4DX – Neue Kinotechnologie mit Rüttelsitz und Wettereinflüssen startet in Österreich

Im Laufe der Zeit hat sich die Technologie in den Kinos sehr verändert. Mittlerweile ist es normal, dass viele Filme in 3D den Weg in die Kinos finden. IMAX-Kameras und Dolby Atmos sorgen für bildgewaltige Szenen und ohrenbetäubenden Surround-Sound in den dementsprechenden Sälen. Doch jetzt kommt eine neue Technologie nach Österreich, die weltweit gesehen gar nicht mehr so neu ist – 4DX.

Das Hollywood Megaplex Gasometer im 11. Wiener Gemeindebezirk ist das erste Kino in Österreich, das einen Kinosaal mit dieser speziellen Technik ausgestattet hat. Diese Technik kommt bereits in 47 Ländern zum Einsatz. Etwa 1,3 Millionen Euro wurde in 4DX investiert und am Freitag gab es eine Pressevorführung des Filmes Planet der Affen: Survival, bei dem ich die Ehre hatte dabei zu sein. Ich werde versuchen, in diesem Beitrag ein paar Eindrücke zu dieser Technologie zu beschreiben und ob es sich auszahlt. Eines ist aber in Stein gemeißelt: Man muss es fast selbst erleben um es erklären zu können.

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Quelle Foto: Wikimedia Commons

ES RÜTTELT UND SCHÜTTELT

Ich kam in den Saal und mit meinem ersten Blick sind mir sofort die andersartigen Kinosessel aufgefallen. Man sitzt erhöht und unterhalb befinden sich Servermotoren, die die Bewegungen ausführen. In der Anfangsszene, wo eine Gruppe von Soldaten einen Hügel hinaufgeht, bewegt sich der Sessel leicht nach hinten – wie beim langsamen Start einer Achterbahn. Bei der ersten Action-Szene kam das 4DX erstmals so richtig in Fahrt. Bei Explosionen und Schießereien rüttelt der Sessel die Besucher ordentlich durch, immer passend zu den Szenen auf der Kinoleinwand – ähnlich wie in einem Flugzeug bei Turbulenzen.

Wenn der Protagonist auf der Leinwand ein Pferd reitet, bewegt sich der Sessel in der gleichen Bewegung mit – so als würde man selber auf einem Pferd sitzen. Zu Beginn ist dieses rütteln und schütteln sehr gewöhnungsbedürftig. Ich musste mich auch teilweise anhalten, weil es oft wie aus dem Nichts kam. Nach und nach gewöhnt man sich daran und es wird gegen Ende des Filmes ein richtiger Genuss auf diese Art einen Film zu schauen.

WETTEREINFLÜSSE

Nur rütteln und schütteln allein ist noch kein 4DX, da gehört schon mehr dazu. Daher sind an der Decke Ventilatoren angebracht, die für Wettereinflüsse sorgen. Dazu ein Beispiel: In einer Szene ruhen sich die Affen an einem Wasserfall aus. Das Wasser spritzt ein wenig durch die Luft und es ist windig. Während dieser Sequenz blasen die Ventilatoren Luft in den Kinosaal und es fühlt sich so an, wie wenn du in deiner Wohnung alle Fenster offen hast und eine leichte Brise weht durch. Eine kühle Brise die dafür sorgt, dass du überlegst ob du die mitgenommene Jacke anziehen sollst.

Außerdem sind in den Wänden und den Sitzen Wasserspender installiert. Bei der gleichen Szene am Wasserfall sprüht dieser Spender Wasser in den Kinosaal, damit du als Zuschauer mehr in das Geschehen eingebunden bist. Eine Regenjacke oder gar einen Regenschirm wird nicht benötigt.

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Quelle Bild: Wikimedia Commons

FAZIT

Zu Beginn noch ein wenig gewöhnungsbedürftig, macht das Verfolgen des Filmes speziell gegen Ende sehr viel Laune. Es hat durchaus seinen Reiz, einen Film mit „Rüttelsitz“ und Wettereinflüssen zu schauen. Nach diesen Erlebnis war ich geflasht und fasziniert, aber gleichzeitig musste ich mich auch sammeln. Ob die Technologie, die aus Südkorea stammt, in Österreich angenommen wird, bleibt abzuwarten. Das Hollywoodplex Gasometer in Wien ist mehr als überzeugt davon und plant bis Jahresende etwa 20 Filme im 4DX-Saal vorzuführen – darunter Action-Kracher wie Justice League, Thor – Tag der Entscheidung und Star Wars Episode VIII – The Last Jedi. Wer interessiert ist, muss mit einem Aufschlag von 5 Euro rechnen. Ich persönlich werde 4DX ein weiteres Mal ausprobieren, vor allem Star Wars würde mich sehr reizen.

Zum Schluss noch eine Anmerkung: Ich glaube, dass 4DX nicht für jede Frau und jeden Mann geeignet ist. Ihr solltet wissen, auf was ihr euch einlässt und dass man sich nicht gemütlich nach hinten lehnen kann. Durch das Rütteln und Bewegen bist du mehr eins mit dem Film und wirst noch mehr in die Welt hineingezogen. Habt ihr Lust auf so ein Erlebnis, dann ab ins Kino. Und bedenkt eines, immer Getränke mit verschließbarem Deckel in den Kinosaal mitnehmen.

Eine Kritik zu Planet der Affen: Survival könnt ihr hier lesen

 

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