KRITIK: Bad Moms

Soll eine Mutter immer perfekt sein, sich stets schick kleiden und nur um die Kinder kümmern? Oder darf sie auch einmal übertreiben und Party machen? Diese Frage stellen sich die Hangover-Macher und daher geht es in dieser Kritik um Bad Moms.

 

 

Originaltitel: Bad Moms

Regie: Jon Lucas und Scott Moore

Drehbuch: Jon Lucas und Scott Moore

Produktion: Suzanne Todd, Bill Block und Mark Kamine

Kamera: Jim Denault

Musik: Christopher Lennertz

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HANDLUNG

Amy Mitchell (Mila Kunis) will eigentlich nur eine perfekte Mutter sein. Doch ihr Leben ist stressig, ständig hetzt sie von Termin zu Termin und kommt dabei zu Meetings in ihrer Arbeit oder zu Schulbesprechungen immer zu spät. Zudem ist sie mit einem Mann verheiratet, der selber noch ein Kind ist und dadurch kaum Hilfe bei den beiden Kindern bekommt. Irgendwann wird ihr das zu viel und sie gründet zusammen mit ihren Freundinnen Kiki (Kristen Bell) und Cara (Kathryn Hahn) die „Bad Moms“.

Amy will einfach mal Party machen wann sie es will und über sie Stränge schlagen. Das passt der reichen Muster-Mutter Gwendolyn (Christina Applegate) so gar nicht in ihr perfektes Bild einer Mutter. Sie sorgt mit Intrigen dafür, dass fast alle Mütter Amy hassen. Doch diese will das nicht auf sich sitzen lassen und nimmt den Kampf an.

 

DREHBUCH UND STORY

Jon Lucas und Scott Moore, die beiden Köpfe hinter den Hangover-Filmen, haben hier eine Komödie inszeniert die mit Humor und einem realitätsnahen Thema punktet.

Es stellt sich beim Schauen die Frage, was eigentlich eine perfekte Mutter ist und ob es diese überhaupt gibt. Dass ist auf jeden Fall positiv zu bewerten, weil nicht nur die Partys im Vordergrund stehen, sondern auch die Beziehung einer Mutter zu ihren Kindern und wie sie den Alltag zusammen meistern. Das macht diesen Film authentischer und etwas tiefgründiger als zum Beispiel „Mike And Dave Need Wedding Dates“, wo es fast nur Sprüche und Witze unterhalb der Gürtellinie gibt.

Diese sind auch bei „Bad Moms“ vorhanden, aber in einem akzeptablen Rahmen und einige wurden charmanter verpackt. Aus diesem Grund unterhielt mich der Film besser und ich musste auch öfter lachen als bei der Komödie mit Zac Efron. Ansonsten sind die Dialoge klassisch für eine Komödie und fallen nicht sehr tiefgründig aus. Aber sie passen gut zu den Protagonisten und ich fand das Drehbuch und die Story recht ordentlich für eine Komödie. Gegen Ende wurde es aber ein wenig vorhersehbar, aber bei Filmen in solchen Genres keine Seltenheit.

 

DER CAST

Bis auf Jay Hernandez sind hauptsächlich nur weibliche Darsteller in wichtigen Haupt- und Nebenrollen zu sehen.

 

  • Mila Kunis (Black Swan) als Amy Mitchell

Großartige Leistung von Mila Kunis, ich nehme ihre Rolle als Mutter von der ersten Minute an ab. Diese hat es wirklich nicht leicht in ihrem Leben. Sie wird von den reichen Müttern nicht ernst genommen und kommt ständig zu Terminen zu spät, weil sie eben eine gute Mutter sein möchte. Doch sie will auch einmal aus der Reihe tanzen und gründete eben die Bad Moms.

 

  • Kristen Bell (Veronica Mars) als Kiki

Kiki ist ein wenig die Unterworfene. Eine Mutter die etwas in ihrer Ehe gefangen ist und nur selten aus ihrem Haus kommt. Nachdem sie Amy und Carla kennengelernt hat, wird sie ein wenig lockerer und genießt die freien Stunden mit ihren Freundinnen. Auch hier eine ansprechende Leistung von Kristen. Sie bringt ihre Rolle glaubhaft rüber und die Chemie mit Mila Kunis passt auch sehr gut.

 

  • Kathryn Hahn (Captain Fantastic) als Carla

Carla ist die Party-Queen von dem Trio, sie geht in Bars, macht was sie will und bekommt jeden Mann den sie erotisch anschaut. Dementsprechend ist sie gleich mit von der Party, als Amy die „Bad Moms“ gründet. Solide Leistung von Kathryn Hahn, auch wenn sie mir von dem Trio am wenigsten gefällt. An einigen Stellen übertrieb sie es mit dem schauspielern, was auch am Drehbuch lag.

 

  • Christina Applegate (Anchorman – Die Legende kehrt zurück) als Gwendolyn James

Für mich die große Überraschung ist die Leistung von Christina Applegate. Viele von euch kennen sie als Kelly Bundy von der Sitcom „Eine schrecklich nette Familie“. In diesem Film spielt sie eine reiche Mutter, die immer perfekt gekleidet ist und ein wenig der Antagonist. Mit bösartigem Verhalten und Intrigen schafft sie es, dass die anderen Mütter Angst vor ihr haben und ihr folgen. Hervorragend gespielt von Christina Applegate.

 

In weiteren Rollen sind noch die großartige Jada Pinkett Smith (Gotham) als Stacy und Jay Hernandez (Suicide Squad) als Jessie Harkness zu sehen. Beide mit nicht so viel Screentime, aber mit wichtigen Rollen meiner Meinung nach. Die Leistung von Jada als rechte Hand von Gwendolyn kann sich trotz den wenigen Szenen sehen lassen. Jene von Jay Hernandez ist solide aber nichts was so richtig heraussticht.

 

TECHNIK, KAMERA, SOUNDTRACK

Wie in Komödien üblich gibt es sehr wenig bis keine Effekte zu sehen. Die Umsetzung ist sehr solide geworden, wir bekommen eine typische amerikanische Kleinstadt präsentiert. Die Szenen finden dementsprechend in Schulen statt, in diversen Häusern, in Besprechungszimmern und in einem Supermarkt. Auch in dieser Komödie gibt es die eine oder andere Zeitlupen-Sequenz, die ich persönlich nicht so großartig finde. Diese waren aber etwas lustiger inszeniert als in „Mike And Dave Need Wedding Dates“

Die Musik ist typisch für so einen Film, eben mit Party-Songs wie von Niki Minaj und anderen bekannten Musikern unterlegt. Es ist nicht meine Art von Musik aber sie passt zum Gesamten. Mehr ist an dieser Stelle nicht zu berichten.

 

BEWERTUNG

Diese Komödie war überraschend gut und hat mir besser gefallen als „Mike And Dave Need Wedding Dates“. Der Humor war viel besser, die Witze unter der Gürtellinie zwar auch vorhanden aber nicht so extrem und teilweise charmanter verpackt. Die Geschichte erzählt aus dem Leben und hat Hand und Fuß. Die Hauptdarstellerinnen, allen voran Mila Kunis, zeigen sehr ansprechende Leistungen und überzeugen mit Glaubhaftigkeit.

Trotz vorhersehbarem Ende kann ich diese Komödie empfehlen, sowohl Genre-Fans als auch allgemeinen Kinogängern. Vielleicht nicht unbedingt im Kino, er funktioniert auch gut zu Hause auf Blu-ray mit ein paar Freunden.

 

Bad Moms bekommt als Komödie auf meiner Genre Skala 7 / 10 Komödienpunkte

Bad Moms bekommt auf meiner allgemeinen Skala 6,5 / 10 Komödienpunkte

 

EURE MEINUNG

Das war meine Kritik zu Bad Moms. Werdet ihr euch den Film anschauen oder wartet ihr auf die Bluray? Wie steht ihr generell zu Mila Kunis als Schauspielerin? Kommentiert unter diesem Beitrag oder kontaktiert mich auf Twitter und Facebook. Bis zur nächsten Review.

 

Euer Thomas

Quelle Foto: http://www.filmstarts.de/kritiken/238291/bilder/?cmediafile=21320846

 

4 Gedanken zu “KRITIK: Bad Moms

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