SUICIDE SQUAD

 

Eine Anzahl von Superschurken mit besonderen Fähigkeiten, die zusammengeführt werden um eine noch bösere Macht zu besiegen. In dieser Kritik geht es um Suicide Squad.

 

 

 

Originaltitel: Suicide Squad

Regie: David Ayer

Drehbuch: David Ayer

Produktion: Charles Roven und Richard Stuckle

Kamera: Roman Vasyanov

Musik: Steven Price

suicide-squad-poster-big.jpg

 

HANDLUNG

Was passiert, wenn eine sehr mächtige oder sogar außerirdische Macht die Erde angreift und ein Superman gerade verhindert ist? Die Agentin Amanda Waller (Viola Davies) will ein Team aus bösen Gestalten und Meta-Wesen zusammenstellen, für den Fall das unmögliche Missionen warten. Sterben sie, vermisst sie kein Mensch, weil sie sowieso böse sind. Erreichen sie aber ihr Ziel, gibt es Straferlass. So hat Amanda Superschurken wie Deadshot (Will Smith), Harley Quinn (Margot Robbie) oder El Diablo (Jay Hernandez) gefangen genommen, um die sogenannte Task Force X zu gründen – der Suicide Squad.

Mehr braucht ihr zur Handlung nicht wissen.

JARED LETO ALS DER JOKER

Jetzt wird sich der eine oder andere Leser unter euch fragen, warum ich den Joker in einem eigenen Absatz beschreibe. Das ist einfach, weil es etwas mehr dazu zu sagen gibt.

Gleich vorweg möchte ich erwähnen, dass ich kein Fan davon bin zu vergleichen. Vergleichen im Sinne von wie ist die Leistung von Ben Affleck als Batman im Vergleich zu jener von Christian Bale. Worauf ich hinaus will ist, dass viele Leute Jared Leto als Joker mit Heath Ledger’s Joker vergleichen. Und das sehe ich, auch wenn es zum Teil nachvollziehbar und logisch ist, als problematisch an, weil ihr könnt nicht Äpfel mit Birnen gleichsetzen. Natürlich war die Performance von Heath grandios und ich feier ihn auch, aber in Suicide Squad haben wir einen anderen Joker, einen neuen Joker und einen Joker der an den Look des Filmes angepasst wurde.

Persönlich finde ich die Leistung von Leto sehr ordentlich. Das Skript sieht den bekannten Gegenspieler von Batman mehr als Gangsterboss und ich finde, dass er optisch grandios rüberkommt. Es fehlt das gewisse Etwas und ich kann nicht genau sagen was. Der Joker ist nicht in vielen Szenen zu sehen, seine Darbietungen betreffen eher eine Nebenhandlung. Er ist solide ausgefallen, der typische Joker-Lacher gefällt mir, aber ein Wow-Effekt wurde nicht erzeugt. Warum der Joker so wenig Screentime hat und nichts mit dem eigentlichen Suicide Squad zu tun hat erfährt ihr, wenn ihr den Film schaut. Eine klare Sache möchte ich aber dazu sagen: Seid am Ende nicht enttäuscht, dass er nicht oft genug zu sehen ist.

DREHBUCH UND STORY

Das Hauptproblem an diesem Film ist die eher belanglose Geschichte. Man munkelt, dass Warner sich in die kreativen Angelegenheiten von David Ayer eingemischt hat. Sie beauftragten eine Firma, die normalerweise Trailer schneidet, mit dem finalen Schnitt. Das führt auf lange Sicht gesehen zu Problemen in der Handlung und diese fühlt sich auch nicht rund an. Ähnlich wie bei Batman V Superman, es ist gefühlt eine Aneinanderreihung mehreren Szenen mit geringem Zusammenhang.

Der Film beginnt aber sehr stark mit der Einführung und Vorstellung der Superschurken. Wir bekommen hier ein wenig Hintergrundinformationen zu den Individuen und das gefiel mir schon sehr gut. Bei einigen Figuren ist die Einführung aber zu wenig passiert oder gar nicht. Da hätte ich mir einige Minuten mehr Gesamtlänge gewünscht, damit auch eine Bindung zu den Charakteren entstehen kann. Denn davon gibt es sehr viele, fast schon zu viele. Die eine oder andere Figur weniger hätte es auch getan.

Im letzten Drittel flacht der Film dann etwas ab und verschenkt sein großes Potenzial. Und der Schluss ist auch alles andere als gut gewählt. In Summe bietet die Geschichte einige spannende Szenen, aber im Gesamten ist sie doch mittelmäßig.

DER CAST

Viele, viele Charaktere die hier mitspielen. Ich werde an dieser Stelle auch die Mitglieder des Suicide Squads vorstellen und einige Figuren außerhalb der Spezial-Truppe.

 

Der Suicide Squad

 

  • Will Smith (Erschütternde Wahrheit) als Floyd Lawton alias Deadshot

Lawton ist einer der meistgesuchten Auftragskiller und ein Mann, der niemals danebenschießt. Seine Präzision ist dabei unmenschlich und er kann so gut wie mit jeder Waffe umgehen. Er ist einer der Haupt-Teammitglieder der Chaostruppe und bekommt die meiste Hintergrundgeschichte spendiert. Will Smith macht das großartig, er schafft es auch der Figur Tiefe zu verleihen. Etwa in Szenen mit seiner Tochter. Gefiel mir gut seine Leistung.

 

  • Margot Robbie (Legend of Tarzan) als Dr. Harleen Quinzel alias Harley Quinn

Dr. Harleen Quinzel war früher eine Therapeutin in Arkham Asylum und dem Joker zugeordnet. Doch anstatt ihn zu heilen verliebt sie sich in den Joker und wird zu Harley Quinn. Eine abgedrehte und verrückte Frau, die bei jeder aufregenden Mission dabei ist und sei sie noch so gefährlich. Die Performance von Margot Robbie ist äußerst grandios, es ist erkennbar, dass sich die Schauspielerin intensiv mit ihrer Figur beschäftigt hat.

 

  • Adewale Akinnuoye-Agbaje (Erschütternde Wahrheit) als Waylon Jones alias Killer Croc

Waylon ist ein Waisenkind, das seit seiner Kindheit an einer schuppenartigen Fehlbildung leidet. Er wurde gehänselt, gedemütigt und zum Einzelgänger. Mit den Jahren schritt die Fehlbildung immer mehr voran und schließlich wurde er zu Killer Croc, das Wasser ist sein Element. Schwer zu sagen ob Adewale in einem Kostüm steckt oder per Motion Captering seine Figur zum Leben erweckt, Croc ist sehr gut animiert und sieht cool aus. Zur Leistung vom Schauspieler ist aber wenig zu sagen auf Grund des Charakters.

 

  • Jay Hernandez (LOL) als Chato Santana alias El Diablo

Ein ehemaliger Krimineller, der besondere Fähigkeiten hat. Er kann Feuer mit seinen bloßen Händen erzeugen und sich in manchen Fällen in ein anders Wesen verwandeln. El Diablo war auch verheiratet und hatte zwei Kinder, die aber vor seinen Augen gestorben sind. Jay macht das sehr solide, die Figur an sich ist sehr interessant und macht in den wenigen Szenen, wo er zu sehen ist sehr viel Laune.

 

Karen Fukuhara als Katana gesellt sich auch noch zum Squad dazu. Bewaffnet mit ihrem besonderen Seelenschwert oder auch Soulblade genannt. Mit diesem kann sie Seelen von besiegten Gegner fangen. Solide Leistung von Karen, fällt weder auf noch ist sie katastrophal. Und Jai Courtney als Captain Boomerang ist auch mit dabei. Sein Markenzeichen ist sein Boomerang, den er gern einmal als Waffe benützt. Jai macht das recht ordentlich, nicht viel Dialog aber kommt immer sehr cool rüber.

 

Weitere Charaktere

 

  •  Viola Davis (Blackhat) als Amanda Waller

Amanda Waller ist die Initiatorin ihres Task Force X Projektes, die Leiterin vom Suicide Squad. Sie trommelt die Schurken zusammen, kontrolliert sie und ist jederzeit bereit sie zu töten, wenn sie nur ansatzweise aus der Reihe tanzen. Eine unfassbar starke Leistung von Viola, der die skrupellose Eigenschaft förmlich ins Gesicht geschrieben ist. Diese Mimik ist fast einzigartig, ihr böser Blick ist beim bloßen hinschauen bedrohlich. Grandiose Besetzung.

 

  • Joel Kinnaman (Kind 44) als Rick Flag

Ein knallharter Soldat und einer der besten seines Faches. Er ist der Mann für die besonderen Einsätze und die rechte Hand von Amanda Waller. Er führt das Selbstmordkommando an und hat wie Amanda die eingeschränkte Macht, die bösen Jungs jederzeit zu töten. Die Figur ist ein wenig einfach gestrickt und manchmal darf die Frage gestellt werden, warum diese Figur überhaupt mitspielt. Joel macht das im Rahmen der Möglichkeiten recht solide, mehr aber auch nicht.

 

  • Cara Delevingne (Pan) als Dr. Julian Moone alias Enchantress

Eine Archäologin, die in Berührung mit einer jahrhundertealten Macht kommt. Sie erweckt die Hexen-Göttin Enchantress und diese ist seitdem mit Moone verbunden. Sie kann sich jederzeit in Enchantress verwandeln und ihre volle Stärke wie das teleportieren ausschöpfen. Leider muss ich hier klare Minuspunkte verteilen, denn die Figur ist sehr belanglos dargestellt. Obwohl ihre Einführung gelungen ist, für eine Antagonistin ist es viel zu wenig ängstlich.

 

In Summe kann gesagt werden, dass der Cast eine der Stärken ist- bis auf die die Leistung von Cara Delevingne, diese ist eher bescheiden ausgefallen. Ein Wort noch zu Batman, er ist in einigen Szenen zu sehen und es ist definitiv Ben Affleck.

TECHNIK, KAMERA, SOUNDTRACK

Wie in den vorigen DC-Verfilmungen ist der Look sehr düster und dunkel. Technisch ist das auf sehr hohem Niveau und gefällt mir sehr gut. Nur gegen Ende artet das CGI wieder zu sehr ins Negative aus und wirkt nicht sehenswert. Die Animationen und speziell das Design von Killer Croc sind auch sehr cool genauso wie die Inszenierung der Feuer-Fähigkeiten von El Diablo. Die Action ist auch zahlreich vorhanden und sehr ansehnlich. Wirklich Innovatives war aber nicht dabei.

Die Kamera ist gewohnt aktiv bei den Action-Sequenzen dabei. Solide Leistung der Kameramänner würde ich sagen. Das Szenenbild ist an sich sehr düster, eine zerstörte Stadt und dunkle Büroräume sind am häufigsten zu sehn.

Der Soundtrack besteht hauptsächlich aus bekannten Songs wie von Queen oder Eminem. Die passen sehr gut zum Look des Filmes, werden aber nicht immer passend eingespielt. Stört aber in Summe nicht weiter.

BEWERTUNG

Suicide Squad ist schwer zu bewerten. Wir haben interessante und abgedrehte Charaktere, die bis jetzt noch in keinem DC-Film auf der Leinwand zu sehen war. Die Leistung der Schauspieler_innen waren bis auf einige wenige Ausnahmen durchgehend sehenswert. Viele schöne und coole Szenen und eine Grundidee, die Potenzial hat.

Dieses Potenzial wird aber nicht ausgeschöpft und er hält nicht das was die Trailer versprechen. Die Story ist sehr einfach und fast schon belanglos. Die Schnitte sind teilweise wahllos zusammengefügt und die Technik lässt im letzten Drittel sehr nach.  Aber im Kern ist er dennoch sehenswert und mir hat der Humor auch gut gefallen. Er unterhält und Figuren wie Harley Quinn und Deadshot sind ein Grund, warum die Wertung dennoch positiv ausfällt.

Für DC-Fans und generell Fans von einfachen Storys, guter Action und innovativen Charakteren ist dieser Film auf jeden Fall sehenswert und vor allem wegen der Technik würde ich ihn mir im Kino anschauen. Für allgemeine Kinogänger, die Storytwists und komplexe Handlungen mögen, wird dieser Film zu einer anstrengenden Angelegenheit werden.

 

Suicide Squad bekommt als Superschurken-Action-Film auf meiner Genre Skala 6,5 / 10 Schurkenpunkte.

Suicide Squad bekommt auf meiner allgemeinen Skala 4,5 / 10 Schurkenpunkte.

 

Das war meine Kritik zu Suicide Squad. Werdet ihr euch den Film anschauen oder seid ihr so abgeschreckt von den Kritiken, dass ihr nicht ins Kino geht? Wenn ihr den Film schon gesehen habt, interessiert mich wie er euch gefallen hat. Schreibt mir Kommentare oder kontaktiert mich auf Twitter und Facebook. Bis zur nächsten Review.

 

Euer Thomas

 

Quelle Foto: http://www.ew.com/article/2016/06/18/suicide-squad-poster-david-ayer-supervillain-skwad

 

 

Advertisements

Ein Gedanke zu “SUICIDE SQUAD

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s