KRITIK: Wind River

Drehbuch-Autor Taylor Sheridan schickt bei seinem Regiedebüt Jeremy Renner und Elizabeth Olsen in die weiten, eisigen Gebiete von Wyoming. Darüber hinaus ist es nach Sicario und Hell or High Water der dritte Teil seiner „Frontier-Trilogie“ – zu allen drei Filmen schrieb er die Drehbücher. Ob sein Erstlingswerk als Regisseur gelungen ist, erfährt ihr in dieser Kritik zu Wind River.

Originaltitel: Wind River

Regie: Taylor Sheridan

Drehbuch: Taylor Sheridan

Produktion: Basil Iwanyk, Peter Berg, Matthew George und Wayne Rogers

Kamera: Ben Richardson

Musik: Warren Ellis und Nick Cave Weiterlesen

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KRITIK: Criminal Squad

Es ist wieder Gerard-Butler-Zeit, der gefühlt immer dann auftaucht, wenn ein Action-B-Film in die Kinos kommt. In diesem Fall darf er einen beinharten Ermittler verkörpern, der eine Gruppe von Bankräubern jagt. Ob der Film sehenswert geworden ist oder doch nur Standardware bietet, erfährt ihr in dieser Kritik zu Criminal Squad.

Originaltitel: Den Of Thieves

Regie: Christian Gudegast

Drehbuch: Christian Gudegast und Paul Scheuring

Produktion: Gerard Butler, Mark Canton, Tucker Tooley und Alan Siegel

Kamera: Terry Stacey

Musik: Cliff Martinez Weiterlesen

KRITIK: MAZE RUNNER – Die Außerwählten in der Todeszone

Mit einem Jahr Verspätung kommt nun der dritte Teil der Maze-Runner-Reihe in die Kinos. Abermals inszenierte Wess Ball das Werk, in dem die Außerwählten versuchen in die Letzte Stadt zu gelangen – dort wo alles begonnen hat. In dieser Kritik geht es um Maze Runner – Die Außerwählten in der Todeszone.

 

Originaltitel: Maze Runner: The Death Cure

Regie: Wes Ball

Drehbuch: T. S. Nowlin, basierend auf dem Roman von James Dashner

Produktion: u. a. Wes Ball, Lee Stollman, Marty Bowen und Ellen Goldsmith-Vein

Kamera: Gyula Pados

Musik: John Paesano Weiterlesen

KRITIK: Downsizing

Der neue Film von Alexander Payne beschäftigt sich mit der überbevölkerten Erde und einer spannenden Idee, wie man die Menschheit retten kann. Sie werden geschrumpft damit sie weniger Ressourcen verbrauchen. In dieser Kritik geht es um Downsizing.

Originaltitel: Downsizing

Regie: Alexander Payne

Drehbuch: Alexander Payne und Jim Taylor

Produktion: Alexander Payne, Jim Taylor, Mega Ellison und Jim Burke

Kamera: Phedon Papamichael

Musik: Rolfe Kent Weiterlesen

KRITIK: Three Billboards outside Ebbing, Missouri

Die Award-Saison hat bereits begonnen und immer mehr starke Filme erscheinen in den Kinos. So auch dieser Film, der bei den Golden Globes vier Statuen abräumte. Ob das Drama mit Frances McDormand und Woody Harrelson in den Hauptrollen genauso gut ist wie gesagt wird, erfährt ihr in dieser Kritik zu Three Billboards outside Ebbing, Missouri.

Originaltitel: Three Billboards outside Ebbing, Missouri

Regie: Martin McDonagh

Drehbuch: Martin McDonagh

Produktion: Martin McDonagh, Graham Broadbent, Peter Czernin und Ben Knight

Kamera: Ben Davis

Musik: Carter Burwell Weiterlesen

KRITIK: The Commuter

Nach Non-Stop, Unknown Identity und Run All Night ist es die mittlerweile vierte Zusammenarbeit zwischen dem Regisseur Jaume Collet-Serra und Liam Neeson. Dieses Mal spielt die Handlung in einem Zug. Ob diese Konstellation noch funktioniert und die Geschichte fesselt, erfährt ihr in dieser Kritik zu The Commuter.

Originaltitel: The Commuter

Regie: Jaume Collet-Serra

Drehbuch: Byron Willinger und Philip de Blasi

Produktion: Jaume Collet-Serra, Alex Heinemann, Andrew Rona und Michael Dreyer

Kamera: Paul Cameron

Musik: Roque Banos Weiterlesen

KRITIK: INSIDIOUS 4 – The Last Key

Die Insidious-Reihe geht in die vierte und vermutlich letzte Runde. Abermals steht Geisterjägerin Elise im Vordergrund, die bei ihrem aktuellen Fall mit ihrer Kindheit konfrontiert wird. Ob der Film sehenswert  und der Gruselfaktor schockierend genug ist, erfährt ihr in dieser Kritik zu Insidious – The Last Key.

Originaltitel: Insidious 4 – The Last Key

Regie: Adam Robitel

Drehbuch: Leigh Whannell

Produktion: Jason Blum, James Wan, Oren Peli und Steven Schneider

Kamera: Toby Oliver

Musik: Joseph Bishara Weiterlesen

KRITIK: INSIDIOUS CHAPTER 2

Chapter 2 knüpft geschichtlich dort an, wo Teil 1 aufgehört hat. Mit dem gleichen Cast, mehr Gruselfaktor und einer spannenden Idee will der Film den Vorgänger übertrumpfen. Ob dies gelingt und die Geschichte dieses Mal besser ausfällt, erfährt ihr in dieser Kritik zu Insidious Chapter 2.

Originaltitel: Insidious Chapter 2

Regie: James Wan

Drehbuch: James Wan und Leigh Whannell

Produktion: James Blum, Oren Peli und Rick Osako

Kamera: John R. Leonetti

Musik: Joseph Bishara Weiterlesen

KRITIK: INSIDIOUS

Mit der Insidious-Reihe erweitere ich meinen Horizont im Horror-Genre, auch weil Teil vier The Last Key bereeits in den Kinos angelaufen ist. In Anbetracht der kurzen Zeit wird es zu jedem Teil jeweils eine kürzere Kritik geben. Den Anfang macht Teil 1, hier ist meine Kritik zu Insidious.

Originatitel: Insidious

Regie: James Wan

Drehbuch: Leigh Whannell

Produktion: Jason Blum, Oren Peli und Steven Schneider

Kamera: David M. Brewer und John R. Leonetti

Musik: Josehp Bishara

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HANDLUNG

Erzählt wird die Geschichte des Ehepaares Josh (Patrick Wilson) und Renai Lambert (Rose Byrne), die mit ihren drei Kindern gerade in ein neues Haus gezogen ist. Das Familienglück ist perfekt und langsam fühlen sie sich auch heimelig. Dieses Glück wehrt aber nur kurz, denn plötzlich fällt Sohn Dalton (Ty Simpkins) nach einem mysteriösen Unfall ins Koma. Wäre das nicht genug, passieren plötzlich unheimliche Dinge im Haus, es scheint besessen zu sein. Um ihr Kind zu retten, zieht Familie Lambert abermals um. Doch auch dort merken sie sehr schnell, dass nicht das Haus besessen ist.

DREHBUCH UND STORY

Regisseur James Wan (Saw) ist ein bekannter Name im Horror-Genre. Insidious ist ein sehr ordentlicher Film, der einige schöne Gruselmomente hat. Die Story dagegen ist ein Schwachpunkt.

Von Beginn weg wird angedeutet, was einem erwartet. Die Rahmenbedingungen und die Charaktere werden vorgestellt, der Umzug in das neue Haus ist bereits vollzogen und wir begleiten die Familie beim Einleben. Die Geschichte kommt aus meiner Sicht etwas langsam voran, die Charaktere sind nicht sonderlich tiefgründig und wirken wie die Handlung zu Beginn etwas uninteressant. Darüber hinaus werden Horror-Elemente nur angedeutet, die Inszenierung ist zu diesem Zeitpunkt alles andere als gruselig.

Dass der Film am Ende doch sehenswert ausfällt liegt an einem bestimmten Punkt in der Story, als eine für die Handlung wichtige Figur erscheint und versucht das Problem des Sohnes zu lösen. In dieser Phase erhöht sich der Gruselfaktor und die Atmosphäre, Charaktere bekommen unvorhersehbare Eigenschaften und es ist aus meiner Sicht nicht klar, wie der Film endet. Die Geschichte bekommt spanende Facetten.

Richtig stark war das Finale mit der letzten Szene, involviert ist die Hauptfigur Josh Lambert. An dieser Stelle sorgt Regisseur James Wan noch einmal für einen Überraschungsmoment, mit dem ich nicht gerechnet habe. Der Film bleibt positiv im Gedächtnis, aber mit einem Conjuring kann er nicht mithalten.

DER CAST

Patrick Wilson (The Conjuring) als Josh Lambert

Josh Lambert ist ein Lehrer, der seine Kinder und seine Frau sehr liebt. Eine Figur, die nicht so recht daran glauben will, dass sein Sohn von einem Dämon besessen ist. Zu Beginn wirkt die Figur relativ uninteressant, doch speziell im letzten Drittel gibt es eine unvorhersehbare Wendung und ich konnte mich doch noch mit ihr anfreunden. Ordentliche Leistung von Patrick Wilson.

Rose Byrne (Bad Neighbors) als Renai Lambert

Ebenfalls nicht die tiefgründigste Figur ist jene von Renai Lambert. Die Mutter der drei Kinder, die nach und nach feststellt, dass im neuen Haust etwas nicht stimmt. Sie kämpft nicht nur mit einem vermutlich von Dämonen besessenem Haus, sondern auch mit ihrem Mann, der ihr nicht glauben mag. Die Leistung von Rose Byrne ist solide, wirklich weltbewegend war es aber nicht.

Weitere Charaktere

Eine wichtige Nebenrolle hat unter anderem der Jungschauspieler Ty Simpkins (Iron Man 3) als Sohn Dalton. Ein ganz normaler Junge, der aus heiterem Himmel ins Koma fällt. Seine Leistung war sehr ordentlich. Darüber hinaus verkörpert Lyn Shaye (Snakes on a Plane) das Medium Elise, die gerufen wird um die nicht erklärbaren Vorkommnisse zu untersuchen. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. Barbara Hershey (Black Swan) mimt Lorraine Lambert, die Mutter von Josh.

TECHNIK, KAMERA, SOUNDTRACK

Die technische Umsetzung ist sehr gelungen. Tolle, düstere und dunkle Bilder sorgen für großartige Atmosphäre. Die Horror-Effekte sind ebenfalls gut umgesetzt, hätten aber schockierender sein können.

Die Kameraarbeit ist sehr klassisch. Mit schnellen Schnitten werden Horror-Momente angedeutet, ansonsten fällt sie sehr ruhig aus. Das Szenenbild sind die beiden Häuser der Familie Lambert und ein paar wenige Nebenschauplätze.

Der Sound hat mir gut gefallen und ist wie gewohnt die perfekte Untermalung eines Horror-Filmes. Düstere Streicher, teils schrille Melodien und ruhige Rhythmen sorgen für großartige Atmosphäre.

BEWERTUNG UND FAZIT

Ich habe mit der Insidious-Reihe begonnen, da sie mir empfohlen wurde. Der Film hat auch solide Horror-Momente, eine tolle Atmosphäre und vor allem einen äußerst gelungenen Schluss. Aber er bleibt aus meiner Sicht unter den Erwartungen. Die Geschichte entwickelt sich sehr langsam, Charaktere sind uninteressant und die Gruselsequenzen sind nur teilweise gruselig. Durch das starke Ende ist er aber sehenswert und wer als Horror-Fan ihn noch nicht gesehen haben sollte, muss ihn auf jeden Fall nachholen.

Genrewertung Horrorfilm: 6 / 10

Allgemeine Wertung: 5 / 10

KRITIK: BRIGHT

Seit einigen Tagen kann dieser Fantasy-Actionfilm auf dem Streaming-Dienst Netflix geschaut werden. Regie führte David Ayer, in den Hautrollen sind Will Smith und Joel Edgerton zu sehen. Ob sich das hohe Budget von etwa 90 Millionen Dollar auszahlt erfährt ihr in dieser Kritik zu Bright.

Originaltitel: Bright

Regie: David Ayer

Drehbuch: Max Landis

Produktion: David Ayer, Max Landis, Eric Newman und Bryan Unkeless

Kamera: Roman Vasyanov

Musik: David Sardy

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HANDLUNG

In Los Angeles einer alternativen Zeitzone leben Menschen, Orks, Elfen und andere Fabelwesen mehr oder weniger friedlich miteinander. Sehr zum Leidwesen des Polizisten Daryl Ward (Will Smith), der vor allem auf Kriegsfuß mit den kleinen Feen ist die in seinem Vorgarten herumschwirren. Darüber hinaus wird ihm auch noch der erste Ork-Cop zugeteilt, Nick Jakoby (Joel Edgerton). Zusammen gehen sie auf Streife und Daryl hat große Vorwürfe gegenüber seinem neuen Partner. Eines Nachts stoßen sie bei einem Routineeinsatz auf einen magischen Stab, der einer Elfin namens Tika (Lucy Fry) gehört. Schon bald müssen sie diesen Stab mit allen Mitteln beschützen, gerät er in falschen Hände könnte es das Ende der Welt bedeuten.

DREHBUCH UND STORY

Nah dem eher enttäuschenden Suicide Squad bekam Regisseur David Ayer nicht die positivsten Rückmeldungen, dabei kann er nur bedingt etwas dafür da sich Warner massiv in den Film eingemischt hat. Nun bekam er von Netflix die Chance, einen weiteren Film zu inszenieren. Dieser hat tolle Ideen und zwei großartiger Hauptdarsteller, aber auch einige Probleme.

Bereits in den ersten Minuten verstehst du als Zuschauer die Idee hinter Bright. Viele verschiedene Fantasie-Wesen leben mit Menschen gemeinsam untereinander. Darüber hinaus werden die Figuren Ward und Jakoby eingeführt und wie zwei mehr oder weniger Einzelgänger miteinander auskommen müssen. In dieser Phase macht der Film enorm viel Spaß, vor allem weil noch nicht klar ist in welche Richtung sich die Inszenierung entwickelt.

Ab dem Zeitpunkt, wo der magische Stab gefunden wird, wird das Verfolgen der Story etwas anstrengend. Die Handlung verläuft sich immer wieder im Sand, springt von Action-Einlage zu Action-Einlage und bietet kaum Raum zum Verschnaufen. Darüber hinaus gibt es einige langatmige Stellen, was den Film etwa zehn Minuten zu lang macht.

Trotz der Schwächen unterhält die Inszenierung, was vor allem an den beiden Hauptdarstellern liegt die perfekt harmonieren. Darüber hinaus tragen die Beiden die Handlung auf deren Schultern. Regisseur David Ayer kreierte durchaus interessante und tolle Ideen, die Spaß machen. Es wäre aber eindeutig mehr drinnen gewesen.

DER CAST

Will Smith (Suicide Squad) als Daryl Ward

In Suicide Squad war er einer der Lichtblicke und auch in Bright zeigt er als Daryl Ward eine ausgezeichnete Leistung. Ein leidenschaftlicher Polizist, der nicht ganz freiwillig mit dem Ork-Polizisten Jakoby ein Team bildet. Er macht auch eine tolle Entwicklung durch und löst sich mehr und mehr den Vorwürfen gegenüber seinem neuen Partner.

Joel Edgerton (Loving) als Nick Jakoby

Joel Edgerton verkörpert eine Figur, die es als erster Ork in den Polizeidienst geschafft hat. Dadurch hat er aber ein sehr mieses Standing, keiner nimmt ihm ernst geschweige will mit ihm auf Streife fahren. Es ist schwer zu erkennen, ob der in einem Kostüm oder einen Motion-Capture-Anzug steckt, doch seine Performance und die Harmonie mit Will Smith ist großartig.

Weitere Charaktere

Eine wichtige Rolle verkörpert Lucy Fry (Vampire Academy) als Elfin Tika. Sie trägt dazu bei, dass die Handlung entscheidend voranschreitet. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Dazu gesellen sich bekannte Namen wie etwa Noomie Rapace (What happend to Mondea?) als Leilah/Liela und Edgar Ramirez (Gold) als Kandomere.

Die Harmonie zwischen Will Smith und Joel Edgerton ist so stark und perfekt, dass (fast) alle Nebenfiguren kaum Chance haben zu glänzen. Auch hier wäre viel mehr drinnen gewesen.

TECHNIK, KAMERA, SOUNDTRACK

Auf technischer Ebene schöpft der Film sein verhältnismäßig geringfügiges Genre-Budget solide aus. Szenen in den Städten, wenn Ward mit seinem Ork-Kollegen auf Streife fährt, sind sehr gelungen. Kommt es allerdings zu CGI-Effekten, merkt man zwar die Kreativität des Regisseurs aber auch den Greenscreen. Darüber hinaus gefällt mir das Ork-Design nur bedingt.

Die Kameraarbeit dagegen ist gelungen. Immer wieder wird Los Angeles mit Luftaufnahmen eingefangen. Bei Dialogen ist sie naturgemäß ruhiger und näher, bei Action-Einlagen hektisch. Das Szenenbild könnte unterschiedlicher nicht sein. Quer durch alle Gesellschaftsschichten erleben wir heruntergekommene und edle Vierteln, die Polizeistation und der Streifenwagen von Ward und Jakoby.

Der Soundtrack fällt sehr stark aus. Eine gute Mischung aus Hip-Hop-artigen Rhythmen und orchestralem Sound. Wertet den Film um einiges auf.

BEWERTUNG UND FAZIT

Es ist schon erstaunlich, wie viel Geld der Streaming-Anbieter Netflix mittlerweile in die Hand nimmt, um eigenen Content anzubieten. Etwas weniger als 100 Millionen Dollar Budget für einen Film, der gratis im Netz schaubar ist, ist eine richtige Ansage. Bright bietet großartige Ideen, eine gelungene Mischung zwischen Fantasie und realer Welt und zwei grandiose Hauptdarsteller, die perfekt harmonieren. Er hat zwar einige massive Schwächen in der Story und einige Effekte sehen nicht optimal aus, aber er unterhält und fällt sehenswert aus.

Genrewertung Fantasy/Actionfilm: 6,5 / 10

Allgemeine Wertung: 5 / 10

 

Quelle Bild: dvd-forum.at

 

 

 

KRITIK: Greatest Showman

Das Kinojahr 2018 beginnt mit einem Biopic über den Zirkuspionier und Erfinder des Showbusiness –  P.T. Barnum. Regisseur Michael Gracey inszenierte im Auftrag von 20th Century Fox ein Musical mit Hugh Jackmann und Michelle Williams in den Hauptrollen. Wie mir diese Variante gefallen hat erfährt ihr in dieser Kritik zu Greatest Showman.

Originaltitel: The Greatest Showman

Regie: Michael Gracey

Drehbuch: Bill Condon und Jenny Bicks

Produktion: James Mangold, Tonia Davis, Donal J. Lee Jr. und Peter Chernin

Kamera: Seamus McGarvey

Musik: John Debney, Benj Pasek, Justin Paul und Joseph Trapanese

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©2017 20th Century Fox

HANDLUNG

Erzählt wird die wahre Geschichte von P. T. Barnum (Hugh Jackman). Ein Mann aus ärmlichen Verhältnissen, der trotzdem einen geregelten Job gefunden hat und glücklich mit Charity (Michelle Williams) verheiratet ist. Eines Tages aber verliert er seine Arbeit und steht mit leeren Händen da. Doch er hat einen Traum und eine Idee. Barnum eröffnet ein Kuriositätenkabinett und heuert Menschen an, die ein wenig anders sind – unter anderem eine bärtige Frau. Sein Konzept geht auf und wird mit Tänzern und Artisten erweitert. Über Nacht wird er berühmt, der moderne Zirkus war geboren.

DREHBUCH UND STORY

Greatest Showman ist das Regiedebüt von Michael Gracey und er entschied sich, das Biopic über den Zirkuspionier P. T. Barnum als Musical zu inszenieren. Ein durchaus interessanter Mix, die Qualität reicht aber nicht ganz an La La Land heran.

Gleich zu Beginn ist den Zuschauern klar, welchen Stil der Film einschlagen wird. Die erste Szene beginnt mit einer Tanz- und Gesangseinlage und der Vorstellung der beiden Hauptfiguren. Der Kontrast ist sofort erkennbar, Barnum kommt aus ärmlichen Verhältnissen und seine spätere Frau Charity aus reichem Haus.

Was folgt ist der Weg vom Niemand zu einem Pionier und Vorreiter. Eine klassische Geschichte, dass jeder seine Träume verwirklichen kann. Somit erzählt der Film nichts Neues. Aber er spricht auch Themen wie Akzeptanz an, dass jeder Mensch so ist wie er ist und dass diese Menschen auch respektiert gehören.

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©2017 20th Century Fox

Das bei einem Musical sehr viel gesungen wird, ist logisch. Für meinen Geschmack war es aber etwas zu viel. Dadurch kann sich die Story nicht so entwickeln, dafür werden wichtige Punkte schneller abgehandelt. Die Handlung kommt somit sehr gut voran, wirkt nicht langatmig. An manchen Stellen fehlte aber etwas der emotionale Moment. Das machte La La Land besser, weil er sich etwas mehr Zeit nimmt die Charaktere zu präsentieren.

DER CAST

Hugh Jackman (Logan – The Wolverine) als P. T. Barnum

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©2017 20th Century Fox

Herr Jackman hat erfolgreich seine Wolverine-Krallen abgelegt und zeigt als Showmaster Barnum eine sehr gute Leistung. Eine Figur, die aus ärmlichen Verhältnissen kommt und fest entschlossen ist seine Träume zu realisieren. So entschlossen, dass er die einfachen Dinge und seine Liebe zu seiner Familie ein Stück weit vergisst. Die Liebesgeschichte zu seiner Frau wirkt auch glaubhaft und beim Zuschauen hatte ich das Gefühl, dass er selber die Lieder singt.

Michelle Williams (Manchester By The Sea) als Charity Barnum

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©2017 20th Century Fox

Die Frau an der Seite von P. T. Die, die ihn über alles liebt, obwohl täglich Existenzängste im Raum stehen. Dadurch muss sie sich immer vor ihren Eltern rechtfertigen. Michelle Williams macht das wieder großartig und sympathisch, sie harmoniert auch sehr gut mit Jackman und singen kann sie auch noch. Ihre Leistung hat mir sehr gut gefallen.

Zac Efron (Baywatch) als Phillip Carlyle

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©2017 20th Century Fox

Für mich die größte Überraschung des gesamten Films. Efron ist bekannt für Komödien wie Dirty Grandpa oder Bad Neighbors und ich kann mich an keine außergewöhnliche Leistung von ihm erinnern. Das ändert sich nun mit Greatest Showman, in dem er den Partner von P. T. Barnum verkörpert. Eine Figur, die durchaus Tiefgang zeigt und Efron hat bei mir durch seine Performance einige Sympathiepunkte dazugewonnen.

Weitere Charaktere

Sehr begeistert hat mich Rebecca Ferguson (Life) als Sängerin Jenny Lind. Eine kleine Nebenrolle, hauptsächlich muss sie singen. Und das macht sie ausgezeichnet, ihre Gesangskünste sind einzigartig.

Außerdem im Cast mit dabei sind Zendaya (Spider-Man: Homecoming) als Anne Wheeler und Paul Sparks (Midnight Special) als James Gordon Bennett.

TECHNIK, KAMERA, SOUNDTRACK

Die technische Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. Ab und an erkennt man zwar den Greenscreen, aber die Szenerie aus dem 19. Jahrhundert wurde gut in Szene gesetzt. Der Film hat einen schönen Vintage-Look, Menschen die passende Kleidung wie Hüte, schöne Anzüge und Kleider tragen. Darüber hinaus entsteht ein Gefühl, dass echte Sets verwendet wurden.

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©2017 20th Century Fox

Die Kameraarbeit ist die meiste Zeit sehr dynamisch, da viele Tanz- und Gesangssequenzen eingebaut wurden. Es gibt ein paar schöne Choreografien und Plansequenzen, bei der die Kamera perfekt eingesetzt wurde. Das Szenenbild ist das Museum und der Zirkus von Barnum, das Haus der Familie Barnum, die Straßen von New York und diverse Showbühnen.

Die Musik ist natürlich allgegenwertig bei einem Musical. Viele Songs wurden kreiert, um die Handlung voranzutreiben und um Gefühle auszudrücken. Einige dieser Lieder, die sehr Pop-lastig sind, haben Ohrwurm-Flair – dennoch für meinen Geschmack etwas zu viel Musik.

BEWERTUNG UND FAZIT

Musicals scheinen nach La La Land wieder in Mode zu kommen. Greatest Showman ist ein gelungener Vertreter, obwohl es kein perfekter Film ist. Die DarstellerInnen machen alle einen tollen Job, die Optik ist gelungen und die Story kommt ohne langatmige Stellen gut voran. Die Musik geht sofort ins Ohr, ist aber für meinen Geschmack zu viel. Die Geschichte hat nicht sehr viele Möglichkeiten emotionale Momente zu kreieren. Wer aber Fan von Musicals und von Hugh Jackman und Michelle Williams ist, der sollte sich diesen Film unbedingt anschauen.

Genrewertung biografisches Musical: 7,5 / 10

Allgemeine Wertung: 7 / 10

KRITIK: PATERSON

Ein neues Werk von Jim Jarmusch, der als Großmeister des amerikanischen Independent-Kinos gilt. Ein Film über den Busfahrer Paterson, der in seiner Freizeit gerne Gedichte schreibt. Ob der Film für die breite Masse geeignet ist und sehenswert geworden ist, erfährt ihr in dieser Kritik zu Paterson.

Originaltitel: Paterson

Regie: Jim Jarmush

Drehbuch: Jim Jarmush

Produktion: Carter Logan, Oliver Simon und Joshua Astrachan

Kamera: Frederick Elmes

Musik: Affonso Goncalves Weiterlesen

KRITIK: STAR WARS EPISODE VIII – Die Letzten Jedi [SPOILERFREI]

Endlich ist jener Film in den Kinos gestartet, auf den wir so lange gewartet haben. Looper-Regisseur Rian Johnson, der auch das Drehbuch verfasst hat, durfte den Mittelteil der neuen Trilogie inszenieren, es entstand ein Riesen-Hype. Ob dieser Hype gerechtfertigt ist, die Weiterentwicklung der Hauptcharaktere voranschreitet und er generell sehenswert ausfällt, erfährt ihr in dieser Kritik zu Episode VIII – Die Letzten Jedi.

Originaltitel: Star Wars Episode VIII – The Last Jedi

Regie: Rian Johnson

Drehbuch: Rian Johnson

Produktion: Kathleen Kennedy, J. J. Abrams, Tom Karnowski und Ram Bergman

Kamera:  Steve Yeldin

Musik: John Williams Weiterlesen

KRITIK: ZWISCHEN ZWEI LEBEN – The Mountain Between Us

Basierend auf einem Roman inszenierte Regisseur Hany Abu-Assad eine Geschichte von zwei Fremden, die bei einem Flugzeugabsturz auf einem verschneiten Bergmassiv stranden. Um zu überleben, müssen sie sich vertrauen. Ob die Mischung aus Survival- und Liebensfilm sehenswert geworden ist, erfährt ihr in dieser Kritik zu Zwischen zwei Leben – The Mountain Between Us.

Originaltitel: The Mountain Between Us

Regie: Hany Abu-Assad

Drehbuch: Chris Weitz und J. Mills Goodloe

Produktion: u. a. Fred Berger, Beckie Cross Trujillo, Peter Chernin und David Ready

Kamera: Mandy Walker

Musik: Ramin Djawadi Weiterlesen

AVENGERS: INFINITY WAR – Teaser Trailer

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Liebe Superhelden-Gemeinde

Auf diesen Moment haben alle Marvel-Fans gewartet. Der Masterplan von Kevin Feige, ein Film-Universum aufzubauen, welches neun Jahre lang auf DEN einen Kampf gegen Oberschurke Thanos hinarbeitet, biegt in die Zielgerade ein. Daher will ich euch nicht lange auf die Folter spannen, weil in der Überschrift habt ihr sowieso schon gelesen um welches Thema es hier geht. Marvel hat endlich einen ersten Teaser-Trailer gepostet. Einen ersten Trailer zu jenem Film, auf den wir alle schon sehnsüchtig warten. Ladies and Gentlemen, hier ist der erste Trailer zu AVENGERS: INFINITY WAR!

Original Trailer

Deutscher Trailer

 

ERSTE EINDRÜCKE

Wo bitte soll ich anfangen? Es gibt so viele Eindrücke, so viele spektakuläre Szenen und so viel coole Dinge zu sehen. Angefangen beim Hulkbuster, eine Szene wo Doctor Strange, Tony Stark, Wong und Bruce Banner im Sanctum Sanctorum nebeneinanderstehen, Spider-Man in seinem von Tony Stark gebauten und spektakulär aussehenden Iron-Spider Anzug und noch so vieles mehr. Die digitale Umsetzung von Thanos, verkörpert von Josh Brolin, sieht bereits im Trailer äußerst gelungen aus und wir sehen, dass er bereits zwei Steine in seinen Infinity Gauntlet montiert hat. Einen bekommt er von Loki, der den Tessarakt in seinem Besitz hatte und den zweiten holt er sich von Vision. Ob dieser stirbt ist fraglich, denn wir sehen ihn in einer Sequenz in Menschengestalt und man hört, dass er auch für den vierten Avengers-Film einen Vertrag hat.

Es wird das ultimative Aufeinandertreffen aller bisherigen Superhelden die wir bis jetzt erlebt und gesehen haben, noch ultimativer als in Civil War. Mit Ausnahme von Captain Marvel (sie bekommt 2019 ihren ersten Solo-Film) werden vermutlich alle in diesem Film vertreten sein. Ein großer Part wird sich auf Wakanda abspielen, wo der zurückgekehrte Steve Rogers mit seinem Kumpel Bucky, Black Panther, dem Hulk und Iron-Man gegen eine Horde Aliens kämpft. Wakanda bekommen wir bereits im Solo-Film Black Panther vorgestellt, der im Februar 2018 Kinostart hat. Am Ende sehen wir noch wie Thor auf die Guardians of the Galaxy trifft. Ein rundum gelungener Trailer, das Vertrauen in die Russo-Brüder ist in astronomische Höhen gestiegen.

Ich könnte noch hunderte Wörter über diesen Trailer in die Tastatur tippen, es würde den Rahmen sprengen. Ich hoffe, ihr habt einen ersten Eindruck von mir bekommen und davon, dass ich sehr gehyped auf diesen Film bin. Es würde auch einiges schieflaufen, wenn du als Marvel-Fan dich nicht auf diesen Film freust. Der 26. April 2018 ist jedenfalls dick im Kalender eingetragen.

Quelle Bild: commons.wikimedia.org