau so ein Film und nachdem ich den ersten Trailer gesehen habe, war für mich klar das ich ihn mir anschauen werde. Außerdem bin ich seit der Saison 2015/2016 ein Fan von der Sportart Football geworden, diese wird bekanntlich in Erschütternde Wahrheit auch thematisiert. Lest in dieser Review alles über die Handlung, über Wahrheit und Überzeugung und warum das Football-Thema etwas in den Hintergrund rückt.

 
HANDLUNG

Der nigerianische Pathologe und Neurowissenschaftler Dr. Bennet Omalu (Will Smith) übt seinen Beruf sehr gerne aus. An seinem Arbeitsplatz in Pittsburgh fühlt er sich wohl, er behandelt die Toten mit Respekt und spricht mit Ihnen. Eines Tages landet die Football-Legende Mike Webster (David Morse) auf seinem Tisch. Er war einer der besten Center, den die Pittsburgh Steelers je gehabt haben. Dr. Omalu diagnostiziert eine chronisch traumatische Enzephalopathie (CTE) – das erste Mal bei einem Profi-Spieler der NFL. Normalerweise wird sie bei Menschen festgestellt, die sehr oft Schläge auf den Kopf bekommen – zum Beispiel Boxer. Die Folge sind Demenz, Verhaltungsstörungen und Depressionen. Das Football spielen hat Mike Webster getötet.

Bennet, stets darauf bedacht die Wahrheit zu sagen, will die Öffentlichkeit informieren. Unterstützung bekommt er von Dr. Julian Bailes (Alec Baldwin), einem ehemaligen Mannschaftsarzt der Pittsburgh Steelers und Dr. Cyril Wecht (Albert Brooks). Doch ihr Gegner ist übermächtig, denn die NFL ist ein Milliardenkonzern und sie werden mit aller Macht versuchen, die Beweise von Dr. Omalu abzustreiten.

 

MEINUNG

 
„Es ist ein absolut hirnloses, brutales Spiel – und gleichzeitig ist es Shakespeare“

 
Diesen Satz sagt Dr. Juliuan Bailes (gespielt von Alec Baldwin) in Erschütternde Wahrheit und ich könnte Football kaum besser beschreiben. Außerdem ist dieser Sport der beliebteste bei den Amerikanern, tausende Fans strömen an Spieltagen in die Stadien. Die NFL, die National Football League, ist ein Milliarden schwerer Konzern. Sie schaffen Arbeitsplätze und eine Infrastruktur. Ausgerechnet ein Arzt, der nicht einmal ein amerikanischer Staatsbürger ist, behauptet Football spielen sei gefährlich. Das gefällt der NFL überhaupt nicht und sie gehen ohne Rücksicht auf Verluste gegen diesen Arzt vor.

 
Will Smith und Alec Baldwin brillieren

 

Es ist schön zu sehen, dass sich Will Smith ( I AM LEGEND) nach Rollen wie in der Men in Black Reihe zu einem Charakterdarsteller entwickelt hat. Er spielt Dr. Omalu sehr glaubhaft und mit viel Leidenschaft. Ich habe den Film auf Deutsch gesehen, in dieser Version hat Smith seine bekannte Synchronstimme. In der englischen Originalfassung spricht Will Smith mit einem afrikanischen Akzent und das klingt schon im Trailer großartig. Die Blu-ray ist eingeplant und dann schaue ich ihn mir auch auf englisch an.
Dr. Omalu ist ein Charakter, der aus Überzeugung handelt. Im Grunde ist er nur ein einfacher Pathologe, der seinen Job sehr gern ausübt. Doch er ist auch einer, der die Wahrheit heraus findet und wenn er eine neue Krankheit entdeckt und Football spielen der Grund dafür ist, dann sagt er es gerade heraus. Ihm ist es egal, ob dieser Sport der Beliebteste ist, er legt einfach die Fakten auf den Tisch. Ein Mann, der viel Mut besitzt. Eine klassische David gegen Goliath Geschichte, perfekt umgesetzt.

 
Alec Baldwin (MISSION: IMPOSSIBLE – ROGUE NATION)  ist ein weiterer Grund, warum Erschütternde Wahrheit sehenswert ist. Er spielt wie schon oben kurz erwähnt Dr. Julian Bailes, ein ehemaliger Mannschaftsarzt der Pittsburgh Steelers. Julian ist ein Charakter, der während dieser Tätigkeit seine Spieler vollgepumpt mit Schmerzmittel und anderen Substanzen zurück auf das Feld geschickt hat. Es war einfach ein Geschäft, nicht mehr und nicht weniger. Alec Baldwin ist ein großartiger Schauspieler und ich fand es großartig, dass er oft auf der Leinwand zu sehen war. Seine Leistung steht der von Will Smith um nichts nach, beide tragen die Handlung des Films und dass ist die große Stärke von Erschütternde Wahrheit.
Generell sind die Leistung der Schauspieler sehenswert. Bis auf ein paar wenige Nebenrollen ist der Cast großartig. Luke Wilson ist einer von Wenigen, der keine besondere Leistung zeigt. Er ist der Leiter eines NFL Büros und kommt in einigen Szenen vor. Richtig aufregend war er nicht. Und dann gibt es noch die Liebesgeschichte zwischen Omalu und Preema. Es fällt mir schwer, einen Bezug zu dieser Geschichte zu finden, obwohl sie ein wichtiger Teil der Haupthandlung ist. Ein klassischer Fall von Jammern auf hohem Niveau.

 

Dialoglastig

Abgesehen von einigen Football-Szenen ist der Film sehr ruhig geworden. Die Schauspieler stehen im Mittelpunkt, dementsprechend ist die Kameraführung nah gehalten. Erschütternde Wahrheit ist sehr dialoglastig, was aber nie langweilig wird denn die Dialoge sind sehr gut geschrieben. Für alle Nicht-Football Fans sei gesagt, dass ihr euch den Film ohne Bedenken anschauen könnt. Der Sport rückt in den Hintergrund, es steht Dr. Omalu im Mittelpunkt und das ist dem Film hoch anzurechnen.
Alle die so wie ich vom Football fasziniert sind, bekommen ein paar Highlights präsentiert. Das Stadion der Steelers wird einige Male aus der Vogelperspektive eingefangen. Das Terrible Towel, das Markenzeichen von diesem Verein, ist auch zu sehen und natürlich die eine oder andere Szene aus Footballspielen und Trainingseinheiten.

 

Eine wahre Geschichte

Die Geschehnisse rund um Mike Webster wurden sehr gut umgesetzt. Wenn ihr seinen Wikipedia-Eintrag liest, bekommt ihr unter anderem die Information, dass er in seinem Leben nach dem Football im Auto geschlafen hat. Mehr will ich an dieser Stelle nicht spoilern.
Die NFL hat lange Zeit die Thematik rund um die Kopfverletzungen vertuscht. Bis eines Tages eine Frau von einem ehmaligen Football Spieler, der bei einem Autounfall gestorben ist, eine Sammelklage gegen die Profiliga eingereicht hat. Ab diesem Zeitpunkt war die NFL bemüht, der Gesundheit mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Diese Randthemen werden auch in Erschütternde Wahrheit behandelt. Nachdem ich die Ereignisse rund um diese Geschichte recherchiert habe, fand ich den Film noch besser als er eigentlich schon war. Ich kann nur eine Empfehlung aussprechen.

 
BEWERTUNG

Dieser Film fesselte mich an den Kinosessel und ich wurde sehr gut unterhalten. Eine spannend erzählte Story und viele gute Dialoge erzeugen interessante Blicke auf die Leinwand. Will Smith und Alec Baldwin brillieren in ihren Rollen und tragen die Handlung des Films. Die Kameraführung gefiel mir auch sehr gut. Es gibt viel Positives zu berichten.
Die Nebengeschichte, wie Dr. Omalu seine künftige Frau kennenlernt, gehört zum Gesamtpaket dazu, besonders prickelnd fand ich es allerdings nicht. Neben der einen oder anderen Nebenfigur eine der wenigen Kritikpunkte. In Summe ist Erschütternde Wahrheit sehr sehenswert, auch im Kino.

Erschütternde Wahrheit bekommt auf meiner Skala 4,5 / 5 Filmrollen.

 

CAST

Dr. Bennet Omalu – Will Smith
Dr. Julius Bailes – Alec Baldwin
Mike Webster – David Morse
Prema Mutiso-Omalu – Gugu Mbatha-Raw
Dr. Cyril Wecht – Albert Brooks
Keana Strzelczyk – Bitsie Tulloch
Dr. Ron Hamilton – Stephen Moyer
Justin Strzelczyk – Matt Willig
Andre Waters – Richard T. Jones
Dave Duerson – Adewale Akinnuoye-Agbaje
Dr. Elliott Pellman – Raul Reiser
Roger Goodell – Luke Wilson

 

TRAILER

 
Das war meine Review zu erschütternde Wahrheit. Falls ihr den Film schon gesehen habt, schreibt doch in die Kommentarte wie er euch gefallen hat. Ihr könnt mich auch auf Facebook und Twitter kontaktieren. Bis zur nächsten Review.

Euer Thomas

KINGSMAN – The Secret Service

 

Deutscher Titel:  KINGSMAN- The Secret Service

 

Original Titel: KINGSMAN – The Secret Service

 

Regie: Matthew Vaughn

 

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(Quelle Bild: http://www.amazon.de/Kingsman-Secret-Service-Colin-Firth/dp/B00TNKKVI4)

 
EINLEITUNG

Kingsman stand ganz oben auf meiner „To-Watch“ Liste. Im Kino habe ich ihn verpasst, für mich war das ein Grund, ihn auf Blu-ray zu kaufen. Nachdem ich mir den Trailer nochmal angesehen habe und die Kritiken durchwegs positiv waren, stand einem Heimkino-Abend nichts mehr im Wege. Ich muss ehrlich sagen, dass meine Erwartungen sehr hoch waren und sie wurden noch um ein paar Prozentpunkte übertroffen. Lest in dieser Review alles Wesentliche über die Handlung, eine ausführliche Meinung zu den Schauspielern und was mir noch alles aufgefallen ist. Schafft es Kingsman, die Maximalbewertung zu bekommen? Viel Spaß beim Lesen.

 
HANDLUNG

Kingsman ist eine geheime Organisation der allerhöchsten Geheimhaltungsstufe. Harry „Galahad“ Hart (Colin Firth) ist einer ihrer besten Agenten und wird für die gefährlichsten Einsätze eingesetzt. Eines Tages trifft er auf den Sohn seines ehemaligen Kollegen, Gary „Eggsy“ Unwin (Taron Egerton). Ein talentierter Junge, der gute Noten in der Schule hatte und einen hohen IQ hat. „Eggsy“ hat sich aber aufgegeben, er brach die militärische Ausbildung ab, handelte mit Drogen und fiel durch kleinere Delikte auf. Er ist arbeitslos und lebt mit seiner Mutter und Halbschwester in einer kleinen Wohnung.

Harry erkennt sein Talent und rekrutiert ihn für die Organisation Kingsman. Die Ausbildung zum Spion kann beginnen. „Eggsy“ bekommt ein klassisches Kampftraining und wird auch als Gentleman ausgebildet. Beides wird er benötigen, denn schon bald wartet seine erste Bewährungsprobe auf ihn. Ein durchgeknallter und lispelnder Typ namens Richmond Valentine (Samuel L Jackson) will die Menschheit mit einem ominösen Plan retten und schreckt dabei vor Niemanden zurück.

 

MEINUNG

Wunderbarer Cast

Colin Firth, Michael Cain, Mark Strong, Samuel L Jackson und in einer Nebenrolle Mark Hamill. Was sich wie ein Traum liest ist die Realität, denn all diese großartigen Schauspieler haben eine Rolle in Kingsman ergattert. Zusammen mit den unbekannten, taleniterten Jung-SchauspielerInnen Taron Egerton, Sophie Cookson und Sofia Boutella ist dieser Cast die große Stärke des Films.
Colin Firth zum Beispiel spielt den Agenten Harry Hart. Ein wahrer Gentleman-Spion mit Kampfkunst und einer leichten Brise Humor. Für Colin, der den Oscar als bester Hauptdarsteller für The King’s Speech bekommen hat, eine ungewöhnliche Rolle. Eigentlich ist er als Charakterdarsteller bekannt, diese Figur ist mit sehr viel Actionszenen verbunden. Aber Colin macht seine Sache ausgezeichnet und ist die perfekte Wahl.
Michael Cain spielt Chester King, den Leiter von Kingsman. Er ist eine Legende und hat in so vielen und guten Filmen mitgewirkt. Seine Präsenz am Set allein reicht aus, um aus einem guten Film einen sehr guten Film zu machen. Mehr braucht man zu ihm nicht sagen, ihn im Cast zu haben ist meiner Meinung nach mit einem Lotto-Gewinn zu vergleichen.
Samuel L Jackson ist einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler und das er in Kingsman dabei ist, hebt das Niveau des Films. Seine Figur ist der reiche Menschenfreund Richmond Valentine, der lispelt. Das Lispeln ist in der deutschen Version etwas zu überzogen, aber in der Originalversion klingt das hervorragend und macht den Charakter einzigartig. Samuel macht das großartig und Valentine ist kein typischer Bösewicht (er trägt immer lässige Kleidung und eine Kappe, die er schief aufsetzt). Eine Bereicherung für diesen Film.
Mark Strong spielt ebenfalls einen Agenten, der als Bindeglied zwischen der Figur von Michael Caine und den Neuankömmlingen agiert. Strong ist ebenfalls ein großartiger Schauspieler und seine Leistung ist hoch anzusiedeln. Ein richtiger Genuss, ihn auf dem Bildschirm zu sehen. Und zu Mark Hamill gibt es nicht viel zu sagen. Wir kennen ihn alle als Luke Skywalker aus der Star Wars Reihe und es ist sehr schön, ihn in einer anderen Rolle zu sehen. Er spielt Professor James Arnold, der von Valentine entführt wird. Eine kleine Nebenrolle, aber es ist eine Freude ihn zu sehen und er macht seine Sache sehr gut.

 

Tolle Jung-SchauspielerInnen

Ich habe sie weiter oben schon kurz erwähnt, die bis zu diesem Film mir unbekannten SchauspielerInnen.
Für Taron Egerton war es der erste richtig große Film. Sein Bekanntheitsgrad ist nicht sehr hoch, seine Leistung dafür umso größer. Er spielt „Eggsy“, ein talentierter intelligenter Charakter, der wegen Autodiebstahl festgenommen wird. Seine Leistung gefiel mir sehr gut und wirkte sehr erfrischend. Es war der Startschuss zu weiteren Angeboten. Er bekam eine Rolle in Legend mit Tom Hardy und er wird in diesem Jahr an der Seite von Hugh Jackmann in Eddy the Eagle zu sehen sein. Ich bin gespannt wie sein Weg weiter geht.
Sofia Boutella ist eigentlich eine Tänzerin, die mit dem Sportartikelhersteller Nike zusammenarbeitet. In Street Dance 2 hat sie eine Rolle bekommen, diesen Film habe ich nicht gesehen. Sie spielt Gazelle, die rechte Hand von Valentine. Beide Unterschenkel wurden ihr amuptiert. Daher trägt sie spezielle Prothesen, die sie als tödliche Waffe im Kampf verwenden kann. Denn diese toughe Frau kann spektakuläre Kampfbewegungen, sie ist sehr athletisch und ihre Gegner haben nicht den Hauch einer Chance. Schauspielerisch war es in Ordnung, die Actionszenen mit ihrer Beteiligung dafür um einiges „cooler“.
Zu Sophie Cookson gibt es sehr wenige Informationen, Kingsman ist ihr erster Kinofilm. Als Roxy nimmt sie an der Ausbildung teil, ist fokussiert und trotz der starken Konkurrenz respektiert sie jeden Teilnehmer. Mit „Eggsy“ freundet sie sich sogar ein wenig an. Ihre Leistung ist mehr als solide.

 

Tolles Drehbuch, Tolle Action

Das Drehbuch von Jane Goldman und Matthew Vaughn ist großartig geschrieben. Die Dialoge sind nie langweilig und der Humor kommt auch nicht zu kurz. Kingsman vermischt viele Film-Genres und ich hatte während der gesamten 129 Minuten das Gefühl eine Mischung aus James Bond, 24, Mission Impossible und einer Komödie zu sehen. Aber genau das macht Kingsman auch sehenswert und ich wurde sehr gut unterhalten. Vielleicht ist er um die eine oder andere Minute zu lang geworden, mich persönlich hat das aber nicht gestört.
Action darf in einem Agentenfilm natürlich nicht fehlen und diese ist auf den Punkt gebracht. Spektakulär, aber nie überzogen. Es macht Spaß, Colin Firth und Taron Egerton gegen eine Menge von Gegnern kämpfen zu sehen. Bewaffnet mit Feuerzeug-Handgranaten, Elektroschocker getarnt als Ring und kugelsichere Anzüge – hier wäre sogar James Bond neidisch.

 

BEWERTUNG

Ich konnte beim Schauen nichts Negatives erkennen. Wenn, dann ist die eine oder andere Sequenz etwas zu lange geraten. Der Rest des Films ist das pure Vergnügen. Großartige Schauspieler wie Colin Firth, Mark Strong und Samuel L Jackson. Dazu kommen die talentierten Tom Egerton und Sofia Boutella – hier schon mal einen Extrapunkt. Die Story ist nachvollziehbar, die Dialoge sind toll geschrieben und die Action nicht zu überzogen und dennoch spektakulär inszeniert.

Kingsman bekommt auf meiner Plappergott Skala 5 / 5 Agentenpunkte.

 

CAST
Harry“Galahad“ Hart – Colin Firth
Gary „Eggsy“ Unwin – Taron Egerton
Richmond Valentine – Samuel L Jackson
Merlin – Mark Strong
Professor James Arnold – Mark Hamill
Gazelle – Sofia Boutella
Chester „Arthur“ King – Michael Caine
Roxy – Sophie Cookson
Lancelot – Jack Davenport
Michelle – Samantha Womack

 

TRAILER

 
Das war meine Review zu Kingsman. Wie hat euch der Film gefallen? Feiert ihr den oder findet ihr, dass er Schwächen hat? Schreibt es mir in die Kommentarte oder kontaktiert mich auf Facebook oder Twitter. Bis zur nächsten Review.

Euer Plappergott

STAR WARS VII – The Force Awakens

 

Deutscher Titel: STAR WARS VII – Das Erwachen der Macht

 

Originaltitel: STAR WARS VII – The Force Awakens

 

Regie: J.J. Abrams

 

 

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(Quelle BIld: http://www.missopen.com/entertainment/star-wars-the-force-awakens-final-poster-released/)

 
EINLEITUNG

Ich muss ehrlich sagen, dass ich sehr skeptisch war als ich hörte, dass George Lucas die gesamten Rechte von Star Wars an Disney abgegeben hat. Doch als J.J. Abrams als Regisseur präsentiert wurde und die ersten Teaser-Trailer zu sehen waren, hatte ich Hoffnung, dass es ein sehr guter Star Wars Film wird. Und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen, als ich ihn kurz vor Weihnachten das erste Mal gesehen habe. Ich musste ihn mir gleich danach noch mal anschauen, was ich auch tat. Ich ging ins Haydn Kino und habe ihn mir in der Originalfassung angeschaut.
Ich wollte auch zu dieser Zeit einen Eintrag schreiben, nur war ich leider nie mit dem Gesamtprodukt zufrieden. Heute sah ich ihn mir dann zum dritten Mal an und endlich kann ich euch meine Review zum neuen Star Wars Film präsentieren. Ich werde in der Handlung nicht all zu viel spoilern und nur die wichtigsten Inhalte erwähnen. Das Fazit wird etwas länger sein und es gibt dieses Mal zwei Wertungen. Da ich ein sehr großer Star Wars Fan bin und die alte Trilogie sehr oft gesehen habe, fällt die Fanwertung anders aus als jene als Reviewschreiber und Filmkritiker. Ich wünsche euch sehr viel Spaß beim Lesen.

 
HANDLUNG

Luke Skywalker (Mark Hamill) ist verschwunden und dadurch konnte sich die Erste Ordnung unter der Führung von  Anführer Snoke (Andy Serkis) aus den Überresten des Imperiums formieren. Sie wollen Luke finden, um die Jedi ein für alle Mal zu vernichten. Dadurch brauchen sie aber einen bestimmten Teil einer Karte, die den exakten Aufenthaltsort von Skywalker zeigt. Diese Karte befindet sich in den Händen des Widerstandes, um genau zu sein in Besitz eines Droiden namens BB-8. Der Druide gehört einem der besten Piloten des Widerstandes, Poe Dameron (Oscar Isaac). Er wurde von General Leia Organa (Carrie Fischer) entsandt, um Luke aufzuspüren.

Als das Dorf, in dem Dameron in den Besitz der Karte kommt und diese an seinen Druiden übergibt, von der Ersten Ordnung rund um Befehlshaber Kylo Ren (Adam Driver) angegriffen wird, muss der Druide fliehen und Poe Dameron wird festgenommen. Doch er kann mit Hilfe eines Strumtrupplers namens Finn (John Boyega) entkommen. Finn trifft in weiterer Folge auf dem Planet Jakku Rey (Daisy Ridley) und gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise zum Stützpunkt des Widerstandes.
Mehr möchte ich zu der Handlung nicht sagen, da würde ich zu viel spoilern und das möchte ich vermeiden.

 
FAZIT

Nostalgie Pur

Dieser Star Wars Film ist genial geworden. Bei der Ankündigung des neuen Teils war ich noch skeptisch, aber nachdem ich ihn mittlerweile drei Mal gesehen habe, bin ich immer noch geflasht von Episode VII. Und eines muss man ihm lassen, den J. J. Abrams, er kann einfach den Start einer neue Trilogie perfekt umsetzen. Er ist auch sehr nostalgisch geworden, über den gesamten Film verteilt gibt es Hinweise und Sätze, die an die alte Trilogie und speziell an Eine Neue Hoffnung erinnern. Nicht nur, dass auch die Originaldarsteller Harrison Ford, Carrie Fischer und Mark Hamill mit von der Partie sind, sondern auch die Schiffe der Ersten Ordnung und die Planeten (Jakku sieht wie Tattoine aus) versetzen jedem Star Wars Fan zurück zur alten Trilogie. Und der Millenium Falken ist auch im Film vertreten, bei diesem Anblick schlägt mein Herz sowieso schneller. Genau wie bei R2-D2, C-3PO, Admiral Ackbar und so weiter, das würde hier den Rahmen sprengen. Leider ist etwas zu viel Nostalgie verwendet worden, das wirkt sich ein wenig auf die neue Handlung aus.

Tolle Neue Hauptcharaktere

Doch bei aller Nostalgie muss man auch sagen, dass die neuen Charaktere einsame Klasse sind. Sowohl die Figuren als auch die Schauspieler, die diese spielen. Bei jedem neuen Cast ist man immer skeptisch, wenn man diesen nicht kennt, speziell wenn sie in einem Star Wars Film mitspielen. Aber ich muss ehrlich sagen, dass diese Schauspieler die wahren Überraschungen sind.
Fangen wir mit Daisy Ridley an, die die Schrottsammlerin Rey spielt. Sie verkörpert diese Rolle so erfrischend, dass es eine richtige Freude ist, zuzuschauen. Das gleiche gilt für John Boyega als Sturmtruppler Finn, der von der Ersten Ordnung fliehen will  und auch für Oscar Isaac als Poe Dameron, der beste Pilot des Widerstandes. Drei noch unbekannte Schauspieler, die perfekt harmonieren und frischen Wind in das Star Wars Universum bringen. Wobei Oscar Isaac schon etwas bekannter ist (er hat zum Beispiel in Ex-Machina mit gespielt). Dennoch gibt es in diesem Fall von mir einen großen Pluspunkt.

Austauschbare Haupt- und Nebenfiguren

Mit welcher Figur ich so meine Probleme habe ist Kylo Ren, Adam Driver verkörpert ihn. Der Funke wollte einfach nicht überspringen, sowohl in deutsch als auch in der englischen Originalversion. Vielleicht hätten die Macher ihn nachvertonen sollen, so wie es einst bei Darth Vader gemacht wurde. Denn die Stimme hörte sich genau so an, als würde er durch die Maske sprechen und irgendwie klingt das sehr seltsam. Auch Adam Driver’s Leistung ist eher solide als genial, hier wäre mehr drinnen gewesen.
Gwendoline Christie spielt Captain Phasma und ganz ehrlich, was war ihre Aufgabe? Sie sprach wenige Sätze und dazwischen lief sie mit ihrer Waffe umher, aber wirklich Außergewöhnliches war nicht zu sehen. Wäre sie nicht dabei gewesen, ich würde sie nicht vermissen. Das gleiche gilt für Max von Sydow und dessen Figur Lor San Tekka. Ein so großartiger und legendärer Schauspieler und dann stirbt er gleich am Anfang. Echt schade und verschwenderisch, denn die Figur ist eine Wichtige. Dafür ist seine Leistung in den wenigen Minuten positiv zu bewerten.

 

Liebe zum Detail

Je öfter man sich den Film ansieht, desto mehr erkennt man die Liebe zum Detail. Es wurde so wenig CGI-Effekte wie möglich verwendet. Echte Sets und Kostüme standen auf dem Programm und das sieht man in The Force Awakens. Speziell in der Bar-Szene erkennt man diese Details. Die verschiedenen Figuren, die Kostüme, die Umgebung – hier hat J. J. Abrams einen sehr guten Job gemacht.
Und auch die Bilder und Lichteffekte sind ein wahrer Genuss. Ich fand es einfach großartig, wie die Kamera bei den Schlachten den X-Wing Raumschiffen nachfahren und so authentisch alles einfängt. Als würde man mitten drinnen statt nur dabei sein. Die Effekte der Lichtschwerter waren auch eines der Highlights. Wie sich die Farbe des Schwertes auf der Haut des Trägers gespiegelt hat, war schon toll anzusehen. Es ist einfach schwer, hier was Negatives zu finden.

 

Humor und ein großartiger Score

Den Humor möchte ich auch noch ansprechen, denn der ist an manchen Stellen stark vertreten. Ich habe selten bei einem Star Wars Film so viel gelacht. Er ist nicht übertrieben, aber wenn ein Witz gemacht wird dann passt er perfekt zu der Szene. Am lustigsten fand ich, als Han Solo Chewbacca fragt, ob ihm ernsthaft kalt ist – einfach genial. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten.
Die Musik komponierte wieder John Williams und ich brauch euch Star Wars Fans nicht erzählen, wie das Ergebnis wurde. Für alle anderen Menschen sei gesagt, dass es für mich für die Star Wars Filme keinen besseren als John Williams gibt. Perfekter Sound, immer passend zu der Szene – ein wahrer Genuss für eure Ohren.

 
BEWERTUNG

Für The Force Awakens gibt es dieses Mal zwei Wertungen, eine Fanwertung und eine als neutraler Filmkritiker, der ich nun einmal bin.
Zuerst die Fakten: Ein gelungener Start in eine neue Trilogie mit viel Nostalgie, coolen, neuen Hauptcharakteren und bild gewaltigen Szenen. Dazu kommen altbekannte Stars wie Mark Hamill und Harrison Ford, viel Humor und ein großartiger Soundtrack.
Negativ bewerten muss ich die Figur Kylo Ren und die damit verbundene Leistung von Adam Driver und die eine oder andere Nebenfigur wie Captain Phasma. An manchen Stellen ist der Film auch zu nostalgisch, daher konnte sich die neue Handlung nicht so ganz entwickeln. Wir sprechen hier aber von Jammern auf hohem Niveau.

STAR WARS VII – The Force Awakens bekommt als Fanwertung auf meiner Plappergott Skala 5 / 5 Jedipunkte
STAR WARS VII – The Force Awakens bekommt als Kritikerwertung auf meiner Plappergott Skala 4 / 5 Jedipunkte

 
CAST

Rey – Daisy Ridley
Finn/FN-2187 – John Boyega
Poe Dameron – Oscar Isaac
Kylo Ren/Ben Solo – Adam Driver
Han Solo – Harrison Ford
General Leia Organa – Carrie Fischer
Luke Skywalker – Mark Hamill
Maz Kanata – Lupita Nyong’o
Oberster Anführer Snoke – Andy Serkis
General Hux – Domhnall Gleeson
Captain Phasma – Gwendoline Christie
Chewbacca – Peter Mayhew
C-3PO – Anthony Daniels
Lor San Tekka – May von Sydow
Unkur Plutt – Simon Pegg

TRAILER


Das war meine Review zu The Force Awakens. Habt ihr ihn schon gesehen? WIe gefällt euch der erste Teiler der neuen Trilogie? Schreibt es mir in die Kommentare oder kontaktiert mich auf Twitter oder Facebook. Bis zur nächsten Review.

Euer Plappergott

SICARIO

 

Deutscher Titel: Sicario

 

Originaltitel: Sicario

 

Regie: Denis Villeneuve

 

Sicario

(Quelle Bild: http://www.movieworlds.com/filme/bluray/Sicario.php)

 

EINLEITUNG

Sicario ist einer jener Filme, die ich letztes Jahr im Kino verpasst habe. Daher kaufte ich ihn mir vor ein paar Tagen auf Blu-ray. Als Filmfan und -kritiker war das ein Muss. Die Thematik rund um Drogenkartelle, die im Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko operieren, ist immer spannend. Und Benicio del Toro ist sowieso ein Hauptgrund, warum ich ihn mir gekauft habe. Heute habe ich ihn mir angesehen und gleich eine Review darüber geschrieben. Lest in diesem Beitrag über die Handlung und über mein Fazit zu den Schauspielern inklusive Bewertung. Viel Spaß beim Lesen.

 
HANDLUNG

Im Grenzgebiet zwischen Mexiko und Arizona wird der Drogenkrieg immer härter und er fordert immer mehr Tote. Die FBI-Agentin Kate Macer (Emily Blunt) wird zu einem Einsatz in diesem Gebiet gerufen und findet ein Massengrab vor. Zudem sterben bei einer Explosion zwei Kollegen aus ihrem Team, ein Beweis mehr für die stetige Eskalation dieses Krieges.

Es wird eine Task Force gegründet, die Drogenkartelle aufspüren und auslöschen soll. Matt Graver (Josh Brolin) leitet diese Spezialeinheit und Kate heuert freiwillig bei dieser an. Zudem soll der Experte Alejandro (Benicio del Toro) zum Team stoßen. Ab sofort machen sie Jagd auf Drogenbarone und deren Kartelle im Grenzgebiet zwischen des USA und Mexiko.

Kate, eigentlich eine Agentin die sich strikt an Vorschriften hält, muss erkennen, dass es manchmal notwendig ist, illegal an Informationen zu kommen. Mehr und mehr wird ihr klar, worauf sie sich eingelassen hat und weiß nicht, wem sie aller Vertrauen soll. Alejandro scheint nicht der zu sein, der er eigentlich ist und plötzlich sieht sich Kate mit einem Angreifer konfrontiert, der sie töten will.

 
FAZIT

Benicio del Toro in Hochform

Gleich zu Beginn meines Fazits möchte ich die Leistung der Schauspieler bewerten, die mir im Grunde sehr gut gefallen haben. Allen voran Benicio del Toro, der meiner Meinung nach die stärkste Leistung zeigt. Seine Figur ist mysteriös und cool zu gleich, die perfekte Besetzung. Als Schauer weiß man nie welche Motive er hat, in dieser Task Force zu sein. Das liegt allein an der Performance von Benicio, dafür schon mal einen Pluspunkt.
Josh Brolin gefiel mir auch sehr gut, er verkörpert Matt Graver, den Leiter der Task Force. Er versucht vieles mit Humor zu sehen, hat ab und zu einen lockeren Spruch auf Lager, aber wenn es ans Eingemachte geht, ist er knallhart. Er handelt am Rande der Legalität, um an Informationen zu kommen. Schwieriger zu bewerten war für mich hingegen die Leistung von Emily Blunt. Ihre Figur Kate Macer beobachtet viel, zückt selten ihre Waffe und wirkt ein wenig verloren bei den Einsätzen in Mexiko. Schlecht gespielt hat sie nicht, aber irgend etwas fehlte zu einer genialen Performance. Für mich die schwächste Leistung der drei Hauptcharaktere.

 

Spannende Handlung, Tolle Kamerafahrten

Das Wort Sicario bedeutet in Mexiko Auftragskiller und die gesamte Handlung wurde spannend inszeniert. Denis Villeneuve bewies schon mit Prisoners, dass er Thriller gut umsetzen kann. Das Grenzgebiet zwischen USA und Mexiko bietet genug tolle Locations. Es wirkt auch etwas düster, wenn ein Konvoi von Fahrzeugen im mexikanischen Nirgendwo unterwegs ist. Die musikalische Untermalung vertieft noch einmal diese Düsterheit und sorgt punktuell für Gänsehaut und Atmosphäre. Im Mitteldrittel ist der Film ein wenig zu langatmig, das Ende dagegen ist wieder großartig inszeniert.
Die Kamerafahrten sind auch sehr genial, egal ob sie aus der Vogelperspektive kommen oder die Insassen des Konvois einfängt. Das wahre Highlight war aber im letzten Drittel die Perspektive aus einem Nachtsichtgerät. Das sah so cool aus, wenn man die Umrisse der Einsatztruppe sieht – sehr sehenswert.

 
BEWERTUNG

Sicario ist ein großartig inszenierter Thriller und spannend bis zum Schluss. Auch das Grenzgebiet zwischen USA und Mexiko bietet genug Brisanz, um daraus einen guten Film zu machen. Die Schauspieler waren alle durchwegs großartig, speziell die Leistung von Benicio del Toro sticht aus dem Gesamten heraus und trägt die Handlung fast allein. Soundtrack, Kameraeinstellungen – alles top umgesetzt.
Bleibt noch Emily Blunt. Für mich ist es immer schwer, sie zu beurteilen. In Der Plan hat sie mir gut gefallen, in Looper eher weniger. Hier zeigt sie eine solide Leistung, aber wie schon in meinem Fazit geschrieben stört mich ihre Performance. Es fehlt ein wenig der letzte Wille, die Figur lebendiger zu spielen. Das drückt die Bewertung hinunter, macht den Film aber immer noch sehr sehenswert.
Der Film dauert 121 Minuten. Im Mitteldrittel zieht sich Sicario ein wenig, hier hätte man die eine oder andere Minute kürzen können.

Sicario bekommt auf meiner Plappergott Skala starke 4 /5 Filmrollen.

 

CAST

Kate Macer – Emily Blunt
Alejandro Gillick – Benicio del Toro
Matt Graver – Josh Brolin
Dave Jennings – Victor Garber
Ted – Jon Bernthal
Reggie Wayne – Daniel Kaluuya
Steve Forsing – Jeffrey Donovan
Rafael – Raou Trujillo

 

TRAILER


Das war meine Review zu Sicario. Feiert ihr den Film oder hättet ihr ihn schwächer bewertet? Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare oder auf Twitter und Facebook. Bis zur nächsten Review.

Euer Plappergott

SUFFRAGETTE – Taten statt Worte

 

Deutscher Titel: SUFFRAGETTE – Taten statt Worte

 

Originaltitel: SUFFRAGETTE

 

Regie: Sarah Gavron

 

 

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(Quelle Bild: http://www.fbw-filmbewertung.com/film/suffragette)

 
EINLEITUNG

Ich habe sehr lange überlegt, wie ich diesen Beitrag schreiben soll. Denn dieses Thema ist nach wie vor sehr aktuell und erfordert ein gewisses Maß an Fingerspitzengefühl. Da es aber immer noch eine Filmreview ist, entschied ich mich dennoch, diesen Beitrag so wie immer zu gestalten – inklusive Fingerspitzengefühl natürlich. Ich denke dass es mir gut gelungen ist.
Zum Film: Das Thema hat mich sehr interessiert und ich war gespannt, wie das umgesetzt wird. Mit den geschichtlichen Hintergründen zu dem nicht vorhandenen Wahlrecht für Frauen in Großbritannien zu Beginn des 20 Jahrhunderts war ich kaum vertraut und so bot mir dieser Film die Gelegeheit, das zu ändern. Ich wurde nicht enttäuscht, der Film ist großartig geworden. Alle weiteren Details zur Handlung und mein Fazit lest ihr wie immer in diesem Beitrag. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

 
HANDLUNG

London 1912

Maud Watts (Carey Mulligan) lebt zu einer Zeit, die keineswegs als einfach bezeichnet werden kann. Sie ist verheiratet, hat einen Sohn und einen relativ sicheren Job in einer Wäscherei. Das ganze hat aber einen gravierenden Schönheitsfehler, denn sie wird wie alle anderen Frauen von ihrem Arbeitgeber unterdrückt und ist mehr oder weniger im Besitz ihres Mannes Sonny (Ben Whishaw). Er verwaltet das Geld und wenn Wahlen sind, ist er ihre Stimme.

Bei einem Botengang gerät sie in einen Tumult, der von einer Vereinigung von Suffragetten angezettelt wurde. Zunächst schenkt sie diesen Frauen aber keine Beachtung. Doch Violet (Anne-Marie Duff), die Mitglied dieser Gruppierung und zugleich eine Arbeitskollegin von Maud ist, überzeugt sie zu einem geheimen Treffen zu kommen. Das tut sie und von diesem Augenblick an beginnt sich das Leben von Maud Watts um 180 Grad zu drehen.

Zunächst noch etwas zaghaft, danach mit voller Überzeugung, kämpft sie für ein Wahlrecht für Frauen. Mit Edith Ellyn (Helena Bonham Carter), eine ihrer Mentorinnen, zerstört sie Briefkästen und läuft immer wieder Gefahr, verhaftet zu werden. Und als dann auch noch die große Emmeline Pankhurst (Meryl Streep) eine Rede hält, wird Maud Watts zur Suffragette mit all ihren Gefahren. Denn als solche verliert sie nicht nur das Besuchsrecht ihres Sohnes, sondern sie riskiert damit auch ihr Leben.

FAZIT

Wahre Hintergründe

Als Suffragetten bezeichnet man sogenannte Frauenrechtlerinnen, die vorwiegend Anfang des 20. Jahrhunderts mit Hungerstreiks und Störungen von öffentlichen Veranstaltungen für ein Wahlrecht für Frauen gekämpft haben. Genau diese wahren Hintergründe nutzte die Regisseurin Sarah Gavron für dieses historische Drama und sie inszenierte es großartig. Doch alles der Reihe nach.
Für mich persönlich war dieser Film sehr lehrreich. Der Trailer weckte mein Interesse für diese Jahreszeit und vor allem für dieses spannende Thema des nicht vorhandenen Frauenwahlrechtes. Der Look des Filmes war grandios, die Settings und die Kostüme wirkten sehr originalgetreu und versetzten mich gut in diese Zeit hinein. Über die Hintergründe der Story und der Suffragetten wusste ich bis vor dem Film fast gar nichts. Jetzt bin ich voll informiert und das Geschehen auf der Kinoleinwand berührte mich doch mehr als ich gedacht habe. Daumen hoch für alle Filme mit wahren Hintergründen.

 

Positive Darbietungen

Was die Schauspieler betrifft, machen alle einen großartigen Job. Allen voran Carey Mulligan, die Maud Watts verkörpert. Sie spielt ihre Rolle sehr glaubhaft. Ich sah in ihren Augen dass sie gewillt ist, sich wieder in das System reinzugliedern, damit sie ihren Sohn sehen kann. Zur gleichen Zeit zeigt sie aber ihre Entschlossenheit, für ein Wahlrecht für Frauen zu kämpfen. Aber auch ihre Mitstreiterinnen spielen grandios. Egal ob das Helena Bonham Carter als Edith Ellyn ist, Anne-Marie Duff als Violet oder Meryl Streep als Emmeline Pankhurst. Leider ist Meryl Streep viel zu wenig auf der Leinwand zu sehen. Da engagierte man so eine namhafte und bekannte Schauspielerin und dann spricht sie nur zwei bis drei Sätze – das ist sehr schade.
Natürlich spielen auch Männer mit und dieses verkörpern ihre Rollen genauso sehr glaubhaft. Ein Beispiel dafür ist Brendan Gleeeson als Inspector Arthur Steed. Seine Darbietung war sehr interessant, weil er mit sich selber ein wenig gekämpft hat. Einerseits muss er das Gesetz ausführen und die Frauen verhaften und andererseits plagen ihm Gewissensbisse und ich hatte während dem gesamten Film das Gefühl, dass er so etwas wie Sympathie gegenüber den Suffragetten empfindet.
Ben Whishaw verkörpert Sonny, den Ehemann von Maud Watts. Es war für mich etwas ungewohnt, ihn in dieser Rolle zu sehen, da ich ihn sonst nur aus James Bond als „Q“ kenne. Aber er macht seine Sache sehr solide, auch dafür einen Daumen hoch.

 

Perfekte Musikuntermalung

Die musikalische Untermalung des Filmes kommt von Alexandre Desplat und ist mit einem Wort so zusammenzufassen: Perfekt. Immer zur richtigen Zeit den perfekten Ton zu spielen ist schwer, aber er schaffte es und so ist Suffragette auch musikalisch sehr sehenswert.
Negative Sachen sind mir bis auf der Tatsache, dass Meryl Streep sehr wenig zu sehen ist, nicht aufgefallen. Vielleicht ist er eine Spur zu lang geraten, aber in Summe ein echt sehr sehenswerter Film.

 

BEWERTUNG

Spannendes, interessantes Thema – welches auf einer wahren Begebenheit beruht – gepaart mit einer perfekten Umsetzung von London im Jahre 1912. Requisiten, Setting, Dialoge – alles top. Ein großartiger Cast bestehend aus Carey Mulligan, Bonham Carter, Meryl Streep, Brendan Gleeson und noch viele mehr und die geniale Musik runden ein perfektes Gesamtpaket ab. Negativ zu bewerten ist die viel zu wenig vorkommende Meryl Streep und die um eine Spur zu lang ausgefallene Laufzeit.

Suffragette bekommt von mir auf meiner Plappergott Skala sehr starke 4 / 5 Filmrollen

 

CAST

Maud Watts – Carey Mulligan
Edith Ellyn – Helena Bonham Carter
Emmeline Pankhurst – Meryl Streep
Sonny – Ben Whishaw
Inspector Arthur Steed – Brendan Gleeson
Violet – Anne-Marie Duff
Alice – Romola Garei

Benedict Haughton – Samuel West

Taylor – Geoff Bell

 
TRAILER

 

Das war meine Review zu dem historischen Drama Suffragette. Habt ihr den Film schon gesehen? Wie hat er euch gefallen? Schreibt mir Kommentare oder kontaktiert mich auf Facebook und Twitter. Bis zur nächstne Review auf diesem Blog.

Euer Plappergott

96 Hours – Taken 3

Deutscher Titel: 96 Hours – Taken 3

Originaltitel: Taken 3

Regie: Olivier Megaton

 

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(Quelle Bild: http://www.moviepilot.de/movies/taken-3)

EINLEITUNG

Ich bin ein großer Fan der Taken-Reihe und habe speziell den ersten Teil geliebt. Dieser Film war richtig stark mit cooler Action, einer sehr spannenden Story und einem groß auspielenden Liam Neeson. Der zweite Teil war nicht ganz so stark, dennoch wurde ich wieder gut unterhalten. Und jetzt ist der dritte Film zu dieser Reihe letztes Jahr in die Kinos gekommen und ich habe es endlich geschafft, ihn mir auf Blu-ray anzuschauen. Meine Erwartungen waren hoch auf Grund der Tatsache, dass die Grundhandlung ein wenig verändert wurde. Leider etwas zu hoch, wie sich nach dem Schauen heraus gestellt hat. Die Gründe dafür und alles weitere zu Taken 3 lest ihr in dieser Review. Ich wünsche euch viel Spaß.

 
HANDLUNG

Der Ex-Agent Bryan Mills (Liam Neeson) hat schon so einiges erlebt. Er musste sowohl seine Tochter befreien, als diese von skrupellosen Menschenhändlern entführt wurde als auch seine Frau aus den Fängen von Albanern, die sich einfach rächen wollten. Es könnte kaum schlimmer im Leben von Bryan werden. Doch dann wird seine Ex-Frau Lenore St. John (Famke Janssen) in seinem Appartment tot aufgefunden und Mills ist plötzlich der Hauptverdächtige der Polizei.

Er konnte sich im letzten Moment befreien und muss fliehen. Er ist unschuldig und fest entschlossen, es zu beweisen und die wahren Mörder zu finden. Er muss sein ganzes Können aus dem Ärmel schütteln, denn Inspector Franck Dotzler (Forest Whitaker) jagt seinen einzigen Verdächtigen in diesem Mordfall mit allen verfügbaren Mitteln. Bryan Mills ist Jäger und Gejagter zugleich. Seine einzige Schwäche ist seine Tochter Kim (Maggie Grace), für sie würde Bryan alles tun. Dotzler weiß das und zieht so die Schlinge immer enger um seinen Verdächtigen.

 
FAZIT

Vielversprechende Grundstory und fehlende Entschlossenheit

Der mittlerweile dritte Teil der Taken-Reihe bietet einige Neuerungen. Zum einen spielt die Handlung in keiner europäischen Stadt sondern in Los Angeles. Und es wird im Gegensatz zu den anderen Teilen keine Person entführt. Stattdessen wird eine Hauptfigur ermordet und Bryan Mills gerät als Hauptverdächtiger in die Zwickmühle.
Im Grunde klingt die Grundstory sehr vielversprechend, leider wurde sie nicht ganz so gut umgesetzt. Ich hatte zu jeder Zeit das Gefühl, dass dieser Reihe ein wenig die Luft ausgeht – trotz neuem Setting, neuem Plot und neuen Nebenfiguren. Ich kann mich noch sehr gut an Teil eins erinnern, wo Liam Neeson mit aller Gewalt in Paris aufräumt um seine Tochter zu befreien, komme was wolle. Diese Entschlossenheit fehlte mir so ein bisschen beim Schauen und das muss man dem Film etwas ankreiden.

 
Durchwachsene Nebenfiguren

Die Leistungen der Nebenfiguren sind durchwachsen. Während ich von der Performance von Forest Whitaker (er spielt Inspector Dotzler) eher nicht so begeistert war, hat mir die Darbietung von Dougray Scott (er spielt Stuart St. John) sehr gut gefallen. Maggie Grace spielt wieder Kim, die Tochter von Liam Neeson. Sie verkörpert sie in diesem Teil solide, aber eben nicht außergewöhnlich. Und zu Famke Janssen kann man wenig sagen, da ihre Figur ziemlich früh im Film stirbt. In Summe hätte man hier definitiv mehr raus holen können, auch von Liam Neeson selber. Bei ihm merkte man so langsam aber sicher das fortschreitende Alter.

 

Coole, hektische Action

Action gibt es natürlich auch in diesem Film und zwar reichlich. Die Schnitte sind mir etwas zu hektisch, dennoch bezeichne ich diese Szenen als die wahren Highlights von Taken 3. Meine Lieblingsszene war die Flugzeug-Sequenz ganz am Ende des Filmes. Die Dialoge sind leider auch nicht das Gelbe vom Ei. Manchmal viel zu banal geschrieben, hier wurde eine interessante Grundidee nicht genug ausgereift. Das ist sehr schade.

BEWERTUNG

Taken 3 zu bewerten ist gar nicht so einfach. Auch wenn Liam Neeson förmlich etwas abbaut, bietet er immer noch eine grundsolide Leistung. Die Action ist sehr cool, obwohl sie manchmal zu hektisch inszeniert wurde. Die eine oder andere Nebenfigur ist ein Highlight und drückt die Wertung nach oben. Negativ bewerten muss man dagegen ein wenig die Story, Forest Whitaker und die fehlende Entschlossenheit bei Dialogen und anderen Dingen. Dennoch fällt die Bewertung leicht positiv aus.

Taken 3 bekommt auf meiner Plappergott Skala 3 / 5 Filmrollen.

CAST

Bryan Mills – Liam Neeson
Kim Mills – Maggie Grace
Inspector Franck Dotzler – Forest Whitaker
Lenore St. John – Famke Janssen
Stuart St. John – Dougray Scott
Oleg Malankov – Sam Spruell
Sam – Leland Orser
Casey – Jon Gries

TRAILER

Das war meine Review zu Taken 3. Wie hat euch der Film gefallen? Findet ihr ihn auch eher nur Durchschnitt wie ich oder feiert ihr ihn bis in den Himmel? Kommentiert unter diesem Eintrag oder kontaktiert mich auf Twitter und Facebook. Bis zur nächsten Review auf diesem Blog.

Euer Plappergott

SUICIDE SQUAD – Traileranalyse des neuen Trailers

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(Quelle Foto: https://www.youtube.com/watch?v=E7N2zqCPMN0)

In meinem Eintrag, in dem ich alle Superhelden Filme 2016 vorstelle, habe ich schon ein wenig über das Selbstmordkommando geschrieben. Dort postete ich auch einen ersten Trailer, in dem wir uns schon einen ersten Eindruck geholt haben. Vor zwei Wochen in etwa wurde ein neuer Trailer released und ich bin sicher, der eine oder andere von euch hat ihn schon gesehen. In meinem Urlaub bin ich wieder auf ihn gestoßen und ich beschloss ein wenig darüber schreiben.

 

Mehr Einblicke in Story

Wir sehen ein paar bekannte Szenen aus dem ersten Trailer, bekommen aber auch sehr viel neues präsentiert. Das fängt an, dass die einzelnen Figuren mehr oder weniger vorgestellt werden. Wir können sie in ihren Zellen beobachten und die eine oder andere Spezialfähigkeit. Cool fand ich auch, wie Rick Flagg – gespielt von Joel Kinnaman – über jeden Charakter seine Kurzbeschreibung loslässt: „he shoots people“, “ he is a crocodile, he eats people“, „he burns people“ und „she ist just crazy“ – das hat mir schon sehr gefallen.

Um noch kurz auf die Story zurück zu kommen. Es ist immer noch nicht ganz klar, gegen wem die Mitglieder des Suicide Squads kämpfen werden. Wir bekommen mit, wie sie rekrutiert und mit speziellen Mitteln aus ihren Zellen zu einem Einsatzort gebracht werden, aber mehr auch nicht. Was so viel heißt wie, dass wir zwar mehr Einblicke in die Story bekommen mit vielen neuen Szenen zu den Figuren, ohne aber zu sehr Details davon zu verraten, was der Plot des Filmes eigentlich wirklich ist. So muss das in einem Trailer sein und so lockt man auch die Zuschauer in die Kinos – Daumen hoch.

 

Jared Leto als Joker

Gegen Ende des ersten Trailers sah man kurz das neue Aussehen des Jokers und ich hatte eine eher niedrige Erwartung von ihm in diesem Film, da sprang der Funke noch nicht so rüber. In diesem Trailer aber ist das komplett anders. Die Begeisterung stieg fast ins Unermessliche, nachdem er diesen Satz gesagt hat: „I can’t wait to show you my toys“. Ich bin überzeugt, dass Jared Leto seine Rolle mehr als ausgezeichnet spielen wird. Die Vergleiche mit Heath Ledger, der Joker in Batman The Dark Knight verkörpert, werden automatisch kommen und es wird bestimmt wochenlang diskutiert werden, wer ihn jetzt besser gespielt hat. Persönlich ist es mir egal, da eine neue Film-Ära im Batman-Universum und auch im DC-Universum anbricht. Lassen wir uns einfach überraschen und freuen uns auf den Film.

Was mir sonst noch aufgefallen ist, sind Kleinigkeiten mit großer Auswirkung. Man sieht Kitana mit ihrem Soulblade, Harley Quinn mit Baseballschläger, die auch eine Schaufensterscheibe einschlägt und eine Tasche stiehlt. Und wir bekommen natürlich Action, Action und Action präsentiert, denn die darf natürlich nicht fehlen. Ihr merkt schon, mir macht das Schauen des Trailers große Freude.

 

Queen – Bohemian Rhapsody

Diesen Song kennt wahrscheinlich (fast) jeder von euch und wenn das stimmt, habt ihr ihn sicher gleich zu Beginn des Trailers erkannt. Denn dieser Song ist die musikalische Untermalung und ich muss sagen, er passt wie die sprichwörtliche Faust auf das Auge. Im ersten Teil der ruhige Part von Bohemian Rhapsody, wo die Charakter vorgestellt werden und im zweiten Teil, als die Actionszenen beginnen, der rockige Part. Einfach genial, einfach passend, einfach perfekt. Mehr gibt es dazu nichts zu sagen.

 

Trailer

Das war sie also, meine Analyse zum neuen Trailer von Suicide Squad. Leider müssen wir uns noch bis August gedulden, bis der Film in die Kinos kommt. Dazwischen können wir uns aber mit anderen tollen Filmen von Marvel und DC die Wartezeit verkürzen. Am Schluss poste ich natürlich noch den neuen Trailer, damit ihr ihn euch auch anschauen könnt. Werde sowohl die deutsche als auch die englische Version verlinken, solltet ihr aber gute bis sehr gute Kenntnisse in Englisch haben, schaut ihn euch in der Originalfassung an. Da kommen die Dialoge viel cooler rüber.

 

Englische Originalfassung

 

Deutsche Fassung

 

Ich hoffe, euch haben die Trailer gefallen. Was sagt ihr denn dazu? Seit ihr auch so heiß auf die Filme wie ich oder gehen sie an euch vorbei? Kommentiert unter diesem Beitrag oder kontaktiert mich auf Facebook oder Twitter.

Euer Plappergott