KRITIK: Ein Hologramm für den König

Es ist nach Cloud Atlas die zweite Zusammenarbeit von Tom Hanks und Regisseur Tom Tykwer. Über einen Mann, der durch die Finanzkrise alles verloren hat und als letzte Chance für einen Auftrag nach Saudi-Arabien reist. In dieser Kritik geht es um Ein Hologramm für den König.

 

 

Originaltitel: A Holgram for the King

Regie: Tim Tykwer

Drehbuch: Tom Tykwer

Produktion: Stefan Arndt, Gary Goethman, Uwe Schott und Tim O`Hair

Kamera: Frank Griebe

Musik: Johnny Klimek und Tom Tykwer

hologramm-konig

 

 

(C)derplapperblog / Thomas Bauer

HANDLUNG

Erzählt wird die Geschichte von Alan Clay (Tom Hanks), der durch die Finanzkrise so ziemlich alles verloren hat. Er kann seiner Tochter das College nicht zahlen, seine Frau hat sich scheiden lassen und sein Chef hat sein Vertrauen ihn seine Fähigkeiten verloren. Alan bekommt aber eine letzte Chance, er soll dem saudischen König eine neue Hologramm-Technologie verkaufen und so reist er ins fremde Saudi-Arabien.

Er hat sichtlich Probleme sich anzupassen, noch dazu erscheint der König nicht und keiner weiß wann er wieder im Lande ist. Somit hat Alan viel Zeit zum Nachdenken und das Land kennenzulernen. Er freundet sich mit seinem Fahrer Yousef (Alexander Black) an und trifft auf die Ärztin Dr. Zahra Hakeem (Sarita Choudhury). Während er auf Termine wartet, freundet er sich immer mehr mit dem Land und seinen Kulturen an und überlegt sogar seine Rückreise in die USA zu verschieben.

 

DREHBUCH UND STORY

Der Film basiert auf den gleichnamigen Roman von Dave Eggers, Tom Tykwer hat eine wundervolle Komödie mit Dramaelementen inszeniert.

Die Handlung steigt gleich mit der Reise nach Saudi-Arabien ein, in kleinen Flashbacks werden die Hintergründe erleuchtet warum die Hauptfigur in das ferne Land gereist ist. Zwischendurch hat Alan Clay Gedankengänge an vergangene Ereignisse, die Tom Tykwer visuell mit kleinen Sequenzen umgesetzt hat. Es wird auch viel mit Klischees herumgeworfen, da kommt es zu der einen oder anderen skurrilen Situation.

Die Dialoge sind auch sehr fein geschrieben und bieten viel Ironie und Humor. Vor allem die Gespräche zwischen dem Fahrer Yousef und Alan sind grandios und unterhalten die Zuschauer. Aber der Film bietet auch viel Spielraum zum Nachdenken und Philosophieren, vor allem wenn die Hauptfigur mehr und mehr über sein Leben nachdenkt. Ab der Mitte des Filmes wird es eine Art Selbstfindungstrip und Alan überlegt sogar zu bleiben. Auch weil er sich ein wenig zu seiner Ärztin hingezogen fühlt. Die mögliche Liebesgeschichte wird sehr feinfühlig erzählt und wirkt nicht zu kitschig. Mag sein, dass er ein wenig vorhersehbar wird aber die Erzählstruktur hat mir in Summe doch sehr gut gefallen.

 

DER CAST

Wieder einmal muss ich den Cast positiv hervorheben, es gibt kaum Schwächen.

  • Tom Hanks (Bridge of Spies) als Alan Clay

Über Tom Hanks braucht nicht mehr groß diskutiert werden, er liefert eigentlich immer gute Leistungen ab. Er hat die Gabe, seinen Figuren eine spezielle Note zu verpassen. Jede seiner Rollen nehme ich ihm einfach ab, ich glaube ihm diese Zerrissenheit zwischen der Aufgabe die Holgrammtechnik an den König zu verkaufen und die steigende Sympathie für ein fremdes Land mit einer fremden Kultur. Er trägt auch die gesamte Handlung des Filmes, seine Leistung hat mir gut gefallen.

  • Sarita Choudhury (Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1) als Dr. Zahra Hakeem

Ein großartiger Gegenpart zu Tom Hanks, die sich nicht vor ihm verstecken muss. Auf dem ersten Blick wirkt sie wie eine Ärztin, die sich nur um einen Patienten kümmert. Doch sie hat mit einem ähnlichen Schicksalsschlag zu kämpfen wie Alan und so kommen sich die Beiden immer näher. Nehme sie zum ersten Mal in einem Film war, ihre Leistung hat mir sehr gut gefallen.

  • Alexander Black (Tim) als Yousef

Für mich die große Überraschung im gesamten Cast. Er verkörpert den Fahrer Yousef und fährt die Figur Alan Clay durch das arabische Land. Mit viel Witz und arabischen Scharme erzählt er über die Sitten des Landes und das macht einfach großen Spaß. Eine tolle Ergänzung und eine klasse besetzte Nebenrolle.

  • Weitere Charaktere

Sidse Babett Knudsen (Inferno) als Hanne, eine dänische Bürgerin die für den König arbeitet. Solide Leistung auch von ihr, fällt aber nicht weiter auf.

Kleine Nebenrollen haben noch Ben Whishaw (James Bond 007: Spectre) als Dave und Tom Skerritt (Ted) als Ron Clay.

 

TECHNIK, KAMERA, SOUNDTRACK

Die Bilder, die uns gezeigt werden, sind atemberaubend. Tolle Wüstenbilder und Gebäudekomplexe im Nirgendwo, da die geplante Stadt erst gebaut wird. Aber auch die Stadt, in der Alan in seinem Hotel wohnt, sieht sehr lebhaft aus. Die Umsetzung ist auf hohem Niveau mit kräftigen Farben und nur sehr wenig Effekten – die kommen nur zu Beginn vor.

Die Kamera fängt die Wüstenbilder von sehr weit oben ein, da entstehen teilweise sehr starke Einstellungen. Bei Dialogen ist sie gewohnt auf nachgehalten. Die Sequenzen spielen fast in dem Land, Wüste, Büroeinrichtungen im Nirgendwo, Hotelzimmer und das Auto des Fahrers.

Die Musik ist soweit gelungen, die uns Johnny Klimek (I, Frankenstein) präsentiert. Fällt nicht auf und untermalt die Szenen sehr schön.

 

BEWERTUNG

Wieder einmal ein gelungener Film mit Tom Hanks, der groß aufspielt und die Handlung auf seinen Schultern trägt. Der Humor ist großartig und es kommt zu vielen ironischen und skurrilen Situationen.

Die Kameraarbeit ist großartig, die Bilder und Szenen auch und die Schauspieler zeigen im Großen und Ganzen mehr als solide Leistungen. Der Film wird nur etwas zu vorhersehbar, als Schauer kannst du abschätzen, dass Alan womöglich im Land bleibt. Für Fans von Tom Hanks auf jeden Fall ein Muss und auch allgemein kann ich den Film empfehlen.

 

Ein Hologramm für den König bekommt als Komödie mit Dramaelementen in seinem Genre 9 / 10 Wüstenpunkte

Ein Hologramm für den König bekommt auf meiner allgemeinen Skala 8 / 10 Wüstenpunkte

 

EURE MEINUNG

Das war meine Kritik zu Ein Hologramm für den König. Wie habt ihr den Film gesehen? Seid ihr auch so begeistert davon oder könnt ihr euch so gar nicht mit solchen Filmen anfreunden? Schreibt mir Kommentare oder kontaktiert mich auf Twitter und Facebook. Bis zur nächsten Review.

 

Euer Thomas

 

 

 

 

2 Gedanken zu “KRITIK: Ein Hologramm für den König

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