HORRORCTOBER: CONJURING – Die Heimsuchung

Liebe Horror Gemeinde!

Der Horrorctober geht in die nächste Runde und ich hatte endlich wieder Zeit, einen weitere Film von meiner „To-Watch“ Liste zu streichen. Auf der Suche nach guten, sehenswerten Horrorfilmen bin ich beim Conjuring-Franchise angekommen. Eine Franchise, welches ich schon länger im Hinterkopf hatte. Thematisiert werden Fälle rund um die Familie Warren, Exorzismus, Geister und ähnliches, die angeblich stattgefunden haben sollen. Wie realistisch das ist, muss jeder für sich selber beantworten. Und ob diese Fälle eine gute Basis für einen sehenswerten Horrorfilm sind, erfährt ihr in dieser Kritik zu Conjuring.

Originaltitel: The Conjuring

Regie: James Wan

Drehbuch: Chat und Carey Hayes

Produktion: Peter Safran, Rob Cowan, Tony DeRosa-Grund und Walter Hamada

Kamera: John R. Leonetti

Musik: Joseph Bishara

Erscheinungsjahr: 2013

conjuring

HANDLUNG

Erzählt wird die wahre Geschichte des Ehepaars Ed (Patrick Wilson) und Lorraine Warren (Vera Farmiga), zwei der bekanntesten US-amerikanischen Dämonologen die sich mit paranormalen Phänomenen beschäftigen. Im Jahre 1971 untersuchen sie einen Fall in einem alten Farmhaus in Rhode Island, in dem die Familie Perron eben erst eingezogen ist. Das Ehepaar Warren wird engagiert, nachdem einige unerklärliche Dinge im Haus passieren und die Mutter Carolyn (Lili Taylor) eine unsichtbare Macht erahnt. Auf der Suche nach dämonischen und geisterhaften Aktivitäten stoßen Ed und Lorrain plötzlich auf einen alten Fluch der über das Haus herrscht. Ein Fall, der sie an ihre körperlichen und geistigen Grenzen bringt.

WAS IST POSITIV

Der Horrorfaktor

Manche Filme, die im Horror-Genre angesiedelt sind, gehen mehr als Thriller durch da der Gruselfaktor sehr, sehr gering ist. Bei Conjuring ist das anders, die Schockmomente sind sehr gut über den Film verteilt und vermitteln Angst, Schrecken und vor allem Horror. Personen, die aus dem Nichts auftauchen, plötzlich auftretende Stimmen – das volle Programm.

Atmosphäre und Musik

Neben dem Horror spielt die Atmosphäre eine positive Rolle. Das fängt beim Setting in den 1970er Jahren an und endet im abgelegenen Landhaus an einem See, das nur am ersten Blick Idylle vermittelt. Kooperativ zur Atmosphäre wird die passende Musik gewählt. An manchen Stellen setzt sie aus, an manchen Stellen wirkt sie spannungsgeladen um im entscheidenden Moment die nächste Gruselszene einzuleiten. Das funktioniert hervorragend.

Vera Farmiga als Lorraine Warren

Im gesamten Cast ist sie die einzige, die mich schauspielerisch überzeugt hat. Für mich sehr ungewohnt, sie nach Rollen in Departed – Unter Feinden und Der Richter in einem Horrorfilm zu sehen. Aber sie zeigt eine hervorragende Leistung und schafft es bei mir, dass ich ihr Handeln versuche zu verstehen. Unabhängig davon ob sie im realen Leben diese Dinge wirklich erlebt hat oder nicht. Die Performance von Vera Farmiga hat mir gut gefallen.

Die Inszenierung

Regisseur James Wan (Insidious) hat es geschafft, nicht nur einen bloßen Horror-Film zu inszenieren, sondern versuchte auch eine Geschichte zu erzählen. Vor allem in den ersten 30 bis 40 Minuten erleben wir die Einführung der Geschichte, wie die Familie Perron in das neue Haus einzieht und was die Warrens beruflich machen. Zwischen den Horror-Momenten hat der Schauer Zeit sich zu erholen um die Geschehnisse der letzten Minuten zu verarbeiten – so wie die Charaktere im Film.

WAS IST NEGATIV

Der Beginn

In Summe ist die Inszenierung gut gelungen und der Versuch, vor allem zu Beginn eine Geschichte zu erzählen, löblich. Doch dieser Beginn muss auch negativ bewertet werden, weil er schlicht weg zu lang dauert. Es braucht eben diese 30 bis 40 Minuten bis die Story in Fahrt kommt. An dieser Stelle wären zehn Minuten weniger besser gewesen und der Film hätte weniger Längen.

Die Charaktere

Mit Ausnahme von der Figur Lorraine Warren und mit Abstrichen ihr Ehemann Ed sind die Charaktere aus meiner Sicht langweilig ausgefallen. Mag sein, dass ich das als Horror-Neuling anders sehe, aber ich konnte keinen Bezug zu den Figuren herstellen. Vor allem die Perron-Familie, was auch an den Leistungen der SchauspielerInnen liegt. Sie schafften es nicht, ihren Figuren interessante Ansätze zu verleihen. Somit war es mir egal, was mit ihnen passiert.

Der Showdown

Die letzten Minuten des Filmes haben mir nur bedingt gefallen. Die Bedrohung und der Horror waren spürbar, aber letztendlich war es mir zu übertrieben. Sowohl die Inszenierung als auch die Darsteller und Darstellerinnen, die etwas overacting betrieben haben.

FAZIT

Ein gelungener Horror-Film mit hervorragender Atmosphäre, tollen Grusel-Momenten und einer großartig aufspielenden Vera Farmiga. Die Musik unterstreicht mit düsteren, melodischen und spannungsgeladenen Melodien die Szenen, der Look der 1970er-Jahre wurde ebenfalls gut umgesetzt. Nur der zu lang inszenierte Beginn, die Großteils schwachen Charaktere und der zu übertriebene Schluss verhindern eine höhere Wertung. Wer Horror-Fan ist und diesen Film noch nicht gesehen haben sollte, unbedingt nachholen. Er ist sehenswert und schön gruselig.

Horror-Faktor: 8 / 10

Genrewertung Horror: 7 / 10

Quelle Bild: http://aisleseat.com/conjuring.htm

 

 

 

 

 

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