KRITIK: SHAPE OF WATER – Das Flüstern des Wassers

Zweifacher Gewinner bei der Golden-Globe-Verleihung und unfassbare 13 Oscar-Nominierungen. Eine Geschichte einer stummen Frau, die sich mit einem fischartigen Wesen anfreundet. Ob dieser Film den vielen Nominierungen gerecht wurde und die Geschichte über zwei Außenseiter sehenswert ausfällt, erfährt ihr in dieser Kritik zu Shape of Water – Das Flüstern des Wassers.

Originaltitel: The Shape of Water

Regie: Guillermo del Toro

Drehbuch: Guillermo del Toro und Vanessa Taylor

Produktion: Guillermo del Toro, J. Miles Dale, Chuck Ryant und T. K. Knowles

Kamera: Dan Laustsen

Musik: Alexandre Desplat Weiterlesen

KRITIK: Three Billboards outside Ebbing, Missouri

Die Award-Saison hat bereits begonnen und immer mehr starke Filme erscheinen in den Kinos. So auch dieser Film, der bei den Golden Globes vier Statuen abräumte. Ob das Drama mit Frances McDormand und Woody Harrelson in den Hauptrollen genauso gut ist wie gesagt wird, erfährt ihr in dieser Kritik zu Three Billboards outside Ebbing, Missouri.

Originaltitel: Three Billboards outside Ebbing, Missouri

Regie: Martin McDonagh

Drehbuch: Martin McDonagh

Produktion: Martin McDonagh, Graham Broadbent, Peter Czernin und Ben Knight

Kamera: Ben Davis

Musik: Carter Burwell Weiterlesen

KRITIK: La La Land

Er gilt als einer der heißesten Oscar Kandidaten und wird mit ziemlicher Sicherheit auch ein paar Statuen abholen. Ein Musical-Film, der sich mit der Verwirklichung von Träumen, Liebe und Glück befasst. In dieser Kritik geht es um La La Land.

Originaltitel: La La Land

Regie: Damien Chazelle

Drehbuch: Damien Chazelle

Produktion: Fred Berger, Gary Gilbert, Jordon Horowitz und Marc Platt

Kamera: Linus Sandgren

Musik: Justin Hurwitz Weiterlesen

HATTRICK – 3 Fragen an Filmkritiker Johannes Marksteiner

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Er ist einer der größten und kritischsten Filmfans den ich kenne. Er schreibt für filmering.at und dieacademy.de Kritiken zu den neuesten Kinofilmen. Außerdem ist er ein wahrer Oscarexperte. Er hört sehr gerne epische, ruhige und düstere Filmmusik und ist regelmäßiger Besucher von Hollywood in Vienna. Ein jährlich stattfindendes Konzert in dem aktuelle Filmmusik mit Orchester Live gespielt wird. Noch dazu ist er mittlerweile einer meiner besten Freunde geworden und man kann sich mit ihm stundenlang über Filme und andere Dinge unterhalten.
Daher ist es für mich eine große Ehre, dass er mein erster Interviewpartner in der Kategorie Filme ist. Ich konnte mir keinen Besseren für diese Premiere vorstellen und freue mich, dass er sich Zeit genommen hat. Ein Gespräch über die Kinofilme 2016, auf die er sich am Meisten freut. Er erzählt zudem sehr detailliert, nach welchen Kriterien er eine Film-Empfehlung ausspricht und gibt ein paar seiner absoluten Lieblingsfilme preis. Außerdem verrät er seine Meinung zu den Oscar-Chancen von Leonardo DiCaprio. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

 

 

Plapperblog
Das Filmjahr 2016 hat mit Krachern wie The Revenant und Deadpool schon sehr vielversprechend begonnen. Auf welche Filme freust du Dich speziell als Filmliebhaber und -kritiker am Meisten?

 

Johannes Marksteiner
Die meiste Vorfreude habe ich definitiv auf „Suicide Squad“, „Stars Wars: Rogue One“, „The Nice Guys“ und „Findet Dorie“. Filme, die wohl unterschiedlicher nicht sein könnten, die aber allesamt sehr vielversprechend wirken. Gerade „Suicide Squad“ hat mit den bisher veröffentlichten Trailern bei mir neue Maßstäbe in der Erwartungshaltung gesetzt. Ähnliches gilt für „Star Wars: Rogue One“. Da gibt es zwar noch keinen Trailer, jedoch ist es schwer, nicht eine gewisse Vorfreude aufzubauen nachdem „Star Wars – Das Erwachen der Macht“ so dermaßen grandios war und ich nicht darauf warten kann, inwiefern sich das ganze „Star Wars“ Franchise entwickelt. „Findet Dorie“ dagegen ist die lang ersehnte Fortsetzung zu „Findet Nemo“. Auch hier gibt es bislang so gut wie keine Informationen, dennoch braucht man kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass sich Pixar hier (wieder einmal) etwas Großartiges einfallen hat lassen. „Demolition“ mit Jake Gyllenhaal und „The Nice Guys“ mit Ryan Gosling und Russell Crowe sehen ebenfalls vielversprechend aus. Ich bin außerdem gespannt auf „Ghostbusters“, „Zoomania“ und „The Conjuring 2“.

 

 

Plapperblog
Filme sind fast immer subjektiv und was einer Person gefällt, muss der Anderen nicht zwangsweise gefallen. Welche Kriterien sind für Dich wichtig, damit Du eine Empfehlung aussprechen kannst und was ist Dein absoluter Lieblingsfilm?

 

Johannes Marksteiner

So wie alle Kunstformen, so ist – wie Du richtig sagst – auch die Gattung „Film“ rein subjektiv. Das breite Kino-Publikum ist eher effektorientiert. Wenn man sich die finanziell erfolgreichsten Filme aller Zeiten anschaut, dann fällt auf, dass sie allesamt laut, bunt und vor allem effektvoll sind. Da kommt einem natürlich das Wort „Blockbuster“ in den Sinn. Daran ist ja auch überhaupt nichts verwerflich, da es, in einer eigenen Art, eine große Kunstform ist. Nur eben nicht jene Kunstform, die ich persönlich bevorzuge. Um ein Beispiel zu nennen: Ich habe erst vor wenigen Tagen die von allen Seiten gelobte Comic-Verfilmung „Deadpool“ gesehen. Höchst unterhaltsam, keine Frage. Was mir aber persönlich wichtig ist, sind andere Werte als eben laut, bunt und effektvoll. Jetzt kann man natürlich sagen, dass „effektvoll“ vielerlei Bedeutung hat. Das ist auch absolut richtig. Es ist auch ein Effekt, wenn mich etwas emotional berührt oder zum nachdenken bringt. Solche Filme mag ich am liebsten. Filme, bei denen man beim Abspann noch sitzen bleibt und das Gesehene Revue passieren lässt. Noch lieber habe ich Filme, die mir über einen längeren Zeitraum im Gedächtnis bleiben. Auf gewisse Facetten des Films, wie zum Beispiel Regie, Schauspiel, Musik, Optik, usw., kommt es dabei gar nicht so an. Sie können das Gefühl natürlich verstärken und – kurzfristig – in eine gewisse Richtung lenken aber letztendlich kommt es auf das Gesamtpaket an. Wenn das Gesamtpaket eines Filmes stimmt, dann gebe ich gerne eine Empfehlung ab. Ob Leute sie dann auch annehmen, ist wieder eine andere Sache.

Was meinen absoluten Lieblingsfilm betrifft, so ist das schwer zu beantworten. Einen Film alleine kann ich nicht herauspicken. Eine Liste mit meinen Lieblingsfilmen würde aber in etwa so aussehen: „Fight Club“, „Pulp Fiction“, „Das Schweigen der Lämmer“, „Sieben“, „Drive“, „American Beauty“, „A Clockwork Orange“, „Tiger and Dragon“, „Das Leben der Anderen“ und „Die Verurteilten“.

 

 

Plapperblog
Die Oscars stehen kurz bevor und alle Nominierungen wurden bereits fixiert. Die Frage die sich jeder Filmfan stellt: Bekommt Leonardo DiCaprio Deiner Einschätzung nach endlich seinen ersten Oscar?

 

Johannes Marksteiner
Zu favorisieren ist in der „Bester Hauptdarsteller“-Kategorie einzig und alleine Leonardo DiCaprio. Er hat nicht nur mit „The Revenant“ einen sehr starken Film im Rücken (den die Academy mit mehreren Oscars überhäufen wird), er liefert auch eine wahre Tour de Force ab. Zu großartigem Schauspiel bedarf es nicht immer vieler Worte. Die Sätze, die DiCaprio spricht sind mit beiden Händen abzuzählen. Dafür punktet er umso mehr mit seiner Mimik. Es ist außerdem ein offenes Geheimnis, dass DiCaprio schon längst den Oscar verdient. Auch diese Tatsache spielt ihm sicherlich in die Karten. Dieses Jahr passt für ihn einfach alles zusammen. Das war bei seinen bisherigen Nominierungen nie der Fall. Da musste er sich meist Schauspielern geschlagen geben, bei denen man schon lange vorher wusste, dass sie den Oscar gewinnen werden. In diesem Jahr weiß man das bei ihm.

 

Danke für das Interview

 
Das war das Interview mit dem Film- und Oscarexperten Johannes Marksteiner. Ihr wollt auch einmal eine Kritik von ihm lesen? Dann schaut auf http://www.filmering.at/ oder http://dieacademy.de/ vorbei. Auf diesen beiden Plattformen schreibt er regelmäßig seine Meinung zu aktuellen Kinofilmen.
Wenn ihr einen Twitter-Account habt, könnt ihr Johannes auch dort folgen. Er postet dort sehr viele Filmempfehlungen, tolle Soundtracks und viele andere Sachen, die nichts mit Filmen zu tun haben. Folgt ihm, er freut sich bestimmt auf neue Follower.

 

Bis zum nächsten Interview

 

Euer Thomas