KRITIK: Elvis & Nixon

Wer hätte gedacht, dass sich diese beiden Persönlichkeiten einmal die Hände schütteln. Doch es ist wirklich passiert, in den 1970er Jahren im Oval-Office des amerikanischen Präsidenten Richard Nixon. Einer der weltberühmtesten Entertainer bat um ein Vorsprechen, weil er eine FBI-Marke für Undercover-Einsätze haben wollte. In dieser Kritik geht es um Elvis & Nixon.

Originatitel: Elvis & Nixon

Regie: Liza Johnson

Drehbuch: Cary Elwes, Joey Sagal und Hanala Sagal

Produktion: Cary Elwes, Cassian Elwes and Holly Wiersma

Kamera: Terry Stacey

Musik: Ed Shearmur

elvis nixon

©derplapperblog/Thomas Bauer

HANDLUNG

Erzählt wird die wahre Geschichte von einem ganz besonderen Treffen, welches im Jahre 1970 tatsächlich stattgefunden hat. Der weltberühmte Sänger und Entertainer Elvis Presley (Michael Shannon) sorgt sich um die amerikanische Jugend und will verhindern, dass diese weiter in die Kriminalität und Drogenszene abrutscht. Seine Lösung: eine FBI-Marke für Undercover-Einsätze. Doch dazu braucht es ein ganz besonderes Treffen: Elvis möchte den amerikanischen Präsidenten Richard Nixon (Kevin Spacey) einen Besuch abstatten. Dieser ist zunächst nicht begeistert von der Idee, aber als das Treffen dann wirklich stattfindet muss Nixon feststellen, dass er mehr Gemeinsamkeiten mit Elvis hat als gedacht.

DREHBUCH UND STORY

Die noch unbekannte Regisseurin Liza Johnson (Hateship, Loveship) hat einen humorvollen Film inszeniert – ein spannendes Thema über ein skurriles Treffen zweier Persönlichkeiten der 1970er Jahre.

Ein Treffen, das tatsächlich stattgefunden hat. Das gute an der Inszenierung ist, dass du die gesamte Länge von 87 Minuten überlegst ob die Geschichte real oder doch Fiktion ist. Weil eigentlich scheint es fast unmöglich, dass ein Entertainer wie Elvis Presley um ein Treffen beim amerikanischen Präsidenten bittet um eine FBI-Marke zu bekommen.

Der Aufbau der Geschichte fokussiert sich auf das Zusammenkommen von Elvis und Nixon. Wir begleiten beide Figuren einige Stunden davor bei ihren Tätigkeiten und wie dieses Treffen überhaupt zustande kommt. Die Dialoge sind dabei sehr einfach gehalten und beinhalten eine Menge charmanten Humor. Immer wieder ertappte ich mich selber beim lauten Lachen und das eigentlich nur, weil Elvis eine FBI-Marke haben möchte.

Das Treffen selber wird erst sehr spät im Film gezeigt, humorvoll und grandios inszeniert, dass es sich gelohnt hat bis zum Ende dranzubleiben. Ich will nicht zu viel verraten, aber schier unglaublich was die Beiden vermutlich wirklich besprochen haben. Der Film ist sehr vorhersehbar und die Reise ist vorgegeben. Dennoch hat sie ein gutes Tempo und kommt sehr gut voran. Ich war sehr begeistert von der Idee, der Umsetzung und fühlte mich gut unterhalten.

DER CAST

Michael Shannon (Nocturnal Animals) als Elvis Presley

Für mich wird Michael Shannon immer noch ein wenig unterschätzt. Dabei ist er einer der besten Charakterdarsteller der Gegenwart. Er spielt oft in kleineren Filmen wie Midnight Special, aber auch in großen Blockbuster-Filmen wie Man of Steel. Shannon verkörpert Elvis sowas von grandios, dass man meinen könnte er ist der King. Wie er die Brille aufsetzt, sich bewegt und spricht – das ist ganz großes Kino. Genauso wie die Chemie zwischen ihm und Kevin Spacey. Perfekte Wahl und ich bin der Meinung, dass er bereit ist einen Oscar zu bekommen.

Kevin Spacey (Kill the Boss) als Richard Nixon

Was hat Kevin Spacey nicht alles für große Rollen gespielt. Egal ob in Sieben, Die üblichen Verdächtigen oder in der Politserie House of Cards – er schafft es perfekt die verschiedensten Charaktere zu imitieren. Somit ist auch er die perfekte Wahl für die Rolle als Nixon und hat dabei weniger Screentime als zuerst vermutet. Doch diese füllt er perfekt, zeigt Leidenschaft in seinen Szenen und harmoniert hervorragend mit Michael Shannon.

Weitere Charaktere

Neben den beiden Hauptcharakteren gibt es rundherum viele, kleinere und größere Nebenfiguren die sich perfekt in das Gesamte einfügen. Unter anderem spielt Alex Pettyfer (Magic Mike) Jerry Schilling, den Manager von Elvis. Colin Hanks (Parkland), Sohn von Schauspielgröße Tom Hanks, verkörpert Egil Krogh. Ein Mitglied der Nixon-Regierung der das Treffen organisiert hat.

TECHNIK, KAMERA, SOUNDTRACK

Technisch ist der Film auf sehr solidem Niveau, immer mit einem leichten Vintage-Look der 70er-Jahre – Autos, Kleidung, Möbelstücke. Effekte wurden nicht verwendet.

Es gibt viele Dialoge zu belauschen, daher ist die Kameraarbeit sehr ruhig. Das Szenenbild ist das Weiße Haus, diverse Luxusvillen und -apartments und Büros.

Die Musik ist ebenfalls im 70er-Jahre Stil, immer schön treibend und begleitend zur Geschichte. Hat mir sehr gut gefallen.

BEWERTUNG

Elvis & Nixon ist ein echter Geheimtipp. Ein Film über ein reales Treffen zwischen Elvis Presley und US-Präsident Richard Nixon. Skurril, humorvoll, grandios. Zwei Hauptdarsteller, die ihre Rollen mehr als perfekt verkörpern und dafür sorgen, dass dieser Film sehr sehenswert geworden ist. Nur die Vorhersehbarkeit verhindert eine Maximalwertung. Ich kann sie euch sehr empfehlen, ein kleiner Film der es verdient hat bekannter zu werden.

Elvis & Nixon bekommt als Biopic/Komödie in seinem Genre 9 / 10 Elvispunkte

Elvis & Nixon bekommt auf meiner allgemeinen Skala 8 / 10 Elvispunkte

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