KRITIK: Ich – Einfach Unverbesserlich 3

Gru, Lucy und die Minions sind wieder zurück. Dieses Mal müssen sie einen 80er-Jahre Bösewicht bekämpfen, der es auf einen Diamanten abgesehen hat. In dieser Kritik geht es um Ich – Einfach Unverbesserlich 3

 

Originaltitel: Despicable Me 3

Regie: Pierre Coffin und Kyle Balda

Drehbuch: Cinco Paul und Ken Daurio

Produktion: Christopher Meledandri, Janet Healy, Chris Renaud und Brett Hoffmann

Musik: Heitor Pereira

ich einfach unverbesserlich 3

HANDLUNG

Nachdem sich Gru (im Original gesprochen von Steve Carell/deutsche Fassung Oliver Rohrbeck) im zweiten Teil in Lucy (Kristen Wiig/Martina Hill) verliebt hat und beide ein Paar wurden, bekämpfen sie nun gemeinsam Bösewichte. So auch den ehemaligen Kinderstar aus den 80er-Jahren – Balthazar Bratt (Trey Parker/Joko Winterscheidt), der in dieser Zeit ein wenig hängengeblieben ist, Schulterpolster und eine Vokuhila-Frisur trägt. Er hat es auf einen Diamanten abgesehen, den er von einem Schiff stehlen will. Da Gru den Bösewicht entkommen ließ, wird er gemeinsam mit Lucy gefeuert. Eines Tages trifft er auf seinen Zwillingsbruder Dru (Steve Carell/Oliver Rohrbeck), der in das Gangsterbusiness einsteigen will. Gru sieht die Chance, den Diamanten von Bratt zurück zu stehlen um seinen Job wieder zu bekommen.

DREHBUCH UND STORY

Im dritten Teil dieser Reihe wurde nicht nur entschieden, dass der Gegenspieler von Gru ein Faible für die 80er-Jahre und einen Zwillingsbruder hat. Durchaus spannende Ansätze, die sich über die gesamte Länge aber als problematisch erweisen.

MEHR: https://derplapperblog.wordpress.com/2016/08/03/pets/

Das Hauptproblem ist die Tatsache, dass eine Hauptgeschichte verkauft wird die sich um Balthazar Bratt dreht. Diese Figur wurde auch sehr gut eingeführt und die Anfangsminuten machen sehr viel Spaß. Diese Story wird nach 15 bis 20 Minuten links liegen gelassen und auf einmal geht es um den Bruder Dru, wie er und Gru sich treffen und warum sie überhaupt getrennt wurden. Zwei Handlungsstränge, die parallel Seite an Seite verlaufen – keine wurde so richtig fokussiert.

Zusätzlich entstehen viele Nebenplots. Agnes ist auf der Suche nach einem echten Einhorn, Lucy versucht eine gute Mutter zu sein, die Minions streiken und wollen wieder einem richtigen Bösewicht dienen und noch ein paar mehr. Das war in Summe eindeutig zu viel, weil viele dieser Handlungen nicht so richtig fertig erzählt werden. Es entsteht ein Gefühl, sie sind als Lückenfüller entstanden und ziehen die Handlung in die Länge.

Positiv hingegen sind die Elemente, die schon in den beiden anderen Teilen funktioniert haben. Zum Beispiel die Minions, die wieder einmal für die größten Lacher sorgen. Das Zusammenspiel von Lucy und Gru und den drei Mädchen macht auch Spaß und die Entscheidung, den Bösewicht Bratt so zu gestalten wie er letztendlich im fertigen Film aussieht, war auch die Richtige. Dennoch bin ich der Meinung, mehr Story zu Bratt und weniger zum Zwillingsbruder hätte dem Film gutgetan.

DIE SYNCHRONSTIMMEN

Zum bereits dritten Mal spricht Steve Carell (Minions) Gru und er macht das wieder großartig. Er spricht mit seinem typischen Akzent, den er Gru immer verliehen hat und macht das Schauen wieder zu einem Erlebnis. Was schön zu beobachten ist, ist die Tatsache, dass er von Film zu Film emotionaler wird. Vor allem im Bezug zu den drei Mädchen und natürlich zu seiner Frau. Kristen Wiig (Sausage Party) darf wieder Lucy sprechen, bei ihr merkt man, dass die Figur ein wenig an sie angepasst wurde. Sehr viele Ähnlichkeiten mit dem Humor von ihr, darum passt sie perfekt in die Rolle hinein.

Neu im Team ist Trey Parker (South Park: Der Film), den sicher einige von euch kennen. Er ist der Schöpfer von South Park und spricht hier den Bösewicht Balthazar Bratt ausgezeichnet wie ich finde. Er bringt ein wenig Neues in die Franchise hinein. Jenny Slate (Pets) darf ebenfalls eine kleine Rolle sprechen, nämlich die der neuen Agentenchefin Valerie Da Vinci.

MEHR: https://derplapperblog.wordpress.com/2016/12/12/kritik-sing/

TECHNIK, KAMERA, SOUNDRACK

Die Animationen schauen wieder sehr hochwertig aus. Die Illumination Studios haben einen ganz eigenen Stil, der zuletzt auch in Sing oder Pets zur Geltung kam. Gefallen hat mir in diese Richtung der Bösewicht, der sich sehr geschmeidig bewegt und sehr beweglich ist. Wer alle bisherigen Teile kennt, bekommt zwar nichts Neues, dafür aber wieder Hochwertigkeit.

Die Musik ist dem Bösewicht angepasst, wir bekommen viel 80er-Jahre-Sound zu hören – zu viel für meinen Geschmack. Dennoch passt der Sound perfekt zur Geschichte und zum Film. Zwischendurch werden orchestrale Klänge gespielt, die Mischung ist somit positiv.

BEWERTUNG

Ich muss es ehrlich sagen, ich war sehr enttäuscht von Ich – Einfach Unverbesserlich 3. Er hat auf jeden Fall seine Momente, die Minions sorgen wieder für Lacher, die Figur Gru bekommt durch die Synchronisation von Steve Carell wieder seinen typischen Akzent und Flair. Trotzdem will der Film nicht so recht in die Gänge kommen, die Haupthandlung wird zu einer Nebenhandlung umfunktioniert und generell gibt es viel zu viele Nebenhandlungsstränge. Das wirkt zu viel und dient statt einer Ergänzung nur als Lückenfüller. Dennoch wird er wieder viele Kids und deren Eltern in die Kinos locken. Ich persönlich fand ihn nur schaubar.

 

Genrewertung Animationsfilm: 6 / 10

Allgemeine Wertung: 5 / 10

 

Quelle Bild: http://www.filmstarts.de/kritiken/226447/bilder/?cmediafile=21414525

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