KRITIK: Inferno

Tom Hanks ist als Robert Langdon zurück und darf ein drittes Mal mysteriöse Rätsel lösen damit ein gefährliches Virus nicht ausbricht. Ron Howard führt wieder Regie und daher geht es in dieser Kritik um Inferno.

 

Originaltitel: Inferno

Regie: Ron Howard

Drehbuch: David Koepp

Produktion: Michael De Luca, Brian Grazer und Andrea Giannetti

Kamera: Salvatore Totino

Musik: Hans Zimmer

 

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©Sony Pictures

HANDLUNG

Der berühmte Symbologie-Professor Robert Langdon (Tom Hanks) erwacht mit einer Schusswunde im Kopf in einem Krankenhaus in Florenz. Er leidet an Amnesie, denn er kann sich an die letzten zwei Tage nicht erinnern geschweige denn warum er überhaupt in Florenz ist. Zudem plagen ihm schreckliche Visionen von einer postapokalyptischen Welt. Die Ärztin Dr. Sienna Brooks (Felicity Jones) hilft ihm bei der Genesung. Von einer Sekunde auf die andere werden die Beiden von einer Attentäterin angegriffen und sie müssen fliehen.

Nach und nach erinnert sich Langdon an die wahren Gründe seines Aufenthaltes. Der Schweizer Milliardär und Biochemiker Bertrand Zobrist (Ben Foster) will mit einem Virus die Menschheit dezimieren, um die Überbevölkerung auf der Erde zu stoppen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

 

DREHBUCH UND STORY

Auf die gesamte Länge hatte ich beim Schauen eine Achterbahn der Gefühle, denn wie in den anderen Teilen gibt es hier Schwächen zu bemängeln.

Ein Mystery-Thriller soll Spannung erzeugen und vor allem Twists und unvorhersehbare Wendungen. Diese gibt es auch und an manchen Stellen sind die auch passend gewählt. Aber in Summe sind sie eher zufällig platziert um die Story voranzutreiben. Des Weiteren werden die Rätsel viel zu schnell von Langdon gelöst, mit teilweise nicht ganz nachvollziehbaren Lösungen. Das ist das eine oder andere Mal nicht negativ, aber über die gesamte Länge zu anstrengend.

Gefallen hat mir die Charakterbildung, denn es gibt bis auf die Figur Robert Langdon viele undurchsichtige Charaktere. Figuren, wo du beim Schauen kaum erahnen kannst wohin sie sich entwickeln. Die Geschichte ist dennoch etwas voraussehbar, ich fühlte mich aber gut unterhalten.

Die beiden Vorgänger The Da Vinci Code und Illuminati sind etwas länger als zwei Stunden augefallen, inferno nur zwei Stunden und das tut dem Film auch gut. Das liegt vor allem auch daran, dass die Rätsel sehr schnell aufgelöst werden wodurch das Tempo beschleunigt.

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©Sony Pictures

 

DER CAST

Mehr als solides Schauspiel von allen Beteiligten, wobei Tom Hanks hier nicht die beste Performance abgeliefert hat.

 

  • Tom Hanks (Bridge of Spies) als Robert Langdon

Tom Hanks zeigt hier wieder eine gute Performance. Er bringt glaubhaft rüber wenn seine Figur von diesen Visionen geplagt ist und erschöpft auf dem Sofa liegt. Er muss vieles durchmachen, er hat eine Kopfwunde, kann sich an nichts erinnern und wird zudem von einer Attentäterin gejagt. Die Figur ist aber eben nicht so tiefgründig sodass Hanks hier nur gut diese verkörpert, aber dennoch sehenswert.

 

  • Felicity Jones (Collide) als Dr. Sienna Brooks

Felicity Jones zeigt hier ihr wirkliches Talent. Dr. Sienna Brooks ist diejenige Person, die Langdon verarztet, mit ihm flieht und bei den Rätseln hilft. Es gibt aber auch die eine oder andere unvorhersehbare Wendung mit ihr. Eine etwas einfach strukturierte Figur, Jones holt aber das Maximum heraus und ihre Leistung hat mir sehr gut gefallen. Ich freue mich schon sehr, sie in Rogue One zu sehen.

 

  • Omar Sy (Ziemlich Beste Freunde) als Christoph Bruder

Omar spielt normal Figuren mit lockeren und lustigen Sprüchen. Hier ist er in einer ernsteren und mysteriöseren Rolle zu sehen, denn seine Figur ist zum Teil undurchschaubar. Ein WHO-Agent aus Paris der Jagd auf Langdon macht, weil er ein geheimes Ding bei sich hat. Gelungene Leistung auch von Omar Sy, den würde ich gerne öfter in solchen Rollen sehen.

 

  • Irrfan Khan (Jurassic World) als Harry

Für mich der heimliche Star dieses Films und der, der sogar die Performance von Tom Hanks in den Schatten stellt. Irrfan spielt eine Person von einer Organisation, die etwas mit dem Virus und der gesamten Geschichte zu tun hat. Mehr will ich nicht verraten. Er spielt diese Figur mit einer unglaublichen Leichtigkeit, mit viel Charme und der auftretende Humor geht von ihm aus. Allein seine Performance ist die Kinokarte wert.

 

  • Weitere Charaktere

Ben Foster (The Mechanic) verkörpert den Milliardär Bertrand Zobrist. Er hat weniger Screentime als die Trailer vermuten lassen, was schade ist denn ich halte ihn für einen ausgesprochen guten Schauspieler. In dieser Kürze kommt sein Talent nicht so zum Vorschein, obwohl die Leistung solide ausgefallen ist.

Sidse Babette Knudsen (Ein Hologramm für den König) ist als Elizabeth Sinskey zu sehen. Sie macht ebenfalls Jagd auf Langdon, obwohl die Beiden eine gemeinsame Vergangenheit verbindet. Ebenfalls eine solide Leistung.

Die noch recht unbekannte Schauspielerin Ana Ularu verkörpert die Attentäterin Vayentha

 

TECHNICK, KAMERA, SOUNDTRACK

An einigen Stellen sind die digitalen Effekte übertrieben dargestellt, aber dennoch ist der Film optisch gelungen. Schon zu Beginn, als wir die Visionen von Langdon sehen, bekommen wir einen grandiosen Einblick in die Vorstellungskraft von Regisseur Ron Howard. Auch die Kameraumsetzung ist gelungen, vor allem das Einfangen der europäischen Städte Venedig, Florenz und Istanbul. Als Schauer entsteht ein wenig ein Urlaubs-Gefühl, sodass du dir denkst „in Venedig sollte ich auch einmal wieder Urlaub machen“.

Die Szenenbilder sind auch wieder gut gewählt. Wir sehen Szenen in Museen und Kirchen mit historischen Gemälden. Es wird auch viel gerannt und so entstehen Verfolgungsjagden durch enge Straßen und Parks. In Venedig dürfen Sequenzen am Markusplatz nicht fehlen und der Showdown findet in einer Zisterne statt.

Der Soundtrack stammt von Hans Zimmer und ist dieses Mal nicht seine beste Arbeit. Speziell gegen Ende werden seine musikalischen Untermalungen etwas zu dominant, das hat mich etwas gestört. In Summe aber wieder eine mehr als solide Arbeit.

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©Sony Pictures

 

BEWERTUNG

Inferno ist definitiv nicht der beste Film in diesem Jahr, ich habe mich aber trotzdem unterhalten gefühlt. Das Schauspiel ist sehr gut ausgefallen, viele Kamerafahrten erzeugen tolle Bilder und die Optik ist an einigen Stellen gelungen. Die eine oder andere undurchschaubare Figur und vor allem die Performance von Irrfan Khan heben die Wertung etwas nach oben.

Abzüge gibt es wie fast bei vielen Filmen in diesem Jahr bei der Handlung. Sie ist voraussehbar, einige Wendungen kommen vor damit die Handlung vorangetrieben wird, was gekünstelt wirkt und viele Rätsel sind nicht unbedingt glaubhaft aufgelöst. Zudem werden sie zu schnell aufgelöst, so dass der Film zwar nicht zu langatmig ausgefallen ist. Hier wäre aber dennoch mehr drinnen gewesen.

Für Fans der beiden Vorgänger und für Alle, denen der Trailer gefallen hat, kann ich Inferno auf jeden Fall empfehlen. Ihr werdet euren Spaß im Kino haben. Haben euch die anderen beiden Teile nicht gefallen, dann werdet ihr auch hier nicht glücklich.

 

Inferno bekommt als Mystery-Thriller auf meiner Genre Skala schwache 7/10 Mystery Punkte

Inferno bekommt auf meiner allgemeinen Skala 6/10 Mystery Punkte

 

EURE MEINUNG

Das war meine Kritik zu inferno. Wie gefällt euch diese Film-Reihe? Seid ihr Fans von diesen Filmen oder sogar enttäuscht? Schreibt mir Kommentare oder kontaktiert mich auf Twitter und Facebook. Bis zur nächsten Review.

 

Euer Thomas

 

 

 

 

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