HINTERLAND – Heid geh i alla ham

Hinterland is back mit einem dopen Track

Hinterland

Hinterland ist eine österreichische Rapgruppe aus dem Raum Linz. Sie besteht aus den Rappern Sam und Akinyemi, dazu gesellt sich DJ Abillity. Ihr musikalisches Erkennungszeichen sind die Mundartraps und Wortspiele mit viel Wortwitz. 2011 ist ihr zweites Album namens VOIXMUSIK heraus gekommen, dass ich heute noch extrem feier.

Dann ist es ein bisschen ruhiger um die Jungs geworden. Sam ist der Backup MC von Average bei Live Auftritten und dann war da noch der Mundl Film, wo Hinterland mitgespielt haben. Vor kurzem hat die Rapcrew aus Linz ihr neues Video gepostet. Der Titel: Heid geh i alla ham. Zehn Sekunden von dem Track gehört und ich hab ihn für dope erklärt. Und natürlich war klar, dass ich darüber einen Blogeintrag schreiben werde.

Der Inhalt steckt schon im Titelnamen, auf gehts ins Nachtleben und Mädls anbraten. Nur dürfte es diesmal weniger erfolgreich gewesen sein, denn nach unzähligen Versuchen macht man sich allein auf den Heimweg. Die Lyrics sind, wie man es von Hinterland gewohnt ist, mit viel Wortwitz geschrieben. Es ist einfach ein Genuss, Textzeilen wie „wor i do den gonzn abend am braten wie a Krusten“ fügen sich perfekt in das Konzept des Tracks ein. Generell bin ich ja ein großer Fan von solchen Wortspielereien, die noch dazu zweideutig zu verstehen sind. Noch ein Wort zum Beat: ein grooviges Brett. Und das Video ist auch wieder sehr gut gelungen.

Es freut mich, wieder neuen Stuff von Hinterland zu hören. Hoffnung macht sich bei mir breit, ein neues Album von der Linzer Rap Crew in Händen zu halten. Bis dahin läuft der Track Heid geh i alla ham in Dauerroation. Hier könnt ihr ihn euch anhören:

euer plappergott

DEMOGRAFFICS – Red Card for Fifa 14

Ein doper Track der zum Nachdenken anregt

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Seit ein paar Tagen rollt der Ball in Brasilien bei der Fifa Weltmeisterschafft. Volle Stadien, Euphorie, Jubelszenen und friedliche Fans der Teams, die sich qualifiziert haben, feiern gemeinsam. Alles easy cheasy somit möchte man meinen oder? Nein, es gibt da die Kehrseite der Medaille. Proteste, Demonstrationen und ähnliches sind an der Tagesordnung. Nur bekommen wir Fernsehzuschauer das gar nicht so mit, weil sie eben nicht gezeigt werden. Es dreht sich alles um Fußball, Fußball und alles was dazu gehört.

Die Demograffics haben das zum Anlass genommen, einen Track aufzunehmen und haben dazu ein Video gedreht. Ein Part lang wird gesellschaftskritisch die Fifa WM 2014 unter die Lupe genommen. Der dope Beat hat wie meistens Maniac produziert, der natürlich auch die Lyrics spittet. Von musikalischer Seite her ist das ein Bombentrack, wo alles passt. Beat, Text, Flow – so wie man es von den Demos gewohnt ist.

Zum politischen Thema eine kurze, neutrale und persönliche Anmerkung:
Jeder hat so seine Meinung über die WM in Brasilien, über die „machtgeile“ Fifa und Konsorten. Ich bin ein riesengroßer Fußball Fan und versuch, wie bei jeder WM so viele Spiele wie möglich zu schauen. Dass es in Brasilien soziale Probleme gibt, ist unbestritten und egal aus welchem Jahr die vielen Berichte aus dem Internet sind und im Fernsehen, sie sollten auf jeden Fall zum Nachdenken anregen. Mehr will ich zu dem Thema nicht sagen.

All jene, die einfach nur auf dopen Rap stehen, können sich jetzt das Video zu diesem Track anschauen. Inhaltlich könnt ihr euch ja selber eine Meinung bilden.

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euer plappergott

BLUMENTOPF – 6 Meter 90

Meine Fav Rapcrew im deutschsprachigen Hip Hop

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Seit mehr als 20 Jahren macht Blumentopf in ihrer Originalbesetzung Cajus, Holunder, Schuster, Roger und DJ Sepalot Rapmusik. Gegründet 1992, erste EP 1996 und das Debüt-Album Kein Zufall 1997. Seit ich dieses Album gehört hab, bin ich Fan von dieser Crew, der Topf ist meine absolute Lieblings-Rapband.

Warum ist man Fan vom Topf? Ganz einfach: Sie haben genial Texte, beherrschen das Storytelling, bringen viel Ironie in ihre Parts rein und sind für mich die Freestylekings im deutschen Rap. Zusätzlich sind sie Live unheimlich perfekt eingespielt und bringen auch noch nach 20 Jahren eine hammergeile Performance.

Nachdem ich den Blog professioneller gestaltet hab, kam die Überlegung, natürlich Blumentopf Tracks zu posten. Die Frage war nur welche? Sie haben einfach so viele dope Tracks, dass es schwer ist, da einen heraus zu picken. Also hab ich mich entschieden, es chronologisch zu machen. Das heißt: in diesem Eintrag hab ich den Lieblingstrack vom ersten Album Kein Zufall, im nächsten meinen Lieblingstrack (oder mehrere) von Großes Kino etc.

6 Meter 90 ist nach wie vor einer mein Favorite Tracks vom Topf. Es war auch der Song, mit dem Blumentopf ihren Bekanntheitsgrad in die Höhe geschraubt haben. Die Geschichte über ein Mädchen, das Fan von Take That und ganz traurig ist, dass sich zur damaligen Zeit Robbie Williams von der Band getrennt hat, stimmt zum einen sehr nachdenklich, weil sie gar nicht so unrealistisch ist. Zum anderen wird ein wenig Wortwitz eingebaut. Der Beat war zu der damaligen Zeit einer der dopesten und ist zeitlos, kann man im 21. Jahrhundert immer noch hören.

Macht euch selber ein Bild von dem Track, falls ihr in noch nicht kennt.

euer plappergott

BBOU – Boarted feat. LUX

Ein Song über den Bart

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Der Oberpfälzer Rapper BBOU hat ein neues Video am Start. Der Titel von dem Song heißt Boarted, Rapper LUX ist Featuregast.

Es gibt ja viele Tracks über bestimmte Themen. Über Frauen, Beziehungen, Geschichten über das tägliche Leben und dass man der dopeste Rapper auf Erden ist. Doch dank BBOU gibt es jetzt einen Track über Bärte, um genau zu sein über seinen eigenen.

Unterstützt wird BBOU vom Münchner Rapper LUX, der auf diesem Song featured. Und so rappen die Beiden über ihre Bärte, dass es zwar kratzt beim küssen aber sie nie und nimmer ihn abrasieren würden. Sehr amüsante Parts der zwei MC’s, aber dennoch 100% Dopeness. Der Beat kommt von Maniac, Mitglied der Demograffics.

Der Track ist auf dem neuen Album es gibt nix bessas wey wos guads drauf. Ich hab dazu auch eine Review für den Hip Hop Blog micsundbeats geschrieben. Hier kannst du den Bericht lesen:

http://micsundbeats.de/blog/2014/04/30/bbou-es-gibt-nix-bessas-wey-wos-guads-review/

Zum Schluss könnt ihr wie immer das Video zu diesem Song anhören

euer plappergott

LoopSessions Live @ Kantine Augsburg

Tribes of Jizu – Maniac – Man of Boom – Fatoni

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Es war eines dieser Wochenenden, die ich mein Leben lang nie vergessen werde. Nicht nur, weil ich einen wunscherschönen Städtetrip mit meiner Freundin nach Augsburg gemacht habe, sondern auch weil ich wegen der Konzertreihe Loopsessions dort hin gefahren bin. Jede Sekunde hat sich voll ausgezahlt und ich werde solche Städtetrips in Kombination mit einem Konzertbesuch sicher regelmäßiger machen.

Ich kam am frühen Nachmittag in Augsburg an und beschloss, mit meiner Freundin bis Montag zu bleiben. Die Zeit bis zum Konzert verbrachten wir mit einer Sightseeing Tour durch die Innenstadt, die mir sehr gut gefällt. Alles ist gut zu Fuß erreichbar, die Stadt ist sehr sauber und im Vergleich zu Wien leise – wir waren froh, hier zu sein. Es ging zurück ins Hotel, das auch sehr zentral lag, um uns ein wenig auszurasten für das Konzert am Abend. Noch kurz am Plan schauen, wo sich die Location befindet und ob wir zu Fuß hingehen können oder mit der Bahn fahren müssen. Wir entschieden uns für ersteres und gingen um ca 21:30 vom Hotel weg.

Kantine Augsburg

Die Kantine Augsburg lag etwas außerhalb, um genau zu sein ziemlich versteckt und in einer Gegend, wo man meiner Meinung nach keine Konzert Location vermutet. Nach einer halben Stunde Fußmarsch kamen wir an, was mir gleich interessantes auffiel war eine Art Heavy Metal Veranstaltung nur ein paar hundert Meter von der Kantine entfernt.
Laut Facebook öffnete die Kantine um 22 Uhr ihre Pforten, ich war kurz danach dort. Es gab einen eigenen Wartebereich für die Besucher, der war aber noch leer – wir waren die Ersten. An dieser Stelle möchte ich noch mal ein großes Dankeschön an DJ Rufflow loswerden, der mich und meine Freundin auf die Gästeliste gesetzt hat und das, obwohl er mich bis dato nur über Facebook gekannt hat.

An der Kassa wurde ich dann gefragt, von wo ich herkomme. Ich sagte aus Wien und dass ich extra wegen der Loopsession nach Augsburg gekommen bin. Die Frau an der Abendkassa fand das sehr cool und wünschte mir einen schönen Abend. Die Konzert Location war eine Mischung aus B72 und Szene in Wien, im hinteren Bereich inklusive Bar war sie enger. Im Bühnenbereich dagegen größer und breiter, der Platz für viele Rap Heads bietet. Auch im Konzertsaal waren wir die Ersten, die Bar anvisiert und ein Bier bestellt. Dann stand der DJ Rufflow neben mir und ich sagte ihm, dass ich der plappergott bin, den er auf die Gästeliste gesetzt hat. Kurzer Smalltalk mit dem Hinweis, dass in Bayern die Uhren etwas anders ticken und wir viel, viel zu früh da sind, was uns nix aus machte.

Tribes of Jizu Maniac

Dann die Überraschung: Rufflow kam nochmal zurück und hat uns angeboten, in den Backstage Bereich zu kommen. Ich fühlte mich wie in einem Traum als ich dort ankam und die Band sah – plus Maniac, Man of Boom und Figub Brazlevic. All die Rapper und Beat Producer, die ich persönlich feier und für die ich schon einige Einträge geschrieben hab. Es war eine gemütliche Atmosphäre. Wir unterhielten uns über die schlechte Promo, die die Kantine gemacht hat (ich hab bei meiner Sightseeing Tour kein einziges Plakat gesehen), über Hip Hop generell und ich weiß jetzt, dass Figub eine Zeit lang in Wien gewohnt hat. Später kam noch Fatoni hinzu, der in Augsburg wohnt.

Geplanter Beginn war 23 Uhr, zu diesem Zeitpunkt waren noch sehr wenig Besucher da, somit wurde der Beginn auf ca. 23:30 verschoben. Rapper Keno, fixer Bestandteil der Loopsessions, musste absagen, genauso wie SonneRa. Dafür war der eben erwähnte Fatoni am Start.
Die Loopsession ist ein sehr geniales Konzept. Es gibt zum einen die Hip Hop Band Tribes of Jizu und zum anderen jeden Monat einen „Hauptact“, in diesem Fall war es Man of Boom. Am Anfang des Konzerts spielt die Band ein paar Beats – sie bestehen aus einem Bassisten, Gitarristen, Pianisten und einem Schlagzeuger. Währenddessen sitzen Maniac und an diesem Tag Fatoni auf einer Couch, die auf der Bühne steht. Dannn gibt es eine Mischung aus Freestyle Session und gespielten Tracks. Maniac hat zum Beispiel Gnackbreaker gerappt und Fatoni den Song Dicke Hipster. An dieser Stelle noch mal Props an Maniac für seine Energie und Power auf der Bühne. Unfassbar mit was für eine Leidenschafft er seine Texte spittet, einer der Hauptgründe warum er einer meiner Favorite MC’s ist. Fatoni hat mir von der Performance aber auch gut gefallen

ManofBoom Mania Rufflow

Nach ca. 40 Miuten (hab nicht genau auf die Uhr geschaut) gab es eine kurze Pause, wo DJ Rufflow ein paar Platten aufgelegt hat. Danach ging es weiter mit der Loopsession. Wie schon im ersten Teil ein Mix aus freestylen und geschriebene Texte rappen. An dieser Stelle muss ich ein großes Lob an die Band Tribes of Jizu aussprechen, sie haben die Beats eins zu eins nachgespielt und trotzdem hatten diese einen eigenen Flava – so dope. Der Abend steuerte auf den Höhepunkt zu, den Auftritt von Man of Boom, die ein paar Songs von ihrem Album Back to the Boom zum Besten gaben. Die Crew besteht aus zwei Rapper, die auf englisch spitten und Figub Brazlevic produziert die musikalischen Banger mit Oldschool-Touch. Trotz der wenigen Leute war es trotzdem eine super Atmosphäre, die Veranstatlung hätte sich trotzdem mehr Besucher verdient.
Noch ein Wort zum Sound: Ich hab in meinem ganzen Leben noch keinen besseren Sound gehört als dort. 100% perfekt von der Lautstärke, die Beats der Band kam gewaltig dope rüber und man hat jedes Wort von den MC’s verstanden. Props an dieser Stelle.

Am Schluss gab es noch ein Schmankerl – bei der finalen Freestyle Session gab Maniac anwesenden Rappern die Möglichkeit, auf die Bühne zu kommen und Reime zu kicken. Beim letzten Freestyle-Song holten die Künstler alle Rap Heads auf die Bühne, um gemeinsam mit ihnen abzugehen. Eine coole Sache und ein würdiger Abschluss der Loopsession. Danach konnte man noch ein wenig mit den MC’s smalltalken. Ich hab mich von Maniac, Figub Brazlevic und DJ Rufflow verabschiedet, ein Poster der Konzertreihe und das Figub Release Ersatzverkehr auf Tape ergattert und danach machte ich mich auf den halbstündigen Fußweg zurück zum Hotel.

Band with crowd

Am Rückweg ließen meine Freundin und ich den ganzen Tag und Abend Revü passieren. Es war ein so cooler Tag und vor allem ein sehr langer mit der Autofahrt von Wien nach Augsburg, das Sightseeing-Programm und dann das Konzert in der Kantine Augsburg – perfekter geht fast gar nicht mehr.
Am nächsten Tag waren wir dann noch in der Stadt unterwegs und am Montag fuhren wir wieder nach Wien zurück. Ein sehr cooles und schönes Wochenende ging zu Ende. Eine neue Stadt kennen und lieben gelernt und das erste Mal ein Konzert außerhalb von Österreich besucht. Ich werde mir sicher wieder eine Loopsession anschauen. Natürlich hoffe ich, dass dies mal in Wien passieren wird. Wenn nicht, werde ich wieder nach Deutschland fahren, um das Konzert zu besuchen.

Am Ende des Beitrages gibt es weitere Eindrücke in Form von Fotos und ein paar Videos, die ich dort gemacht hab. Bis zum nächsten Konzertbericht.

euer plappergott

Maniac – Gnackbreaker

Man of Boom – Howeedoo

Fatoni – Dicke Hipster

Konzertsaal - Kopie

Man of Boom Figub - Kopie

ManofBoom - Kopie

DJ Rufflow

Maniac on stage

Maniac

theholecrew

MAN OF BOOM – Howeedoo feat Maniac

Englischsprachige Lyrics auf Oldschool-Boombapbeats

Download (1)

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich bis vor kurzem nichts über Man of Boom wusste. Nachdem feststand, dass ich nach Augsburg zur Loopsession fahre und sie auf dem Plakat gestanden sind, hörte ich mir einige Tracks von ihnen an und war vom dem ersten Takten an begeistert.

Die Crew setzt sich zusammen aus den beiden MC’s Teknical Developement aus London und JuJu Rogers aus Berlin. Die Beats werden ausschließlich von Figub Brazlevic produziert und wer den Style von ihm kennt weiß, dass feinster Hip Hop mit Oldschool-Flava geboten wird.

Der Track Howeedoo ist ein coler Partytrack, die Crew hat ihn in Augsburg Live gebracht und die Crowd ging gut ab. Aufgewertet wird der Song mit dem Feature von Maniac of the Demograffics. Ich muss mir undbedingt das Album besorgen, ein Pflichtkauf nachdem ich ein paar Tracks auf Youtube gehört hab. ihr könnt euch jetzt Howeedoo und den geilen Oldschool-Boombap-Beat anhören.

euer plappergott