KRITIK: John Wick

Keanu Reeves als knallharter Profikiller, der sich eigentlich zur Ruhe gesetzt hat. Doch nachdem sein geliebter Hund getötet und der Mustang gestohlen wurde schwört er Rache. In dieser Kritik geht es um John Wick.

Originaltitel: John Wick

Regie: Chad Stahelski und David Leitch

Drehbuch: Derek Kolstad

Produktion: David Leitch, Basil Iwanyk, Eva Longoria und Michael Witherill

Kamera: Jonathan Sela

Musik: Tyler Bates und Joel J. Richard

wick

 

©derplapperblog

HANDLUNG

Der ehemalige Profikiller John Wick (Keanu Reeves) lebt nach dem Tod seiner geliebten Frau ein zurückgezogenes Leben. Ihr letztes Geschenk an ihm ist ein Hund, mit dem er so etwas wie Frieden finden kann. Als dann auch aber eine russische Gang ihn überfallen, sein Auto stehlen und besagten Hund töten kann John sich nicht mehr zurückhalten. Auf die Gefahr hin, dass ihm seine Vergangenheit einholt, begibt er sich auf einen persönlichen Rachefeldzug gegen seinen früheren Arbeitgeber.

 

DREHBUCH UND STORY

Die Geschichte ist simple, die Action sehr ansehnlich und die Dialoge einfach gehalten. So in etwa würde ich John Wick beschreiben und dennoch unterhält er auf ganzer Linie.

Zu Beginn wird die Hauptfigur eingeführt, sodass wir seine Vorgeschichte etwas kennenlernen. Aber nicht sehr lange, denn von den ersten Minuten an ist klar wohin sich der Film entwickelt. Das Rache-Thema ist allgegenwertig und in einem Action-Film wie diesen auch ein klassisches Motiv. Auch wenn es einfach klingt, ich als Schauer fühle ein wenig mit John Wick und verstehe seinen Hass.

Die Dialoge sind sehr einfach gehalten und nicht unbedingt tiefgründig. Meiner Meinung nach ist das bei John Wick aber in Ordnung. Die Action und die Atmosphäre sind dagegen sehr gelungen und machen diesen Film zu einem wahren Unterhaltungserlebnis.

 

DER CAST

Keanu Reeves in Hochform hebt die Wertung des Filmes, die anderen Cast-Mitglieder fügen sich ebenfalls gut in das Gesamte ein.

 

  • Keanu Reeves (Matrix) als John Wick

John ist ein Mann, der aus dem Profigeschäft ausgestiegen ist. Er lebt zurückgezogen und ist voller Trauer, da seine geliebte Frau gestorben ist. Ein Hund ist das letzte Geschenk von ihr und er schafft es Frieden zu schließen, solange bis dieser getötet wurde.

Keanu spielt das großartig, in seinem Gesicht ist sein Hass vollkommen zu spüren. Ich nehme ihm auch diese Rachegefühle ab und er dürfte in der Vorbereitung auch viel mit Waffen trainiert haben, denn das sieht bei ihm sehr realistisch aus. Tolle Leistung an dieser Stelle.

 

  • Mikael Nyqvist (Colonia Digidad) als Viggo Tarasov

Der Gegenspieler von John Wick und der frühere Arbeitgeber. Der Boss einer russischen Gangsterbande gibt den Befehl John zu töten, nachdem sein Sohn dessen Hund getötet hat. Eine klassische Rolle, die nicht sonderlich aber auch nicht negativ auffällt. Nyqvist macht das auch sehr ordentlich im Rahmen des Drehbuches, eine sehr passable Leistung.

 

  • Willem Dafoe (A Most Wanted Man) als Marcus

Marcus und John haben eine gemeinsame Vergangenheit und respektieren sich gegenseitig. Allerdings wird dieser Respekt auf eine harte Probe gestellt als Marcus den Auftrag annimmt John zu töten.

Eine Nebenrolle für den Schauspieler mit der großartigen Mimik. Selbst in den wenigen Dialogen schafft Dafoe es seine Rolle glaubhaft zu spielen. Hat mir sehr gut gefallen.

 

  • Alfie Allen (Game of Thrones) als Iosef Tarasov

Eine Handlungsrelevante Figur, da Iosef derjenige ist der das Auto von John Wick stiehlt und dessen Hund tötet. Dadurch „reaktiviert“ er sozusagen den ehemaligen Auftragskiller und unterschreibt indirekt sein Todesurteil.

Die Figur an sich ist einfach gestrickt. Ein junger Nachwuchsgangster, der gerne Partys feiert und Leute schikaniert. Der Schauspieler macht das auch sehr ordentlich, in der Serie Game of Thrones gefällt er mir aber besser.

 

  • Weitere Charaktere

In Nebenrollen zu sehen sind unter anderem Ian McShane (Pirates of the Caribbean) als Winston, einem Vertrauten von John Wick und John Leguizamo (Ride Along) als Aurelio, ein Besitzer einer Werkstatt. Dazu gesellt sich Kevin Nash (Magic Mike) als Francis und Lance Reddick (White House Down) als Hotel Manager.

Eine relevante Nebenrolle verkörpert Adrianna Palicki (G.I. Joe – Die Abrechnung) als Ms. Perkins, die den Auftrag bekommt John zu töten. Keine tiefgründige Figur, ihre Aufgabe besteht hauptsächlich aus Schießen und Nahkampf. Dennoch passt sie gut in den Cast hinein so wie die anderen Darsteller auch.

 

TECHNIK, KAMERA, SOUNDTRACK

Die große Stärke des Filmes – die Action. Auf diese wurde der gesamte Fokus gelegt und ich muss sagen, dass ist den Filmemachern gelungen. Die Sequenzen sehen handgemacht aus und auch die Kämpfe wurden spektakulär choreografiert. Es wirkt alles realistisch, genauso sollte es in einem Action-Film ausschauen.

Die Kamera fängt die Action auch sehr grandios ein. Vor allem die Szene in einem Club ist äußerst spektakulär umgesetzt und hat großen Spaß gemacht.  Auch die Lichteffekte sind gelungen, es wirkt sehr atmosphärisch, wenn in einem Haus das natürliche Licht durchdringt und so den dunklen Raum erhellt. Hier wurde gute Arbeit geleistet.

Die Musik ist eine Mischung aus Partyklängen und Rocksongs. Dazwischen Soundelemente die auf Spannung aufbauen. Passt sehr gut zur gesamten Atmosphäre und hat mir sehr gut gefallen.

 

BEWERTUNG

Für Action-Fans wird hier einiges geboten. Tolle, handgemachte Action, realistische Schusswechsel und alles was sonst noch in so einen Film gehört. Die Geschichte ist dagegen sehr einfach aufgebaut und für den einen oder anderen Filmfan könnte das Thema Rache schwierig werden, weil es eben ein klassisches Motiv ist und dieses in bereits vielen Vertretern vorkommt.

Die Macher legten den gesamten Fokus auf die Figur von Keanu Reeves und landen damit einen Volltreffer. Seine Leistung ist sehr grandios und übertrifft fast alle Nebenrollen, die in den meisten Fällen zu Standard ausgefallen ist. In Summe ist John Wick aber sehenswert.

 

John Wick bekommt als Actionfilm auf meiner Genreskala 7/10 Actionpunkte

John Wick bekommt auf meiner allgemeinen Skala 6/10 Actionpunkte

 

EURE MEINUNG

Das war meine Kritik zu John Wick. Wie hat euch dieser Film gefallen? Seid ihr Fans von solchen Actionfilmen oder langweilen sie euch? Schreibt mir Kommentare oder kontaktiert mich auf Facebook und Twitter. Bis zur nächsten Review.

 

Euer Thomas

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