KRITIK: Jack Reacher 2 – Kein Weg zurück

Jack Reacher ist zurück und Tom Cruise verkörpert wieder den ehemaligen Militärpolizisten, der an seine alte Arbeitsstätte zurückkommt und eine Verschwörung innerhalb des Militärs aufdeckt. In dieser Kritik geht es um Jack Reacher 2 – Kein Weg zurück.

 

 

Originaltitel: Jack Reacher 2 – Never Go back

Regie: Edward Zwick

Drehbuch: Edward Zwick, Marshall Herskovitz und Richard Wenk

Produktion: Tom Cruise, Don Granger und Christopher Mc Quarrie

Kamera: Oliver Wood

Musik: Henry Jackman

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HANDLUNG

Es ist abermals die Geschichte von Jack Reacher (Tom Cruise).  Er kehrt nach langer Zeit wieder zu seiner alten Wirkungsstätte zurück und möchte sich mit seiner Nachfolgerin Major Susan Turner (Cobie Smulders) treffen. Diese sitzt aber wegen Verrat unschuldig im Gefängnis, für Reacher ein Grund sie zu befreien und zu fliehen. Während dieser Flucht treffen sie auf die 15-jährige Samantha (Danika Yarosh), die eventuell die Tochter von Reacher ist. Doch es gibt nicht viel Zeit zum Nachdenken, denn sie werden nicht nur von der Militärpolizei gejagt, sondern auch von einem Profikiller. Dabei decken sie auch noch eine Verschwörung auf.

 

DREHBUCH UND STORY

Edward Zwick (Blood Diamond) hat einen soliden Action-Thriller inszeniert, der auf Tom Cruise zugeschnitten ist.

Die Geschichte ist allerdings nichts Besonderes, nichts Neues und das Genre wird auch nicht neu erfunden. Die Handlung ist schnell erzählt und das Ende ist auch vorhersehbar. Die Dialoge sind Genre-typisch, nicht tiefgründig und zwischendurch ein lockerer Spruch von Tom Cruise. An einigen Stellen wird die Handlung mit kreierten Fehlern vorangetrieben, damit auch wirklich alle Kinobesucher der Geschichte folgen können. Dennoch sind die knapp zwei Stunden um einige Minuten zu lang.

Kleine Logikfehler tragen ebenso dazu bei, dass die Flüchtigen einen Vorsprung bekommen. An einigen Stellen sorgt Humor für Heiterkeit im Kinosaal. Mehr gibt es aber an dieser Stelle nicht zu sagen. Vielleicht noch die Beobachtung, dass der Film sich wie ein Mission Impossible Light anfühlt, nur mit weniger Action und Szenen, die physikalisch unkorrekt sind. Und wenn nicht der Name Jack Reacher zu hören ist, hätte die Figur auch Ethan Hunt sein können.

 

DER CAST

Ein Hauptdarsteller, der solide spielt. Aber es sind andere, die Tom Cruise die Show stehlen.

  • Tom Cruise (Mission Imossible – Rogue Nation) als Jack Reacher

Tom Cruise ist einfach Tom Cruise. In gewohnter Manier verkörpert er die Hauptfigur, Coolness-Faktor hoch zehn und mit trockenen, flotten Sprüchen ausgestattet. Das Positive an ihm ist, dass er die Stunts und Kampfchoreografien noch selber ausübt. So bekommen die Szenen einen enormen Drive und werten den Film etwas auf. Solide Leistung von ihm, aber kaum zu unterscheiden zu seiner Rolle als Ethan Hunt.

  • Cobie Smulders (How I Met Your Mother) als Major Susan Turner

Sie muss sich überhaupt nicht neben Tom Cruise verstecken. Vor allem nicht was die physische Komponente betrifft, denn Cobie kann ordentlich austeilen. Muss sie auch, denn auf der Flucht vor einem Serienkiller bleibt dir nichts anders übrig. Schauspielerisch war das auch sehr in Ordnung und ich denke, dass sie den Sprung von der Serie auf die große Leinwand geschafft hat. Freue mich auf weitere Filme mit ihr.

  • Dakota Yarosh (Shameless) als Samantha

Dakota ist für mich die größte Überraschung, denn sie stiehlt fast allen die Show. Sie hat weniger Screentime als Cobie Smulders, aber ihre Szenen haben enorm Spaß gemacht. Sie brachte viel Humor mit, hatte immer wieder kesse Sprüche auf Lager und ist ein sturer Kopf. Ich denke, von ihr werden wir noch mehr sehen in Zukunft. Hat mir gut gefallen und wertet den Film auf.

  • Weitere Charaktere

Patrick Heusinger (Black Swan) spielt den farblosen und bösen Gegenspieler. Er ist nur böse und auch sein Motiv Jack Reacher zu töten ist klassisch und einfach – austauschbar.

Robert Knepper (Transporter 3) als General Harkness ist ebenfalls austauschbar. Da stört es nicht weiter, dass er nur wenige Dialoge hat.

In weiteren Nebenrollen sind Holt McCallany (Run All Night) als Colonel Morgan und Aldis Hodge (Straight Outta Compton) als Captain Espin zu sehen.

 

TECHNICK, KAMERA, SOUNDTRACK

Handgemachte Action ist immer ein Pluspunkt, hier macht der Film auch vieles richtig. Die Explosionen, Schießereien und Verfolgungsjagden sehen hochwertig aus. Highlight in dieser Sparte ist der Showdown über die Dächer von New Orleans. Tom Cruise macht auch fast alle Stunts selber und das ist merkbar.

Die Kamera ist oft wacklig, aber nicht so extrem wie bei Jason Bourne aus diesem Jahr. In Dialogen in Hotel- oder Bürozimmern ist sie dagegen ruhig. Vielseitige Sequenzen präsentiert uns der Film. Büroräume, Hotelzimmer, düstere Lagerhallen und viele Szenen auf den Straßen von Washington und New Orleans. In dieser Stadt findet auch ein Karnevalsumzug statt und dieser bietet auch noch die gewisse Extra-Atmosphäre.

Der Soundtrack ist solide und geht während dem Schauen gut ins Ohr, dort bleibt er aber nicht sehr lange.

 

BEWERTUNG

Jack Reacher 2 – Kein Weg zurück ist ein solider Actionfilm der das Rad nicht neu erfindet. Vieles ist schon einmal dagewesen und auch die Story ist weder tiefgründig noch spektakulär und etwas vorhersehbar.

Dabei ist die Action sehenswert und handgemacht. Die beiden weiblichen Hauptdarstellerinnen Cobie Smulders und Dakota Yarosh machen eine sehr gute Figur und sind die heimlichen Stars des Filmes. Tom Cruise ist solide.

Für Fans von dem Schauspieler ist der Gang in das Kino kein Fehler und auch Action-Fans kommen auf ihre Kosten. Alle anderen können getrost auf den Heimkinostart warten.

 

Jack Reacher 2 – Kein Weg zurück bekommt als Action-Thriller in seinem Genre 6/10 Actionpunkte

Jack Reacher 2 – Kein Weg zurück bekommt als allgemeine Wertung 5/10 Actionpunkte

 

EURE MEINUNG

Das war meine Kritik zu Jack Reacher 2 – Kein Weg zurück. Gibt es Tom-Cruise-Fans unter euch? Wie gefällt euch der Film oder meidet ihr generell Filme mit dem Schauspieler? Schreibt mir Kommentare oder kontaktiert mich auf Facebook und Twitter. Bis zur nächsten Review.

 

Euer Thomas

 

Quelle Foto: https://www.cinemaxx.de/kino/programm/film/jack-reacher-kein-weg-zurueck/22978

 

2 Gedanken zu “KRITIK: Jack Reacher 2 – Kein Weg zurück

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