Stolz und Vorurteil und Zombies

 

 

 

 

Eine Film-Adaption des gleichnamigen Romans von Seth Grahame-Smith aus dem Jahre 2009. Eine Familie, die ihre Töchter nach China geschickt hat, damit sie sich in England des 19. Jahrhunderts gegen eine Zombieplage verteidigen können. In dieser Review geht es um “Stolz und Vorurteil und Zombies“.

 

 

 

Originaltitel: Pride and Prejudice and Zombies

Regie: Burr Steers

Drehbuch: Burr Steers

Produktion: Marc Butan, Brian Oliver, Sean McKittrick, Natalie Portman und Annette Saviche

Kamera:  Remi Adefarasin

Musik: Fernando Velazquez

 

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(Quelle Bld: http://www.stolz-und-vorurteil-und-zombies.de/)

 

 

HANDLUNG

 

England im 19. Jahrhundert

Eine Zombieseuche wird von dem Land heimgesucht und macht auch bei den Adeligen die Runde. Aus diesem Grund hat Mister Bennet seine Töchter nach Fernost geschickt, um die Kampfkunst Shaolin zu lernen. Allen voran Elizabeth Bennet (Lily James) ist sehr talentiert. Ihre Mutter hingegen möchte ihre Töchter an den Mann bringen, vor allem als der charismatische Mr. Bingley (Douglas Booth) auftaucht. Elizabeth hingegen zieht ein Schwert jede Ehe vor, auch als sie zum ersten Mal den leidenschaftlichen Monsterjäger Darcy (Sam Riley) trifft. Anfangs empfindet sie ihn als Plage und unsympathisch und auch er macht eher einen Bogen um sie. Doch nach und nach gefällt ihm die Unbekümmertheit von Elizabeth und ihre Art zu kämpfen.

 

 

DREHBUCH UND STORY

 

Schriftstellerin Jane Austen (gestorbenn 1817) hat den Klassiker “Stolz und Vorurteil“ verfasst. Im Jahre 2009 hat Autor Seth Grahame-Smith diesen Roman etwas verändert und mit Zombies garniert. Diese Variante ist die Basis für das Drehbuch zu „Stolz und Vorurteil und Zombies“. Es soll eine Horror-Komödie sein, die beide Kategorien nicht so richtig verdient. Vor allem weil der Film noch viel mehr bietet als Zombies und Humor. Er ist nämlich zwischendrin romantisch, dann wieder dramatisch und noch viele andere genreübergreifende Momente. Es ist als Kinobesucher nicht ersichtlich, wohin der Film eigentlich will und was er jetzt genau sein möchte. Speziell im Mittelteil stellt sich schnell Langeweile ein.

Dabei beginnt „Stolz und Vorurteil und Zombies“ sehr stark mit der Einführung, warum England von einer Zombieplage heimgesucht wird. Es gibt spezielle Grenzen, ein Landgebiet und die Stadt London – alles toll erklärt. Der Schluss ist auch noch recht in Ordnung, da beginnt die Zombieapokalypse erst so richtig. Leider viel zu spät.

Unterm Strich ist die Geschichte etwas langatmig, manchmal unfreiwillig witzig, manchmal zu sehr dramatisch und manchmal zu romantisch. Und zu wenig Zombies, vor allem mit Mittelteil. Gefallen hat mir aber die Idee von sprechenden Zombies. Die Dialoge sind der damaligen Zeit angepasst, es wird sehr höflich miteinander gesprochen – nicht verwunderlich bei Adeligen. Besonders oder tiefgründig sind diese aber nicht.

 

 

DER CAST

 

Der Cast ist dieses Mal auch eher bescheiden ausgefallen. Und es gibt zu viele Figuren.

 

Lily James (Zorn der Titanen) als Elizabeth Bennet

Eine solide Leistung von ihr. Das Bemühen ist ihr anzumerken, das Drehbuch gibt aber nicht mehr her. Elizabeth ist eine starke Frau, die ein Schwert und nicht die Ehe bevorzugt. Die Jagd ist ihr heilig und daher bemüht sie sich kein bisschen einen Ehemann zu finden. Auch Darcy nicht, den sie vom ersten Treffen an unsympathisch und unhöflich findet.

 

Sam Riley (Das finstere Tal) als Colonel Fitzwilliam Darcy

Auch Sam mit einer recht passablen Leistung, auch er bemüht sich. Darcy ist ein Monsterjäger, der mit seinen speziellen Schmeißfliegen Jagd auf Zombies macht. Dafür ist er bestimmt und dafür lebt er. Auch er hat große Anlaufschwierigkeiten bei Elizabeth, doch mit Fortdauer des Filmes schließen sie sich zusammen um die Zombies gemeinsam zu besiegen. Er und Lily James mit den besten Leistungen aller Schauspieler und Schauspielerinnen.

 

Matt Smith (Terminator: Genisys) als Parson Collins

Seine Performance war irgendwie ein wenig nervig. Die Art, wie er die Figur darstellt und die Dialoge, hat mir einfach nicht gefallen. Parson ist eine Art Priester, der auch eine Tochter der Bennets für sich gewinnen will. Eine sehr austauschbare Figur.

 

Douglas Booth (Jupiter Ascending) als Mr. Bingley

Mr. Bingley ist ein junger, gutaussehender Adeliger. Er hat nur Augen für Jane Bennet und will sie eines Tages heiraten. Er ist der Freund von Darcy und gemeinsam bekämpfen sie die Zombieplage. Die Leistung von Douglas ist recht in Ordnung.

 

Weiteres noch im Cast mit dabei sind Bella Heathcote (In Time) als Jane Bennet, Suki Waterhous (Die Bestimmung – Insurgent) als Kitty Bennet, Jack Huston (American Hustle) als Lt. George Wickham und Lena Heady (300: Rise of an Empire) als Lady Chatherine. Alles Figuren, die wesentliche Parts einnehmen aber doch austauschbar sind. In Summe ist der Cast eher mittelmäßig bis schwach besetzt.

 

 

TECHNIK, KAMERA, SOUNDTRACK

 

Der Look des Filmes ist einwandfrei. Er vermittelt mit den riesigen Villen, den klassischen Kostümen des 19. Jahrhundert und der Sprache tolle Atmosphäre. Ein „genau so kann es damals ausgesehen haben“ Gefühl schaut demnach immer mit. Auch die Zombies sehen gut animiert aus und da sie sprechen können und der Virus sich auf die normalen Menschen übertragen, haben sie teilweise noch die adeligen Gewänder an. Dafür auf jeden Fall einen Pluspunkt.

Die Kamera fängt das Geschehen auch sehr gut ein. Oft sehr ruhig bei Innenaufnahmen, bei Kampfszenen etwas hektischer. Zu sehen bekommen die Kinobesucher prunkvolle Säle, adelig eingerichtete Schlafzimmer aber auch schöne Außenaufnahmen, wenn über die Prärie geritten wird. Am Ende wird die Kamera des Öfteren aus dem Geschehen herausgeschwenkt und nimmt die vielen Zombies ins Visier, die über die eroberten Länder laufen.

Der Soundtrack stammt von Fernando Velazquez und ist sehr stimmig. Ruhige Klänge bei romantischeren Dialogen, schwungvoll bei Partys und düster bei Szenen mit Zombies. Finde ich sehr gut, aber sein Score zu Crimson Peak war wesentlich besser.

 

 

BEWERTUNG

 

Ein paar gute Ideen im Bereich der Zombie-Filme, ein starker Beginn mit einer gelungenen Einführung und ein guter Schluss wo endlich Zombies in Massen gezeigt werden. Der Look von England des 19. Jahrhundert ist auch sehr gut umgesetzt und sorgt für gewisse Atmosphäre. Und die Zombies können sprechen, was ich persönlich gut finde.

 

Die größte Schwäche ist aber das Drehbuch und die Geschichte. Nach dem Motto „Zu viele Köche verderben den Brei“ kombiniert „Stolz und Vorurteil und Zombies“ zu viele Genres miteinander. Er ist Drama, Komödie, Zombiefilm, Horrorfilm und Romanze in einem. Somit ist unklar, was der Film eigentlich von den Besuchern will. Er kann sich nicht richtig entscheiden und dass ist das große Manko. Die Schauspieler schaffen es dann auch nicht, mit ihrem Schauspiel für Spannung zu sorgen. Was wiederum ein Grund des schwachen Drehbuches ist.

Schade, dass er am Ende so enttäuscht. Das gute Grundkonzept ist vorhanden. Es scheitert an der Umsetzung. DA er nicht mehr so langen im Kino laufen wird, kann man getrost warten bis er ins Fernsehen kommt oder ihn auf Bluray anschauen.

 

Stolz und Vorurteil und Zombies bekommt auf der Genre-Skala 2,5 / 5 Zombiepunkte

 

Stolz und Vorurteil und Zombies bekommt auf der allgemeinen Skala akzeptable 3 / 5 Zombiepunkte

 

 

Das war meine Kritik zu „Stolz und Vorurteil und Zombies“. Was sagt ihr zu dem Film? Seid ihr der gleichen Meinung wie ich oder lobt ihr ihn bis in den Himmel? Schreibt mir Kommentare oder kontaktiert mich auf http://www.facebook.com/derplapperblog und http://www.twitter.com/plapperblog. Bis zur nächsten Review.

 

 

Euer Thomas

Bastille Day

 

Der neue Film mit Idris Elba. Als CIA-Agent macht er Jagd auf einen Taschendieb, der aus Versehen eine Bombe gestohlen hat. Als sie detoniert, ist er auf der Flucht. In dieser Review geht es um „Bastille Day“.

 

 

 

 

 

 

Originaltitel: Bastille Day

Regie: James Watkins

Drehbuch: James Watkins und Andrew Baldwin

Produktion: Michael Dreyer, Philippe Rousselet, Steve Golin, Bard Darros, David Kanter und Fabrice Gianfermi

Musik: Alex Heffes

Kamera: Tim Maurice-Jones

 

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(Quelle Bild: http://kino.muenchen.de/film/bastille-day_154849.html)

 

 

 

HANDLUNG

 

Der trickreiche Taschendieb Michael Mason (Richard Madden) schlagt sich in Paris mit verkauftem Diebesgut durch. Eines Tages stiehlt er eine Tasche von einer Frau und stellt diese in einer dunklen Ecke ab. Die Tasche explodiert kurz darauf und es sterben vier Menschen. Sofort hat er die Pariser Polizei und den Geheimdienst CIA am Hals. Allen voran Sean Briar (Idris Elba), der Jagd auf ihn macht. Anfangs glaub er Mason nicht, dass er nichts von der Bombe wusste. Doch nach und nach entdeckt Briar Korruption innerhalb der Polizei. Briar und Mason müssen zusammenarbeiten, um ein schlimmes Verbrechen zu verhindern.

 

 

DREHBUCH UND STORY

 

Regisseur James Watkins (Die Schwarze Frau) hat einen klassischen Action-Thriller inszeniert, der das Genre nicht neu erfindet. Die Grundidee, dass ein Taschendieb unabsichtlich eine Bombe gestohlen hat und diese dann explodiert, ist sehr gut. Die Umsetzung ist auch recht gelungen, nur wird die Geschichte etwas zu vorhersehbar. Die Kinobesucher wissen oft einige Minuten vorher, wie die Sequenzen weitergehen. Diese Tatsache ist für einen Thriller eigentlich ein No-Go und das gibt auch Abzüge in der Gesamtnote. Die Dialoge sind ansonsten einfach gehalten und dem Genre Action angepasst. Nichts wirklich hoch-tiefgründiges, aber auch nicht dramatisch schlecht.

 

Das Positive an der Story ist, dass das vermeintliche Terror-Thema nicht aufgetreten ist, obwohl es während dem Schauen den Anschein hatte. Dennoch, bei den Bildern der inszenierten Unruhen und den Wahrzeichen von Paris kam ein mulmiges Gefühl auf. Letztendlich haben die Bösewichte politische Gründe, warum sie ausgerechnet am französischen Nationalfeiertag den 14. Juli für Chaos sorgen.

 

 

 

DER CAST

 

Der Cast lebt eindeutig von den beiden Hauptcharakteren Idris Elba und Richard Madden.

 

 

Idris Elba (Luther) als Sean Briar

Er legt eine sehr starke Performance hin. Diese erinnert meiner Meinung nach ein wenig an seine Paraderolle “Luther“. Briar geht seine eigenen Wege, wenn es sein muss die Stadt zu retten. Er wandert teilweise an der Grenze zum Erlaubten und läuft Gefahr seinen Ruf zu verlieren. Austeilen kann er auch ordentlich und Gegner haben wenig Chancen gegen ihn zu bestehen. Eine tolle Leistung und der Höhepunkt des gesamten Filmes.

 

 

Richard Madden als Michael Mason

Auch die Leistung von Richard ist sehr ansehnlich. Er braucht sich überhaupt nicht vor Idris verstecken. Ein äußerst trickreicher Taschendieb, hinter dessen Absichten aber positive Ansätze stecken. Denn er will sein Medizinstudium wiederaufnehmen und beenden. Doch dann stiehlt er eine Tasche mit explosivem Inhalt und muss fliehen. Einer, der bis dato noch nie weglaufen musste, findet sich im Kreuzfeuer von Sondereinheiten wieder und kann sich schwer entscheiden ob er helfen will/muss oder weiterhin fliehen soll.

 

In weiteren Rollen sind Charlotte Le Bon (The Walk) als Zoe Naville, Kelly Reilly (True Detective) als Karen Dacre, Jose Garcia (Die Unfassbaren) als Victor Gamieux und Thierry Godard (Palace Beach Hote) als Rafi Bertrand zu sehen. Alle machen ihren Job sehr ordentlich, ohne aber groß heraus zu stechen. Zudem würde ich die ohnehin etwas vorhersehbare Story noch mehr Spoilern, daher gibt es dieses Mal nur zu den Hauptcharakteren meine Meinung.

 

 

 

TECHNIK, KAMERA, SOUNDTRACK

 

 

In dieser Kategorie gibt es bei “Bastille Day“ nicht viel zu besprechen. Die Actionsequenzen sehen handgemacht aus und machen richtig Laune beim Zuschauen. Effekte wurden keine verwendet beziehungsweise wenn dann sind diese unsichtbar. Der gesamte Look ist sehr schön eingefangen, es entsteht das Gefühl wirklich mitten im Geschehen zu sein. Die Kamera ist schnell und rasant und fängt die Action sehr gut ein.

Innenraumaufnahmen sehen soweit nicht so spektakulär aus. Es gibt kleinere Shops zu sehen, wo Übergaben stattfinden und Diebesgut verkauft wird. Zwischendurch schwenkt die Kamera in die Vogelperspektive, die Stadt Paris und ihre Wahrzeichen sind dann sehr gut zu beobachten.

Der Soundtrack fällt nicht weiter auf.

 

 

 

BEWERTUNG

 

Der Film unterhält sehr gut. Action ist sehr sehenswert und handgemacht. Die Hauptdarsteller harmonieren sehr gut und bringen auch etwas Witz mit hinein. Die Dialoge sind soweit in Ordnung und die Nebenfiguren leisten solide aber keine grandiose Arbeit. Die Lauflänge ist mit seinen 92 Minuten ideal gewählt.

Negativ sind hier eindeutig die Story und das Drehbuch zu bewerten. Viel zu vorhersehbar, als Kinobesucher kann schon Minuten vorher erahnt werden, was passiert. “Mister Zufall“ spielt auch oft mit, damit die Handlung vorangetrieben werden kann. Sehr schade, denn ansonsten ist der Film recht in Ordnung in seinem Genre und ein besserer Vertreter als zum Beispiel “London Has Fallen“.

Wer Actionfilme mit Liam Neeson mag und findet, dass dieser in seiner Leistung nachlässt, kann sich diesen Film auf jeden Fall im Kino ansehen.

 

 

 

„Bastille Day“ bekommt auf meiner Genre-Skala 3,5  / 5 Actionpunkte

 

„Bastille Day“ bekommt auf meiner allgemeinen Skala 3 / 5 Actionpunkte

 

 

 

 

Das war meine Review zu „Bastille Day“. Wie ist eure Meinung zu dem Film? Feiert ihr ihn oder meint ihr, dass er einer der schwächsten Filme mit Idris Elba ist? Schreibt mir Kommentare oder kontaktiert mich auf http://www.facebook.com/derplapperblog oder http://www.twitter.com/plapperblog . Bis zur nächsten Filmkritik.

 

 

Euer Thomas

Das Admiralkino – Nachspielkino mit toller Atmosphäre

 

 

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(Foto: © Thomas Bauer/derplapperblog)

 

Betreiberin Michaela Englert führt ein Nachspielkino in Wien-Neubau, das hauptsächlich mit Fördergeldern überleben kann. Mit Filmen in Originalfassung mit Untertitel unterscheidet es sich von der naheliegenden Lugner-Kino-City. Und einen Hunde-Tag gibt es auch.

 

 

Die U-Bahn-Station Burggasse-Stadthalle ist das Grenzgebäude zwischen Neubau, Rudolfsheim-Fünfhaus und Ottakring. Auf beiden Seiten des Gebäudes der „Gürtel“, eine der befahrensten Straßen in der Bundeshauptstadt Wien. Autos sausen im Sekundentakt an der Kreuzung vorbei. Schaltet die Ampel auf Rot, ist ein Hauch von Stille zu hören. Nicht sehr lang, denn schon bald setzen sich die Autos von der ebenfalls stark befahrenen Gablenzgasse kommend in Bewegung und fahren in Richtung Innere Stadt. Menschenmassen bewegen sich zur U-Bahn-Station, warten auf die Buslinie 48A und beim Kebab-Stand auf ihr Essen oder fahren die Rolltreppe zum Einkaufszentrum Lugner City hinauf. Dort befindet sich auch die Lugner-Kino-City, wo Blockbuster-Filme wie “Alice im Wunderland – Hinter den Spiegeln“ oder “X-Men: Apocalypse“ gezeigt werden.

 

Nachspielkino – Die Chance mehr Besucher zu generieren

 

Nur zwei Gehminuten von der Lugner-Kino-City entfernt, vorbei an einem Asia-Restaurant, einer Bar und einer Pizzeria, befindet sich an der Ecke Burggasse / Wimbergergasse eines der ältesten Kinos in Wien. Das Admiralkino, ein Ein-Saal-Kino mit 114 Sitzplätzen. Michaela Englert, die Kinobesitzerin und Mitarbeiterin in der Presse- und Marketingabteilung beim Thimfilm Verleih, erklärt warum es als Nachspielkino geführt wird: „Es gibt Bedingungen wie man Filme von Verleihern übernehmen kann. Und wenn die in der ersten Woche gezeigt werden, müssen drei Vorstellungen am Tag gezeigt werden. Das würde bedeuten, dass ich hier nur einen Film zeigen kann und täglich drei Vorstellungen zeigen muss. Und wenn der Film nicht funktioniert, habe ich drei Wochen keine Einnahmen“ Darum hat sich Frau Englert entschieden, später einzusteigen damit sie an einem Tag drei verschiedene Filme spielen kann. Dadurch ist die Chance höher, dass mehr Besucher in das Admiralkino kommen so die Betreiberin.

An jenem Sonntag des 12. Juni 2016 ist nicht sehr viel los, was hauptsächlich an der gerade stattfindenden Fußball-Europameisterschaft liegt. Durch eine schwarze Schwungtür gelangen die Besucher in das lieblich eingerichtete Foyer. Sofort fällt die übergroße Kamera auf, die auf einem kleineren Rollbrett direkt neben dem Saaleingang steht. Eine Dame am Eck-Schalter begrüßt mit einem freundlichen Hallo alle Gäste, die sich an diesem Tag in das Kino verirrt haben. An diesem Schalter kann nicht nur das Ticket für die Vorstellung ergattert werden, sondern auch Snacks wie Mannerschnitten und Nüsse und Getränke. „Die Leute, die zu uns kommen, wollen eine tolle Atmosphäre genießen, sich mit Freunden treffen und nach der Vorstellung noch etwas trinken und über den Film sprechen“ sagt Michaele Englert.

 

Ein Bücherregal

 

Für die Atmosphäre und den Zeitvertreib ist gesorgt. Das Kinomagazin Skip liegt auf so wie viele Flyer und andere Magazine. Gegenüber des Eck-Schalters befindet sich eine Bücherecke, wo Besucher sich die Wartezeit mit Schmökern vertreiben können. Langegezogene Leder-Bänke an den Seiten des Foyes laden dazu ein auf ihre Bequemlichkeit getestet zu werden. Kleine, runde Tische und Holzstühle sorgen für ein wenig Kaffeehaus-Atmosphäre. Geräusche sind nur dann zu hören, wenn Besucher den Raum betreten oder die Buslinie 48A vorbeifährt. Auch der Steinboden passt zum Gesamtambiente.

Es stellt sich die Frage, wie so ein kleines Kino überleben kann. Noch dazu, wo die große Lugner-Kino-City nur zwei Gehminuten entfernt ist. „Wir bekommen von der Stadt Wien 10.000 Euro. Dafür muss ich einen normalen Spielbetrieb nachweisen und Berichte schreiben, den Kulturauftrag nachweisen“ sagt Besitzerin Englert. Vom Bund bekommt sie 8.000 Euro. Mit diesen Summen kommt sie in den schwachen Sommermonaten über die Runden und deckt dadurch ihre Fixkosten. Ihre Tätigkeit ist ehrenamtlich, da sie hauptberuflich beim Thimfilm Verleih in der Presse- und Marketingabteilung arbeitet. Frau Englert fügt hinzu, dass sie einen Chefvorfürer und Vertrauensmann hat, der sich vor Ort um alles kümmert. Das sei wichtig, da sie sehr häufig im Ausland unterwegs ist.

 

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(Foto: © Thomas Bauer/derplapperblog)

 

 

Nähe zur Lugner-Kino-City nicht negativ

 

Kurz vor Beginn des Filmes öffnet die Dame, die zuvor noch die Tickets verkauft hat, die große schwarze Türe durch die die Besucher in den Saal gelangen. Der Saal hat die Form eines langgezogenen Rechteckes und ist fast eben. Dennoch haben die Besucher eine sehr gute Sicht auf die Leinwand, auch wenn sie in den hinteren Reihen sitzen. Beim Hereinkommen ist es fast dunkel, nur sehr wenige Lampen erhellen den Raum und die Kinostühle sind kaum zu sehen. Es entsteht ein Gefühl des Zuspätkommens. Spätestens wenn die Leinwand angeht und die Kinotrailer zu sehen sind, stellt sich dieses Gefühl als falsch ein.

Die Spätvorstellung um 21:15 zeigt den Film “The Lobster“ mit Colin Farrell und wird in der OmU-Version gezeigt. In Originalversion mit Untertitel, so wie alle Filme. Das hebt das Admiralkino von der naheliegenden Lugner-Kino-City ab. Daher sieht Michaela Englert die Nähe zum Mainstream-Kino nicht negativ, da in ihr Kino Menschen mit einem ganz anderen Konsum kommen. „“Mission Impossible“ schau ich mir nicht in so einem Kino an. Wenn ich einen IMAX-tauglichen Film anschauen möchte, dann nicht auf dieser Leinwand. Den zeig ich nicht einmal.“ Zudem gibt es einen freundschaftlichen Austausch mit dem Gartenbaukino und dem Filmcasino. So eine Zusammenarbeit sei wichtig, damit Filme exklusiv in ihrem Kino laufen.

 

Der Doggy Day

 

Der legendäre Dramatiker Arthur Schnitzler sah sich 1929 einen Film in diesem Kino an. Und wer einen Hund besitzt, kann seinen Vierbeiner jeden ersten Donnerstag im Monat mitnehmen. Frisches Wasser wird bereitgestellt, Kuschelplätze sorgen für das Wohl der Vierbeiner und es gibt sogar Hundepopcorn. Es werden typische Nischenfilme gezeigt, die sonst niemand in seinem Programm hat. Da ist bestimmt für jeden Film-Enthusiasten fernab von den großen Hollywood-Produktionen etwas dabei. Die Besitzerin führt ihr Kino mit Leidenschaft und Liebe. Ideale Voraussetzungen, dass das Admiralkino noch weitere 100 Jahre bestehen wird.

Auf die Frage ob Michael Englert auch einen Lieblingsfilm hat, antwortet die Kinobesitzerin folgendes: „Jede Woche einen Anderen“

 

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(Foto: © Thomas Bauer/derplapperblog)

 

Thomas Bauer, Wien am 17.06.2016

 

 

Die Insel der Besonderen Kinder – Der 1. Trailer

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(Foto: (c) 20th Century Fox Österreich)

 

Am 7.10.2016 kommt ein sehr interessanter Film in die Kinos. „Die Insel der Besonderen Kinder“ basiert auf dem gleichnamigen Jugendbuchbestseller von Ransom Riggs aus dem Jahr 2011. Ich werde in dieser Traileranalyse meine Meinug zum Look preisgeben, was wir von diesem Film erwarten können und der bis jetzt vorhandene Cast. Zuerst könnt ihr euch noch den Trailer anschauen, Danach beginnt diese Analyse dazu. Ich wünsche euch viel Spaß.

 

Bisherige Handlung

Zum jetzigen Zeitunkt ist noch nicht sehr viel zur Handlung bekannt. Im Wesentlichen geht es um den 16 jährigen Jacob Portman, der von seinem Großvater immer Fantasie-Geschichten erzählt bekommen hat. Diese wollte er, je älter er wird, nie so recht glauben. Doch plötzlich stirbt sein Großvater, getötet von einem Wesen aus seinen Erzählungen. Jacob beschließt darauf die Geschichten zu erforschen und stößt auf eine Insel, wo Kinder mit besonderen Fähigkeiten in einem Waisenhaus leben. Miss Peregrine leitet dieses Haus auf dieser Insel, wo sie abgeschottet von der Außenwelt leben können. Sie sieht in Jacob auch einige Besonderheiten, die er wie es scheint noch nicht entdeckt hat.

 

Eine sehr spannende Ausgangsposition und der Trailer verrät noch nicht zu viel von der Handlung, was positiv anzumerken ist. Er zeigt in Ansätzen die Besonderheiten der Kinder, etwa am Anfang des Trailers. Ein Mädchen, das unter Wasser atmen kann und mit Hilfe ihrer Lunge das Wasser aus dem Schiffswrack mehr oder weniger rauspustet. Auch die Leiterin Miss Peregrine hat eine Besonderheit, sie kann sich in einen Vogel verwandeln. Da werden viele verschiedenen Fähigkeiten zu sehen sein, darauf können sich Fantasy-Film-Fans freuen.

 

Der Cast

Es sind bereits die wichtigsten Charaktere besetzt. Jacob wird von Asa Butterfield verkörpert. Er zeigte bereits in dem Science-Fiction-Film „Enders Game“ eine großartige Leistung. Ich denke, dass er eine gute Wahl ist.

Eva Green spielt die Waisenhaus-Leiterin Miss Peregrine. Sie machte sich erst Anfang der 2000er Jahre einen Namen und spielte in Filmen wie „Der Goldene Kompass“ und „James Bond 007 – Casino Royal“ mit. Bin gespannt, wie sie die Rolle verkörpert.

Samuel L Jackson ist auch mit von der Partie. Er spielt eine Figur namens Barren, mehr ist noch nicht bekannt. Er ist im Trailer auch nur kurz zu sehen, daraus schließe ich dass sein Charakter ein Bösewicht ist. Ich hoffe, ein zweiter Trailer zeigt mehr Szenen von ihm. Ich freue mich auf jeden Fall auf seine Peroformance.

Jung-Schauspielerin Ella Purnell verkörpert Emma, das Mädchen vom Anfang des Trailers. Hintergründe zu ihr gibt es noch keine. Wie es scheint, freundet sie sich mit Jacob an.

Weitere Cast-Mitglieder, die nicht im Trailer zu sehen sind, sind Judy Dench, Terrence Stamp, Rupert Everett und Allison Janney. Details zu deren Figuren gibt es noch keine.

 

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(Foto: (c) 20th Century Fox Österreich)

 

Der Look

Da Tim Burton Regie führt, kann ein spezieller Look erwartet werden. Und der Trailer zeigt schön, wie die Welt von „Die Insel der Besonderen Kinder“ aussieht. Die „Kräfte“ der Kinder werden gut in Szene gesetzt und generell sehen die ersten Trailer trotz CGI-Effekte großartig aus. Ich bin sehr gespannt auf diesen Film, der durchaus auch als „X-Men“ light durchgehen würde. Aber er hat defintiv eigene Ideen und das wird ihm im wahrsten Sinne des Wortes besonders machen. Ein neuer Trailer wird mehr Aufschluss zur Geschichte geben.

 

Was sagt ihr zu dem ersten Trailer? Gefällt er euch oder könnt ihr ihm gar nichts abgewinnen? Schreibt es mir in die Kommentare oder kontaktiert mich auf Twitter und Facebook. Bald kommt der neue Trailer, auch dazu wird es eine Analyse geben. Bis dahin.

 

Euer Thomas

 

 

 

 

 

 

THE HATEFUL 8

Der 8. Film von Quentin Tarantino spielt in einer verschneiten Schneelandschaft in Wyoming kurz nach dem Bürgerkrieg. Acht gefährliche Menschen treffen in einer Hütte auf engstem Raum aufeinander und daher geht es in dieser Kritik um The Hateful 8.

 

 

 

 

Original Titel: The Hateful Eight

Regie: Quentin Tarantino

Drehbuch: Quentin Tarantino

Produktion: Richard N. Gladstein, Shannon McIntosch und Stacey Sher

Kamera: Robert Richardson

Musik: Ennio Morricone

 

 

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(Foto: (c) Thomas Bauer, derplapperblog)

 

 

 

 

HANDLUNG

 

Eine Postkutsche bahnt sich ihren Weg durch ein verschneites Wyoming. An Bord befinden sich der Henker John Ruth (Kurt Russel), seine Gefangene Daisy Domergue (Jennifer Jason Leigh) und der Kopfgeldjäger Major Marquis Warren (Samuel L. Jackson). Sie sind nach Red Rock unterwegs, wo Daisy gehängt werden soll. Ein Blizzard-artiger Schneesturm zwingt sie allerdings von der Route abzuweichen und sie landen in Minnis Kurzwarenladen. Ein Laden, in dem sich einige zwielichtige Gestalten befinden. Niemand weiß, wer vertrauenswürdig ist weil alle Personen etwas zu verbergen haben und Waffen am Körper tragen. Was verbirgt sich hinter diesen Personen und werden sie den immer stärker werdenden Schneesturm überleben?

 

 

DREHBUCH UND STORY

 

Das Drehbuch, das Quentin Tarantino (Django Unchained) verfasst hat, ist die größte Stärke des Filmes. Speziell die Dialoge sind sensationell gut geschrieben und jede Figur bekommt einen Hintergrund verpasst. In der Originalfassung kommen noch die typischen amerikanischen Dialekte hervor und machen The Hateful 8 authentisch.

Die Story an sich ist nicht sehr komplex und der Schauer hat immer einen Überblick um was es geht. Es ist nun mal ein klassischer Western und da geht es um zwielichtige Gestalten, Waffen und blutige Szenen. Zudem spielt der Film fast ausschließlich in diesem Kurzwarenladen und dadurch entsteht eine Art Theaterstück. Das macht The Hateful 8 sehr atmosphärisch und es ist nie klar was als nächstes passiert. Er ist unvorhersehbar.

Was negativ an diesem Film zu bewerten ist, ist seine Länge. Vor allem am Ende, wo das Gefühl entsteht er wäre vorbei und die Szene geht immer noch weiter. Aber auch mittendrinnen gibt es die eine oder andere Sequenz die herausgeschnitten werden kann. In Summe sind die knapp drei Stunden um 20-30 Minuten zu lang.

 

 

 

DER CAST

 

Ein grandioses Ensemble versammelte Quentin Tarantino für sein Kammerspiel. Alle zeigen Top-Leistungen und drei Schauspieler_innen stechen dabei sehr stark heraus.

 

 

 

Samuel L. Jackson als Major Marquis „Der Kopfgeldjäger“ Warren

 

Eine der stärksten Performances von Samuel L. Jackson (Avengers: Age Of Ultron) überhaupt. Er trägt die Handlung über die gesamte Länge und harmoniert auch sehr gut mit Kurt Russel. Durch die Leistung von Jackson ist auch als Zuschauer nicht klar, welche Absichten er wirklich hat.  Ein ehemaliges Mitglied der US-Kavallerie, der als Kopfgeldjäger sein Geld verdient. Ein Mensch irgendwo zwischen Lügner und Vertrauensmann angesiedelt, du weißt nie ob er wirklich die Wahrheit sagt.

 

 

 

Kurt Russel als John „Der Henker „Ruth

 

Auch Kurt Russel (The Fast & The Furious 7) verkörpert seine Figur auf sehr hohem Niveau. Es ist schön zu sehen, dass er nach längerer Pause wieder öfter auf der Leinwand zu sehen ist. Der Henker will mit aller Gewalt seine Gefangene schützen, da sie viel Geld bringt wenn sie erst einmal am Galgen hängt. Darum hat er sie auch ständig an seiner Hand angekettet und auch sonst traut er kaum Jemandem. Ganz fein gespielt.

 

 

Jennifer Jason Leigh als Daisy „Die Gefangene“ Domergue

Jennifer Jason Leigh in Bestform. Unfassbar stark wie sie ihre Rolle verkörpert. Oft sitzt sie nur da, beobachtet und spricht kaum Sätze. In dieser Phase ist es ihre Mimik die für sich spricht und das macht sie mehr als grandios. Gegen Ende steigert sich noch einmal ihre Performance mit mehr Dialog und mehr Power in ihrer Wortwahl. Ein wahrer Genuss, Jennifer zuzuschauen.

 

 

 

Walton Goggins als Chris „Der Sheriff“ Mannix

Walton Goggins (Django Unchained) mit einer ausgezeichneten Leistung. Der Sheriff hat einen typischen Western-Slang in seiner Stimme, dass sorgt für den einen oder anderen Lacher. Zufälligerweise ist er der neue Sheriff von der Stadt Red Rock, wo der Charakter von Jennifer Jason Leigh gehängt werden soll. Das ergibt eine interessante Konstellation.

 

 

 

Tim Roth als Oswoldo „Der kleine Mann“ Mobray

Die Figur von Tim Roth (Selma) ist leider eine Schwachstelle. Beim Schauen entsteht ein Gefühl, dass die Rolle für Christoph Waltz geschrieben wurde. Die Ähnlichkeiten in der Mimik und den Dialogen erinnert stark an ihn. Das ist schade, denn Tim Roth ist eigentlich ein starker Schauspieler.

 

 

 

 

Bruce Dern als General Sandy „Der General“ Smithers

Bruce Dern (Django Unchained) strahlt nur mit seiner bloßen Präsenz eine Aura aus. Er sitzt nur in seinem Sessel, hat nicht viel Dialog und ist stiller Beobachter der gesamten Szenerie in diesem Laden.

 

 

Erwähnenswert wäre noch Channing Tatum (Hail, Caesar!) als Jordan „Jody“ Domergue. Er ist nicht lang zu sehen, aber seine Leistung ist grandios. In welcher Form er zu sehen ist und in welcher Beziehung der zu Daisy steht, wird an dieser Stelle nicht verraten. Da würde zu sehr von der Handlung preis gegeben werden.

 

 

 

TECHNIK, KAMERA, SOUNDTRACK

 

Technisch ist der Film auf ganz hohem Niveau. Wir bekommen atemberaubende Schneelandschaften zu sehen, die Kälte ist förmlich zu spüren. Der Kurzwarenladen sieht wie ein Geschäft aus der Westernzeit in Amerika aus und macht The Hateful 8 authentisch. Auch die Kleidung, die Hüte, die Waffen wirken glaubhaft. Digitale Effekte sind kaum zu sehen, nur bei den Schusssequenzen wurde etwas nachgebessert. Ansonsten verzichtet der Film komplett darauf.

Der gesamte Film spielt fast nur in diesem Laden, daher ist die Kamera ziemlich nah beim Geschehen dabei. The Hateful 8 ist ein sehr dialoglastiger Film und schon zu Beginn des Filmes wird das klar, als während der Kutschenfahrt ausschließlich Dialogszenen gezeigt werden. Zwischendurch, bei den Landschaftsaufnahmen, werden die verschneiten Berge mit einem weiteren Blickwinkel gezeigt.

Der Soundtrack stammt von Enrico Morricone und ist wieder Mal ein wahres Meisterwerk geworden. Er weiß einfach, wie man Szenen musikalisch untermauert und dadurch entsteht noch einmal ein Extra-Flair.

 

 

 

BEWERTUNG

 

Für Fans von Tarantino-Filmen ist The Hateful 8 ein Muss. Er zeigt die klassischen Elemente, hat einen besonderen Flair und ist qualitativ produziert.

Für neutrale Zuschauer weist er dann doch die eine oder andere Schwachstelle auf. Er ist definitiv zu lang geraten, speziell gegen Ende sind einige Sequenzen sehr langezogen was die Stimmung des Filmes etwas kaputt macht. Einige blutige Elemente sind übertrieben. Die Optik und die Atmosphäre ist dagegen auch für den allgemeinen Film-Fan ein Genuss. Die Dialoge sind stark geschrieben, die Figuren sehr abwechslungsreich gestaltet und authentisch und der Soundtrack ist mehr als nur grandios.

Wie bei Tarantino-Filmen üblich: Entweder du magst die Filme von ihm oder nicht. Ich persönlich bin dazwischen, eigentlich kein Fan aber in letzter Zeit gefallen sie mir immer besser. In den Himmel loben werde ich sie aber deshalb nicht.

 

 

 

The Hateful 8 bekommt auf meiner Genre-Skala 4,5 / 5 Tarantino-Punkten

 

The Hateful 8 bekommt auf meiner allgemeinen Skala 3,5 / 5 Tarantino-Punkten

 

 

 

 

Am Schluss jeder Kritik würde mich wie immer eure Meinung interessieren. Wie findet ihr The Hateful 8? Gibt es Tarantino-Fans da draußen, die ihn feiern oder seid ihr der Meinung, dass er doch nicht der beste Streifen von ihm ist? Schreibt mir Kommentare oder kontaktiert mich auf meinen Social Media Plattformen. Die Links findet ihr ganz oben unterhalb des Banners. Bis zur nächsten Review.

 

 

Euer Thomas

Superhero Shortcuts #4

 

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Liebe Superhelden-Freunde!

 

Die bereits vierte Ausgabe meiner Superhero Shortcuts wartet von euch gelesen zu werden. Auch dieses Mal habe ich wieder interessante Neuigkeiten und Gerüchte zusammengestellt. Es gibt News zu DC Comics, die ein neues Logo und einen neuen Film-Chef präsentiert haben. Dazu gibt es Cast-Neuigkeiten zu Black Panther und Thor: Ragnarock. Es gibt Gerüchte um weitere Marvel-Serien auf Netflix und eine Favoritin auf die Rolle der Captain Marvel. Es ist wieder für jeden etwas dabei und ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

 

 

DC COMICS – Neues Logo, Neuer Film-Chef

 

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(Quelle Bild: http://www.dccomics.com/blog/2016/05/17/dc-entertainment-introduces-new-identity-for-dc-brand)

 

Batman V Superman war für die Verantwortlichen von Warner nicht zufriedenstellend. Dieser Film sollte der Startschuss des neuen DC-Filmuniversums sein und trotz einem Einspielergebnis von über 860 Millionen Dollar zeigte man sich enttäuscht. Aus diesem Grund wird es ab sofort einen Film-Chef geben, der so wie Kevin Feige bei Marvel das gesamte Universum überwacht. Bei DC ist es aber nicht ein Verantwortlicher, sondern zwei: Jon Berg und Geoff Johns.

 

Geoff Johns ist DC Chief Creative Director und schrieb unter anderem die Serien The Flash und Arrow.  Jon Berg ist Executive Vice President von Warner und Produzent der kommenden Filme Wonder Woman, Suicide Squad und Justice League. Mit diesen beiden Herren sollte das DC-Universum ins Rollen kommen und aus Fehlern wie bei Batman V Superman lernen. Unter anderem soll auch Ben Affleck, der bereits für den Batman-Solo-Film am Drehbuch mitarbeitet, für die Justice League mehr Mitspracherecht bekommen.

 

Und wenn Warner beziehungsweise DC-Comics schon bei den Änderungen sind, haben sie auch gleich das Logo geändert. Ihr könnt es weiter oben sehen und ich bin mir nicht sicher, ob es mir gefällt. Was sagt ihr dazu? Schreibt mir eure Meinung.  

 

 

Michael B. Jordan und Lupita N’yongo in Black Panther

 

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(Quelle Bild: http://www.comicbookmovie.com/black_panther/6-most-likely-characters-michael-b-jordan-and-lupita-nyongo-are-a141659)

 

Black Panther erscheint erst im Feburar 2018 in den Kinos, aber er sorgt schon jetzt für sehr viel Gesprächsstoff. Speziell was die Castingliste betrifft, denn neben dem bereits fixen Chadwick Boseman als König T’Challa (er spielte diese Rolle bereits in The First Avenger: Civil War) kommen weitere Hochkaräter dazu.

Bereits bestätigt wurde laut einem Artikel des Hollywood Reporters Michael B. Jordan. Es wäre nach Creed eine weitere Zusammenarbeit mit dem Regisseur Ryan Coogler, der bei Black Panther Regie führt. Er wird wahrscheinlich einen Bösewicht spielen, genaueres ist nicht bekannt.

Ebenfalls im Gespräch ist Lupita N’yongo, die ebenfalls mit dabei sein wird. Bestätigt ist hier noch nichts, aber es kann davon ausgegangen werden, dass sie in diesem Film mitwirkt. Es darf weiter spekuliert werden, wer noch aller im Cast dabei sein wird. Ich jedenfalls freue mich sehr auf diesen Film.  

 

 

Cast zu Thor: Ragnarok bekannt

 

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(Quelle Bild: http://www.hypable.com/marvel-confirms-casts-thor-ragnarok-jeff-goldblum-karl-urban/)

 

Bevor ich meine Meinung äußere, möchte ich aufzählen welche Schauspieler und welche Schauspielerinnen im dritten Thor-Film mitspielen:

 

Oscar-Preisträgerin Cate Blanchet (Herr Der Ringe, Carol) als neuer, sehr starker weiblicher Bösewicht namens Hela

Jeff Goldblum (Independance Day) als Grandmaster

Tessa Thompson (Creed) als Valkyrie

Karl Urban (Stra Trek: Into Darkness) als Skurge

Dazu kommt Mark Ruffalo (Spotlight) als Hulk.

 

Dieser oben genannte Cast gesellt sich zu den üblichen Darstellern aus den beiden Vorgängern dazu:

Chris Hemsworth (Rush) als Thor, Tom Hiddleston (The Night Manager) als Loki, Idris Elba (Luther) als Heimdall und Sir Anthony Hopkins (Die Vorsehung) als Odin. Natalie Portman (Black Swan) als Dr. Jane Foster ist nicht mit dabei. Dafür gibt es ein Gerücht, dass Thanos angeteasert wird.

 

Was bis vor wenigen Jahren noch undenkbar war, ist jetzt zur Normalität geworden. Wer hätte das gedacht, dass so viele bekannte und vor allem grandiose Schauspieler_innen in einem Superhelden-Film mitspielen. Ich bin begeistert und ich freue mich sehr auf diesen Film. Ich denke, das wird noch mal größer, actionreicher und bombastischer als der zweite Teil. Genaueres zu den neuen Charakteren würde hier den Rahmen sprengen, spätestens beim ersten Trailer werde ich sie näher vorstellen.

 

 

Harley Quinn Spin-Off-Film?

 

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(Quelle Bild: http://www.cinemablend.com/new/3-Words-Margot-Robbie-Uses-Describe-Harley-Quinn-104317.html)

 

Suicide Squad läuft am 18. August in den Kinos und es ist noch nicht klar, wie gut Margot Robbie ihre Rolle als Harley Quinn spielen wird. In den Trailern scheint es so, dass es eine gelungene Performance werden könnte. Interessant ist jedenfalls die Meldung, dass Warner Brothers schon jetzt ein Spin-Off von Suicide Squad machen wird – einen Harley Quinn Solo-Film.

Es ist noch nicht ganz bestätig, aber der Hollywood Reporter ist in diesem Fall eine gute Quelle. Margot Robbie, die selber den Anstoß für diesen Film gegeben hat, soll auch als Produzentin mitwirken und es werden noch andere weibliche Superhelden und Bösewichte mitspielen – Unter anderem Batgirl und die Birds of Prey, eine Gruppe von berühmten weiblichen Comicfiguren. Sobald es in diese Richtung etwas Neues gibt, erfährt ihr es bei mir.

 

 

Serien-Gerüchte: Weitere Marvel-Netflix-Produktionen in Planung?

 

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(Quelle Bild: http://mag.shock2.info/tv-news-planen-marvel-und-netflix-serien-mit-ghost-rider-moon-knight-und-blade/)

 

Vor ein paar Tagen bin ich auf ein sehr interessantes Gerücht gestoßen. Laut der Internetseite comicbook.com planen der Streaming-Anbieter Netflix und Marvel drei weitere Superhelden-Serien zu produzieren. Es handelt sich dabei um die Charakter Blade, Ghostrider und Moon Knight.

Zu Blade gibt es bereits eine Trilogie, in dem Wesley Snipes die Hauptrolle spielt. Nicolas Cage verkörperte die Rolle des Johnny Blaze alias Ghostrider in zwei Filmen. Lediglich zu Moon Knight gibt es noch keine bewegten Bilder in Film- oder Serienform. Er ist aber ein spannender Charakter und ich würde das begrüßen. Zu Ghostrider könnte ich mir auch eine gut umgesetzte Serie vorstellen, aber bei Blade bin ich mir unsicher ob das funktionieren wird.

Natürlich kann die Frage gestellt werden, ob das nicht langsam zu viel wird falls diese Serien Realität werden. Denn auf Netflix laufen bereits zwei Staffeln von Daredevil und eine von Jessica Jones. Im September kommt die erste Staffel von Luke Cage, im Frühjahr 2017 die erste Staffel von Iron Fist. Alle vier genannten Superhelden ergeben zusammen The Defenders, auch dazu wird es eine erste Staffel im Jahr 2017 geben. Ich bin gespannt, ob die Gerüchte stimmen und vor allem wie sie zeitlich umsetzbar sind.

 

 

Brie Larson als Captain Marvel?

 

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(Quelle Bild: http://heroichollywood.com/brie-larson-frontrunner-play-captain-marvel/)

 

Es ist noch etwas Zeit bis zum 7. 3. 2019, an diesem Tag soll nämlich der Solo-Film von der Figur Captain Marvel in die Kinos kommen. Es wird der erste Film werden, in dem ein weiblicher Superheld im Fokus steht. Es wird gemunkelt, dass dieser Charakter im ersten Avengers: Infinity War Film einen Cameo-Auftritt bekommen soll. Mehr ist zu diesem Film noch nicht bekannt.

Was allerdings bekannt ist, ist die Tatsache, dass Brie Larson (Raum) der Favorit auf diese Rolle ist. Zumindest bei den Filmemachern von Marvel. Es gibt bereits erste Gespräche, dass die Oscar-Gewinnerin (Raum, Anm.) in die Rolle der Carol Danvers schlüpfen wird. Fixiert ist noch Nichts, aber in den nächsten Wochen werden wir sicher mehr in diese Richtung erfahren.

Das Drehbuch schreiben Nicole Perlman (Guardians of The Galaxy) und Meg LeFauve (Alles steht Kopf). Wer Regie führen wird, ist bis jetzt noch nicht bekannt.

 

 

Kurz-News

 

Für den Solo-Film von The Flash wurde endlich ein Regisseur gefunden. Rick Famuyiwa wird die Verfilmung im DC Universum inszenieren. Er hat unter anderem im Krimi-Drama Dope Regie geführt. Jetzt kann es endlich bergauf gehen mit diesem Projekt, Ezra Miller spielt die Hauptrolle.  Im März 2018 soll The Flash in die Kinos kommen, davor kann er im ersten Teil der Justice League bestaunt werden.

 

 

Komponist Alan Silvestri wird im zweitgeteilten Avengers: Infinity War die Filmmusik komponieren. Er war im ersten Avengers-Film schon verantwortlich und kehrt somit in das MCU zurück. Ich freue mich sehr darauf, als Fan von großartigen Soundtracks kann ich diese Entscheidung nur begrüßen.

 

 

 

 

Das war meine vierte Ausgabe meiner Superhero Shortcuts. Was sagt ihr zu den News? Freut ihr euch auch so wie ich auf Thor: Ragnarock und was sagt ihr zu dem neuen Logo von DC? Seid ihr zufrieden mit Brie Larsen als mögliche Captain Marvel oder würdet ihr wem anderen casten? Schreibt mir eure Meinungen in die Kommentare oder kontaktiert mich auf meinen Social Media Seiten. Die Links findet ihr ganz oben unterhalb des Banners. Bis zur nächsten Ausgabe.

 

 

Euer Thomas

Money Monster

 

Vor laufender Kamera wird ein Fernsehmoderator einer Finanz-Show als Geisel genommen. Der Mann will Antworten, da er sehr viel Geld verloren hat. Die ganze Welt schaut zu. In dieser Kritik geht es um Money Monster.

 

 

 

 

Originaltitel: Money Monster

Regie: Jodie Foster

Drehbuch: Alan Di Fiore, Jim Kouf und Jamie Linden

Produktion: Lara Alameddine, George Clooney, Daniel Dubiecki und Grant Heslov

Kamera: Matthew Libatique

Musik: Dominic Lewis

 

 

 

 

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(Foto: (C) Sony Pictures)

 

 

HANDLUNG

 

Lee Gates (George Clooney) ist der Star der Fernsehsendung „Money Monster“, eine Sendung in der er Tipps zu aktuellen Finanzen verrät. Während er eines Abends wieder über aktuelle Börsenkurse moderiert, stürmt ein Mann namens Kyle Budwell (Jack O‘Connell) in das Studio. Er ist bewaffnet, nimmt Lee als Geisel und legt ihm eine Bombe an seinen Oberkörper. Er will antworten, da er seine ganzen Ersparnisse in Aktien von der Firma IBIS Global Capital’s investiert und alles verloren hat. Wer ist schuld an dem unerwarteten Crash der IBIS-Aktie?

 

 

DREHBUCH UND STORY

 

Nach Das Wunderkind von Tate, Familienfest und andere Schwierigkeiten und Der Biber ist Money Monster die bereits vierte Regiearbeit von Jodie Foster. Sie inszenierte diesen Film mit George Clooney und Julia Roberts in der Hauptrolle als einen Thriller, der viel zu wenig Merkmale eines Thrillers beinhaltet. Stattdessen ist Money Monster eine Art Kammerspiel mit satirischen Elementen und etwas Drama im Stile von Nicht Auflegen mit Collin Farrell.

Warum ist Money Monster kein Thriller? Speziell weil der Film unterhalten will und das eher trockene Thema Finanzen humorvoll und leicht erklärt. Darum hoppelt und tanzt der Moderator vor jeder Show mit zwei Tänzerinnen zu Hip-Hop Beats durch das Studio. Während der Geiselnahme, wo die Situation doch sehr ernst ist, schafft es die Figur von Clooney immer wieder einen lockeren Spruch von den Lippen zu lassen, wo der gesamte Kinosaal lachen muss.

Das Drehbuch ist aus allgemeiner Sicht sehr stark, die Dialoge sitzen und inhaltlich gibt es keine speziellen Fachbegriffe die sich Otto-Normal-Kinogänger nicht merken können. Zwar bekommen die Zuseher auch Wörter wie Glitch zu hören, diese sind aber eher selten. Ein Hauch von Action gibt es auch, aber nicht viel. Die Szenen im Filmstudio erzeugen Spannung, da nicht erahnt werden kann was als nächstes passiert. Während dem Schauen durchlief einem ein „der Film ist vorhersehbar“ Gefühl durch den Körper, das Ende ist aber unerwartet, nachher verlässt man den Kinosaal mit einer zufriedenen Mimik.

Zusammenfassend: Drehbuch und Story machen Laune und funktionieren, die Handlungen der Personen sind nachvollziehbar und generell ist das Gesamte gut umgesetzt.

 

 

DER CAST

 

Zwei Weltstars Seite an Seite auf der Leinwand und dazwischen ein noch nicht sehr bekannter Darsteller, der allen die Show stiehlt. Alles Relevante zu den wichtigsten Figuren wie immer im Überblick.

 

Jack O’Connell als Kyle Budwell

Die größte Überraschung lieferte Jack O’Conell (Unbroken) ab. Ein bis dato noch unbekannter Schauspieler, der mit seiner Performance die großartigen Julia Roberts und George Clooney in den Schatten stellt. Von Start weg sind die Motive von Kyle klar, warum er in das Studio stürmt, dem Moderator seine Waffe an den Kopf hält und ihm eine Bombenweste um den Körper gelegt hat. In seinen Augen ist sein Frust zu spüren, da er seine ganzen Ersparnisse verloren und darum nichts mehr zu verlieren hat. Mit welchem Eifer Jack seine Rolle spielt ist grandios, die Verzweiflung konnte förmlich aus seinem Gesicht abgelesen werden. Von einer Sekunde auf die Andere kommt die Verwirrung, als seine Freundin plötzlich mit ihm redet und ihn einen Versager nennt. Er will eine für ihn zufriedenstellende Antwort warum so viel Geld verloren ging und er lässt nicht locker. Diese Leistung von Jack O’Connell gilt als Bewerbung für größere Produktionen.

 

George Clooney als Lee Gates

George Clooney (Gravity) zeigte zuletzt in Hail! Caesar was er kann. In Money Monster legt er sogar noch einige Prozentpunkte drauf und beweist, dass er locker eine gesamte Handlung auf seinen Schultern tragen kann. Clooney schafft den Spagat zwischen den lockeren Moderator, der alles im Griff hat und den unsicheren Moderator, der mit der Bombenweste um seinen Anzug in Erklärungsnot kommt. Super gespielt, teilweise witzige Sprüche lockern das Kammerspiel auf.

 

Julia Roberts als Patty Fenn

Bei Julia Roberts (The Normal Heart) ist es oft schwer, was man bekommt meiner Meinung nach. Bei Money Monster zeigt sie wieder eine sehr gute Figur, auch wenn ihre Leistung von den drei Hauptcharakteren die Schwächste ist. Patty ist die Chefin der Sendung und die Frau hinter den Kulissen, die die Fäden zieht. Auch während der Geiselnahme ist sie immer mit Lee verbunden und dirigiert die Kamera. Roberts macht das sehr solide, etwas mehr Feuer hätte sie aber noch rausholen können.

 

 Dominic West als Walt Camby

Dem Dominic West (Genius) ist es gelungen, dass die Kinobesucher ihm die Rolle des unsympathischen und nicht ganz unschuldigen Firmenchefs abnehmen. Walt ist nämlich eine Figur, der sehr lange Zeit untertaucht obwohl seine Firma gerade 800 Millionen Dollar verloren hat. Während der Geschichte wird das Warum aufgeklärt und bestätigt das Gefühl von vorhin.

 

Caitrione Balfe als Diane Lester

Caitrione Balfe (Escape Plan) kennen Serienliebhaber aus der Serie Outlander. In Money Monster verkörpert sie Diane Lester, eine Mitarbeitern der Firma IBIS deren Aktien große Verluste eingefahren hat. Zu Beginn versucht sie noch, sich aus der Situation heraus zu reden. Mit Fortdauer der Geschichte verringert sich ihre Loyalität gegenüber ihrem Arbeitgeber und ihrem Chef und hilft dem Moderator Lee Gates, dass Walt Camby seine gerechte Strafe bekommt. Solide gespielt, fügt sich gut in den Cast ein.

 

 

 TECHNICK, KAMERA, SOUNDTRACK

 

Technische Hilfsmittel im Sinne von CGI-Effekten sind keine zu erkennen. Die Szenen spielen sich hauptsächlich im Fernsehstudio ab, dazu noch in diversen Inneneinrichtungen von Bürogebäuden und gegen Ende eine kurze Sequenz in den Straßen von New York. Da gibt es wenig Negatives zu berichten.

Die Kamera ist dementsprechend gewählt. Viele Nahaufnahmen um die Dialoge gut einzufangen. Auch als Clooney und O’Connell das Studio verlassen, bleibt die Kamera mittendrinnen im Geschehen und zeigt nur sehr selten etwas weitere Einstellungen.

Der Soundtrack ist von Dominic Lewis und ist über weite Strecken sehr ruhig und baut einige Szenen spannungsgeladen auf. Zu Beginn des Filmes klingen lässige Hip-Hop Beats durch die Kinoboxen, passend zu der Show „Money Monster“. Die Musik ist dieses Mal nicht das größte Highlight, aber passt zur gesamten Atmosphäre des Filmes.

 

 

BEWERTUNG

 

Als Thriller funktioniert Money Monster nur bedingt. Es gibt ein paar spannende Momente, aber durch den einen oder anderen lockeren Spruch von George Clooney wirkt der gesamte Film viel zu witzig für einen Thriller. Daher fällt die Genre-Wertung geringer aus als die allgemeine Wertung.

Denn aus der Sicht eines neutralen Kinobesuchers macht der Film vieles richtig. Eine spannende Story mit rotem Faden, die zu Beginn vorhersehbar wirkt aber eher unerwartet endet. Ein gutes Drehbuch, gut geschriebene Dialoge und einfach erklärte Begriffe aus der Finanzwelt.

Die große Stärke von Money Monster ist aber der Cast. Allen Voran Jack O’Connell stiehlt Allen die Show und seine Leistung braucht sich nicht vor Jene von Clooney und Roberts zu verstecken. An dieser Stelle kann ich nur eine Empfehlung aussprechen.

 

 

Money Monster bekommt auf der Genre-Skala 3,5 / 5 Geiselnehmerpunkte

 

Money Monster bekommt auf der allgemeinen Skala 4,5 / 5 Geiselnehmerpunkte

 

 

Am Ende dieses Eintrages möchte ich wie immer eure Meinung wissen. Habt ihr Money Monster schon gesehen und seid ihr meiner Ansicht? Oder sagt ihr sogar, dass der Film eine höhere Genre-Wertung verdient hätte? Schreibt mir Kommentare oder kontaktiert mich auf meinen Social Media Seiten. Die Links findet ihr ganz oben unterhalb des Banners. Bis zur nächsten Review.

 

Euer Thomas

 

 

 

The Nice Guys

 

Ein Privatdetektiv und ein Schläger, die sich nicht ausstehen können, müssen in Los Angeles der 70er Jahre einen Vermisstenfall aufklären, der mit dem Tod einer Pornodarstellerin zusammenhängt. In dieser Kritik geht es um The Nice Guys.

 

 

 

 

Originaltitel: The Nice Guys

Regie: Shane Black

Drehbuch: Shane Black  und Anthony Bagarozzi

Produktion: Joel Silver

Musik: John Ottman und David Buckley

Kamera: Phillippe Rousselot

 

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(Quell Bild: http://screenrant.com/nice-guys-movie-trailer-red-band-poster/)

 

 

HANDLUNG

 

Los Angeles, 1970er Jhre

Der tollpatschige Privatdetektiv Holland March (Ryan Gosling) und Jackson Healy (Russel Crowe), der für Geld Leute zusammenschlägt, müssen eines Tages zusammenarbeiten. Ihr Start in die Zusammenarbeit ist insofern schwierig, da Healy den Auftrag hatte March zu verprügeln. Aber ihnen bleibt keine Wahl, denn es gilt einen Vermisstenfall aufzuklären. Eine Frau Namens Amelia Kutner (Margaret Qualley) wird vermisst. Sie hat irgendetwas mit dem Tod der Pornodarstellerin Misty Mountains zu tun und wird deshalb von Unbekannten gejagt.  Zu Beginn sieht alles wie ein einfacher Auftrag aus, doch mit der Zeit merken die zwei Detektive, dass viel mehr dahintersteckt. Nach und nach decken sie eine Verschwörung auf, die bis in hohe Ämter reicht.

 

 

DREHBUCH UND STORY

 

The Nice Guys ist nach Kiss Kiss, Bang Bang und Iron Man 3 der dritte Film von Regisseur Shane Black. Er hat im Stile von Leathal Weapon eine Art Buddy-Komödie garniert mit Action inszeniert, die nicht übertrieben wirkt. Die Geschichte spielt in den 70er Jahren und bietet eine perfekte Location für diesen Film.

Das Drehbuch ist sehr gut geschrieben, die Witze kommen an den richtigen Stellen vor und sitzen einwandfrei. Das war auch an den anwesenden Kinobesuchern erkennbar, die sich genau wie ich gut amüsiert haben. Die Figuren werden zu Beginn perfekt eingeführt, die Zuschauer bekommen einen Einblick in deren Betätigungsfeld. Die Story wird gut vorangetrieben, der rote Faden ist immer schlüssig und nie zu kompliziert. Da kann verkraftet werden, dass die Bösewichte zu klassisch ausgefallen sind.

Das Allerwichtigste ist aber, dass Shane Black keine politische Botschaft versteckt oder den Zusehern eine Message mit auf dem Nachhauseweg gegeben hat. Der Film hat von Start weg die Richtung, dass er unterhalten will. Dass er eine gute Mischung aus Action und Komödie ist und zwei Hauptdarsteller die zu 100 Prozent harmonieren. Ein großes Lob an den Regisseur.

 

 

DER CAST

 

Zwei perfekt gecastete Hauptdarsteller und gut ergänzende Nebenfiguren machen The Nice Guys zu einem wahren Erlebnis. Erfährt hier die Leistungen der wichtigsten Rollen.

 

 

Russel Crowe als Jackson Healy

Russel Crowe (Man of Steele) spielt einen Schlägertypen, der sich mit kleineren Aufträgen über Wasser hält. Healy ist dabei stets fokussiert, trinkt keinen Alkohol und hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Anfangs ist er nicht sehr erfreut, dass er mit dem Typen zusammenarbeiten muss, den er eben erst geschlagen hat. Mit der Zeit werden sie aber Freunde und bilden ein kongeniales (teils tollpatschiges) Duo.

 

Ryan Gosling als Holland March

Ryan Gosling (The Big Short) verkörpert einen nicht sehr erfolgreichen Privatdetektiv, der es immer wieder schafft sich selbst in Schwierigkeiten zu bringen. Er ist auch für die Situationskomik zuständig, denn wer sich bei einem Einbruch den Unterarm so stark verletzt, dass er nachher einen Verband braucht, hat sich die Lacher im Kinosaal verdient. Gosling spielt das ausgezeichnet, es ist eine richtige Freude ihn zuzuschauen.

 

Angourie Rice als Holly March

Die wahre Überraschung ist aber die noch sehr junge Angourie Rice (These Final Hours) als Holly March. Sie mimt die Tochter von der Figur von Ryan Gosling und stiehlt allen die Show. Ihre Leistung wirkt sehr frisch und ohne Zwang, zudem ist Holly ein Charakter die in manchen Situationen klüger als ihr Vater ist. Das ergibt eine witzige Konstellation an einigen Stellen und ist als ganz großes Plus zu bewerten.

 

Matt Bomer als John Boy

Matt Bomer (Magic Mike XXL) kennen einige Serien-Liebhaber als Neal Caffrey aus White Collar. Seine Rolle in The Nice Guys ist eine Nebenrolle und er spielt einen Killer. Wenig Dialoge, mehr Schießen – so kann man sein Handeln beschreiben. Er fügt sich gut in das Gesamte ein du zeigt eine gelungene Performance.

 

Margarete Qualley als Amelia Kutner

Maragete Qualley (The Leftovers) ist noch eine unbekannte Schauspielerin. Ihre Figur in The Nice Guys ist im Grunde eine Nebenrolle was die Dialoge betrifft, aber dennoch sehr Story relevant. Namentlich wird sie oft erwähnt, bis die Kinobesucher aber ein Bild von ihr haben dauert es eine Weile. Die Leistung von Margarete würde ich als solide bezeichnen.

 

Kim Basinger als Judith Kutner

Kim Basinger (Zwei vom Alten Schlag) mit einer Nebenrolle und diese spielt ist recht ordentlich. Sie hat nicht so viel Screen Time, daher ist ihre Bewertung schwierig. Sie verkörpert die Mutter von Amelia, die bei ihrem ersten Auftreten sich um ihre Tochter sorgt und die zwei Detektive anheuert um sie zu finden. Das sie dennoch nicht die Allersauberste ist, merken nicht nur Healy und March, sondern auch die Kinobesucher.

 

 

TECHNIK, KAMERA, SOUNDTRACK

 

Der Look der 70er Jahre sieht einfach grandios aus und wurde sehr glaubhaft umgesetzt. Autos, Inneneinrichtungen, Kleidung – alles im Stil dieser Zeitepoche. So eine authentische Umsetzung ist wichtig für einen Film, vor allem wenn er in so einer Zeit spielt. Die Action ist gelungen, nicht zu übertrieben und kommt an den richtigen Stellen vor. Sie dient der Auflockerung, bevor der Film in die Dialoglastigkeit abrutscht.

Die Kamera schwankt zwischen nah und halb-nah. Es gibt wenig Einstellung von der Vogelperspektive, bei Schießereien ist sie mitten drinnen im Geschehen. In Summe sehr gelungen und nichts Auffälliges.

Der Soundtrack stammt unter anderem von John Ottmann und ist perfekt an diese Zeit angepasst. Da kam beim Schauen ordentlich Disco-Feeling auf. An dieser Stelle gibt es einen Pluspunkt.

 

 

BEWERTUNG

 

Ein großartiger Film der zu unterhalten weiß. Flotte und witzige Sprüche, tolle Dialoge, eine gut umgesetzte Story und zwei perfekt harmonierende Hauptdarsteller. Dazu kommt ein grandioser Look der 70er Jahre und die dementsprechende Musik.

Die Action darf auch nicht zu kurz kommen, sie wird aber nicht zwanghaft eingesetzt, sondern an den richtigen Stellen. Das Gleiche kann von den Schießereien behauptet werden. Es muss nicht immer wie bei James Bond sein, wo alles in die Luft fliegt. Dezente Action reicht oft vollkommen aus und dass macht diesen Film zu einer wahren Empfehlung. Gegen Ende wirkt er etwas vorhersehbar.  

The Nice Guys ist eine Action-Buddy-Komödie verpackt in eine Detektivgeschichte, die gut unterhält und sowohl für Genre-Fans sehenswert ist als auch für das allgemeine Kinopublikum.

 

The Nice Guys bekommt auf meiner Genre-Skala 4,5 / 5 Actionpunkte

 

The Nice Guys bekommt auf meiner allgemeinen Skala 4,5 / 5 Actionpunkte

 

 

Zum Schluss jeder Review würde mich eure Meinung dazu wissen. Aus welchen Gründen werdet ihr euch diesen Film ansehen? Oder ihr wart schon im Kino und seid anderer Meinung als ich? Schreibt mir Kommentare oder kontaktiert mich auf meinen Social Media Plattformen. Die Links findet ihr ganz oben unterhalb des Banners. Bis zur nächsten Kritik.

 

Euer Thomas

WARCRAFT: The Beginning

 

Horde gegen Allianz, Orcs gegen Menschen, ein geheimes Bündnis, epische Schlachten und sehr viel Magie. In dieser Kritik geht es um Warcraft: The Beginning.

 

 

 

 

Originaltitel: Warcraft

Regie: Duncan Jones

Drehbuch: Charles Leavitt und Duncan Jones

Produktion: Thomas Tull, Jon Jashni, Charles Roven, Alex Gartner und Stuart Fenegan

Kamera: Simon Duggan

Musik: Ramin Djawadi

 

 

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(Quelle Bild: http://www.buffed.de/Warcraft-The-Beginning-Film-203964/News/Warcraft-The-Beginning-WETA-startet-Replica-Verkauf-fuer-den-Warcraft-Film-1184261/ – Blizzard / Vertrieb: Universal Pictures)

 

 

Eine Anmerkung zu Beginn

 

Ich bin leidenschaftlicher Gamer, aber die Warcraft-Reihe habe ich nie gespielt weil ich kein Fan von Strategie- und Rollenspielen bin. Daher ging ich ohne Vorwissen in den Film hinein. Dementsprechend fällt meine Kritik auch aus. Ich werde Warcraft: The Beginning als reinen Fantasy-Film behandeln und es wird keine großartigen Vergleiche zu der Spielreihe geben. Als Anhaltspunkt, in welche Richtung meine Kritik gehen wird.

 

 

 HANDLUNG

 

Draenor, die Heimat der Orcs, steht vor dem Untergang. Um die Rasse zu retten, eröffnet der Hexenmeister Gul’dan ( Daniel Wu) ein Portal in das Reich der Menschen, genannt Azeroth. Den friedlich miteinander lebenden Menschen droht ein großes Unheil. Schon bald kämpfen beide Parteien gegeneinander und es gibt viele Verluste zu beklagen. Um den Frieden zu wahren, planen Anduin Lothar (Travis Fimmel) und der Orc Durotan (Toby Kebell) ein geheimes Bündnis.  

 

 

DREHBUCH UND STORY

 

Videospielverfilmungen gibt es bereits ein paar. Zum Beispiel der sehr ordentliche Prince of Persia – Der Sand der Zeit, zwei recht gute Tomb Raider Teile mit Angelina Jolie als Lara Croft oder den sehr gut umgesetzten Mortal Kombat aus dem Jahre 1995. An Warcraft hat sich niemand getraut, da dieser Stoff sehr umfangreich erschien. Doch Duncan Jones (Source Code), der Sohn von David Bowie, wollte diese Herausforderung und inszenierte einen klassischen Fantasy-Film in der Welt von Warcraft.

Denn als Nicht-Warcraft-Kenner soll der Film so gesehen werden was er ist. Und als solcher muss er auch bestehen und das tut er nur teilweise. Das Drehbuch weist über die Gesamtlänge einige Schwächen auf. Die Dialoge bieten nicht immer Tiefgang und fallen viel zu banal aus. In weiterer Folge können die Schauspieler und Schauspielerinnen nicht ihr Talent ausschöpfen und die eine oder andere Performance wirkt blass.

Was in einem Fantasy-Film nicht fehlen darf sind typische Merkmale wie Elfen, Zwerge, brutale Orcs, Menschen, Waldgebiete, Königreiche mit Burgen und so weiter. Das klingt alles sehr schön und die Umsetzung ist den Filmemachern auch gelungen. Ein „das kenne ich aus Herr der Ringe“ Gefühl schaut aber immer mit. Duncan Jones erfindet das Genre Fantasy nicht neu. Zwischendurch gibt es ein paar langatmige Szenen und ein paar Reise-Sequenzen wiederholen sich. Warcraft ist auf Grund dieser Tatsache einige Minuten zu lang.

 

 

DER CAST

 

Ein verhältnismäßig unbekannter Cast der in Warcraft mit dabei ist. An dieser Stelle sei gesagt, dass die animierten Orcs besser Schauspielen als die menschlichen Darsteller_innen. Die wichtigsten Leistungen und Figuren wie immer im Überblick.

 

Travis Fimmel als Anduin Lothar

Der noch nicht sehr bekannte Travis Fimmel (Vikings) verkörpert sozusagen den Krieger. Seine Leistung ist von den Menschen noch am besten, da seine Figur auch ein wenig Hintergrundgeschichte bekommen hat. Emotional wird es, als sein tragisches Schicksal aus der Vergangenheit auch in der Gegenwart zuschlägt und in seinem Gesicht ist sein Schmerz erkennbar und er stellt sich die Frage wozu er noch am Leben bleiben soll.

 

Tobey Kebell als Durotan

Toby Kebell (Fantastic Four) spielt einen Orc, der alles versucht seine Familie zu beschützen. Er ist Häuptling des Frostwolfclans und ist ein Verfechter der Traditionen der Orcs. Aus diesem Grund ist er gegen die Pläne des Hexenmeisters Gul’Dan und will mit den Menschen ein Bündnis bilden um den Frieden wieder herzustellen. Toby schafft es trotz Motion Captering der Figur eine Glaubwürdigkeit zu verpassen und ist somit für die beste schauspielerische Leistung verantwortlich.

 

Paula Patton als Garona

Die Figur von Paula Patton (2Guns) ist Halb-Mensch Halb-Orc und steht ein wenig zwischen den Fronten. Von den Menschen gefangen genommen, schließt sie sich ihnen an. Ohne viel zu verraten, aber Garona wird im Laufe der Geschichte noch eine wichtige Rolle für die Menschen sein, durch sie können diese nämlich einen größeren Verlust aus der Schlacht gegen die Orcs verhindern. Die Leistung von Paula kann als solide bezeichnet werden.

 

Dominic Cooper als Llane Wrynn

Dominic Cooper (The Return of the First Avenger) ist unter anderem in der Marvel-Serie Agent Carter als Howard Stark, der Vater von Tony Stark, zu sehen. In Warcraft verkörpert er König Llane, der bedacht ist sein Volk zu schützen. Schade das die Leistung von Dominic nur durchschnittlich ausfällt. Seine Dialoge sind sehr einfach, es ist schwer sich mit dieser Figur zu identifizieren.

 

Ben Foster als Medivh

Ben Foster (The Finest Hours) spielt den Wächter Medivh. Einen Charakter, der mit seiner mächtigen Magie die Menschen beschützt. Er ist auch deren größte Chance gegen die Orcs zu überleben. Im Laufe des Filmes wird er immer schwächer und er schafft es nicht, die böse Magie des Gegners zu zähmen. Die Leistung von Foster ist solide.

 

Ben Schnetzer als Khadgar

Ben Schnetzer (Goat) spielt Khadgar, einen Magier der noch lernt mit seinen Kräften umzugehen. Er ist mehr oder weniger Schüler von Medivh, der (anfangs) noch viel mächtiger ist. Auf Grund des Drehbuches ist die Figur aber etwas blass ausgefallen, hier könnte mehr herausgeholt werden. Ben bemüht sich und bringt auch etwas Witz rein, aber er schafft es leider nicht zu überzeugen.

 

Erwähnenswert ist noch Daniel Wu (Into the Badlands) als den Hexenmeister Gul’Dan, der das gesamte Menschenreich auslöschen will um seine Rasse zu retten. Allerdings vergisst er auf die Werte der Orcs und deren Kodex. Auch hier ist die Leistung ordentlich.

Ruth Negga (Marvel’s Agents of Shield) ist auch noch mit dabei und spielt Taria Wrynn, die Frau des Königs. Eine Nebenrolle, die aber leider sehr schwach ausgefallen ist. Es war schwer, einen Bezug zu dieser Person zu bekommen. Ruth hat auch wenig zu tun, hier und da mal einen Standardsatz gesprochen –  mehr war nicht zu sehen.

 

 

TECHNIK, KAMERA, SOUNDTRACK

 

Das Drehbuch wird nicht jedem Kinogänger gefallen, aber die Effekte und die grafischen Elemente sehen einfach grandios aus. Es gibt selten Filme, die so stark auf CGI setzen und diese Effekte mit der Lupe gesucht werden müssen. Lediglich bei den magischen Kräften beim Wächter Medivh und beim Magier Khadgar erkennt man, dass gekünstelt wurde. Aber die Orcs, die Wälder, die Schlachten, die Gesichtszüge und so weiter sehen einfach toll aus. Das ist die große Stärke des Filmes, Warcraft ist für die große Leinwand gedreht worden. Die Verantwortlichen für die Kostüme und Requisiten müssen auch gelobt werden. Die Rüstungen der Menschen, die Schwerter und Schilde, die Waffen der Orcs – diese Detail Verliebtheit ist ein wahrer Genuss für den Kinofan. Warcraft wirkt dadurch sehr authentisch und die Fantasy-Welt wirkt glaubhaft.

Die Kamera fängt die Welt von Allianz und Horde sehr gut ein. Bei Schlachten ist sie mittendrinnen im Geschehen. Wie in Fantasy-Filmen üblich gibt es auch in Warcraft weitläufige Kamerafahrten wo das gesamte Reich der Menschen eingefangen wird. Am Horizont eine Stadt, die immer näherkommt – toll umgesetzt.

Die Musik stammt von Ramin Djawadi und ist der gewohnt starke, orchestrale Soundtrack. Die Seher haben noch nicht mal die ersten Sekunden des Filmes gesehen, da setzten schon bombastische Trompeten und trommelartige Rhythmen ein. Das macht Lust auf mehr und diese grandiosen Melodien setzen sich fort. Über den gesamten Film verteilt gibt es epische und ruhige musikalische Momente, die die Szenen auf der Leinwand perfekt unterstreichen. Großes Lob an Ramin Djawadi.

 

 

BEWERTUNG

 

Warcraft wird die Kinobesucher spalten. Auf der einen Seite werden ihn die Fans bis ins Unermessliche feiern. Es kommen die bekannten Orte wie Eisenschmiede und Sturmwind vor, Figuren wie Gul’dan, Garona und Lothar sorgen bei den Fans für ein Freudenstöhnen und die technischen Aspekte und Kamerafahrten gleichen an einigen Stellen an das Videospiel von Entwickler Blizzard.

Normale Kinogänger, die mit dem Warcraft-Universum nicht vertraut sind, sehen einen Fantasy-Film der toll umgesetzt ist, der einen grandiosen Look hat und die Kostüme sehr detailliert angefertigt wurden. Allerdings ist Warcraft auch ein Film mit einem durchwachsenen Drehbuch, wenig tiefgründige Dialoge und er wird auch vorhersehbar.

Der Soundtrack ist grandios und wird vermutlich beide Lager gefallen. Das ändert nichts daran, dass die Wertungen stark voneinander abweichen. Ich persönlich bin trotz wenigen Kenntnissen gut unterhalten worden. Zwischendurch wurde Warcraft aber auf Grund fehlender Hintergrundinformationen etwas langatmig.

 

WARCRAFT: The Beginning bekommt auf meiner Genre-Skala 4 / 5 Fantasy-Punkte

WARCRAFT: The Beginning bekommt auf meiner allgemeinen Skala 3 / 5 Fantasy-Punkte

 

 

 

Am Ende jeder Kritik möchte ich eure Meinung von euch wissen. Gibt es Warcraft-Fans die den Film genauso feiern wie andere oder seht ihr ihn auch so schwierig wie ich? Oder gefällt er euch sogar als reiner Fantasy-Film? Schreibt es mir in die Kommentare oder kontaktiert mich auf meinen Social Media Seiten. Die Links seht ihr oben unterhalb des Banners. Bis zur nächsten Kritik.

 

Euer Thomas