KRITIK: BRIGHT

Seit einigen Tagen kann dieser Fantasy-Actionfilm auf dem Streaming-Dienst Netflix geschaut werden. Regie führte David Ayer, in den Hautrollen sind Will Smith und Joel Edgerton zu sehen. Ob sich das hohe Budget von etwa 90 Millionen Dollar auszahlt erfährt ihr in dieser Kritik zu Bright.

Originaltitel: Bright

Regie: David Ayer

Drehbuch: Max Landis

Produktion: David Ayer, Max Landis, Eric Newman und Bryan Unkeless

Kamera: Roman Vasyanov

Musik: David Sardy

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HANDLUNG

In Los Angeles einer alternativen Zeitzone leben Menschen, Orks, Elfen und andere Fabelwesen mehr oder weniger friedlich miteinander. Sehr zum Leidwesen des Polizisten Daryl Ward (Will Smith), der vor allem auf Kriegsfuß mit den kleinen Feen ist die in seinem Vorgarten herumschwirren. Darüber hinaus wird ihm auch noch der erste Ork-Cop zugeteilt, Nick Jakoby (Joel Edgerton). Zusammen gehen sie auf Streife und Daryl hat große Vorwürfe gegenüber seinem neuen Partner. Eines Nachts stoßen sie bei einem Routineeinsatz auf einen magischen Stab, der einer Elfin namens Tika (Lucy Fry) gehört. Schon bald müssen sie diesen Stab mit allen Mitteln beschützen, gerät er in falschen Hände könnte es das Ende der Welt bedeuten.

DREHBUCH UND STORY

Nah dem eher enttäuschenden Suicide Squad bekam Regisseur David Ayer nicht die positivsten Rückmeldungen, dabei kann er nur bedingt etwas dafür da sich Warner massiv in den Film eingemischt hat. Nun bekam er von Netflix die Chance, einen weiteren Film zu inszenieren. Dieser hat tolle Ideen und zwei großartiger Hauptdarsteller, aber auch einige Probleme.

Bereits in den ersten Minuten verstehst du als Zuschauer die Idee hinter Bright. Viele verschiedene Fantasie-Wesen leben mit Menschen gemeinsam untereinander. Darüber hinaus werden die Figuren Ward und Jakoby eingeführt und wie zwei mehr oder weniger Einzelgänger miteinander auskommen müssen. In dieser Phase macht der Film enorm viel Spaß, vor allem weil noch nicht klar ist in welche Richtung sich die Inszenierung entwickelt.

Ab dem Zeitpunkt, wo der magische Stab gefunden wird, wird das Verfolgen der Story etwas anstrengend. Die Handlung verläuft sich immer wieder im Sand, springt von Action-Einlage zu Action-Einlage und bietet kaum Raum zum Verschnaufen. Darüber hinaus gibt es einige langatmige Stellen, was den Film etwa zehn Minuten zu lang macht.

Trotz der Schwächen unterhält die Inszenierung, was vor allem an den beiden Hauptdarstellern liegt die perfekt harmonieren. Darüber hinaus tragen die Beiden die Handlung auf deren Schultern. Regisseur David Ayer kreierte durchaus interessante und tolle Ideen, die Spaß machen. Es wäre aber eindeutig mehr drinnen gewesen.

DER CAST

Will Smith (Suicide Squad) als Daryl Ward

In Suicide Squad war er einer der Lichtblicke und auch in Bright zeigt er als Daryl Ward eine ausgezeichnete Leistung. Ein leidenschaftlicher Polizist, der nicht ganz freiwillig mit dem Ork-Polizisten Jakoby ein Team bildet. Er macht auch eine tolle Entwicklung durch und löst sich mehr und mehr den Vorwürfen gegenüber seinem neuen Partner.

Joel Edgerton (Loving) als Nick Jakoby

Joel Edgerton verkörpert eine Figur, die es als erster Ork in den Polizeidienst geschafft hat. Dadurch hat er aber ein sehr mieses Standing, keiner nimmt ihm ernst geschweige will mit ihm auf Streife fahren. Es ist schwer zu erkennen, ob der in einem Kostüm oder einen Motion-Capture-Anzug steckt, doch seine Performance und die Harmonie mit Will Smith ist großartig.

Weitere Charaktere

Eine wichtige Rolle verkörpert Lucy Fry (Vampire Academy) als Elfin Tika. Sie trägt dazu bei, dass die Handlung entscheidend voranschreitet. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Dazu gesellen sich bekannte Namen wie etwa Noomie Rapace (What happend to Mondea?) als Leilah/Liela und Edgar Ramirez (Gold) als Kandomere.

Die Harmonie zwischen Will Smith und Joel Edgerton ist so stark und perfekt, dass (fast) alle Nebenfiguren kaum Chance haben zu glänzen. Auch hier wäre viel mehr drinnen gewesen.

TECHNIK, KAMERA, SOUNDTRACK

Auf technischer Ebene schöpft der Film sein verhältnismäßig geringfügiges Genre-Budget solide aus. Szenen in den Städten, wenn Ward mit seinem Ork-Kollegen auf Streife fährt, sind sehr gelungen. Kommt es allerdings zu CGI-Effekten, merkt man zwar die Kreativität des Regisseurs aber auch den Greenscreen. Darüber hinaus gefällt mir das Ork-Design nur bedingt.

Die Kameraarbeit dagegen ist gelungen. Immer wieder wird Los Angeles mit Luftaufnahmen eingefangen. Bei Dialogen ist sie naturgemäß ruhiger und näher, bei Action-Einlagen hektisch. Das Szenenbild könnte unterschiedlicher nicht sein. Quer durch alle Gesellschaftsschichten erleben wir heruntergekommene und edle Vierteln, die Polizeistation und der Streifenwagen von Ward und Jakoby.

Der Soundtrack fällt sehr stark aus. Eine gute Mischung aus Hip-Hop-artigen Rhythmen und orchestralem Sound. Wertet den Film um einiges auf.

BEWERTUNG UND FAZIT

Es ist schon erstaunlich, wie viel Geld der Streaming-Anbieter Netflix mittlerweile in die Hand nimmt, um eigenen Content anzubieten. Etwas weniger als 100 Millionen Dollar Budget für einen Film, der gratis im Netz schaubar ist, ist eine richtige Ansage. Bright bietet großartige Ideen, eine gelungene Mischung zwischen Fantasie und realer Welt und zwei grandiose Hauptdarsteller, die perfekt harmonieren. Er hat zwar einige massive Schwächen in der Story und einige Effekte sehen nicht optimal aus, aber er unterhält und fällt sehenswert aus.

Genrewertung Fantasy/Actionfilm: 6,5 / 10

Allgemeine Wertung: 5 / 10

 

Quelle Bild: dvd-forum.at

 

 

 

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