The Blacklist Staffel 1

Einleitung

Ich bin ja nicht nur ein Filmjunkie, sondern auch ein Riesenfan von Serien. Darum ist Netflix für mich ein Gewinn, weil es da sehr viele coole Serien zum schauen gibt. Über Filme hab ich ja schon einige Einträge auf meinem Blog geschrieben, aber noch nie über eine Serie. Daher wird das ab sofort geschehen. Es wird in der gleichen Kategorie sein, die ich extra dafür ein wenig umgeändert habe. Sie heißt jetzt Filme und Serien. Den Anfang macht The Blacklist Staffel 1. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen

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Die schwarze Liste

Ein gut gekleideter Mann spaziert in das FBI Hauptquartier in Washington und lässt sich ohne Gegenwehr festnehmen. Dieser Mann ist ein ehemaliger Mitarbeiter des militärischen Geheimdienstes namens Raymon „Red“ Reddington (James Spader) – mittlerweile einer der meist gesuchten Verbrecher der Welt. Niemand weiß so recht, warum er sich so willenlos festnehmen lies. Der Grund ist einfach: Er hat eine Liste bei sich, auf der die gefährlichsten Verbrecher und Terroristen der Welt draufstehen – die sogenannte schwarze Liste. Er schlägt dem FBI rund um Direktor Harold Cooper (Harry J. Lennix) einen Deal vor, er kooperiert bei der Suche nach diesen Verbrechern auf der schwarzen Liste. Allerdings hat er eine wesentliche Bedingung – er redet nur mit der frischgebackenen FBI Profilerin Elizabeth Keen (Megan Boone)

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Der Deal

Nachdem die erste Verbrecherjagd erfolgreich war und der erste Name von der Liste gestrichen werden kann, geht das FBI auf diesen Deal ein. Es wird eine Spezialeinheit gegründet – mit den Agenten Donald Ressler (Diego Klattenhoff) Meera Malik (Parminder Nagra) und dem Computer Spezialisten Aram Mojtabai (Amir Arison) . „Red“ darf sich frei bewegen und er gibt jede weitere Infos zu den Namen auf der schwarzen Liste an Elizabeth weiter. Aber jeder fragt sich, warum gerade mit ihr? Warum eine FBI Agentin, die gerade ihren ersten Tag hat? Sie ist glücklich mit dem Lehrer Tom Keen (Ryan Eggold) verheiratet und es scheint, als gäbe es zwischen Elizabeth und Reddington (vorerst) keine Verbindung.

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Private Absichten

Raymond Reddington hat freilich auch andere Interessen als nur dem FBI zu helfen. Zum Einen geht er seinen illegalen Geschäften nach, zum Anderen baut er ein Verhältnis zu Elizabeth auf um sie zu beschützen. Mehr und mehr wird über die Vergangenheit von Elizabeth aufgedeckt, wer sie ist, dass sie eigentlich Vollwaise ist und welche Rolle in diesem Zusammenhang „Red“ steht. Er erzählt ihr auch, dass sie sich von Ihrem Mann in Acht geben soll. Was ist dran an diesen Gerüchten? Welche Vergangenheit hat Elizabeth wirklich? Und „Red“? – Er ist ein ruhiger, freundlicher aber auch brutaler Zeitgenosse, der gegenüber Elizabeth eine interessante Aussage macht: „Ich werde Sie nie anlügen“

Fazit

The Blacklist ist zu einer meiner Lieblings Serien geworden. Vom Anfang an war Spannung und Action drinnen, die Folgen sind so gestaltet, dass man unbedingt die nächste Folge anschauen muss. Die Grundstory finde ich genial und es wird Stück für Stück die Vorgeschichte(n) von Reddington und Elizabeth aufgearbeitet. Persönlich finde ich auch, dass es schwer einzuschätzen ist, was genau passiert wenn die Vergangenheit von Red und Liz aufgearbeitet wird. Es gibt immer überraschende Wandlungen und das mag ich sehr an Serien.
Der größte Pluspunkt neben der guten Handlung ist James Spader. Er spielt den Verbrecher Reddington einfach so großartig, dass es eine Freude ist zuzuschauen. Auch Megan Boone als Elizabeth Keen spielt ihre Rolle genial, hier hätte man aber ein bessere Synchron-Stimme verwenden können. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau. Ansonsten sind die Charaktere glaubhaft und auch deren Schauspieler leisten Klasse Arbeit.

Ich kann die Serie echt nur empfehlen, von Start weg ist man gefesselt und sie lässt einem nicht mehr los. Auf Netflix kann man Staffel 1 schauen , Staffel 2 ist gerade im Fernsehen zu sehen und Staffel 3 ist angeblich auch schon in Planung. Also ich bin gespannt, wie das weitergeht.
The Blacklist bekommt auf meiner Skala 10/10 Punkte

Cast

James Spader Raymond „Red“ Reddington
Megan Boone Elizabeth Keen
Diego Klattenhoff Donald Ressler
Harry J. Lennix Harold Cooper
Ryan Eggold Tom Keen
Parminder Nagra Meera Malik
Amir Arison Aram Mojtabai

Ich hoffe, euch hat der erste Serien Eintrag gefallen, es werden definitiv weitere folgen.

euer plappergott

plapperblog’s Hip Hop Week #6

Liebe Blog Gemeinde

Die 6. Ausgabe von der Hip Hop Week ist am Start und auch diesmal hab ich versucht, sie abwechslungsreich zu gestalten. Mit neuem Stuff von Desto&Nasher, ein bis dato mir unbekannter Rapper namens Headtrick, ein cooles Beattape eines ungarischen Beat Produzenten und der Classic Track of the Week kommt heute von den Artifacts. Viel Spaß beim Lesen.

Desto&Nasher – Feuer spucken (Durststrecke Pt2)

Neues von Desto&Nasher – die Jungs hatte ich schon einmal in einer Hip Hop Week vorgestellt. Diesmal präsentiere ich euch den neuen Track Feuer spucken.
So wie ich mitbekommen habe, soll im Mai ein Album mit dem Titel Sprechblasen an den Start gehen. Es ist anzunehmen, dass Feuer spucken da vertreten ist. Der Track ist sehr chillig, hat Jazz-Flava und bietet gute Lyrics. Checkt es aus

Headtrick – Jabadabadu

Und wieder ein neuer Künstler, den ich bis dato nicht kenne. Headtrick übernimmt das MIC und verbreitet gute Laune mit JABADABADU. Noch dazu auf einen geilen Beat, der genau mein Style ist. Fette Lyrics und eine Hook die ins Ohr geht – da bekommt man eine positive Energie beim Hören. Der Track ist auf dem eben erschienen Album Leichtigkeit is Seins und das wird definiv gekauft. Hört rein, es lohnt sich. Und dann schaut auf seine Facebook Seite rein, da gibt s auch in regelmäßigen Abständen Infos und Tracks

Schaufel und Spaten – Eismeer

Frischer, neuer Sound gab es die Tage auch von Schaufel und Spaten, die demnächst ihr neues Album rausbringen werden. Unterm Undergrund 3 7/8 wird es heißen und ich bin schon sehr gespannt darauf. SuS haben ja immer schon einen eigenen Style gehabt und deepe Beats am Start. Kenne nicht sehr viel von denen, aber das werde ich in Zukunft nachholen. Bis dahin warte ich auch auf das neue Album und ihr checkt den Track Eismeer aus.

Weekend – Für immer Wochenende

Ein neues Album gibt es von Weekend, der vor kurzem Für immer Wochenende released hat. Der ehemalige VBT Teilnehmer – welches er gewonnen hat – hat sich mit seinem zweiten Album endgültig in der Rap Szene etabliert.
Für immer Wochenende ist der Titeltrack des Albums und man merkt, dass etwas anders im Vergleich zum vorigen Album ist. Der Beat ist gemütlicher und die Stimme von Weekend nicht mehr so hoch wie früher. Was ich persönlich gut finde und es macht ihn etwas Erwachsener. Hört einfach rein in den Track, Beat kommt von Beatzarre.

Fhóbia – Crime in the City

Über Fhóbia ist sehr wenig bekannt, außer dass der bis dato eher unbekannte Beatproducer aus Ungarn kommt. Vor kurzem hat er ein Beattape namens Crime in the City veröffentlicht und es ist sehr nice geworden.
Sein Sound ist schwer zu beschreiben. Die Samples, die er verwendet, sind sehr eigen. Schwer rauszuhören, woher sie kommen. Das Soundbild klingt aber sehr frisch und unverbraucht – und dope. Man muss es selber gehört haben, darum empfehle ich euch den FreeDownload

http://www.mediafire.com/download/96f2iii0rdrl08d/Fh%C3%B3bia+-+Crime+In+The+City.rar

Zudem hat er eine Bandcamp Seite und auch ein Soundcloud Profil. Checkt es aus

Kayo – Rap is Erwoxn

Kayo ist im österreichischen Rap auch schon etwas länger dabei. Viele Tracks mit DJ Phekt, als Member von MARKANTE HANDLUNGEN und als Featuregast. Sein Markenzeichen sind die geilen Wortspiele, die er in seinen Texten einbaut. Zu hören auch auf dem Track Rap is Erwoxn, welcher auf dem Album Des sogt eigentlich ois zu finden ist.
Der Track hat hammergeile Wortspiele auf einen Bomben Beat. Z.B.: „Ich kumm jetzt mit die reifen Sätze wie a Autohaus“ und genau das find ich sehr dope. Er gehört auf jeden Fall zu meinen Lieblingstracks was den österreichischen Hip Hop betrifft. Hört sein und macht euch selber ein Bild.

Classic Track of the Week

Artifacts – C’mon wit da Git down

Artifacts ist die Crew mit den Membern DJ Kaos, El Da Sensei und Tame One. Sehr bekannt waren sie in den 90er Jahren, wo sie zwei Alben heraus gebracht haben – Between a Rock and a Hard Place und Thats Them. Soundtechnisch ist es wie zu dieser damaligen Zeit üblich, sehr basslastige Beats – oldschool Flava wie man heute so schön sagt. Die beiden Alben kann man auf jeden Fall noch heute hören und mir kam zu Ohren, dass es sogar eine Reunion gegeben hat, nachdem sie sich getrennt haben. Werde das weiter beobachten.

Das war die Hip Hop Week Nummer 6, es freut mich dass ihr wieder vorbei geschaut habt. Bis zur nächsten Ausgabe und eine schöne Woche.

euer plappergott

The Equalizer

Original Titel: The Equalizer

The-Equalizer

Inhalt

Robert McCall (Denzel Washington) ist ein bescheidener Mann, der zurückgezogen lebt und Zwangsneurosen besitzt. Jedesmal, wenn er sich in der Früh anzieht, stoppt er die Zeit, um schneller zu sein als am Vortag. Er hat einen normalen Beruf und geht jeden Abend in das gleiche Cafe, um dort Tee zu trinken und ein Buch zu lesen.

Eines Abends trifft er dort auf Teri (Chloe Grace Moretz), einem Escort Girl, die gerade einen schweren Tag zu haben scheint. Sie fragt ihn über das Buch, was er gerade liest und mit jedem Treffen freunden sie sich mehr an. Eines Tages erscheint sie nicht in dem Cafe, Robert erfährt, dass sie übel zusammen geschlagen wurde – anscheinend von einem Kunden.

Plötzlich holt ihn seine mysteriöse Vergangenheit ein, die er eigentlich versucht hat zu verdrängen. Doch tief im Inneren kann er nicht anders. Er muss es tun, es ist sein Naturell. Er ist ein Gerechtigkeitsfanatiker, wenn Menschen unschuldig verletzt werden und sich nicht verteidigen können. Keiner weiß, wer er wirklicht ist. Aber er weiß es genau – er ist The Equalizer

Meinung

Denzel Washington ist die perfekte Besetzung für den Equalizer. Er spielt die Figur McCall sehr authentisch und glaubwürdig. Selbst wenn er keine Sprechrolle hat, die Kamera ihn in Nahaufnahme einfängt, hat er viel zu sagen.

Das Drehbuch wurde spannend geschrieben. Man erfährt kaum etwas über das frühere Leben des Robert McCall, wer er ist, was er getan hat. Je länger der Film dauert, desto mehr und mehr hat man als Schauer eine Vorstellung, wer er wirklich sein könnte – ohne es jedoch zu 100 Prozent zu wissen.

Eigentlich ist McCall ein Superheld, nur eben ohne Superkräfte. Er ist der nette Bürger von neben an, der dann einschreitet, wenn andere sich nicht verteidigen können oder hilflos sind. Aber er rächt sich nicht einfach so und tötet Leute ohne Grund. Nein – er gibt ihnen die Chance, selber zu entscheiden. Selber die weitere Handlung zu bestimmen. Wenn nicht, dann tut er es und sorgt für die Gerechtigkeit.

Mir gefällt der Film sehr gut. Story ist spannend erzählt, Kampfszenen top und ein brillant spielender Denzel Washington. Aber auch die anderen Schauspieler machen eine gute Figur. Marton Csokas zum Beispiel, der den russischen Gangster Teddy spielt. Und es ist sogar Bill Pullmann in einer Nebenrolle zu sehen, den wir ja alle aus Independance Day kennen. Der Soundtrack rundet einen für mich gelungenen Film perfekt ab.
Ich vergebe 8/10 Punkten

Cast

Denzel Washington Robert McCall
Chloe Grace Moretz Teri
Melissa Leo Susan Plummer
Bill Pullman Brian Plummer
Marton Csokas Teddy
David Harbour Masters
Robert Wahlberg Detective Harris

euer plappergott

Photogallerie Austria Wien VS Wolfsberger AC

Alle waren sie gespannt auf das Heimdebüt von Interimstrainer Andreas Ogris. Es war eine Partie, wo man bis auf das Ergebnis zufrieden sein kann als Austria Fan. Einsatz, Wille, Kampf – all das war vorhanden. Sie haben alles gegeben, sind gerannt und am Ende hat das Glück gefehlt. Endstand 1:1 – das Tor der Wolfsberger war leider unglücklich.
Ich habe zum ersten Mal meine Spiegelreflexkamera mitgenommen und einige Fotos von diesem Spiel geschossen. Eine Auswahl habe ich zusammengestellt und hier in den Blog Eintrag mit rein genommen.

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The Four Owls Live @ Flex Vienna

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Die vier Eulen, eine Rap Formation aus England, zu Gast im Wiener Flex und obwohl ich es eher spontan mitbekommen habe, wollte ich mir das nicht entgehen lassen. Zudem hatte ich am nächsten Tag frei, also stand einem nicen Abend nichts mehr im Wege. Und eines vorweg, das Konzert was sehr geil.

Frühe Show

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Ich kam zu einer eher ungewohnten Zeit ins Flex – 19:45 – da laut Timetable das Konzert schon um 20:00 Uhr starten sollte und ich noch eine Karte kaufen musste. Gewohnt war aber, dass zu dieser Zeit noch sehr wenig los war im Flex, ein bissi mehr war es als der Local Support Broken Sequence ihre Show begann. Ich kannte die Crew noch nicht, dennoch haben mir die Tracks ganz gut gefallen. Die Beats waren stark und der Flow auch. Je länger Broken Sequence on stage war, desto mehr Leute kamen ins Flex Richtung Bühne. Gegen Ende des Support Acts war das Flex mehr als zwei Drittel gefüllt, es war bumm voll.

Vier Eulen fliegen über Dicke Beats

Und dann kamen sie, The Four Owls aus England, um ihre alten und neuen Tracks in Wien den Heads live zu präsentieren. Vom Start weg brachten sie eine enormen Energie mit, dass das ganze Flex bebte. Krachende Beats, dope Lyrics – immer wieder wurde das Publikum mit einbezogen. Die Eulen spielten einen perfekten Mix aus ihren beiden Alben, vor kurzen haben sie Natural Order released. Und auch wenn ich kaum Tracks kannte, war es sehr dope die Lieder Live zu hören.

1 1/2 Stunden spielten sie ihr Programm, ohne viel Gerede zwischen den Tracks – außer ein „Hip Hop is Alive“ und ein „Vienna, R U READY“. Die Energie, die sie in der ersten Hälfte in ihre Show reingesteckt haben, flachte dann im zweiten Teil etwas ab. Das lag primär an der Tatsache, dass sie chilligere Nummern spielten. Gegen Ende, speziell dann als sie den Track Think Twice rappten – der ja von DJ Premier produziert wurde – wurde noch mal die letzte Power raus geholt. Da war sie dann wieder, die Energie von Start des Konzerts, dass von den vier MC’s auf die Crowd rüberschwappte.

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Cooler Sound mit leichten Schwächen

Noch ein Wort zum Sound. The Four Owls haben Banger Beats am Start und die kamen sehr gut rüber. Die Mics waren von meiner Position – etwas links auf den Treppen neben dem Tontechniker – ein wenig übersteuert und ich habe nicht immer alles verstanden, was zum Teil auch am britischen Dialekt lag. Die letzten paar Tracks hab ich von weiter hinten verfolgt, da war das ganze besser zu hören. In Summe war der Sound aber sehr in Ordnung, Beats haben gepumpt und das ist ja sehr viel Wert.

Fazit

Ein sehr geiles Konzert der Four Owls. Dicke beats und vier Rapper, die viel Energie mit von England nach Wien brachten und diese an die Crowd weiter gaben. Diese Energie ging zwar in der Mitte etwas verloren, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Es war eines der wenigen Konzerte, für die ich mich spontan entschieden habe zu besuchen und ich wurde nicht enttäuscht. Also wenn ihr mal Gelegenheit habt, die vier Eulen Live zu erleben, unbedingt hingehen. Ich kann es nur empfehlen.

Zum Schluss gibt es wie immer Videomaterial vom Konzert und ich hab zum ersten Mal meine Spiegelreflexkamera mitgenommen und durfte dort ein wenig Fotografieren. Ein paar ausgewählte Bilder seht ihr oben im Beitrag und nach den Youtube Videos am Ende des Beitrages.
Ich hoffe ihr habt ein wenig einen Eindruck bekommen von dem Konzert und schaut beim nächsten Mal wieder rein.

euer plappergott

Think Twice

Much Too Much

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plapperblog’s Hip Hop Week #5

Liebe Bloggemeinde

Junge wie die Zeit vergeht – mittlerweile liest du die fünfte Ausgabe meiner Hip Hop Week und es ist mir eine Freude, dass es euch gefällt und ihr in die Einträge vorbei schaut. In der heutigen Ausgabe gibt es eine dope EP eines Grazer Rappers, ein mir bis dato unbekannter MC aus Deutschland namens Scarf Face und ein österreichischer Classic Track of the Week von Total Chaos. Viel Spaß beim Lesen

Fate – der Teufel singt Schlager EP

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Eine dope EP hat vor kurzem der Grazer MC Fate heraus gebracht. Der Teufel singt Schlager heißt sie und beinhaltet sieben nice Tracks – es ist seine Depüt EP.
Fate ist Bestandteil einer Grazer Formation namens siebzig prozent und hat auch schon mal beim VBT mitgemacht. Mir ist er auch noch eher unbekannt, aber mit der der Teufel singt Schlager EP hat sich das geändert und ich werde ihn auf jeden Fall weiter auf dem Schirm haben.

Die Beats sind alle aus dem siebzig prozent Umfeld und sehr dope geworden. Ein melodischer Klavier-Beat der Jazz-Flava hat, Boombap-Beats hätte ich jetzt auch heraus gehört, Trompeten – alles dabei was die EP sehr rund macht.
Textlich sind es sehr ernste Lyrics. Über die Problematik, Erwachsen zu werden, warum viele Leute immer so vorlaut sind obwohl sie das Leben von Fate nicht kennen und Schlafmangel. Er beweist, dass er glaubhafte Geschichten von sich erzählen kann und bringt sie mit Flow auf die Beats. Sollte man auf jeden Fall anhören, das ganze wurde über das Label Honigdachs released. Hier der Link zur EP:

https://fate-rap.bandcamp.com/album/der-teufel-singt-schlager-ep

Auf der plappergott Skala bekommt die EP 4/5 Mikrofone

Fate war auch in der themassage.at Podcast Session http://themessage.at/podcast-session-fate/ und auf Facebook ist er auch vertreten: https://www.facebook.com/fateonegraz/timeline

Scarf Face – Patrioten mit Joe Space

Durch Zufall bin ich auf den Rapper Scarf Face gestoßen, als ich einen Track auf Souncloud gehört habe (zu hören weiter unten im Eintrag). Der Beat hat mich sofort geflasht, dass ich mir ein paar Informationen über ihn geholt habe. Im Dezember 2012 hat er eine LP rausgebracht mit dem Titel Broke aber High, wo auch der Track Patrioten drauf ist. Wie man auch bei diesem Track hört ist der Sound sehr chillig, melodische Samples und smoove Drums. Passend dazu der gemütliche Rapstyle von Scarf Face gemixt mit genialen Lyrics. Checkt den Typen aus.

Scarf Face & Doz9 – High Life (prod. by Torky Tork)

Und nochmal Scarf Face – auf diesem Track bin ich auf Soundcloud gestoßen. Ein Track über das „High sein“. Dope ist nicht nur der Style von Scarf Face, sondern auch der Beat von Torky Tork – der ja auch für Audio88 und Yassin produziert. Zieht s euch rein

Ryan Bowers & DJ Premier – The Premier

Ryan Bowers ist ein mir noch unbekannter Rapper aus Los Angeles, der sich mal eben einen Beat von DJ Premier gepickt und diesen an die Massen gebracht hat. Oder Preemo hat ihn entdeckt und Bowers auf seinen Beat rappen lassen, um ihn zu pushen. Im Grunde aber ist es egal, denn der Track gefällt mir und ich bin gespannt, was da noch so kommt.

eMC – Triple Threat

eMC ist die Crew rund um den legendären MC Master Ace zusammen mit Stricklin und Wordsworth. Diese drei Rapper bringen in Bälde ein neues Album heraus – The Tonite Show. Dieses Album wird sicher großartig werden, bin sehr gespannt wie es klingt.
Triple Threat ist ein Vorbote zu diesem Release und zeigt ein cooles Video. Und der Beat ist ein Brett. Muss man gehört haben, freu mich auf das Album und vielleicht kommen die Jungs wieder mal zu einer Live Show nach Wien. Denn Live sind die drei Rapper Top.

Classic Track of the Day

Total Chaos – Das Mic

MC Manuva und DJ D.B.H. – das ist das legendäre österreichische Hip Hop Duo Total Chaos. Mittlerweile machen sie leider keine Musik mehr, aber ihre Tracks, die von 1995 bis Mitte der 2000er Jahre entstanden sind, sind meiner Meinung nach zeitlose Klassiker, die man sich immer anhören kann. Sowie der Track Das Mic, in dem es um einen geheimen Star geht – Das Mikrofon. Wer es noch nicht kennt, sollte das auf jeden Fall nachholen. Der Track ist auf dem großartigen Album Worte&Beats vertreten, welches man auf Bandcamp streamen kann. Hier der Link:

https://totalchaos1.bandcamp.com/releases

Und schon ist die Hip Hop Week wieder vorbei. Wünsche euch eine schöne Woche und bis zur nächsten Ausgabe.

euer plappergott

HATTRICK – 3 Fragen an Kurier Sportjournalist Alexander Huber

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Auf Twitter folge ich Alexander Huber schon länger und habe mit ihm schon einige interessante Diskussionen über Fußball geführt. Ohne Erwartungen habe ich ihn angeschrieben, ob er auf meinem Blog Fragen zu seinem Beruf beantworten darf. Ein paar Tage später bekam ich sein Mail, dass er gerne mitmacht. Daher bin ich überglücklich, euch dieses spezielle Interview präsentieren zu können. Ein Interview über sein Arbeitsleben und ob Sportjournalisten öffentlich erzählen dürfen, von welchem Verein sie Fan sind. Viel Spaß beim Lesen.

Plapperblog
Ist Journalist Dein Traumberuf oder gab es einen anderen Grund, dass Du jetzt täglich im KURIER Artikel über den österreichischen Sport schreibst?

Alexander Huber
Ich habe mich nach meinem ersten Semester als Politikwissenschaft-Student 2001 beim KURIER für ein Volontariat beworben. Und zwar für die Ressorts Politik, Kultur – weil ich mich sehr für Musik und Kunst interessiere – und für den Sport, weil das immer mein Hobby war. Es gab eine Zusage für den Sport und beim KURIER konnte ich schnell erkennen, dass das so etwas wie ein Traumberuf werden könnte. Ich bin dann gleich als freier Mitarbeiter parallel zu meinem Studium beim KURIER geblieben.

Plapperblog
Wie kann ich mir den Tagesablauf eines Kurier Sportjournalisten vorstellen, wenn Spieltag in der österreichischen Fußball Bundesliga ist?

Alexander Huber
Unter der Woche arbeiten wir auch vormittags. Die meisten Spieltage sind ja am Wochenende, da beginnen wir mittags. Was vielen Print-LeserInnen nicht auffällt, ist, dass es viele regionale Ausgaben gibt. Das heißt, dass aufgrund der unterschiedlichen Andruckzeiten die Matchberichte nicht in ganz Österreich erscheinen können. Vereinfacht gesagt: Je weiter weg der Wohnort vom Druckzentrum in Wien-Inzersdorf ist, desto weniger aktuell ist die erhältliche Ausgabe. Wir arbeiten am Wochenende also – im Gegensatz zu den meisten anderen Ressorts – doppelt, zuerst für eine Zeitung ohne Bundesliga-Matchberichte, dann für eine mit den Spielen. Der KURIER versucht aber immer, zumindest im Osten Österreichs alle wichtigen Spiele „reinzubringen“. Deshalb muss ich in der Regel meinen Bericht aus dem Stadion mit dem Spielende oder wenige Minuten danach fertigstellen. Das kann bei Partien mit späten Wendungen wie zuletzt dem 3:3 von Rapid gegen Salzburg zur Herausforderung werden.

Plapperblog
Angenommen Du hast einen Lieblingsverein im Fußball. Dürfen Sportjournalisten verraten, für welchen Verein ihr Herz schlägt oder ist das geheim und Menschen erfahren es nur, wenn sie Dich privat fragen?

Alexander Huber
Bei mir ist das einfach – mein Lieblingsverein ist der SC Herzogenburg. Ein Amateurverein aus meiner Heimatstadt in Niederösterreich, wo ich früher selbst gespielt habe, übrigens damals trainiert von einem gewissen Martin Scherb. Mir ist aber bewusst, dass so etwas wie absolute Objektivität im Journalismus unmöglich ist. Natürlich entwickelt man mehr Verständnis und teils auch Sympathie für die handelnden Personen durch eine Zusammenarbeit über längere Zeit. Echtes Fantum im Journalismus ist aber ein heikles Thema. Ich habe dazu auch einmal mit Daniel Mandl vom Austriansoccerboard ein Pro + Contra zum Thema für das Fan-Magazin „Forza Rapid“ geschrieben. Ich war auf der Contra-Seite, weil ich es für wichtig erachte, immer wieder einmal einen bewussten Schritt zurück zu machen, um eine kritische Distanz wahren zu können. In den letzten Jahren haben mir ungefähr gleich viele Leute vorgeworfen, ich wäre unfair zu Rapid, wie jene, die behaupten, ich wäre ein Fan. Darum denke ich mir: Ich liege ganz gut.

Danke für das Interview

Nochmals vielen Dank an den Alexander, dass er sich die Zeit genommen hat. Auf seiner Kurier Autorenseite http://kurier.at/autor/mag-alexander-huber/8.548 könnt ihr ein paar weitere Informationen von ihm lesen und eine Auswahl an Artikeln, die er verfasst hat.
Wenn ihr einen Twitter Account besitzt und Lust habt, über Fußbal und Sport fachzusimpeln, könnt ihr ihm gerne dort folgen: https://twitter.com/alexhuber81 .

euer plappergott

plapperblog’s Hip Hop Week #4

Liebe Bloggemeinde

Die mittlerweile vierte Ausgabe der Hip Hop Week geht an den Start und auch diesmal ist wieder für jeden Geschmack etwas dabei. Bis auf The Four Owls sind diesmal nur deutschsprachige Künstler vertreten. Ein fettes Beattape, Morlockk Dilemma mit zwei Tracks und ein Video von einem guten Kumpel von mir ist auch vertreten. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Barsky und Fudge – Verbotene Aufnahmen

Beginnen wir die Hip Hop Week mit einem fetten Beat Tape von Barsky und Fudge. Der Taktiker hat es auf seinem Blog micsundbeats.de gepostet und da hört man schon mal rein. Und ich sag euch, was ich da hörte war einfach derbe geil – eben verboten gute Beats, Samples und Drums.
23 Instrumentals in unterschiedlicher Länge sind auf diesem Beattape und Einer ist doper als der Andere und es ist für jeden etwas dabei. Ein bisschen was von Boombap, ein bisschen was von smooveren Stuff, ein bisschen was von jazzigen Stuff und noch viel mehr. Drums die durch die Speaker pumpen und Basslines, die die Beats enorm aufpimpen, Vocalsamples und Scratches sind auch am Start. Und dann noch diese grandiosen Samples – ein richtiger Hörgenuss für meine Ohren.

Bei 23 Tracks ist es schwer, hier Favoriten rauszufiltern. Peters Scheitern gehört definitiv dazu, welcher ein Splitbeat ist.
Schallplattenbier ist nicht nur orginell vom Titel her, sondern trumpft im zweiten Teil mit einer coolen Melodie auf.
Fief hat einen geilen Mexican-Flava im ersten Teil des Beats.
Hat sich nicht gebessert hat Jazz-Flava und fadet am Ende gemütlich aus
Mausefalle hat ein geiles Klaviersample am Start.

Ich könnte noch ewig so weiter machen, würde definitv den Rahmen sprengen. Man kann das Tape gemütlich durchhören und jeder Beat geht gut ins Ohr. Und das Beste daran, es ist ein Free Download, einfach auf den Link unten klicken. Da kommt ihr auf ihre Bandcamp Seite und könnt das Ding runterladen.
Das Tape bekommt von mir 5/5 Plattenspielern

https://barskyundfudge.bandcamp.com/album/verbotene-aufnahmen

Desto & Nasher – Brainwashed

In einem Hip Hop Forum auf Facebook bin ich auf Desto & Nasher gestoßen – ein mir noch unbekanntes Hip Hop Duo aus Bayreuth. Desto ist der Rapper und Texter des Duos, Nasher der DJ und Beatbastler. Der Track Brainwashed hat mich von der ersten Sekunde an geflasht. Wortgewandter Text auf einen wahnsinns-coolen Beat – genau nach meinem Geschmack. Habe dann etwas recherchiert, sie haben ein paar Releases am Start. Die 8888EP mit Beatproduzent Clerk und die Jalousien LP – 2015 ist auch ein Release geplant. Bin auf jeden Fall gespannt, was da noch so kommt. In der themessage.at Podcast Session waren sie auch schon.

Ufo361 feat. Blut&Kasse und Morlockk Dilemma – „Brett“ (Prod. By Morlockko Plus)

Dieser Track ist ein BRETT – und das liegt hauptsächlich an Morlockk Dilemma und dem krassen Beat von Morlockko Plus. Der Song ist auf dem Ufo361 Album namens Ihr seit nicht allein vertreten. Das Album ist nicht so nach meinem Geschmack, der Rapstyle von Ufo361 ist jetzt nicht so das Gelbe vom Ei. Der Part von Blut&Kasse ist ganz in Ordnung, aber der von Dilemma killt alles mit seinen Punchlines. Für mich neben dem Beat das Highlight von diesem Track, darum ist er in der Hip Hop Week. Urteilt selber.

Morlockk Dilemma – Dinner For One

Und noch einmal Morlockk Dilemma – der Rapper aus Leipzig hat im Jahr 2012 eine EP mit dem Stuttgarter Beatproduzenten Dexter released. Weihnachten im Elfenbeinturm heißt das Teil und ist ein Feuerwerkt an guten Beats und dopen (Punch)lines. Der Track Dinner For One ist da auch drauf und ist einer meiner Favorites. Schaut rein und werdet Zeuge, wie die Kochsendungen durch den Kakao gezogen werden und all jene, die daheim sitzen und die Gerichte vielleicht sogar nachkochen. Dazu ein Bombenbeat von Dexter, oh ja ich liebe diese Kombination

Atsche feat. Blizzard – Killzone

Bezüglich Atsche möchte ich was in eigener Sache loswerden. Atsche ist ein ehemaliger Arbeitskollege von mir und mittlerweile guter Freund. Wir beide haben musikalisch nicht immer den gleichen Geschmack, aber er ist ein MC, der sehr viel Arbeit in seine Texte steckt und immer versucht, gutes Material an die Massen zu bringen. So wie der Track Killzone und daher hab ich ihn auch in die Hip Hop Week mit rein genommen.
Dieser Track ist in meinen Augen der bisher beste Track von ihm. Der Rapstyle von Blizzard, der als Featuregast mit dabei ist, ist nicht so mein Fall, aber Atsche haut einen guten, flüssigen Part raus. Beat passt perfekt zu Atsche und ist ähnlich zu den bisherigen Sachen, die ich von ihm kenne und sehr melodisch und eine Hook die definitiv ins Ohr geht. Hört rein, macht euch selbst ein Bild davon und gebt dem Track eine Chance.

The Four Owls – Dawn of the New Day feat. Smellington Piff

The Four Owls halten die britsche Fahne im Rap Business hoch – und das ist gut so. Mit Wörtern und Eulenmasken bewaffnet fliegen sie über dope Hip Hop Beats und beweisen der Szene, dass sie Skillz und Flow haben. Vor kurzem haben sie ihr neues Album Natural Order released, welches ich noch nicht gehört habe. Sogar der legendäre DJ Premier hat einen Beat auf dem Album beigesteuert. Zieht euch Dawn of the New Day rein, echt feiner Hip Hop from the UK.

Classic Track of the Week

Blumentopf – 6 Meter 90

Der Topf ist schon lang im Rap-Geschäft und ich verfolge sie seit ihrem ersten Album Kein Zufall von Ende der 90er. Seit damals hält mich der Topf Sound gefangen und lässt mich nicht mehr los. Mit ihren humorvollen Storytelling-Texten und den dazu passenden Beats sind sie zu meiner Lieblingscrew im deutschsprachigen Raum geworden.
6 Meter 90 ist auf diesem Album drauf und ist für mich der Alltime Classic Track vom Topf. Ein Beat, der auch im Jahre 2015 noch gut harmoniert und ein super Text über den damaligen Boygroup Hype und das Auflösen von Take That – ich kann mir das immer wieder reinziehen. Wer es noch nicht kennt, schleunigst nachholen.

Und somit wäre die vierte Ausgabe der Hip Hop Week wieder vorbei. Ich hoffe, es heut euch gefallen und schaut beim nächsten Mal wieder rein.

eine schöne Woche

euer plappergott

HATTRICK – 3 Fragen an Steril One

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Steril One ist Interviewpartner Nummer drei meiner neuen Reihe HATTRICK. Ein Wiener Rapper mit tiefgründigen Lyrics, staubigen, deepen instrumentals und ein MC mit viel Output. Er gibt ausführlichen Einblick in seine Gedankenwelt beim kreieren von Tracks, erzählt über sein kommendes Album Staub und eines sei jetzt schon verraten – der Nerdtalk sei ihm verziehen. Viel Spaß beim Lesen

Plapperblog
Steril, Dein Output an Releases ist enorm. Vor kurzem hast du das Agonie Mensch Tape an die Massen gebracht. Was für eine Idee steckt hinter dem Tape und warum released Du so kurz vor dem Album Staub noch ein Tape wie dieses?

Steril
Das hat eigentlich einen sehr unspektakulären Grund (lacht) – Ich bin meistens mit dem Album viel früher fertig als die Features, die dann darauf zu hören sind. Ich bin es gewohnt, Alles erst einmal selbst einzuspielen und grob zu mischen und erst danach gehen die einzelnen Tracks raus an die Komplizen. Da ich aber nicht einige Monate sitzen und nur an externen Projekten schrauben und Studioaufträge annehmen will, ohne ganz für mich selbst kreativ zu sein, bleibt in dieser Zeit meist Platz für das, was ich zwecks Abgrenzung dann „Tape“ nenne. Die Idee ist eben auch ein bisschen tiefer in eine Rand-Thematik einzutauchen bei den erwähnten Tapes, wobei die Alben doch den ein oder anderen Kompromiss eingehen. Dieses spezielle Tape „Agonie Mensch“ ist, würde ich sagen, so und so etwas das ich schon lange wieder mal vor hatte: eine hart an meine Passion, der Philosophie, angelehnte zynische Misanthropie über eh irgendwie Alles. (lacht)

Plapperblog
Wie in der vorigen Frage kurz erwähnt erscheint demnächst Dein neues Album Staub. Was kann man sich da erwarten und warum gerade dieser Titel?

Steril
Nun, Staub wird in erster Linie dope und verstaubt klingen, voller 70er Jahre Samples und nur dem Besten aus den Beats die ich die letzten zwei Jahre produziert habe. Wie Du vielleicht schon gehört hast, arbeite ich als Produzent mit vielen anderen Heads aus Österreich, Deutschland und der USA zusammen, beziehungsweise versorge sie mit Beats und/oder dem passenden Misch und Master. Ich behalte mir da natürlich für mich selber nur das Feinste (lacht) und so ein Album ist auch immer eine Art „Best Of“ all dieser verschiedenen Tätigkeiten. Auch Staub wird daher komplett von mir produziert sein – der Einzige der da noch ran darf ist der Flowerst – wir verstehen uns was Musik angeht einfach blind. Ansonsten gibt es natürlich auch Features: den Maiksta, Flowerst, Blizzy (D), Demolux, den Bösen Wolf und Weitere, sollte Alles wie geplant über die Bühne gehen. Wie immer ist es primär für die Liebe und ich feier halt jeden Einzelnen der Features selbst so sehr, das ich mir sicher bin, dass Alles was sie anfassen zu Hundert Prozent passen wird. Die Zusammenarbeit mit Flowerst ist so und so ein Pflichtspiel, den Maiksta habe ich über KC aus dem Mostviertel kennen gelernt und wir haben was gestartet. Blizzy aus Berlin hat nen Flow wie ein (nicht mehr ganz so) junger Gott (lacht) und ich kenne seinen Style ja schon von der Zusammenarbeit mit Flowerst. Beim Bösen Wolf habe ich das Glück ihn schon länger zu kennen und seinen Style zu feiern. Natürlich freue ich mich auch sehr auf das Feature mit Demolux – ein unglaublich sympatischer Typ, bei dem menschlich einfach Alles passt und den ich im Zuge der Arbeiten an meinem vorangegangenen Album kennen lernen durfte. Der Beat für das Demolux Feature by the way ist so was von Killer – ein Sample aus einem Dänischen „Vixens Movie“ aus den 70ern – das wird Bombe!

Plapperblog
Letzte Frage: Es ist bekannt, dass Du nicht nur die Texte selber schreibst sondern auch die Beats selber produzierst. Vielleicht kannst du kurz Deinen Arbeitsvorgang beim Erschaffen von Tracks beschreiben. Nach welchen Kriterien suchst du die Texte, Samples und Drums aus?

Steril
Der Workflow ist eigentlich meist der selbe. Zunächst stiefel ich einmal wöchentlich zum Teuchtler (Plattenantiquariat in Wien) und verbringe dort mal einen halben Tag zwischen den Crates. Für einen wie mich ist das dort sowas wie ein verdammtes Paradies – ohne Witz – ich könnte dort hausen (lacht). Nun, und unter den zweihundert Platten die ich mir dort reinzieh sind dann meist so 5-10 Samples am Start die mich extrem flashen und danach beginnt der Produktionsprozess – früher mit MPC, heute meist eine Kombination aus MPD und DAW. Ich bin da sowieso ein Freak bisschen, wenn du mir den Nerdtalk verzeihst (lacht). Ich sample meistens im alten Cool Edit, choppe im Recycle und mische und recorde im Cubase – teils analog mit Outboard, teils digital. Generell steh ich auf Alles das den Sound saturiert, manche gelernten Plastik-Engineers würden eher „was für’n abfuck“ dazu sagen, aber die haben eh nur Sauberkeit im Kopf (lacht). Zum Beispiel habe ich einen ur alten aber restaurierten Inkel Mischer mit Custom Preamps bei mir stehen und an meinem Mikrofon ist auch nur das Gehäuse original, sonst ist fast alles reingebastelt von einem Freund von mir. Ich will da halt den Staub fühlen, in den Dingen aus denen ich Musik hervorbringe. Naja und wenn der Beat dann steht wird er entweder den schlangestehenden Löwen zum Fraß vorgeworfen (lacht) oder selber behalten. Und so ist das seit mehr als zehn Jahren und hoffentlich auch noch bis ins nächste Jahrtausend. Was mich im Besonderen an meiner Art Musik zu machen festhalten lässt ist, dass ich glaube ich primär Heads als Hörer habe und weniger so die klassischen Kiddies. Das darf und soll auch so bleiben und entspricht eher meinem Verständnis von Kunst.

Danke für dieses detailreiche Interview

Sein neues Tape Agonie Mensch habe ich reviewed, hier geht es zum Link. Steril hat noch einige andere dope Alben, EP’s und Beattapes auf seiner Bandcamp Seite. Und auf Twitter ist er auch vertreten.

euer plappergott

plapperblopg’s Hip Hop Week #3

Liebe Bloggemeinde!

Die Osterausgabe von meiner Hip Hop Week ist da und ich hoffe, dass ich es für euch so abwechslungsreich wie möglich gestaltet habe. Schwerpunkt in diesem Beitrag ist Rap aus den USA mit zwei Ausnahmen, Architekt und Lance Butters. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

The Doppelgangaz Barbiturates

Wunderschöne melodische Beats mit supernicen Drums, smoove Raps und ein wenig Oldschool Flava – das sind The Doppelgangaz. Das erste Mal wurde ich durch den Track Doppel Gospel auf sie aufmerksam, seitdem flasht mich der Doppelgangaz Sound immer wieder. Ein gutes Beispiel dafür ist der Track Barbiturates, zu finden auf dem Album HARK. Einer dieser Tracks, die man in Dauerschleife hört, ohne zu merken, dass man ihn schon öfter als 5x gehört hat. Eine schöne Melodie und die Raps in perfekter Harmonie. Schade dass ich sie in Wien verpasst habe, als sie ihren Live Gig dort hatten. Muss man auf jeden Fall auschecken, falls man sie noch nicht kennt.

DJ Premier – Bars in the Booth Session

Ein MC in der Booth, ein paar Bars ins MIC rappen und dazu ein fetter Beat von DJ Premier – das sind die Bars in the Booth Sessions. Spitten Spitten Spitten ist die Devise, Preemo gibt den musikalischen Takt vor. Und ich sag euch, das sind ein paar grandiose Dinger dabei. Bis jetzt gibt es acht Videos zu den Bars in the Booth mit folgenden Künstlern:
Ras Kass, Skyzoo&Torae, Bumpy Knuckles, Loaded Lux, Jakk Frost, AG, Dres und Papoose. Grundsätzlich sind alle Sessions durch die Bank dope, am besten gefällt mir aber Ras Kass, Bumpy Knuckles, Jakk Frost und jene von AG. Sowohl was den Beat betrifft als auch den Rapstyle. Hört rein und überzeugt euch selbst davon, habe unten als Link die bisherige gesamte Playlist gepostet.

Mr Green featuring Janice, Pacewon & Vinnie Paz – If i don’t go to hell

Eine weitere Auskoppelung vom zukünftigen Release von Beat Produzent Mr. Green namens Life from the Streets – habe im letzten Wochenrückblick auch schon einen Track davon gepostet. Dieses mal sind Janice, Pacewon und Vinnie Paz am Start, Mr. Green hat wieder einen fetten Beat gebastelt. Ich freue mich wahnsinnig auf dieses Projekt, von dem ich erst vor kurzem erfahren habe, dass es am 7. April an den Start geht. Zieht euch das Lied rein und werdet Zeuge von perfekten Samples, einer coolen Panflöten Melodie und nicen Raps.

Architekt – Schlaflied

Architekt hat diese Woche ein neues Video von seinem kommenden Album veröffentlicht. Der Titel ist Schlaflied und beschreibt, was alles passiert/passieren kann, sobald die Sonne untergeht. Das Video ist sehr stimmig und zeigt einen weiblichen Darsteller, die durch die Nacht einer Stadt geht und man sieht sie bei alltäglichen Abläufen wie Zähne putzen.
Herzstück des Tracks ist aber der geniale, melodische Beat, auf dem Architekt seine smooven Raps drauf rapt. Perfekte Harmonie und ein rundes Ding.

Und wenn wir schon bei Architekt sind, gibt es auch gleich sein Snippet zu seinem kommenden Album HITS, wo eben auch Schlaflied oben ist. Zieht es euch rein

Lance Butters – Deal With it / RAW

Laaaaaaaaance – der Rapper, der seine Reime am Ende jeder Zeile extrem in die „Läääääääänge“ zieht. Genau das macht den Style aus und genau das ist (vielleicht) auch der Grund, warum Lance Butters, der als Maskenrapper beim Video Battle Turnier (kurz VBT) für Aufsehen gesorgt hat, ab sofort bei einem Major Label unter Vertrag steht – Four Music. Nun kommt sein Debüt Album namens BLAOW und eines kann man jetzt schon erwarten: wie bei seinen beiden EP’s Selfish und Futureshit wird das Album die Szene in zwei Hälften spalten. Auf der einen Seite all Jene die meinen, er hat sich lyrisch seit den EP’s nicht verändert und dass er eigentlich nichts neues rapt. Und auf der anderen Seite die Heads, die meinen: Ja er rapt immer noch das gleiche wie immer, aber 30 mal geiler und doper.
Ich persönlich finde ihn einfach nur mega krass mit seinem arroganten „mir ist alles so egal“ Flow, mit seinen langgezogenen Reimen und den mega krassen Beats von seinem Produzenten Bennett On. Ich glaube das Album wird der pure Wahnsinn, das verspricht das Splitvideo zu den Tracks Deal With it und RAW. Macht euch selbst ein Bild und schaut in das Video rein.

Junclassic – The Rules / Babe Ruth

Zugegeben, bis vor kurzem kannte ich Junclassic nicht. Erst durch das Posten einiger Tracks auf Facebook wurde ich auf ihn aufmerksam. Ich habe mir dann die Sachen angehört und muss sagen, bin sehr angetan von diesem Rapper aus der USA. Und zu meiner Überraschung sehe ich dann auch noch, dass Maniac von den Demograffics Beats für ihn produziert hat. Speziell für sein neues Release namens Words Are Weapons inklusive Featurepart. Ich habe es schon durch gehört, ist ein cooles Ding geworden. Und wie so immer bei neuen Releases, wenn ich Zeit habe, werde ich es Reviewn.
Bis dahin stelle ich euch zwei Tracks von Junclassic vor, die auch auf dem Album oben sind. Hört einfach rein.

The Rules

Babe Ruth

Classic Track of the Week

Gangstarr – You know my steez

Weil wir schon ein DJ Premier Special haben, dachte ich mir, dass der Classic Track of the Week von Gangstarr kommen soll. Einen dopen Track von dieser legendären Crew zu finden ist schwierig bei all den vielen Releases, wo fast ausschließlich coole Sachen dabei sind. Entschieden hab ich mich für You know my steez, da dass der erste Track von Gangstarr ist, den ich wahrgenommen habe seit ich Hip Hop höre.
Seit diesem Track bin ich ein Gangstarr Fan, denn einmal den DJ Premier Sound und die GURU-Raps (R I P) gehört lässt einem das nie mehr los und bis heute sind die Beats von Preemo die tightesten und dopesten im Business.

Das war sie wieder, die plapperblog’s Hip Hop Week Nummer 3. Ich denke, dass wieder für jeden Rap Fan was dabei ist.

Eine schöne Woche

euer plappergott

STERIL ONE – Agonie Mensch Tape

„Das ist nicht für die Meisten, das für Wenige“

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Output Output Output – das scheint die Devise von Steril One zu sein. Der Wiener MC hat anscheinend die Lust, die Power, die Liebe und die Zeit, in regelmäßigen Abständen Beattapes, Alben und EP‘ s an den Hip Hop Head zu bringen. Nun also sein Agonie Mensch Tape, und das obwohl sein eigentliches Album namens Staub mehr oder weniger schon in den Startlöchern steht. Hier meine Eindrücke

Diggen like a Pro

Wer Steril kennt, der weiß, dass er ein akribischer Arbeiter ist. Mit viel Mühe sucht er nach den perfekten Samples für seine Tracks, zerschneidet sie in lauter kleine Einzelteile und fügt sie zu einer eigenen Melodie zusammen. So dass man das Gefühl hat, noch keine einzige Sekunde von diesen Melodien je in einem Hip Hop Track gehört zu haben. Genau das zeichnet den Style von Steril aus. Genau das macht ihn so dope.
Schon beim Intro ist es schwer, heraus zu filtern, welche Samples verwendet werden. Auf jeden Fall irgendwas mit Trompeten und dazu eine fette Snare – der perfekte Einstieg. Das ganze Tape ist sehr melancholisch mit nachdenklichen Melodien, Geigen- und Klaviersound und Effekten – ein gutes Beispiel ist der zweite Track Agonie Mensch.
Man hört die ersten paar Tracks, ist geflasht von den Texten und den Beats und denkt sich nur – wow ist das dope. Und dann kommt der Track Wurmlochleben. Was ist das für ein Meisterwerk? Dieses fette Pianoklavier, dieses Vocalsample, diese perfekten Drums – definitiv mein Lieblingstrack auf dem Album. Und das beste dabei ist, dass der Track neben der Schlager in der Instrumental Version auch mit drauf ist. Das find ich sehr fresh.

Der Mensch in einem ausweglosen Zustand

Inhaltlich ist es so wie man es von einem Steril Release gewohnt ist. Zuerst muss (ich) man googlen, um einzelne Wörter zu verstehen und wenn man die EP/das Tape mehrmals gehört hat, kann man in etwa den Inhalt erklären. Das Konzept steckt in dem Wort Agonie, es bezeichnet einen langandauernden Todeskampf. In der Umgangssprache wird auch von einem qualvollen, ausweglosen Zustand gesprochen.
Auf den Mensch bezogen würde ich das so interpretieren, dass wir Menschen uns langsam aber sicher in einem Zustand befinden, wo wir uns mehr oder weniger gegenseitig auslöschen. Wir bewegen uns in Richtung Wurmloch und werden früher oder später nicht mehr existieren, wahrscheinlich früher als uns lieb ist.
Viele werden mit dem Sound und der Thematik nichts anfangen können, doch wie heißt es so schön in dem Track der Schlager: „Das ist nicht für die Meisten, dass für Wenige“.

Fazit

Ich find es einfach nur Dope. Mit viel Arbeit und Liebe zum Hip Hop und dem Samplen wurde ein super schönes Tape zusammengestellt und dient als perfekter Hörgenuss. Die deepen Lyrics zu komplexen Themen ist mittlerweile das Markenzeichen von Steril, man muss da schon öfters hinhören, um die Texte zu verstehen. Und genau das macht dieses Tape aus. Zu den Beats reichen zwei Wörter: einfach großartig.
Auf der plappergott Skala bekommt das Tape 5/5 Mikrofone.

Holt euch das Tape von der Bandcamp Seite des Steril One, es ist gratis zum Downloaden. Gebt dem Tape eine Chance, hört rein und macht euch selbst ein Bild. Es lohnt sich

https://sterilone.bandcamp.com/album/agonie-mensch-tape-full-dl

euer plappergott