HATTRICK – 3 Fragen an Filmkritiker Johannes Marksteiner

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Er ist einer der größten und kritischsten Filmfans den ich kenne. Er schreibt für filmering.at und dieacademy.de Kritiken zu den neuesten Kinofilmen. Außerdem ist er ein wahrer Oscarexperte. Er hört sehr gerne epische, ruhige und düstere Filmmusik und ist regelmäßiger Besucher von Hollywood in Vienna. Ein jährlich stattfindendes Konzert in dem aktuelle Filmmusik mit Orchester Live gespielt wird. Noch dazu ist er mittlerweile einer meiner besten Freunde geworden und man kann sich mit ihm stundenlang über Filme und andere Dinge unterhalten.
Daher ist es für mich eine große Ehre, dass er mein erster Interviewpartner in der Kategorie Filme ist. Ich konnte mir keinen Besseren für diese Premiere vorstellen und freue mich, dass er sich Zeit genommen hat. Ein Gespräch über die Kinofilme 2016, auf die er sich am Meisten freut. Er erzählt zudem sehr detailliert, nach welchen Kriterien er eine Film-Empfehlung ausspricht und gibt ein paar seiner absoluten Lieblingsfilme preis. Außerdem verrät er seine Meinung zu den Oscar-Chancen von Leonardo DiCaprio. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

 

 

Plapperblog
Das Filmjahr 2016 hat mit Krachern wie The Revenant und Deadpool schon sehr vielversprechend begonnen. Auf welche Filme freust du Dich speziell als Filmliebhaber und -kritiker am Meisten?

 

Johannes Marksteiner
Die meiste Vorfreude habe ich definitiv auf „Suicide Squad“, „Stars Wars: Rogue One“, „The Nice Guys“ und „Findet Dorie“. Filme, die wohl unterschiedlicher nicht sein könnten, die aber allesamt sehr vielversprechend wirken. Gerade „Suicide Squad“ hat mit den bisher veröffentlichten Trailern bei mir neue Maßstäbe in der Erwartungshaltung gesetzt. Ähnliches gilt für „Star Wars: Rogue One“. Da gibt es zwar noch keinen Trailer, jedoch ist es schwer, nicht eine gewisse Vorfreude aufzubauen nachdem „Star Wars – Das Erwachen der Macht“ so dermaßen grandios war und ich nicht darauf warten kann, inwiefern sich das ganze „Star Wars“ Franchise entwickelt. „Findet Dorie“ dagegen ist die lang ersehnte Fortsetzung zu „Findet Nemo“. Auch hier gibt es bislang so gut wie keine Informationen, dennoch braucht man kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass sich Pixar hier (wieder einmal) etwas Großartiges einfallen hat lassen. „Demolition“ mit Jake Gyllenhaal und „The Nice Guys“ mit Ryan Gosling und Russell Crowe sehen ebenfalls vielversprechend aus. Ich bin außerdem gespannt auf „Ghostbusters“, „Zoomania“ und „The Conjuring 2“.

 

 

Plapperblog
Filme sind fast immer subjektiv und was einer Person gefällt, muss der Anderen nicht zwangsweise gefallen. Welche Kriterien sind für Dich wichtig, damit Du eine Empfehlung aussprechen kannst und was ist Dein absoluter Lieblingsfilm?

 

Johannes Marksteiner

So wie alle Kunstformen, so ist – wie Du richtig sagst – auch die Gattung „Film“ rein subjektiv. Das breite Kino-Publikum ist eher effektorientiert. Wenn man sich die finanziell erfolgreichsten Filme aller Zeiten anschaut, dann fällt auf, dass sie allesamt laut, bunt und vor allem effektvoll sind. Da kommt einem natürlich das Wort „Blockbuster“ in den Sinn. Daran ist ja auch überhaupt nichts verwerflich, da es, in einer eigenen Art, eine große Kunstform ist. Nur eben nicht jene Kunstform, die ich persönlich bevorzuge. Um ein Beispiel zu nennen: Ich habe erst vor wenigen Tagen die von allen Seiten gelobte Comic-Verfilmung „Deadpool“ gesehen. Höchst unterhaltsam, keine Frage. Was mir aber persönlich wichtig ist, sind andere Werte als eben laut, bunt und effektvoll. Jetzt kann man natürlich sagen, dass „effektvoll“ vielerlei Bedeutung hat. Das ist auch absolut richtig. Es ist auch ein Effekt, wenn mich etwas emotional berührt oder zum nachdenken bringt. Solche Filme mag ich am liebsten. Filme, bei denen man beim Abspann noch sitzen bleibt und das Gesehene Revue passieren lässt. Noch lieber habe ich Filme, die mir über einen längeren Zeitraum im Gedächtnis bleiben. Auf gewisse Facetten des Films, wie zum Beispiel Regie, Schauspiel, Musik, Optik, usw., kommt es dabei gar nicht so an. Sie können das Gefühl natürlich verstärken und – kurzfristig – in eine gewisse Richtung lenken aber letztendlich kommt es auf das Gesamtpaket an. Wenn das Gesamtpaket eines Filmes stimmt, dann gebe ich gerne eine Empfehlung ab. Ob Leute sie dann auch annehmen, ist wieder eine andere Sache.

Was meinen absoluten Lieblingsfilm betrifft, so ist das schwer zu beantworten. Einen Film alleine kann ich nicht herauspicken. Eine Liste mit meinen Lieblingsfilmen würde aber in etwa so aussehen: „Fight Club“, „Pulp Fiction“, „Das Schweigen der Lämmer“, „Sieben“, „Drive“, „American Beauty“, „A Clockwork Orange“, „Tiger and Dragon“, „Das Leben der Anderen“ und „Die Verurteilten“.

 

 

Plapperblog
Die Oscars stehen kurz bevor und alle Nominierungen wurden bereits fixiert. Die Frage die sich jeder Filmfan stellt: Bekommt Leonardo DiCaprio Deiner Einschätzung nach endlich seinen ersten Oscar?

 

Johannes Marksteiner
Zu favorisieren ist in der „Bester Hauptdarsteller“-Kategorie einzig und alleine Leonardo DiCaprio. Er hat nicht nur mit „The Revenant“ einen sehr starken Film im Rücken (den die Academy mit mehreren Oscars überhäufen wird), er liefert auch eine wahre Tour de Force ab. Zu großartigem Schauspiel bedarf es nicht immer vieler Worte. Die Sätze, die DiCaprio spricht sind mit beiden Händen abzuzählen. Dafür punktet er umso mehr mit seiner Mimik. Es ist außerdem ein offenes Geheimnis, dass DiCaprio schon längst den Oscar verdient. Auch diese Tatsache spielt ihm sicherlich in die Karten. Dieses Jahr passt für ihn einfach alles zusammen. Das war bei seinen bisherigen Nominierungen nie der Fall. Da musste er sich meist Schauspielern geschlagen geben, bei denen man schon lange vorher wusste, dass sie den Oscar gewinnen werden. In diesem Jahr weiß man das bei ihm.

 

Danke für das Interview

 
Das war das Interview mit dem Film- und Oscarexperten Johannes Marksteiner. Ihr wollt auch einmal eine Kritik von ihm lesen? Dann schaut auf http://www.filmering.at/ oder http://dieacademy.de/ vorbei. Auf diesen beiden Plattformen schreibt er regelmäßig seine Meinung zu aktuellen Kinofilmen.
Wenn ihr einen Twitter-Account habt, könnt ihr Johannes auch dort folgen. Er postet dort sehr viele Filmempfehlungen, tolle Soundtracks und viele andere Sachen, die nichts mit Filmen zu tun haben. Folgt ihm, er freut sich bestimmt auf neue Follower.

 

Bis zum nächsten Interview

 

Euer Thomas

HATTRICK – 3 Fragen an die LetsPlayerInnen von QUATRO

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Tony und Jessy von QUATRO sind sogenannte LetsPlayerInnen. Sie zocken Spiele wie The Evil Withing, Mario Kart oder The Legend of Zelda, sprechen dazu, nehmen das Ganze auf und stellen es dann auf ihren Youtube Kanal. Bin mit beiden auch auf Twitter in Kontakt und schaue mir des Öfteren ihre Videos an. Ich habe mich während dem Schauen die Frage gestellt, wie so ein Video entsteht und nach welchen Kriterien LetsPlayer und -Innen die Spiele aussuchen, die sie dann aufnehmen und online stellen. Daher habe ich Tony kontaktiert und sie war sofort einverstanden, dass ich ihr die Fragen schicken darf. Herausgekommen ist ein Gespräch über das Zustandekommen des Namens QUATRO, über die vorher erwähnten Kriterien und wie viel Arbeit eigentlich hinter einem circa 20 minütigen Video steht. Viel Spaß beim Lesen.

Plapperblog

Vielleicht könnt ihr zu Beginn des Interviews erzählen, wie ihr auf den Namen QUATRO gekommen seid und welche Idee dahinter gesteckt hat?

QUATRO

Unser Name? Ja das war eine schwere Geburt. Wir haben echt ewig überlegt, weil wir auch nicht einfach nur dieses typische „LP“ dran hängen wollten. Nach langem hin und her haben wir dann einfach gesagt okay, wir sind 4 Leute – dann einfach QUATRO.(Ist übrigens Portugiesisch für „vier“) Leider sind wir ja nur noch zu zweit, aber den Namen wollten wir behalten, weil die Videos mit den Jungs ja trotzdem noch dabei sind.

Plapperblog

Cry of Fear, The Evil Within, The Legend of Zelda – das sind nur einige Games, über die ihr LetsPlay Videos macht. Nach welchen Kriterien sucht ihr die Spiele aus, die ihr kommentiert und aufnimmt?

QUATRO

Unsere Spiele suchen wir nicht unbedingt nach bestimmten Kriterien aus. Klar schauen wir, was neu am Start ist und was gerne gesehen wird, aber im Großen und Ganzen spielen wir nur das, was uns Spaß macht und was wir auch Privat spielen. Und da wir eigentlich ziemlich flexibel sind was Genres angeht, ist bei uns von A-Z alles dabei.

Plapperblog
Zum Abschluss würde mich noch interessieren, wie lange ihr für ein fertiges, circa 20 minütiges Video braucht. Spielt ihr das Spiel auch nur so lange wie das fertige Video auf YouTube oder nehmt ihr mehrere Stunden am Stück auf?

QUATRO

Es dauert bei uns echt lange, bis wirklich mal ein Video fertig ist, weil wir beide natürlich auch arbeiten gehen und nicht immer die komplette Technik zur Verfügung haben. Dann machen wir uns einen Tag aus und nehmen am Stück soviel wie möglich auf. Danach muss das Ganze natürlich auch noch bearbeitet und geschnitten werden, was auch nochmal ordentlich Zeit in Anspruch nimmt und dann wird es hochgeladen.

Danke für das Interview

Das war das Interview mit den LetsPlayerInnen von QUATRO. Sie machen nach wie vor super coole und lustige Videos, schaut doch mal auf ihrem Youtube Channel vorbei.
Zudem haben beide einen Twitter Account, sie würden sich sicher über ein Follow von euch freuen.
Tony Quatro: https://twitter.com/Tony_Quatro
Jessy Quatro: https://twitter.com/Jessy_Schimmek

Bis zum nächsten Interview

Euer plappergott

HATTRICK – 3 Fragen an Kurier Sportjournalist Alexander Huber

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Auf Twitter folge ich Alexander Huber schon länger und habe mit ihm schon einige interessante Diskussionen über Fußball geführt. Ohne Erwartungen habe ich ihn angeschrieben, ob er auf meinem Blog Fragen zu seinem Beruf beantworten darf. Ein paar Tage später bekam ich sein Mail, dass er gerne mitmacht. Daher bin ich überglücklich, euch dieses spezielle Interview präsentieren zu können. Ein Interview über sein Arbeitsleben und ob Sportjournalisten öffentlich erzählen dürfen, von welchem Verein sie Fan sind. Viel Spaß beim Lesen.

Plapperblog
Ist Journalist Dein Traumberuf oder gab es einen anderen Grund, dass Du jetzt täglich im KURIER Artikel über den österreichischen Sport schreibst?

Alexander Huber
Ich habe mich nach meinem ersten Semester als Politikwissenschaft-Student 2001 beim KURIER für ein Volontariat beworben. Und zwar für die Ressorts Politik, Kultur – weil ich mich sehr für Musik und Kunst interessiere – und für den Sport, weil das immer mein Hobby war. Es gab eine Zusage für den Sport und beim KURIER konnte ich schnell erkennen, dass das so etwas wie ein Traumberuf werden könnte. Ich bin dann gleich als freier Mitarbeiter parallel zu meinem Studium beim KURIER geblieben.

Plapperblog
Wie kann ich mir den Tagesablauf eines Kurier Sportjournalisten vorstellen, wenn Spieltag in der österreichischen Fußball Bundesliga ist?

Alexander Huber
Unter der Woche arbeiten wir auch vormittags. Die meisten Spieltage sind ja am Wochenende, da beginnen wir mittags. Was vielen Print-LeserInnen nicht auffällt, ist, dass es viele regionale Ausgaben gibt. Das heißt, dass aufgrund der unterschiedlichen Andruckzeiten die Matchberichte nicht in ganz Österreich erscheinen können. Vereinfacht gesagt: Je weiter weg der Wohnort vom Druckzentrum in Wien-Inzersdorf ist, desto weniger aktuell ist die erhältliche Ausgabe. Wir arbeiten am Wochenende also – im Gegensatz zu den meisten anderen Ressorts – doppelt, zuerst für eine Zeitung ohne Bundesliga-Matchberichte, dann für eine mit den Spielen. Der KURIER versucht aber immer, zumindest im Osten Österreichs alle wichtigen Spiele „reinzubringen“. Deshalb muss ich in der Regel meinen Bericht aus dem Stadion mit dem Spielende oder wenige Minuten danach fertigstellen. Das kann bei Partien mit späten Wendungen wie zuletzt dem 3:3 von Rapid gegen Salzburg zur Herausforderung werden.

Plapperblog
Angenommen Du hast einen Lieblingsverein im Fußball. Dürfen Sportjournalisten verraten, für welchen Verein ihr Herz schlägt oder ist das geheim und Menschen erfahren es nur, wenn sie Dich privat fragen?

Alexander Huber
Bei mir ist das einfach – mein Lieblingsverein ist der SC Herzogenburg. Ein Amateurverein aus meiner Heimatstadt in Niederösterreich, wo ich früher selbst gespielt habe, übrigens damals trainiert von einem gewissen Martin Scherb. Mir ist aber bewusst, dass so etwas wie absolute Objektivität im Journalismus unmöglich ist. Natürlich entwickelt man mehr Verständnis und teils auch Sympathie für die handelnden Personen durch eine Zusammenarbeit über längere Zeit. Echtes Fantum im Journalismus ist aber ein heikles Thema. Ich habe dazu auch einmal mit Daniel Mandl vom Austriansoccerboard ein Pro + Contra zum Thema für das Fan-Magazin „Forza Rapid“ geschrieben. Ich war auf der Contra-Seite, weil ich es für wichtig erachte, immer wieder einmal einen bewussten Schritt zurück zu machen, um eine kritische Distanz wahren zu können. In den letzten Jahren haben mir ungefähr gleich viele Leute vorgeworfen, ich wäre unfair zu Rapid, wie jene, die behaupten, ich wäre ein Fan. Darum denke ich mir: Ich liege ganz gut.

Danke für das Interview

Nochmals vielen Dank an den Alexander, dass er sich die Zeit genommen hat. Auf seiner Kurier Autorenseite http://kurier.at/autor/mag-alexander-huber/8.548 könnt ihr ein paar weitere Informationen von ihm lesen und eine Auswahl an Artikeln, die er verfasst hat.
Wenn ihr einen Twitter Account besitzt und Lust habt, über Fußbal und Sport fachzusimpeln, könnt ihr ihm gerne dort folgen: https://twitter.com/alexhuber81 .

euer plappergott

HATTRICK – 3 Fragen an Steril One

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Steril One ist Interviewpartner Nummer drei meiner neuen Reihe HATTRICK. Ein Wiener Rapper mit tiefgründigen Lyrics, staubigen, deepen instrumentals und ein MC mit viel Output. Er gibt ausführlichen Einblick in seine Gedankenwelt beim kreieren von Tracks, erzählt über sein kommendes Album Staub und eines sei jetzt schon verraten – der Nerdtalk sei ihm verziehen. Viel Spaß beim Lesen

Plapperblog
Steril, Dein Output an Releases ist enorm. Vor kurzem hast du das Agonie Mensch Tape an die Massen gebracht. Was für eine Idee steckt hinter dem Tape und warum released Du so kurz vor dem Album Staub noch ein Tape wie dieses?

Steril
Das hat eigentlich einen sehr unspektakulären Grund (lacht) – Ich bin meistens mit dem Album viel früher fertig als die Features, die dann darauf zu hören sind. Ich bin es gewohnt, Alles erst einmal selbst einzuspielen und grob zu mischen und erst danach gehen die einzelnen Tracks raus an die Komplizen. Da ich aber nicht einige Monate sitzen und nur an externen Projekten schrauben und Studioaufträge annehmen will, ohne ganz für mich selbst kreativ zu sein, bleibt in dieser Zeit meist Platz für das, was ich zwecks Abgrenzung dann „Tape“ nenne. Die Idee ist eben auch ein bisschen tiefer in eine Rand-Thematik einzutauchen bei den erwähnten Tapes, wobei die Alben doch den ein oder anderen Kompromiss eingehen. Dieses spezielle Tape „Agonie Mensch“ ist, würde ich sagen, so und so etwas das ich schon lange wieder mal vor hatte: eine hart an meine Passion, der Philosophie, angelehnte zynische Misanthropie über eh irgendwie Alles. (lacht)

Plapperblog
Wie in der vorigen Frage kurz erwähnt erscheint demnächst Dein neues Album Staub. Was kann man sich da erwarten und warum gerade dieser Titel?

Steril
Nun, Staub wird in erster Linie dope und verstaubt klingen, voller 70er Jahre Samples und nur dem Besten aus den Beats die ich die letzten zwei Jahre produziert habe. Wie Du vielleicht schon gehört hast, arbeite ich als Produzent mit vielen anderen Heads aus Österreich, Deutschland und der USA zusammen, beziehungsweise versorge sie mit Beats und/oder dem passenden Misch und Master. Ich behalte mir da natürlich für mich selber nur das Feinste (lacht) und so ein Album ist auch immer eine Art „Best Of“ all dieser verschiedenen Tätigkeiten. Auch Staub wird daher komplett von mir produziert sein – der Einzige der da noch ran darf ist der Flowerst – wir verstehen uns was Musik angeht einfach blind. Ansonsten gibt es natürlich auch Features: den Maiksta, Flowerst, Blizzy (D), Demolux, den Bösen Wolf und Weitere, sollte Alles wie geplant über die Bühne gehen. Wie immer ist es primär für die Liebe und ich feier halt jeden Einzelnen der Features selbst so sehr, das ich mir sicher bin, dass Alles was sie anfassen zu Hundert Prozent passen wird. Die Zusammenarbeit mit Flowerst ist so und so ein Pflichtspiel, den Maiksta habe ich über KC aus dem Mostviertel kennen gelernt und wir haben was gestartet. Blizzy aus Berlin hat nen Flow wie ein (nicht mehr ganz so) junger Gott (lacht) und ich kenne seinen Style ja schon von der Zusammenarbeit mit Flowerst. Beim Bösen Wolf habe ich das Glück ihn schon länger zu kennen und seinen Style zu feiern. Natürlich freue ich mich auch sehr auf das Feature mit Demolux – ein unglaublich sympatischer Typ, bei dem menschlich einfach Alles passt und den ich im Zuge der Arbeiten an meinem vorangegangenen Album kennen lernen durfte. Der Beat für das Demolux Feature by the way ist so was von Killer – ein Sample aus einem Dänischen „Vixens Movie“ aus den 70ern – das wird Bombe!

Plapperblog
Letzte Frage: Es ist bekannt, dass Du nicht nur die Texte selber schreibst sondern auch die Beats selber produzierst. Vielleicht kannst du kurz Deinen Arbeitsvorgang beim Erschaffen von Tracks beschreiben. Nach welchen Kriterien suchst du die Texte, Samples und Drums aus?

Steril
Der Workflow ist eigentlich meist der selbe. Zunächst stiefel ich einmal wöchentlich zum Teuchtler (Plattenantiquariat in Wien) und verbringe dort mal einen halben Tag zwischen den Crates. Für einen wie mich ist das dort sowas wie ein verdammtes Paradies – ohne Witz – ich könnte dort hausen (lacht). Nun, und unter den zweihundert Platten die ich mir dort reinzieh sind dann meist so 5-10 Samples am Start die mich extrem flashen und danach beginnt der Produktionsprozess – früher mit MPC, heute meist eine Kombination aus MPD und DAW. Ich bin da sowieso ein Freak bisschen, wenn du mir den Nerdtalk verzeihst (lacht). Ich sample meistens im alten Cool Edit, choppe im Recycle und mische und recorde im Cubase – teils analog mit Outboard, teils digital. Generell steh ich auf Alles das den Sound saturiert, manche gelernten Plastik-Engineers würden eher „was für’n abfuck“ dazu sagen, aber die haben eh nur Sauberkeit im Kopf (lacht). Zum Beispiel habe ich einen ur alten aber restaurierten Inkel Mischer mit Custom Preamps bei mir stehen und an meinem Mikrofon ist auch nur das Gehäuse original, sonst ist fast alles reingebastelt von einem Freund von mir. Ich will da halt den Staub fühlen, in den Dingen aus denen ich Musik hervorbringe. Naja und wenn der Beat dann steht wird er entweder den schlangestehenden Löwen zum Fraß vorgeworfen (lacht) oder selber behalten. Und so ist das seit mehr als zehn Jahren und hoffentlich auch noch bis ins nächste Jahrtausend. Was mich im Besonderen an meiner Art Musik zu machen festhalten lässt ist, dass ich glaube ich primär Heads als Hörer habe und weniger so die klassischen Kiddies. Das darf und soll auch so bleiben und entspricht eher meinem Verständnis von Kunst.

Danke für dieses detailreiche Interview

Sein neues Tape Agonie Mensch habe ich reviewed, hier geht es zum Link. Steril hat noch einige andere dope Alben, EP’s und Beattapes auf seiner Bandcamp Seite. Und auf Twitter ist er auch vertreten.

euer plappergott

HATTRICK – 3 Fragen an Flowerst Beats

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Zweites Interview meiner Reihe HATTRICK, in der ich euch den neuen Banner dazu präsentiere. Zu Gast ist Flowerst Beats, der vor kurzem sein neues Album 1986 released hat und sonst sind viele weitere Projekte in Planung. Wünsche viel Spaß beim Lesen!

Plapperblog
Viele Leute wissen nicht, dass Du früher gerappt hast. Was war der Grund dafür, dass Du vom Rappen zum Beats machen gewechselt bist?

Flowerst Beats
Geldsorgen (lacht) Nein, also ist ja nicht so als würde ich gar nicht mehr rappen, hin und wieder spuck ich ja noch einen Vers aber Beats basteln ist auf jeden Fall zu einer meiner Hauptbeschäftigungen geworden. Einfach weil es sehr viel Spaß macht und mich musikalisch zu 100 Prozent erfüllt. Als würde ich zehn Instrumente spielen (lacht)

Plapperblog
Willst du was von Deinem Arbeitsvorgang erzählen – am Beispiel von deinem neuen Release 1986? Wie suchst Du die Samples aus und vor allem nach welchen Kriterien wählst Du die Beats und die Featuregäste für so ein Album?

Flowerst Beats
Samples digg ich immer nach Stimmung und Laune aber im ca. letzten halben Jahr hatte ich beim Produzieren natürlich immer mein nächstes Projekt im Kopf, in dem Fall 1986 und das hat sich dann Stück für Stück zusammengefügt. Die Rap Features setzen sich dann auch meist aus den Beats zusammen – „hey der Beat passt ja perfekt für den und den..“ – dann schickt man sich paar mal hin und her und so enstehen die Tracks

Plapperblog
Letzte Frage: Am letzten Steril One Album Jetzt Alt hast Du einen Beat co-produziert und sogar einen Rappart beigesteuert. Kann man sich da in Zukunft noch mehr erwarten von euch Beiden und gibt es sonst noch andere Projekte, die geplant sind?

Flowerst Beats
Auf jeden Fall, da kommt einiges, sowohl beat- als auch raptechnisch. Mit Steril arbeite ich mittlerweile sehr eng zusammen und unter dem Crew Projekt namens „weird science“ wird da noch viel passieren. Mit Steril versteh ich mich musikalisch blind, oft müssen wir nicht einmal viel reden wenn wir einen Beat gemeinsam produzieren – das läuft einfach. Unsere Geschmäcker was Sampling, Klang und Melodien betrifft ist furchteinflössend gleich (lacht)

Danke für das Interview

Auf https://flowerst-beats.bandcamp.com/ kann man sein neues Album und viele weitere Beattapes und EP’s anhören und runterladen. Eine Review zu 1986 habe ich auch geschrieben.
Weitere Beats gibt es auf seiner Soundcloud Seite und auf Twitter ist Flowerst auch vertreten.

euer plappergott

HATTRICK – 3 Fragen an Taktiker von micsundbeats.de

Liebe Bloggemeinde!

Heute ist es soweit, das erste Interview von der Interviewreihe HATTRICK geht an den Start. Prämierengast ist Taktiker, Betreiber seines eigenen Hip Hop Blogs Mics und Beats. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Plapperblog Taktiker – du bist Betreiber des sehr bekannten Hip Hop Blogs „Mics und Beats“. Wann hattest du die Idee, einen Hip Hop Blog zu kreiieren und was war deine Motivation dahinter?

Taktiker
Bekannt ist natürlich sehr relativ bei „Mics&Beats“. Von einer Idee einen Blog aufzumachen kann man nicht sprechen, da es den Begriff damals eh noch gar nicht gab. micsundbeats.de bzw. schlechteverlierer.com war früher unsere Bandplattform, da habe ich schon immer mit dem Gedanken gespielt, auch andere Crews oder Lieder zu empfehlen. Konkretisiert hat sich dass dann ab 2008, bzw. 2009 und seither blogge ich über jedes Musikfundstück, das ich mir selbst auch gerne anhöre.

Plapperblog
Du machst auch Podcasts, Interviews mit verschiedenen Hip Hop Künstlern. Seit einiger Zeit podcastest du für das österreichischen The Message Magazin. Wie ist es denn zu dieser Zusammenarbeit gekommen?

Taktiker
Ich podcaste seit 2012 und überwiegend natürlich mit österreichischen MC’s, DJ’s Produzenten, Veranstaltern, etc., weil ich Hip Hop aus Österreich schon immer liebe. Nach einem kurzen Kontakt mit der „The Message“-Redaktion kam natürlich eins zum anderen und passt zusammen wie Platten auf einen Plattenspieler.

Plapperblog
Eine Frage abseits des Hip Hops. Wenn man dir auf Twitter folgt, kommt man um den einen oder anderen Tweet aus dem Gameingbereich nicht herum. Welche Spiele zockst du am liebsten und auf welchen Plattformen bist du unterwegs?

Taktiker
Ja, das Spielen ist auch eine große Leidenschaft von mir und ich interessiere mich für alles was auf meiner PS4, PS Vita oder iOS läuft. Leider klappts nur oft nicht so mit der Zeit. Am liebsten spiele ich Fifa, oder auch Minecraft finde ich sensationell. Letztens hatte ich aber auch viel Spaß mit Dying Light und freue mich auf The Witcher.

plapperblog
Danke für das Interview

Schaut doch mal auf seinen Blog micsundbeats.de vorbei, Taktiker postet jeden Tag jede Menge Tracks, Alben, Beattapes und ähnliches. Da ist für jeden Geschmack was dabei.

Und ihr könnt ihn gern auf Twitter folgen

euer plappergott

HATTRICK – The Interviews

Liebe Bloggemeinde!

Vor nicht all zu langer Zeit hatte ich die Idee, eine Interviewreihe/kategorie auf meinem Blog zu machen. Ich habe Ideen gesammelt, wie denn das ganze ausschauen soll, so dass es Qualität hat und so gestaltet ist, wie ich mir das vorstelle. Da ich zur damaligen Zeit kein genaues Konzept hatte, wurde dieses Vorhaben vorerst mal auf Eis gelegt. Vor ein paar Tagen hab ich auf meinem Laptop die Notizen von damals entdeckt und hab beschlossen, das Konzept wieder neu anzugehen. Jetzt ist es soweit, das Konzept steht und auch wenn das vorerst eine Testphase ist, werden die ersten Interviews demnächst kommen.

Wie ist denn jetzt das Konzept von HATTRICK? Eigentlich ganz einfach: Hattrick steht im Fußball zum Beispiel für drei Tore von ein und der selben Person. In meinem Fall werden es drei Fragen sein, die ich bestimmten Leuten stellen werde. Ich versuche, keine Standardfragen zu stellen, ich hoffe dass es mir gelingt. Die Interview Partner werden meist aus dem Hip Hop Bereich kommen, werde aber auch versuchen aus anderen Sparten Partner zu interviewn. Es soll ja schließlich abwechslungsreich sein.

Wie viele Interviews im Monat kommen, kann ich nicht sagen. Hängt von der Zeit ab, wie schnell die Antworten zurück kommen, weil ich werde die Fragen hauptsächlich online oder per Email stellen. Und ob die möglichen Partner auch meine Fragen beantworten wollen natürlich.
Auf alle Fälle bin ich sehr gespannt, wie sich das entwickelt. Ich wünsche euch auf jeden Fall sehr viel Spaß bei den Interviews und ich bin jederzeit für Verbesserungsvorschläge, Lob und Kritik offen.

euer plappergott