Main Concept – HIER UND JETZT

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Alles was zählt ist das Hier und Jetzt, der eine Moment wo man sich gerade befindet. Was in der Zukunft passiert, kann man nur schwer beeinflussen. Und die Gegenwart kann man nicht mehr ändern. Also liegt es an dir, das Beste aus dem Moment zu machen. Dein Leben zu gestalten, so wie du es willst und dich an den schönen Dingen erfreuen, die du schon erlebt hast.
Was diese Zeilen alles mit dem neuen Album von Main Concept zu tun hat? Ganz einfach – denn genau das ist der rote Faden von Hier und Jetzt, welches vor ein paar Wochen released wurde. Nach zehn Jahren – 2005 kam Equilibrium heraus – endlich wieder ein neue Album von DavidPe, DJ Explicit und Glammerlicious alias Main Concept. Zusätzlich feiern sie mit diesem Release ihr 25 jähriges Bandbestehen. Ich bin Fan seit ihrer 1998 erschienenen CD Genesis Exodus und freue mich immer sehr, wenn ich neuen Stuff höre. Ihr Boombap-Sound war von Beginn weg dope und auch die Lyrics von DavidPe sind immer ein Hörgenuss. Somit war für mich klar, dass ich Hier und Jetzt kaufen und mir stundenlang anhören werde. Das habe ich auch getan und präsentiere euch hier meine Review zu diesem dopen Album. Ich wünsche euch viel Spaß beim Durchlesen.

Drei Tracks die Lust auf mehr machen

Schon beim Hören der ersten drei Tracks hat man diesen typischen Main Concept Flava im Ohr. Boombap Beats vom Allerfeinsten und die Rhymes des DavidPe – einfach ein grandioser Start in das Album. Während er bei Hier und Jetzt die letzten Jahre erzählt, was so passiert ist und dass er Familie hat, ist München halt ein klassischer Seifer-Track, in dem alle MC’s des Blumentopf vertreten sind. Das ist auch mein absoluter Favorit auf diesem Album. Dazwischen kommt wer seid ihr? etwas aggressiver rüber. Das liegt auch an dem roughen Beat, dementsprechend rappt David auch und der Track hat Battle-Flava. Diese drei Songs machen extrem Laune und man will unbedingt mehr hören.
Es gibt aber nicht nur die typischen Boombap-Sounds auf dieser Scheibe, sondern es wurde auch versucht, etwas Neues auszuprobieren. Wie zum Beispiel bei Die Zukunft. Dieser Beat hat Reggea-Flair und DavidPe spricht mehr als er rappt. Er lockert sehr gut auf und bringt zwischen den Bangern einen Moment des Nachdenkens. Künstler und Gelehrter kommt dagegen mehr elektrolastiger rüber, was aber auch sehr fett klingt. Es ist also eine sehr gute Mischung aus Boombap und anderen Elementen und das macht dieses Album zu einem sehr guten Album.

Creme de La Creme an Featuregästen

Auf einer Main Concept CD dürfen natürlich Featuregäste nicht fehlen. Die Liste liest sich wie das Who des Who des deutschen Raps. Oder anders gesagt: Es ist so ziemlich jeder Künstler vertreten, der in irgendeiner Form mit Main Concept in Verbindung steht. Neben den oben schon erwähnten Blumentopf MC’s sind der ehemalige Massive Töne Member Wasi und Boashi San vertreten. Dazu kommen einige andere Granaten-Rapper wie Samy Deluxe, Eizi Eiz, Spax, MC Rene, Retrogott, Aphroe und noch viele andere. Am Meisten freut mich allerdings, das Vier zu Eins sich auch wieder die Ehre geben, bei einem Track mitzuwirken. Minute und Rekless haben mir damals schon gefallen und auch ihr Reimstil hat mich überzeugt. Daher ist auch Zack Boom Toppinger einer meiner absoluten Favoriten. Geiler Boombap-Beat, coole Lines – man muss vom Start weg mit dem Kopf nicken.
Ein paar Gedanken möchte ich noch zu Samy Deluxe sagen, der neben Eizi Eiz und Denyo auf dem Track Von Gestern bis Heute einen Part spittet. Es ist seit langem wieder ein sehr geiler Part von Samy, den er hier raus haut. Ich habe dabei das Gefühl, diese Strophe ist besser als sein ganzes Album Männlich. Denyo dagegen finde ich hier eher mittelprächtig, der Beat ist Bombe. Und wenn wir noch bei den Features bleiben – den Track mit Wasi finde ich am schlimmsten. Mit Eins & Eins bin ich nicht so warm geworden und Wasi hat auch schon mal besser gerappt. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, denn in Summe ist das Album sehr geil geworden. So wie der letzten Track Zufriedener Mann. So wie DavidPe zufrieden mit seinem Leben ist, mit seinem Beruf als Arzt und mit seiner Rapkarriere, so zufrieden bin ich als Höhrer von Hier und Jetzt.

Fazit

Dass Negative zuerst: Der Track mit Wasi inklusive Beat, der Part von Denyo und der eine oder andere Beat. Ansonsten ist Hier und Jetzt ein klassisches Main Concept Album. Typischer Boombap-Sound, ein Reaggae-Beat und andere Rhythmen. Texte über das Leben des DavidPe, Reime und Textzeilen die mit der Medizin zu tun haben und eine großartige Featureliste. Mehr braucht man nicht sagen und jeder Hip Hop Head sollte sich dieses Album anhören. Und bist du Main Concept Fan der ersten Stunde, dann solltest du sowieso zugreifen. Selbst wenn der eine oder andere Beat nicht so dope ist, kann man sich das Album gut durchhören und es macht einfach Laune, DavidPe wieder mal auf Albumlänge zu hören.

Hier und Jetzt bekommt auf meiner Plappergott Skala 4 / 5 Mikrofone

Meine Top 3 Tracks

1.) München halt feat. Blumentopf
2.) Zack Boom Toppinger feat. Vier zu Eins
3.) Zufriedener Mann

Zum Schluss habe ich noch eine Hörprobe für euch, das Video zum Track Wir leben’s lieber mit Boshi San. Ich hoffe, ich konnte euch dieses coole Musikstück schmackhaft machen.
Bis zur nächsten Review

Peace Out
Euer Plappergott

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Mission: Impossible – ROGUE NATION

Deutscher Titel: Mission: Impossible – Rogue Nation

Original Titel: Mission: Impossible – Rogue Nation

Regie: Christopher McQuarrie

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Ich muss ehrlich zugeben, dass ich seit dem ersten Film 1996 ein Fan der Serie bin. Ich finde auch diesen Film den bisher Besten der Reihe, auch wenn er schon zehn Jahre alt ist. Der zweite Teil war auch noch ganz in Ordnung, an den Dritten kann ich mich nicht mehr so erinnern. Dass hier schon Simon Pegg mitgespielt hat, tat aber der Serie gut. Denn Pegg bringt frischen Wind mit und einen genialen Humor, den diese Reihe gebraucht hat. Phantom Protokoll war schon wieder ein gelungenes Action-Feuerwerk und Rogue Nation setzt hier noch ein Mal nach. Im Kino habe ich ihn verpasst, also musste die Blu-ray herhalten. Handlung zu diesem Teil der Reihe, meine Meinung und natürlich meine Wertung lest ihr in diesem Beitrag. Ich wünsche euch viel Spaß.

Handlung

Als Agent der Impossible Mission Force (IMF) ist Ethan Hunt (Tom Cruise) gewöhnt, die unmöglichsten Aufträge zu erledigen. Doch dieser Auftrag könnte sein Letzter sein, weil er schon vor dem Start zu Scheitern droht. Denn ausgerechnet der CIA-Chef Alan Hunley (Alec Baldwin) sorgt dafür, dass das IMF-Programm geschlossen wird. Und Mitarbeiter wie der frühere Chef von Hunt, William Brandt (Jeremy Renner), sind ab sofort dem CIA unterstellt. Hunt muss untertauchen und ist auf sich allein gestellt. Auf sich allein gestellt bei der Suche nach dem Anführer einer geheimen Untergrundorganisation mit dem Namen „Syndikat“. Der Name dieser Person: Solomon Lane (Sean Harris)

Was genau ist das „Syndikat“ und was ist ihr Plan? Ethan trommelt wieder mal sein altes Team zusammen – Benji Dunn (Simo Pegg) und Luther Stickell (Ving Rhames). Sie versuchen, Lane aufzuspüren, doch dieser scheint immer einen Schritt voraus zu sein. Das Team muss sich beeilen, ohne Hilfe von Außen steht es unter massiven Zeitdruck, um eine globale Bedrohung zu beenden. Die Hoffnung wird allerdings größer, als Hunt auf die MI6-Doppelagentin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson) trifft. Sie schließen sich zusammen und agieren ab sofort als Team. Doch kann Hunt ihr trauen? Auf welcher Seite steht Ilsa und ist sie wirklich eine Hilfe für diese Mission?

Fazit

Teil Fünf der Mission: Impossible Filmreihe ist ein sehr guter Actionfilm geworden. Er bietet die klassische Agentenkost mit sehr viel Action, einer guten Story und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Bei dieser Filmreihe hatte ich ab dem dritten Teil immer wieder die Befürchtung, dass die Story nicht richtig erzählt wird oder zu sehr die Action in den Vordergrund gedrängt wird, dass das Ganze rund herum vernachlässigt wird. Dann kam Phantom Protokoll und ich wurde positiv überrascht. Und Rogue Nation setzt noch mal eine Schippe drauf und ich bin der Meinung, dass der Film besser geworden ist als der aktuelle Bond-Film Spectre.

Die Gründe sind ganz einfach. Ein Grund ist Tom Cruise selber, der wieder zu alter Stärke zurück gefunden hat. Ich sah in diesem Film wieder seine Leidenschaft für den Schauspielberuf und speziell für seine Paraderolle als Ethan Hunt. Ein weiterer Grund ist Simon Pegg, der fast noch grandioser auftritt als Cruise. Sein britischer Humor fügt sich perfekt in das Ganze ein, wirkt nicht plumb und kommt an den richtigen Stellen vor. Pegg ist definitiv eine echte Bereicherung für diese Filmreihe und auch in Rogue Nation der beste Schauspieler.

Eine große Überraschung war eindeutig Rebecca Ferguson. Sie ist noch nicht vielen bekannt, der eine oder andere Kinobesucher von euch kennt sie vielleicht aus Hercules. Sie porträtiert ihre Rolle als Doppelagentin Ilsa Faust ausgezeichnet und zeigt in Kampfszenen ihre agilen Fähigkeiten. Ich bin gespannt, in welchen Filmen sie in der Zukunft mitspielen wird. Negativ beurteilen muss ich hingegen den Bösewicht und die Leistung von Sean Harris. Selbst wenn er nach außen hin bedrohlich wirkt, war er für mich dennoch zu soft. Hier wäre mehr Potenzial vorhanden gewesen. Auch Jeremy Renner hatte nicht seine beste Leistung abgerufen und die Besetzung des österreichischen Bundeskanzlers war auch nicht die optimalste Entscheidung.

Die Handlung ist wie ich finde sehr durchdacht, auch wenn es letztendlich doch wieder eine klassische Agentengeschichte ist. Und in so einer darf Action nicht fehlen und die gab es reichlich. Natürlich ist die eine oder andere Szene ein wenig übertrieben dargestellt, dennoch macht es Spaß, zuzuschauen und diese Sequenzen wurden einfach grandios umgesetzt. Man denke nur zum Beispiel an die Szenen in der Wiener Staatsoper, wo über das Dach gelaufen oder während der Vorstellung hinter der Bühne gekämpft wurde – einfach grandios. Apropos Schauplätze – in einem Agentenfilm dürfen spektakuläre Städte und Länder nicht fehlen. Als Österreicher gefallen mir die Bilder innerhalb und außerhalb der Wiener Oper am Besten. Aber auch die Verfolgungsjagd mit den Motorrädern in Marokko ist sehr geil umgesetzt.

Man kann von Tom Cruise halten was man will, aber in Rogue Nation zeigt er eindeutig, dass er schauspielern kann. Fans der Filmreihe werden sowieso eine Freude mit diesem Film haben, aber ich kann diesen Mission: Impossible Teil auch allen anderen Actionfans ans Herz legen. Bekannte Schauspieler wie Jeremy Renner, Alec Baldwin und Simon Pegg sind mit von der Partie und er bietet alles, was ein Agentenfilm haben muss.

Auf meiner Plappergott Skala bekommt Rogue Nation 3,5 / 5 Punkten.

Cast

Ethan Hunt – Tom Cruise
William Brandt – Jeremy Renner
Benji Dunn – Simon Pegg
Ilsa Faust – Rebecca Ferguson
Luther Stickell – Ving Rhames
Solomon Lane – Sean Harris
Premierminister – Tom Hollander
Alan Hunley – Alec Baldwin

Das war mein Beitrag zu Misson: Impossible – Rogue Nation. Am Ende könnt ihr euch wie immer einen Trailer sehen. Bis zum nächsten Mal.

Euer Plappergott

BRIDGE OF SPIES – Der Unterhändler

Deutscher Titel: Bridge Of Spies – Der Unterhändler

Originaltitel: Bridge Of Spies

Regie: Steven Spielberg

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Es war einer jener Filme, wo ich etwas überlegt habe, ob ich ihn mir überhaupt im Kino anschauen soll. Meine Priorität lag ganz klar bei Star Wars, da Bridge of Spies aber schon vor Star Wars in die Kinos gekommen ist, habe ich mich letztendlich spontan entschieden – vor allem weil ich nur positives über diesen Film gelesen habe. Und ich bin sehr froh, dass ich ins Kino gegangen bin. Selten war ein Film so meisterhaft wie dieser. Tom Hanks spielt außerordentlich genial und Steven Spielberg versteht sein Werk, wie er Bilder und Geschichten umsetzt. So viel sei schon mal vorweg genommen. Wie immer gibt es in Filmbeiträgen Informationen zur Handlung und danach meine Meinung. Die große Frage vorher: geht sich eine perfekte Wertung aus? Viel Spaß beim Lesen

Handlung

Im Jahre 1957 ist der Kalte Krieg auf dem Höhepunkt. Die USA und die Russen verwenden Spione, um geheime Informationen zu sammeln. So ein Spion ist auch Rudolf Abel (Mark Rylance), der als Kunstmaler getarnt in Brooklyn lebt. Eines Tages wird er verhaftet und es wird ihm ein Pflichtverteidiger zur Seite gestellt. James B. Donavan (Tom Hanks), der in seinem Brotberuf Versicherungsanwalt ist, nimmt diese Herausforderung an. Anfangs ist er noch nicht sehr begeistert davon, da ihm diese Aufgabe mehr oder weniger aufgedrängt wurde. Doch mit der Zeit ist er mit Eifer dabei und er kämpft für seinen Mandanten, dass er einen fairen Prozess bekommt.

Donavan ist der Meinung, dass Abel nicht wegen Landesverrat angeklagt werden kann, da sowohl bei der Verhaftung kein Durchsuchungsbeschluss vorhanden war als auch die Tatsache, dass er ein Ausländer ist. Aber es hat wenig Zweck, Richter Mortimer Byers (Dakin Matthews) verurteilt Abel. Allerdings bekommt er eine Haftstrafe von über 30 Jahre und wird nicht zu Tode verurteilt, so wie es sich viele gewünscht haben. Und obwohl Donavan zum Buhmann der Nation wurde, zeigte er Weitblick. Er war der Meinung, dass man Abel für einen eventuellen Austausch mit einem amerikanischen Spion noch brauchen könnte.

Und dann passiert es auch, der Pilot Francis Gary Powers (Austin Stowell) wird von den Russen gefangen genommen, nachdem sein Flugzeug abgeschossen wurde. Donavan wird von der CIA beauftragt, als Unterhändler zu fungieren. Noch brisanter ist der Ort, an dem der Austausch stattfinden soll – Ostberlin. Zu einer Zeit, als die Mauer gebaut wurde. Als dann auch noch ein amerikanischer Student festgenommen wird, spitzt sich die Lage mehr und mehr zu. Donavan muss sich entscheiden, denn eigentlich ist er nur hier, um den Tausch Powers gegen Abel auszuhandeln.

Fazit

Tom Hanks in absoluter Hochform. Er spielt seine Rolle als Anwalt James B. Donavan so glaubwürdig, dass es eine pure Freude ist, ihn zuzusehen. Hanks zeigt einmal mehr, was für ein großartiger Schauspieler er ist und mit welcher Hingabe er seine Figuren spielt. Dazu kommt Steven Spielberg, der es schafft, die Story gut in Szene zu setzen. Die Bilder, die Kamerafahrten – das ist eine absolute Augenweide. Hanks und Spielberg sind einfach ein Dreamteam, das wissen wir seit Catch me if you can und der Soldat James Ryan. Daher ist dieser Film so grandios geworden.

Die Geschichte basiert auf wahren Begebenheiten. So fungierte die Glienicker Brücke mehrere Male als Austauschort – eine ideale Vorlage für diesen Film. Daher wurde auch Berlin als Ort für diesen Austausch als Schauplatz gewählt. Wohlgemerkt zum Zeitpunkt des Mauerbaus, was die Brisanz und die Spannung noch um einige Prozentpunkte erhöht. Auch die Thematik des Kalten Krieges ist sehr spannend und bietet viel Stoff für gute Filme. Bridge of Spies ist super erzählt, dauert über zwei Stunden und man schaut gespannt auf die Leinwand wie die Story sich entwickelt, ohne dass es langweilig wird. Die Bilder sind gewaltig, speziell die Szenen die in Berlin spielen kommen sehr glaubhaft rüber und man hat ein klares Bild vor Augen, was zu dieser Zeit alles passiert sein könnte. Die Dialoge sind gut geschrieben und an manchen Stellen kommt einem ein Schmunzeln über die Lippen.

Die Schauspieler zeigen alle super Leistungen. Neben Tom Hanks brilliert Mark Rylance als russischer Spion Rudolf Abel. Seine Ausstrahlung, seine Energie die er in diese Rolle reinsteckt, dass ist schon ganz großes Kino. Mary Ryan (bekannt aus dem oscarprämierten Film Birdman) spielt die Frau von James Donavan und zeigt auch hier, was sie kann. Auch Alan Alda, Austin Stowell und viele andere gute Schauspieler beweisen, was in ihnen steckt. Ich kann mich gerade an keinen Film erinnern, in dem ich Negatives mit einem Mikroskop finden müsste. Da würde ich die besagte Nadel im Heuhaufen suchen und es wäre mehr als nur Jammern auf hohem Niveau.
Was bleibt ist ein grandioser Film mit ausgezeichneten Schauspielern, einer glaubwürdigen Story, tollen Bildern und ich merke gerade, dass mir langsam die Superlativen ausgehen. Schaut euch den Film unbedingt an, egal ob ihr es noch in ein Kino schafft oder auf DVD oder Blu-ray bequem auf der Couch. Er ist echt sehr sehenswert.

Bridge of Spies bekommt von mir auf meiner plappergott Skala die Maximalwertung von 5 / 5 Filmrollen.

Cast

James B. Donavan – Tom Hanks
Rudolf Abel – Mark Rylance
Hoffman – Scott Shepard
Mary Donavan – Amy Ryan
Wolfgang Vogel – Sebastian Koch
Thomas Watters – Alan Alda
Francis Gary Powers – Austin Stowell
Mortimer Byers – Dakin Matthews
Allen Dulles – Peter McRobbies
Agent Blasco – Domenick Lombardozzi
Frederic Pryor – Will Rogers

Am Ende dieses Eintrages könnt ihr euch noch einen Trailer von diesem grandiosen Film anschauen. Bis zur nächsten Film Review auf meinem Blog.

Euer Plappergott

Marvel’s ANT-MAN

Deutscher Titel: Ant-Man

Originaltitel: Ant-Man

Regie: Peyton Reed

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Das ich ein großer Marvel Fan bin, brauch ich euch nicht mehr zu erklären. Ich habe es schon des Öfteren geschrieben und das wird sich so schnell nicht ändern. Natürlich verfolge ich regelmäßig, welche Filme mit Marvel Superhelden raus kommen. Und da ich die Comics nie gelesen habe, informiere ich mich vorher über die Charaktere und deren Herkunft. Es macht für mich einfach mehr Sinn, mit einem gewissen Grundwissen in die Kinos zu gehen und den Film zu sehen. Genau so war es bei Ant-Man. Ich habe mich so auf diesen Film gefreut, als das Datum fest stand und ich habe ihn mir natürlich im Kino angesehen – in 3D. Vor ein paar Tagen ist er auf Blu-ray raus gekommen und als Marvel Fan ist es selbstverständlich, dass er in meine Sammlung muss und ich ihn mir ein zweites Mal anschaue. Dieses Mal auf Englisch und da ist der Film noch cooler. Aber wie immer bei Einträgen von Filmen gibt es zu erst die Handlung und dann mein Fazit. Viel Spaß dabei.

Handlung

Scott Lang (Paul Rudd) hat es echt nicht einfach im Leben. Er saß eine Haftstrafe wegen Einbruchs ab. Dadurch bekommt er schwer einen Job, denn welcher Arbeitgeber stellt schon einen ehemaligen Gefängnisinsassen ein. In weiterer Folge verwehrt ihm seine Ex-Frau Maggie (Judy Greer) und ihr neuer Mann Paxton (Bobby Canavale) den Kontakt mit seiner Tochter Cassie, obwohl er sich mehr als bemüht. Und dann hat sein ehemaliger Zellengenosse Luis (Michael Pena), bei dem er nach seiner Entlassung wohnt, einen Job für ihn. Obwohl er das nie wieder machen wollte, bricht er in das Haus eines reichen, alten Mannes ein.

Im Keller findet er jedoch nur einen Anzug, der wie ein Motorradanzug ausschaut. Er nimmt ihn mit und testet ihn bei sich zu Hause. Plötzlich schrumpft er auf die Größe eines Insektes, zudem spricht jemand über einen eingebauten Kommunikator zu ihm. Es stellte sich heraus, dass Scott in das Haus des berühmten Physiker Hank Pym (Michael Douglas) eingebrochen ist. Hank hat die Pym-Partikel entdeckt, die in diesem Anzug steckt und mit der es möglich ist, auf die Größe eines Insektes zu schrumpfen. Zudem ist der Anzugträger um einiges stärker und kann mit Ameisen kommunizieren. Er hat Scott schon länger beobachtet und bietet ihm einen Job an – und eine zweite Chance, die Beziehung zu Cassie zu erneuern.

Es soll wieder einmal die Welt gerettet werden. Ein ehemaliger Mitarbeiter von Hank, Darren Cross (Corey Stoll), hat ebenfalls an einer Schrumpfformel geforscht und auch einen Anzug entwickelt – den sogenannten Yellowjacket. Er will eine Armee aufbauen und diese dann um viel Geld verkaufen – daher muss Darren gestoppt werden. Scott Lang nimmt diese Herausforderung an. Gemeinsam mit Hank und dessen Tochter Hope (Evangeline Lilly) lernt er, wie er mit dem Anzug harmoniert und wie er am einfachsten mit den Ameisen kommuniziert. Er will seine zweite Chancen nutzen. Scott Lang wird zu ANT-MAN.

Fazit

Paul Rudd kennt man eher aus Filmen wie Anchorman, Immer Ärger mit 40 und Nie wieder Sex mit der Ex. Daher war ich am Anfang etwas skeptisch, als ich gelesen habe, dass er Ant-Man spielen soll. Mittlerweile habe ich den Film zwei Mal gesehen und ich muss sagen, dass ich mir kaum einen anderen Schauspieler vorstellen kann. Er macht seine Sache echt sehr gut, bringt den gewohnten Humor mit und spielt seine Rolle mehr als glaubwürdig. Für mich die große Überraschung des Filmes.

Dass ein Michael Douglas eine Ikone ist, braucht man nicht zu erwähnen. Ich fand es super, dass er dabei ist nach all seinen privaten Schicksalsschlägen. Er spielt Hank Pym, der die Formel zum Schrumpfen erfunden hat. Er war in früheren Jahren selber der Ant-Man und suchte lange Zeit einen würdigen Nachfolger. Evangeline Lilly ist auch mit von der Partie, sie kennen wir speziell aus der Hobbit-Trilogie. In Ant-Man verkörpert sie die Tochter von Hank PymHope van Dyne. Ihre Leistung ist mehr als solide, kommt aber nicht ganz an die von Rudd und Douglas ran.

Der Bösewicht ist dieses Mal etwas blass geworden. Corey Stoll spielt Darren Cross, einen früheren Kollegen von Pym, der auch eine Formel für einen Spezialanzug entwickelt hat, mit dem man ebenfalls schrumpfen kann. Er will diese Formel und den Anzug verkaufen, weil er einfach geldgierig ist. Das war mir dann etwas zu oberflächlich und auch Corey Stoll liefert nur eine mittelmäßige Leistung ab. Ansonsten bin ich mit den Schauspielern durchwegs zufrieden.

Die Story finde ich durchdacht, beinhaltet viel Humor und wird gut erzählt. Es werden auch alltägliche Themen behandelt – wie z.B. die Beziehung zwischen Vater und Tochter. Wie sehr hat man eine zweite Chance verdient, eine Beziehung zu seinem Kind aufzubauen, wenn man die Erste mehr als verbockt hat – dadurch hat der Film seine nachdenklichen Momente.
Natürlich gibt es wieder jede Menge CGI-Effekte und die sehen einfach cool aus. Am Besten fand ich den Kampf zwischen Ant-Man und Falcon am Avengers-Gelände. Wie Ant-Man schrumpft-groß wird-wieder schrumpft und dass alles innerhalb weniger Sekunden sieht einfach genial aus – so muss CGI aussehen.

Der finale Kampf zwischen Ant-Man und Yellowjacket war neben dem Kampf mit Falcon der absolute Höhepunkt. Die Action, die Effekte – alles perfekt umgesetzt. Der Film hat wie ich finde einen schönen Bogen und ich hätte kaum Schwächen in der Story gesehen. Nur der nicht glaubwürdige Bösewicht inklusive der schauspielerischen Leistung von Corey Stoll drückt die Wertung nach unten und verhindert eine perfekte Wertung.

Ant-Man bekommt von mir auf meiner plappergott Skala 4/5 Filmrollen.

Cast

Scott Lang / Ant-Man – Paul Rudd
Hank Pym / Ant-Man – Michael Douglas
Hope van Dyne – Evangeline Lilly
Darren Cross / Yellowjacket – Corey Stoll
Luis – Michael Pena
Dave – T.I.
Kurt – David Dastmalchian
Cassie Lang – Abby Ryder Fortson
Maggie – Judy Greer
Paxton – Bobby Cannavale
Peggy Carter – Hayley Atwell
Sam Wilson / Falcon – Anthony Mackey

Am Ende gibt es wie in jeder Review einen Trailer. In nächster Zeit werden sicher einige Reviews zu Filmen und vielleicht auch wieder Serien geben. Bis dahin.

Euer Plappergott

Dying of the Light – Jede Minute zählt

Originaltitel: Dying of the Light

Deutscher Titel: Dying of the Light – Jede Minute zählt

Regie: Paul Schrader

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Dieser Film ist einer jener Filme, die ich spontan gekauft habe. Ich sah den Film zum ersten Mal im Saturn-Regal und habe mir den Text auf der Rückseite der Blu-ray durchgelesen. Ich fand diesen sehr interessant und kaufte mir den Film. Ich habe mir Dying of the Light angesehen und präsentiere euch hiermit meine Review. Gleich eines vorweg: er war schlechter als meine Euphorie beim Durchlesen, aber besser als letztendlich erwartet.

Handlung

Evan Lake (Nicolas Cage) ist ein langjähriger und anerkannter CIA Agent. Er hat sehr viele Kämpfe erfolgreich ausgetragen und genießt hohes Ansehen. Eines Tages wird bei ihm eine aggressive Form der Alzheimerkrankheit diagnostiziert, die er vorerst von seinem Arbeitgeber geheim hält. Denn Evan hat erst vor Kurzem von seinem Schützling Milton Schultz (Anton Yelchin) erfahren, dass der totgeblaubte Terrorist Muhammad Banir (Alexander Karim) noch am Leben ist – was ihm seine Vorgesetzten nicht glauben.

Lake bleibt nicht viel Zeit, da seine Krankheit immer schneller voran schreitet. Zudem finden seine Vorgesetzten heraus, dass er Alzheimer hat und er muss seinen Dienst beim CIA quittieren. Er ist dennoch fest entschlossen, Banir zu finden und ihn zur Strecke zu bringen. Milton hilft ihm und gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach dem untergetauchten Terrorist. Denn Lake hat mit ihm noch eine persönliche Rechnung offen.

Fazit

Im Vorfeld des Films gab es einige Probleme und Paul Schrader wurde bei der finalen Schnittfassung ausgesperrt. Das sieht man dem Film leider auch an. Er ist ein wenig kurzweilig und die (klassische Agent sucht Terrorist) Story hat wenig Spielraum, sich zu entwickeln. Zudem wurde bis auf eine Schießerei gegen Ende des Films komplett auf Action verzichtet.

Dabei hätte der Film durchaus Potenzial, zu einem sehr spannenden Thriller zu werden. Der Grund dafür ist eindeutig Nicolas Cage, der Evan Lake verkörpert. Er ist nicht unbedingt einer meiner Lieblingsschauspieler, aber in Dying of the Light zeigt er eine sehr gute Leistung und beweist, dass er es kann. Seine Darbietung des an Alzheimer erkrankten Agenten rettet etwas den Film und drückt die Wertung nach oben.

Alle weiteren Charaktere sind meiner Meinung nach eher Durchschnitt und gehen auf Grund der Leistung von Cage unter. Der Bösewicht ist für mich kein Bösewicht, da er selber schwer krank ist und kaum gehen kann. Und auch Anton Yelchin (er verkörpert den Lake Schützling Milton Schultz) habe ich von Star Trek besser in Erinnerung. Was bleibt ist ein Film, der besser als erwartet war und den man nur zu Ende schaut, weil Nicolas Cage seine Rolle ausgezeichne spielt.

Dying of the Light bekommt von mir auf meiner plappergott Skala 2,5 / 5 Filmrollen.

Cast

Evan Lake – Nicolas Cage
Milton Schultz – Anton Yelchin
Muhammad Banir – Alexander Karim
Michelle Zuberain – Irene Jacob

Am Ende dieser Review gibt es noch einen Trailer. Bis zur nächsten Review

Euer Plappergott

Independence Day: Resurgence – Erste Infos Erster Trailer

Originaltitel: Independence Day: Resurgence

Deutscher Titel: Independence Day: Wiederkehr

Regie: Roland Emmerich

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Erst vor Kurzem habe ich zum Sci-Fi Klassiker Independence Day aus dem Jahre 1996 einen Blogeintrag geschrieben. Und bis vor ein paar Tagen wusste ich nichts von einer eventuellen Fortsetzung. Als ich das Internet nach Neuigkeiten zu Filmen durchstöberte, fand ich durch Zufall einen nigelnagelneuen Trailer zu Independence Day: Resurgence. Ich war verblüfft, denn ehrlich gesagt hab ich mit einem Sequel nicht gerechnet. Da ich aber den Klassiker sehr oft gesehen habe, war ich sehr neugierig und sah mir den Trailer mehrmals hintereinander an. Voller Vorfreude auf den Film, hab ich beschlossen einen Eintrag darüber zu schreiben. Daher gibt es in diesem Eintrag mal etwas Neues – der Erste mit einer Vorschau zu einem Film, Analyse des Trailers, welche Schauspieler mit von der Partie sind und was bis jetzt zur Handlung bekannt ist. Viel Spaß wünsche ich euch dabei.

Bisherige Handlung

Noch ist zur Handlung nicht sehr viel bekannt. Resurgence spielt exakt 20 Jahre nach den Geschehnissen des ersten Teiles. Die Aliens wurden besiegt und die wenigen Überlebenden versuchten sich an die post apokalyptische Erde anzupassen. Mit Hilfe der Alientechnologie bauten sie Waffen und Verteidigungssysteme, um sich im Falle eines erneuten Angriffes entsprechend zu schützen. Denn die Menschen wussten immer, dass die Aliens einen neuerlichen Versuch starten werden, die Erde zu vernichten. Es wurde sogar ein Außenposten auf dem Mond errichtet.
Eine Invasion steht unmittelbar bevor und jeder soll seinen Teil dazu beitragen. David Levinson stellt seine Erfahrung von dem ersten Angriff 1996 zur Verfügung, der Stiefsohn von Captain Steven Hiller, Dylan Hiller, tritt in die Fußstapfen seines Stiefvaters, der im ersten Teil ein Held war. Jake Morrison, der 1996 seine Eltern verloren hatte, machte eine Ausbildung beim Militär und wird später auf den Mond versetzt. Jeder hat seine Aufgabe und Ziel muss es sein, die Aliens endgültig zu vernichten.

Bekannte und neue Schauspieler

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Sehr interessant und teilweise mit leichtem Unverständnis liest sich die Liste der gecasteten Schauspieler. Zum Einen sind bekannte Gesichter aus dem ersten Teil dabei und zum Anderen Akteure, die ich noch nie in meinem Leben gesehen und gelesen habe.
Aus dem Klassiker von 1996 ist Jeff Goldblum als David Levinson mit von der Partie und auch Bill Pullmann wurde mit in das Boot geholt – er spielt mit ziemlicher Sicherheit wieder den Politiker Thomas J. Whitmore. Weitere bekannte Gesichter sind Judd Hirsch, er spielt wieder den Vater von Jeff Goldblum (Julius Levinson), Vivica A. Fox als Jasmine und unerwarteter weise Brent Spiner als Dr. Okun. Warum unerwartet, will ich an dieser Stelle nicht verraten. Wenn ihr den ersten Film gesehen habt, könnt ihr euch den Grund denken.

Spielt er jetzt mit oder nicht – der Will Smith? Laut Recherche war es lange unklar, ob Roland Emmerich ihn für das Sequel gewinnen kann. Doch es ist zu 100 Prozent sicher, dass er und seine Figur Steve Hiller nicht in Resurgence zu sehen ist. Dagegen wurde für die Rolle als sein Stiefsohn Dylan Hiller Jessie Usher gecastet. Jessie wer? Keine Sorge, ich musste auch das Internet durchforsten, um heraus zu finden, wer das ist. Er spielte hauptsächlich in Serien wie The Menatalist und Criminal Minds. Ein unbekannter Schauspieler, der nur überraschen kann.

Weitaus mehr Bekanntheitsgrad hat Liam Hemsworth, vor allem da sein Bruder Chris den Marvel-Superhelden Thor spielt. Liams Charakter ist Jake Morrison, der beim ersten Angriff seine Eltern verloren hat. Er wird auf den Mond versetzt und es ist noch nicht ganz klar, welche Rolle diese Figur einnimmt. Die Tochter des damaligen Präsidenten ist auch wieder mit dabei, die mir unbekannte Schauspielerin Maika Monroe spielt Patricia Whitmore. Und dann gibt es noch William Fichtner, den die regelmäßigen Filmschauer unter euch sicher kennen. Er spielte unter anderem in der Serie Crossing Lines mit und in bekannten Filmen wie Lone Ranger, Elysium und The Dark Knight. Seine Figur in Resurgence ist General Adams, zu der noch wenig bis gar nichts bekannt ist.

Ich bin sehr gespannt, wie sich der Mix aus einigen bekannten Gesichtern aus dem ersten Teil und vielen neuen Charakteren und Schauspielern in die Geschichte einfügt. Es ist natürlich alles Spekulation, aber ich freue mich jetzt schon riesig auf die Fortsetzung.

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Traileranalyse

Der Trailer fängt schon mal spektakulär an, David Levinson wird zu einem abgestürzten Raumschiff geführt. Er ist bekanntlich einer der Wenigen, die beim ersten Angriff voll involviert waren. Welches Raumschiff dass ist, ein altes Schiff oder doch eines der Neueren, konnte ich leider nicht erkennen. Aufgrund des Dialoges würde ich aber sagen, dass es eines der neuern Generation ist.

David Levinson dürfte auch dieses Mal wieder eine kräftige Rolle spielen, da er im Trailer sagt, dass er 20 Jahre Zeit hatte, die Menschen auf diesen Angriff vorzubereiten. Man sieht auch viele, hypermoderne Kampfjets oder ähnliches, die aus der Alientechnologie entstanden sind. Die Menschheit hat mit Hilfe dieser ihre Verteidigungssysteme ordentlich aufgewertet, um gerüstet zu sein. Ob das für einen neuerlichen Angriff gut genug ist?

Danach ist Bill Pullman kurz zu sehen und er sagt, dass er die Aliens in seinen Träumen sieht und sie zurück kommen werden. Ich denke, dass der erste Angriff immer noch in seinem Gehirn fest verankert ist und er vielleicht sogar Depressionen hat. Schwer einzuschätzen, in welcher Funktion seine Figur Thomas J. Whitmore im Film zu sehen ist. Der Interpretationsspielraum ist hier sehr groß meiner Meinung nach.

Dann beginnen die Actionszenen und man sieht, wie die Alienschiffe in die Atmosphäre eindringen. Wie die Mondbasis zerstört wird, man sieht kurze Szenen von Kampfpiloten und man hört im Hintergrund die herzergreifende Rede von Bill Pullman aus dem ersten Teil. Zudem bekommt man als Trailerschauer kurze Eindrücke von den neuen Schauspielern, von William Fichtner, Jessie Uscher, Liam Hemsworth und Maika Monroe.

Das Ende schießt noch mal den epischen Vogel an. Jeff Goldblum und Liam Hemsworth stehen auf dem Mond in ihren Anzügen und sehen zu, wie ein Alienschiff auf die Erde zurast. Zum Schluss dieser Traileranalyse möchte ich den Satz zitieren, denn Goldblum am Ende des Trailers sagt:
Das ist definitiv viel größer als das letzte Mal.

Trailer

Und jetzt könnt ihr die Trailer schauen. Ich präsentiere euch sowohl den deutschsprachigen als auch englischsprachigen Trailer. Für alle, die ihn sich im Original anschauen wollen. Holt euch euren Ersteindruck und schreibt mir Kommentare, wie ihr den Trailer findet und was ihr von dem Film erwartet. Ich wünsche euch viel Spaß. Independence Day: Resurgence kommt am 14. Juli 2016 in die Kinos.

Trailer auf Englisch

Trailer auf Deutsch

Euer Plappergott

Demograffics, Guilty Simpson & Phat Kat Live @ B72 Vienna

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JAAAAA
Die Demograffics gaben wieder mal Wien für einen Live Auftritt die Ehre und dass gleich an einem Abend mit den Creme de la Creme Artists aus Detroit – Beatproduzent Apollo Brown, Super Emcee, Phat Kat und Guilty Simpson. Ein absoluter Pflichttermin für mich und ich sehnte mich schon diesem Tag entgegen. Ein Vorteil war, dass ich am nächsten Tag frei hatte und so konnte ich in aller Ruhe auf dieses Konzert gehen, ganz ohne Stress wann ich nach Hause komme um genug Schlaf zu bekommen. Lest in diesem Eintrag meine Eindrücke über die Auftritte der Artists, das Drumherum und was ich sonst noch alles erlebt habe. Viel Spaß dabei.

Vor dem Konzert

Ich war sehr früh dort und bekam daher einen Parkplatz direkt vor dem B72. Ich freute mich auf einen dopen Abend und dass ich wieder mal mit den Jungs von den Demograffics quatschen kann. Dazu muss ich sagen, dass ich mit ihnen regelmäßig über Facebook in Kontakt bin und ich war auch schon einmal in Augsburg bei einer Loop Session dabei. Ich bin mit ihnen vor ihrem Auftritt etwas Essen gegangen und wir quatschten ein wenig über Neuigkeiten und Alltagsthemen. Danach ging es wieder zurück ins B72 und DJ Ottomatic legte bereits fette Hip Hop Musik auf. Ich kaufte mir in der Zwischenzeit ein Demograffics-Shirt und die EP Words Paint Picture von Apollo Brown und Rapper Big Pooh. Langsam füllte sich auch die Konzertlocation (es war eine ausverkaufte Veranstaltung) und ich suchte mir für den Demograffics Live-auftritt einen guten Platz. Schnell gefunden und somit kann einem fetten Abend nichts mehr im Weg stehen.

Demograffics

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Wenn Maniac die Bühne entert, ist er sofort unter Strom und gibt seine ganze Energie an die Crowd weiter. Von Start weg rappt er seine Lyrics mit Leidenschaft und das Publikum geht mit. Die Demograffics präsentierten viele Songs von GLUE, ihrem neuen Album. Tracks wie Connect, Bavarias Most Blunted und Sweat Pant Anthem kamen Live sehr cool rüber. Maniac präseniterte aber auch einzelne Strophen von Featureparts oder älteren Songs. Clowns und Camera und Gnackbreaker (Keno als Featuregast), Record Money, welches auf dem Dexter Album Palmen und Freunde vertreten ist und ein Part von How Long (Vom Cheese Album). Es war somit ein gelungener Mix aus Neuem und Bekannten und die Show war vom ersten Ton bis zur letzten Snare mega dope. Die Beats pumpten geil durch die Boxen, die englischsprachigen Lyrics vom Bayer Maniac waren verständlich und was die Energie von ihm betrifft – er hätte das ganze B72, so viel Energie hatte Maniac in seinen Knochen. Die Bühne schien fast zu klein für ihn, dennoch nutzte er jeden Millimeter aus, um seine Leidenschaft für das Rappen und seine Texte Live zu präsentieren, voll aus. Ein durch und durch gelungener Auftakt.


Apollo Brown

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Er ist einer meiner absoluten Lieblings Produzenten aus den Staaten und es war das erste Mal, dass ich die Gelegenheit hatte, ihn Live zu sehen. Zuerst dachte ich, er betätigt die Plattenteller während Guilty Simpson, Phat Kat und Konsorten ihre Tracks spitten. Stattdessen kam er solo auf die Bühne und kündigte an, eine Stunde lang seine Beats vor zu spielen. Ich dachte so „WOW, Apollo Brown Beats Live über eine fette Anlage und dann noch eine Stunde lang“ – nur her damit. Dann drehte Apollo die Anlage auf und haute eine Beatgranate nach der Anderen heraus. Beats von seinen unzähligen Alben wie sein Neues Grandeur, Dice Game und von seinen Beattapes. Unglaublich fett, wie seine Beats über die Boxen im B72 in die Ohren der Crowd gelangen und alle nickten ihre Köpfe und bewegten sich im Takt. Wahrscheinlich hätte eine halbe Stunde auch gereicht, aber es war dennoch extrem fett und war ein gelungenes Appetithäppchen auf den Hauptteil des Abends, die Auftritte von Supa Emcee, Phat Kat und Guilty Simpson.

Guilty Simpson, Phat Kat, Super Emcee

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Der Höhepunkt des Abends begann mit einigen Tracks des Rappers Super Emcee, den ich bis dahin nicht kannte. Leider hat mir seine Performance nicht sehr gut gefallen. Die Beats waren nicht nach meinem Geschmack und die Lyrics waren auch eher mäßig. Für mich war es ein wenig mühsam, ihn zu hören. Es war das einzig Negative an diesem Abend.

Phat Kat dagegen war schon viel cooler. Der schwer gewichtige Rapper hatte auch wieder die doperen Beats am Start, die mehr nach meinem Geschmack waren. Auch sein Rapstiel gefiel mir um einiges besser als jener von Emcee. Ich kannte Phat vom Namen her und habe schon den einen oder anderen Track gehört, nach diesem Konzert werde ich mich mit seiner Musik mehr beschäftigen. Da waren schon vielversprechende Dinger dabei. Dazwischen witzelte er mit der Crowd ein wenig herum.

UND DANN KAM GUILTY.
Ohne viel Ankündigung, dass er jetzt auf die Bühne kommt, stand Guilty schon dort und rappte los. Die lange Wartezeit auf seinen Auftritt und die Liebe zu einer gewissen Kräutersorte hat man ihm etwas angesehen. Er rappte teilweise zu leise ins Mic und dadurch verstand man nicht immer seine Texte. Ansonsten hat der Auftritt aber viel Spaß gemacht, die Beats, speziell jene von seinem gemeinsamen Album mit Apollo Brown (Dice Game), kamen sehr geil rüber. Er präsentierte aber auch ein paar neue Sachen und den einen oder anderen Track, wo er über ein J Dilla Brett spittet. Ein dennoch gelungener Abschluss eines grandiosen Abends.

Fazit

Ein geiles Konzert mit vielen Artists, dicke Beats, Killah-Rhymes und alles, was sonst noch zu einem fetten Hip Hop Abend dazu gehört. Bis auf Super Emcee haben mir alle Artists gefallen, die Demograffics Live Show war aber definitiv die dopeste. Ein DJ, ein MC – ein eingespieltes Duo mit einer gut durchdachten Setliste. Die Ami-Acts haben alle auf einen DJ verzichtet, stattdessen unterstütze DJ Ottomatic die Acts. Das war natürlich nicht ganz flüssig da sie nicht eingespielt waren. Die durchwegs dopen Beats entschädigten über diesen Fakt hinweg. Dass Apollo Brown Live seine Beats vorgespielt hat, fand ich auch geil, aber es war etwas zu lange. Dadurch musste man eine Stunde auf die anderen Artists warten und das war gegen Ende des Beatsets langatmig. In Summe war es aber ein sehr cooles Konzert und ich würde wieder kommen, sofern diese Hip Hop Musiker wieder nach Wien kommen sollen.

Ab sofort werde ich auch Konzerte mit Punkten bewerten.
Dieses Konzert bekommt auf meiner plappergott Skala 3,5 / 5 Livepunkten

Das war nach langer Zeit wieder ein Konzertbericht für euch. Es wartet auch schon der nächste Bericht von euch gelesen zu werden. Es sind noch einige Konzerte in dieser Woche, wo ich am Start bin. Haltet die Augen offen und bis dahin.

Euer Plappergott.

plapperblog’s Hip Hop Week #15 XXL

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Liebe Blog Gemeinde

Es ist wieder einmal soweit, eine neue Hip Hop Week ist online. Es ist mittlerweile die 15. Ausgabe. Diese Ausgabe wird etwas anders, denn sie wird größer. Da ich bis zum Jahreswechsel ziemlich sicher nicht mehr so viel Zeit haben werde, habe ich beschlossen, eine XXL-Ausgabe daraus zu machen und daher sind viel mehr Tracks am Start als üblich. Es sind einige neue Sachen dabei, ein paar ältere Tracks, den einen oder anderen Ami-Track, ein Beattape, einen Weihnachtssong und zwei Classic Tracks of the Week. Die geballte Ladung Rap wartet auf euch und ich denke, es sollte für jeden etwas dabei sein. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Anhören.

Taktiker – Lucky Loops Beattape

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Viele von euch kennen Taktiker als Blogbetreiber der Seite micsundbeats.de und als leidenschafftlichen Podcaster für das österreichische Message Magazin. Seit einigen Monaten hat er eine neue Liebe entdeckt – das Beatbauen. Mit seinen Oberlaindern Chronicles hat er bewiesen, dass er das Produzieren im Blut hat und legt nun mit dem Lucky Loops Beattape nach.

Lucky Loops ist ein 7:25 Minuten langer Mix aus groovigen Samples, chilligen Snares und gemütlichen Melodien. Für diese kurze Zeit, in der Taktiker Beats macht, hört man die Liebe für die Details wann die Samples geschnitten werden und wann er welche Drums setzt. Das harmoniert unheimlich nice und wenn das Tape zum dritten Mal durchläuft, bekommt man es nicht gleich mit. Der Sound ist unheimlich chillig und ist der ideale Soundpartner für glückliche Rap-Menschen, die daheim ein paar gemütliche Stunden auf der Couch verbringen wollen.

Das Tape bekommt von mir 5/5 Plattentellern.

Ihr wollt euch das Tape gratis runterladen? KLICK HIER

Hinterland – Voixmusik

Dieser Track ist schon ein paar Jahre alt, aber er ist immer noch einer der dopesten Tracks aus Österreich – auf dem gleichnamigen Album Voixmusik vertreten. Ich würde ihn sogar als Hinterland-Klassiker bezeichnen. Die Crew Hinterland aus Oberösterreich ist bekannt, dass sie lyrisch sehr coole Lines raus schmeißen und Wortspiele Deluxe an den Start bringen. So ist es auch bei Voixmusik. Rapper in Lederhosen, die vor einem älteren Publikum rappen ist schon ein geniale Idee. Rap VS Volksmusik oder haben sie vielleicht doch mehr gemeinsam? Auf jeden Fall ein fetter Track von Hinterland, wer es noch nicht kennt, unbedingt reinhören.

Rano feat. Masta Ace, Spax, DJ Amir – Kein Ende in Sicht

Rano hat es wieder mal geschafft, fette Featuregäste an den Start zu bringen. Denn niemand geringerer als der legendäre Masta Ace rappt einen Part auf Kein Ende in Sicht. Dazu gesellt sich Spax, der auch schon seit den 90er Jahren aktiv ist. Hip Hop lebt, es ist ihr Leben, ihre Passion und sie sind noch lange nicht am Ende. Cuts von DJ Amir, der Beat ist von Nowak. Zieht es euch rein.

Demograffics – Journey (prod. by Dexter)

Als großer Fan von den Demograffics darf in einer Hip Hop Week kein Track fehlen, wenn ein Neuer an den Start geht. Journey ist die neue Videoauskoppelung vom neuen Album GLUE und ist der Opener. Maniac nimmt euch mit auf eine Reise durch seine Gedankenwelt – der jazzige Beat stammt von Dexter. Das Video gefällt mir auch sehr gut und ist stimmig umgesetzt. TOP

J Who – Wedersproch (prod. by Kallsen)

J wer? J Who, eine Rapperin aus der Schweiz, die ich schon länger auf dem Schirm habe. Sie rappt auch auf schwizaditsch und für mich ist es schwer, die Texte zu verstehen. Aber ich fühle ihre Musik und sie hat Flow. Und wenn man noch einen dopen Beatproduzenten wie Kallsen mit im Gepäck hat, kann ja (fast) nichts geschehen. Der Beat ist einfach großartig und hat Boombap Flava. Hört es euch an, ein perfekter Track.

SirPreiss – Rap wartet auf mich

SirPreiss hat keinen Druck, Songs oder geschweige den Alben zu machen. Er nimmt sich Zeit für seine Musik, denn er will ja hochwertige Produktionen an den Start bringen. Es ist sein Hobby, dass er mit Liebe ausführt. Und genau das ist die Message von Rap wartet auf mich und er bringt es einfach auf den Punkt. Lyrics die ehrlich rüber kommen, ein cooles Klaviersample und feine Drums machen den Track zu einem sehr dopen Track.
BIG UP

Eloquent & Lidly – Ein Hippie wars

Eloquent hat einen massigen Output und irgendwie scheint er eine Menge zu erzählen zu wollen. Dieses Mal geht die EP Von Tokyo Nach Isengart an den Start, Ein Hippie wars ist da auch vertreten. Ungewohnt ist die Auswahl des Beatmakers Lidly, der aus Japan kommt. Doch seine Beats sind perfekt für den Style und die Punchlines von Elo. Ein Hippie wars hat ein smooves Sample und coole Drums. Hört rein.

Fatoni – Authitenzität

Yo,Picasso, das ist der Titel des neuen Albums von Fatoni. Oder soll man besser sagen Debütalbum, da er bis jetzt fast nur einzelne Parts geschrieben hat? Wie auch immer, Dexter ist auf alle Fälle musikalischer Lieferant für das Album, wo eben auch Authitenzität drauf ist. Und was ist das wieder für ein Granatenbeat des Betty-Ford-Boy? Das ist ein Killah-Sample. Fatoni rappt sehr coole Lines darüber, dass er erselbst sein will. Ich feier diesen Track richtig und er war der Grund, das Album zu kaufen. Ich bin sehr gespannt darauf.

Der Benman mit Yassin – 2003

Der Benman aus dem 2 Zimmer Gefüge war schon einige Male Teil meiner Hip Hop Wochen. Auf der Suche nach Tracks für diese Ausgabe stoß ich auf diesen Song. Ein Beat nach meinem Geschmack, ein chilliges Sample auf Boombap-Drums und einladend zum Kopfnicken. Cool find ich auch das Feature, Yassin gibt sich die Ehre auf 2003 einen Part zu spitten. Der Track ist auf dem Soloalbum L(e)’Asket vertreten. Kann man öfter hören und wird nie langweilig. So muss das.

Verrückte Hunde – Gerri baut die Bouncer

Dass ich seit einigen Wochen die Hunde dope finde, weiß jeder regelmäßige Leser. Habe schon einige Tracks gehört und langsam sollte ich mir mal ein Album zulegen. Tohuwabohu wäre da weit oben auf meiner Liste, auf dem Album ist auch Gerri baut die Bouncer zu finden. Zu diesem Track gibt es nur folgendes zu sagen: zwei dope Parts auf einen Klasse Beat von Arranger Danger und Geraet. Bounce to it

Mr. Erbie feat. Davie Jones – Little Homie (prod. by MidiFlash)

Von Toronto nach München und dazwischen ein feiner Beat von MidiFlash – eine interessante Collabo. Beide Rapper sind mir bis dato unbekannt, Mr. Erbie gefällt mir gut und von ihm werde ich weiter nach dopen Tracks Ausschau halten. Davie Jones rapt jetzt nichts besonderes, aber wack ist er auch nicht. Guter Track, zu finden auf der kurz vor Release stehenden From Munich to Toronto EP.

A-Bless, O.C. & Party Arty – Bad Reputation

Was für eine Kollabo und was für ein doper, rhythmischer Beat, den ich auf Bad Reputation zu hören bekomme. A-Bless, der legendäre O.C. und der mittlerweile verstorbene Party Arty flown hart und nice über diesen Beat und ich kann ihn mir stundenlang anhören. Ein feines Fundstück, dass ich euch nicht vorenthalten wollte.

Guilty Simpson & J Dilla – Clap your hands

Clap your hands everybody – denn dieser Track ist killah. Ein Brett vom leider sehr früh verstorbenen Producer-King J Dilla, dazu die roughen Raps vom Detroiter MC Guilty Simpson. Ich habe diesen Track am Dienstag Live gehört, da Guilty live in Wien war und der hat so derbe gerockt, dass ich ihn in diese Ausgabe mit rein nehmen wollte. Hört es euch an, der Track ist Raw-Rap in Perfektion.

Sean Price – How Sean Price Stole Christmas (Animated Music Video)

Es beginnt wieder die sinnlichste Zeit im Jahr und man hört wieder jede Menge wacke Weihnachtslieder. Dass es auch dope Tracks gibt, beweist der vor kurzem verstorbene Sean Price. How Sean Price Stole Christmas ist ein sehr cool animiertes Video, in dem er als Grinch dargestellt wird und allen Kindern die Geschenke stiehlt – Sean Grinch eben. Ich finde, dass das ganze Weihnachtsthema sehr humorvoll aufgearbeitet wird und ist jedes Jahr mein persönliches Song-Highlight. In diesem Sinne – ein frohes Fest.

Classic Tracks of the Week

Afu-Ra – Defeat

Ein amerikanischer, noch unbekannter MC machte sich im Jahre 2000 auf, um die Hip Hop Welt zu erobern. Ich sah sein Album im Regal, hörte es mir an und seit den ersten Tunes war ich Fan und es ist mittlerweile eines der besten Classic Alben aus den Staaten.

Sein Name: Afu-Ra
Album: Body of the Lifeforce

Immer noch höre ich es mir mit großem Hörgenuss an, das liegt vor allem auch an den Beats von DJ Premier, der mit gearbeitet hat. Zum Beispiel hat er auch Defeat produziert. Der Flow von Afu-Ra passt perfekt auf die Premo-Granaten und daher ist es auch eines meiner Top-Five Alben aus dieser Zeit. Solltet ihr es noch nicht kennen, hört es euch an und checkt das Album. Es ist sein Bestes Album, alles, was er danach released hat, ist nicht das Gelbe vom Rap-Ei.

MB1000 – Ruhe vor dem Sturm

MB1000 ist einer meiner absoluten Lieblingscrews. Sie hatten immer mega geile Beats am Start gepaart mit Punchlines. Sie haben zwei Alben heraus gebracht, unzählige Featureparts, ein Freestyletape mit dem Namen Geisteblitze, ein Solobalbum von Bene und so weiter. Doch irgendwann verlor ich ihre Spur und ich hatte den Eindruck, sie bringen gar nichts mehr heraus. Doch dann ein Lichtblick, Bene veröffentlichte Woche für Woche einen 16er inklusive Video und stellt dort seine Rapskillz unter Beweis. Dass da vielleicht noch ein Album kommt? – ich hoffe es, auch wenn es schwer vorstellbar ist.

Der Track Ruhe vor dem Sturm ist auf dem Kopfnicker-Sampler vertreten, welches Anfang der 2000er Jahre heraus gebracht wurde. Dieser Beat ist einfach ein Brett mit einem nicen Klaviersample. Textlich spitten Bene und Maze auf ganz hohem Niveau und sie rappen, dass ein Sturm ausbricht, sobald sie ans Mic steppen. Bombentrack, kann man sich öfter als ein Mal anhören.

Liebe Hip Hop Interessierte und alle jene, die nicht so auf Hip Hop stehen und diesen Eintrag trotzdem gelesen haben – das war sie, die XXL-Ausgabe meiner Hip Hop Week. Es wird die letzte Ausgabe in diesem Jahr sein und ich möchte mich bedanken, dass ihr das alles liest und anhört und mich dadurch motiviert, im nächsten Jahr weiter zu machen. Denn die Hip Hop Week wird es definitiv auch im Jahre 2016 geben und ich freue mich jetzt schon darauf, Euch wieder coole, dope, smoove und andere Tracks, Alben und Beats zu präsentieren. in diesem Sinne, eine schöne Weihnachtszeit und bis in das Jahr 2016.

Euer Plappergott

Independence Day

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Im zarten Alter von 14 Jahren im Jahre 1996 hab ich diesen Film das erste Mal gesehen. Ich saß im Kino in der allerersten Reihe und jeder, der dort bei einem Science-Fiction Film schon einmal gesessen ist, weiß wie flashig das ist. Aber was noch viel wichtiger ist, der Film hat mir seit dem ersten Mal gefallen, so dass ich ihn bereits mehrmalig gesehen habe. Vor kurzem habe ich mir die Bluray gekauft und da musste ich ihn mir gleich anschauen. Natürlich wollte ich auch diesen Beitrag schreiben, für Alle, die diesen Film noch nicht gesehen haben oder für Diejenigen, die ihn schon länger nicht mehr gesehen haben – als Erinnerung. Egal, in welche Kategorie ihr fällt, ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Handlung

2. Juli, zwei Tage vor dem US-amerikanischen Unabhänigkeitstag

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Ein Raumschiff so groß wie ein Viertel des Mondes steuert auf die Erde zu. Nachdem es in der Erdumlaufbahn angekommen ist, lösen sich einige kleinere Schiffe und treten in die Erdatmosphäre ein. Sie positionieren sich genau über die größten Metropolen auf der ganzen Welt, in den Vereinigten Staaten über die Städte New York, Los Angeles und Washington DC. Der US-Präsident Thomas J. Whitmore (Bill Pullman) versucht die Bevölkerung zu beruhigen, um Panikreaktionen zu vermeiden. Schließlich weiß man noch nicht, ob die Außerirdischen in Frieden kommen oder die Menschen als Feinde ansehen.

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Währenddessen entdeckt der Satellitentechniker David Levinson (Jeff Goldblum) einen geheimen Code, der der Grund für die Ausfälle ist. Die Aliens verwenden die Satelliten gegen die Menschen und planen so eine Invasion. Die Schwierigkeit daran ist, dass er es dem Präsidenten erzählen muss, da David der Einzige ist, der ihn warnen kann. Also schnappt er sich seinen Vater Julius (Judd Hirsch) und fährt in die Hauptstadt der USA. Er muss aber auch seine Ex-Frau Constance „Connie“ Spano (Margaret Colin), sie ist die Pressesprecherin des Präsidenten, überzeugen, dass er die Beiden überhaupt im weißen Haus empfängt. Doch die Zeit reicht nicht und die Aliens starten einen vernichteten Angriff auf die Erdbewohner.

Die kleine Gruppe, die sich gemeinsam mit dem Präsidenten mit der Air Force One retten konnte, landet auf einer bis dato unbekannten geheimen Basis namens Area51. In dieser wird an Aliens und an einem Raumschiff geforscht, das vor circa 50 Jahren schon abgestürzt ist. Präsident Whitmore gelingt einen kurzen Blick in die Strategie der Aliens und die Überlebenden starten eine Gegenoffensive gegen die Eindringlinge. Mit Hilfe eines Computervirus können die Schutzschilde der Schwesterschiffe deaktiviert werden, wenn man den Virus im Mutteschiff im All installiert. Allerdings braucht es zwei Freiwillige, die diese Mission antreten.

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David Levinson und Captain Steven“ Steve“ Hiller ( Will Smith) melden sich für diesen Auftrag und fliegen mit dem abgestürzten Raumschiff zum Mutterschiff. Doch die Zeit drängt, denn ein Schwesterschiff ist auf dem Weg zu Area51, um die letzte Bastion der Menschen zu zerstören.

Fazit

Natürlich kann man dem Film Patriotismus vorwerfen und dass gerade die Amerkianer die Hauptakteure im Kampf gegen die Aliens sind und dass ausgerechnet am 4. Juli diese besiegt werden. Dennoch muss ich sagen, dass Independance Day ein sehr guter Film ist und für mich einer der besten Klassiker-Sci-Fi Filme. Der Spannungsbogen ist gut erzählt, zu Beginn werden einmal die Hauptcharaktere vorgestellt. Während dieser Vorstellung beginnt aber schon die Invasion.

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Bleiben wir aber noch bei den Darstellern, die wie ich finde zum größten Teil gute Darbietungen zeigen und die Schauspieler gut ausgewählt wurden. Zum Beispiel Bill Pullman als US-Präsident Whitmore, der schwere Entscheidungen zu treffen hat. Will Smith spielt Captain Steven Hiller, einen Piloten des United States Marine Corps – gewohnt cool und mit lockeren Sprüchen ausgestattet. Und dann wäre da noch der Satellitentechniker David Levinson, gespielt von Jeff Goldblum. Ein zurückhaltender Techniker, der die Ursache für all die Probleme findet und zum Retter der Menschheit wird. Etwas klischehafft, dennoch eine gute schauspielerische Leistung von Goldblum.

Nur ganz wenige Charaktere würde ich als Fehlbesetzung bezeichnen. Spontan fällt mir die Besetzung der First Lady ein, gespielt von Mary McDonell. Sie hat ein paar Sätze zu sagen, wird schwer verletzt gefunden, da es ihr Hubschrauber nicht rechtzeitig geschafft hat Los Angeles zu verlassen und stirbt nur wenig später. Sehr dramatisch inszeniert, aber wenn diese Szenen nicht im Film enthalten wären, hätte es auch keinem gestört.

Wer Emmerich Filme kennt weiß, dass die Actionanteile sehr hoch sind. Massenhafte Zerstörungsorgien, Explosionen, herum fliegende Autos, Luftgefechte und so weiter – da geht einem jeden Action-Fan das Filmherz auf. Für einen Film aus den 90er Jahren waren die Special Effects schon sehr beachtlich – die spektakulären Zerstörungsorgien der großen Städte sahen einfach mega Klasse aus. Auch die Charakterdesigns der Aliens sehen zufriedenstellend aus und man kann sich ein Bild davon machen.

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In Summe ein cooler Action-Sci-Fi Film, die Geschichte ist dennoch spannend erzählt und die Schauspieler bieten durchwegs gute Leistungen. Das Einzige, was ich hier negativ bewerten muss, ist der etwas zu übertriebene Patriotismus. Aber bei einem Film, der Independance Day heißt, war auch nichts anderes zu erwarten.

Ich vergebe auch meiner plappergott Skala 4,5 / 5 Filmrollen.

Cast

Captain Steven „Steve“ Hiller – Will Smith
Präsident Thomas J. Whitmore – Bill Pullman
David Levinson – Jeff Goldblum
Marilyn Whitmore – Mary McDonnell
Julius Levinson – Judd Hirsch
General William M. Grey – Robert Loggia
Russell Casse – Randy Quaid
Constance „Connie“ Spano – Margaret Colin
Jasmine Dubrow – Vivica A. Fox
Albert Nimzicki – James Rebhorn
Major Mitchell – Adam Baldwin
Dr. Brackish Okun – Brent Spiner
Miguel Casse – James Duval
Alicia Casse – Lisa Jakub
Troy Casse – Giuseppe Andrews
Lt. Colonel Watson – Bill Smitrovich
Patricia Whitmore – Mae Whitman
Captain Jimmy Wilder – Harry Connick Jr.

Das war der Eintrag zu Independance Day, dem Klassiker von Roland Emmerich. Am Ende gibt es wie immer einen Trailer für euch. Bis zum nächsten Eintrag.

Euer Plappergott

plapperblog’s Hip Hop Week #14

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Liebe Blog Gemeinde

Es ist wieder so weit, die 14. Ausgabe der Hip Hop Week ist am Start und ich habe einige coole Hörproben für euch. Dieses Mal habe ich ein feines Beattape von Goldfingah im Angebot. Dazu Tracks von 3Pluss, Laas Unltd., Johnny Moto, Joey Bada$$ und A.G. von D.I.T.C. Wie immer gibt es auch einen Classic Track of the Week, der kommt von Curse. Ich wünsche allen Lesern viel Spaß beim Anhören und vielleicht gefällt euch der eine oder andere Song.

GOLDFINGAH – A Sense of Pleasure

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Über den Hip Hop Blog micsundbeats.de bin ich auf dieses feine Beattape gestoßen und hab entschieden, in dieser Hip Hop Week ein wenig darüber zu schreiben.
Goldfingah ist ein mir noch unbekannter Beatproduzent aus München. Ich habe ihn durch Zufall entdeckt und musste mir gleich dieses Tape anhören. Es ist sein Erstlingswerk und ich muss sagen, es ist großartig geworden. A Sense of Pleasure kann man gemütlich am Abend auf der Couch hören oder im Urlaub in einer Therme oder wo auch immer.

Sieben chillige Beats hat der Produzent hier erstellt. Es sind Loops mit jazzigem Vibe. Klaviersamples, Saxophone-Rhythmen, smoove Drums und man hört das Knistern der Plattennadel – Beat produzieren auf ganz hohem Niveau.
Es ist schwer, hier einen Favoriten raus zu picken. Aber late confessions und unforgettable melancholy finde ich am dopesten. Vor allem Zweiterer erinnert mich an einen Curse Track, in dem das gleiche Sample verwende wurde. Also zieht euch A Sense of Pleasure rein, es lohnt sich und ist ein perfekt produziertes Beattape.

Ich vergebe auf meiner plappergott Skala 5/5 Plattentellern

Hier gehts zum Anhören und Download:
https://goldfingah.bandcamp.com/album/a-sense-of-pleasure

Ansa – Sche feat. DJ Crum (prod. by PMC Eastblock)

Gleich vorweg, ich war nie ein Fan von den Vamummtn. Drei Rapper, die sich, wie der Name schon sagt, vermummen und im Dialekt rappen – ich bin mit ihrem Style nie warm geworden. Da ich aber MC’s und Crews, die ich nicht so feier, immer wieder eine Chance gebe, höre ich mir regelmäßig Tracks an, um vielleicht auf dope Sachen zu stoßen. Genau so war es bei Sche, dieser Killah Beat ging sofort in mein Ohr. Und auch über den Text muss ich hier positiv schreiben, denn die Message kommt an und Ansa bringt sie auf den Punkt. Hört es euch an.

3Pluss – Fhug Life (Produziert von Bennett On und Peet)

Normalerweise bin ich kein Fan von 3Pluss und ich tat mir immer schwer, Songs von ihm dope zu finden. Aber Fhug Life ist einer der ersten Tracks, mit denen ich mich so richtig anfreunden kann und das liegt vor allem an dem geilen Beat von Benett On und Peet. Harte Drums und ein wenig synthielastig. Je öfter man den Track hört, desto besser wird er und mittlerweile kann ich sagen, dass ich ihn sehr dope finde.

Laas Unltd. – Madrapper

Laas Unltd. ist zurück und bringt am 15.1.16 sein neues album Daemon heraus. Auf diesem Album ist auch Madrapper zu hören und wer Laas auf Twitter folgt, weiß nun endlich, was es mit dem Hashtag #madrapper auf sich hatte. Inhaltlich erzählt er ein paar Sachen, die er während seiner gesamten Karriere erlebt hat. Davon dass KC Rebell ihn beschimpft hat bis hin dass MoTrip nicht mit jedem ein Feature macht und jetzt mit der halben Rap-Szene zusammenarbeitet. Laas hatte es sicher nicht einfach, er wird meiner Meinung nach unterschätzt, denn er hatt einfach dope Skillz. Und ob alles so seine Richtigkeit hat, was er in diesem Song sagt, muss jeder für sich selbst beantworten. Hört rein und urteilt selber darüber. Der Beat ist jedenfalls eine Granate.

Arm und Hässlich feat Soihe – Unperfektion

Vor kurzem bin ich wieder auf diesen Track gestoßen und ich wollte ihn euch nicht vorenthalten. Arm und Hässlich sind vielleicht nicht die bekanntesten Rapper, aber ich finde trotzdem, dass sie gute Musik machen. Und auch wenn der Track Unperfektion heißt, er ist die pure Perfektion. Ein cooles Klaviersample und feine Raps – alles was das Rap-Herz begehrt. Aber was noch doper als der Track ist, ist das Video. Ein Animationsvideo, in diesem sieht man eine typische Session. Chillen, Samples diggen und Lyrics schreiben. Ihr solltet es euch rein ziehen, ich kann den Track nur empfehlen.

Johnny Moto – Kein Held (mit Knowsum)

Johnny Moto ist im Untergrund unterwegs und ein Member des grandiosen Labels Sichtexot. Im Jahre 2014 hatte er sein erstes Release Namens Mototape und darauf ist auch Kein Held. Ich feier Moto derzeit sehr und seine Tracks laufen in Dauerschleife in meinem Player. Muss man sich rein ziehen, es klingt sehr fresh. Knowsum ist auch mit am Start.

Sein Mototape könnt ihr ürigens gratis runterladen:
https://sichtexot.bandcamp.com/album/mototape

Koss & AG – Where It All Began

Zu A.G. aka Andre the Giant braucht man nicht viel erzählen, als Hip Hop Head sollte man ihn auf jeden Fall kennen. Entweder als kongenialer Partner von Showbiz oder der legendären D.I.T.C. Crew. Hier ist DJ Koss mit von der Partie, er hat auch den Beat produziert. Das Sample gefällt mir sehr gut, hat eine nice Melodie. Das ganze ist auf der Natura High EP vertreten.

Joey Bada$$ – Christ Conscious

Keine Ahnung warum ich Joey Bada$$ bis jetzt nicht auf meinem Radar hatte, denn dieser Track ist ja mal ganz nach meinem Geschmack. Die Drums sind so was von dope, die Snare ist für mich das Highlight und ein sehr feines Sample, dass von einer Panflöte stammen könnte – ist leider nicht genau zu hören. Joey rapt mit Leidenschaft und Flow über diesen Beat und ich kann mir den Song stundenlang anhören.

Classic Track of the Week

Curse feat. Stieber Twins – Doppeltes Risiko

Curse ist wieder Live unterwegs auf der 15 Jahre Feuerwasser Tour und hat zudem das Album Feuerwasser15 released, welches ich mir gekauft habe. Es beinhaltet sein erstes Soloalbum Feuerwasser, zwei Bonustracks und die 99′ Essenz EP. Auf dieser ist auch Doppeltes Risiko am Start, Stieber Twins als Featuregast und ich musste es in dieser Hip Hop Week Ausgabe als Classic Track of the Week verwenden. Klassischer Boombap Sound aus den 90er / 2000er Jahren und zwei MC’s, die Punchlines und Metaphern raus schmeißen. Curse ist sowieso einer meiner Lieblings Rapper aus dieser Zeit und ist das bis heute geblieben. Und auch wenn die letzten Alben beattechnisch nicht so meines waren, lyrisch ist er immer noch einer der besten. Wenn ihr Doppeltes Risiko nicht kennt, hört rein.

Das war sie wieder, die Hip Hop Week. Es sind sehr vielfältige Tracks mit dabei und ich bin wieder auf der Suche nach neuen, dopen Sachen für die nächste Ausgabe. Bis dahin

Peace Out

Euer Plappergott